Filmvorführung

• Fr 20 11 – So 06 12 2020 / 14:15 – 18:30 •
Escaping the Urbanscape


kuratiert von MADHUSREE DUTTA

In diesem Programmpunkt geht es um die Entfremdung von Arbeit und Stadt, und wie man diese überlebt. Die gezeigten Filme – zwischen ihnen liegt eine Zeitspanne von 32 Jahren – sind hierbei sowohl stilistisch als auch ideologisch grundverschieden. Zusammen betrachtet erschaffen sie jedoch ein breites Spektrum urbaner Melancholie, der Kultur des öffentlichen Raums und einer Fantasie der Arbeiter*innenklasse.

Vorführungszeiten: Fr–So, 14:15–16:15 + 16:45–18:30
Ort: Academyspace, Herwarthstr. 3, 50672 Köln
Freier Eintritt | Plätze im Kinoraum sind auf 3 begrenzt *

Filmprogramm zum Download

LUMAPIT SA AKIN, PARAISO / COME TO ME, PARADISE
2017 | 26’ | Dokumentation , Science Fiction | Phillipinen, Kanada
Regisseurin: Stephanie Comilang
Sprache: Tagalog mit englischen Untertiteln

Jeden Sonntag wird Central in Hong Kong zum Lebensmittelpunkt von Paraiso und den drei als Pflegekräfte arbeitenden Protagonistinnen. Hier sind sie weit weg von den Häusern ihrer Arbeitgeber*innen, wo sie wohnen und in Vollzeit arbeiten. An Wochentagen gehört dieser Ort ganz dem Finanzwesen und den Banken. Sonntags jedoch wird er vom frühen Morgen bis spät in die Nacht von philippinischen Hausangestellten besetzt und in eine Art Gemeinschaftsraum verwandelt. Hier entspannen sie sich bei Essen, Maniküre, Getränken, Gebeten und Tanz. Nur wenn sich die Frauen in großer Zahl versammeln, ist das Signal stark genug, um Paraiso heraufzubeschwören, den von einer Drohne gespielten Geist, der ihre Vlogs, Fotos und Nachrichten nach Hause übermittelt.
Der Film stellt Fragen zur Isolation in der Moderne, Wirtschaftsmigration und die Rolle des virtuellen und urbanen öffentlichen Raumes und kommentiert die Gegenwart aus der Perspektive der Zukunft.

Skript: Stefanie Comilang
Kamera: Iris Ng
Musik: Why Be, Sky H1, Elysia Crampton
Stimme von Paraiso: Emily Comilang
Auszeichnung: Sobey Art Award

CALAMARI UNION
1985 | 81’ | Fiktion, Komödie | Finnland
Regisseur: Aki Kaurismaki
Sprache: Finnisch mit englischen Untertiteln

Fünfzehn melancholische Männer, allesamt tragen sie den Namen Frank. Sie schließen sich zusammen und schwören sich, aus ihrem allzu vertrauten, überindustrialisierten und durchweg urbanisierten Viertel Kallio in Helsinki zu fliehen. Ihr Ziel ist ein utopisches Land mit dem Namen Eira, samt elegantem Hafenviertel, wo alles in fröhliches Grün getaucht ist. Als die Stammtischabenteurer gerade ihre dunklen Sonnenbrillen aufsetzen, bereit für ihre aussichtslose nächtliche Reise, schließt sich ihnen Pekka an, ein Englisch sprechender Mann ohne Nachnamen. Doch die Reise ist lang, die Nacht will einfach nicht enden und die labyrinthartigen Straßen und Metrotunnel werden heimgesucht von herumlungernden, zusammengekauerten menschlichen Wracks, streunenden Hunden und erloschenen Straßenlaternen. Aufgrund von Anstrengungen wie Ehe, Arbeit und Tod bleiben die Reisenden nach und nach auf der Strecke.

Skript: Aki Kaurismaki
Kamera: Timo Salminen
Schnitt: Aki Kaurismaki, Raija Talvio
Musik: Aki Kaurismaki, Mikko Mattila, Jone Takamäki, Casablanca Vox

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