Filmvorführung und Gespräch

• Mo 02 10 2017 •
Ának Araw Gym Lumbera

Ának Araw, 70', Philippinen/USA, 2013, Englisch und Tagalog

19:30

Ort: Filmclub 813 in der BRÜCKE, Hahnenstraße 6, 50667 Köln
7 €
Online-Vorverkauf ab dem 12. September 2017 unter www.filmfestival.cologne
Anschließendes Gespräch mit dem Filmemacher in englischer Sprache

In Kooperation mit dem Film Festival Cologne

Gym Lumberas Experimentalfilm Ának Araw ist ein surreal anmutender Blick zurück auf die Zeit der kulturellen und sprachlichen Kolonisierung der Philippinen während der militärischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA nach 1946. In gespenstischem Schwarz-Weiß erzählt er die Geschichte eines Albinos im philippinischen Hinterland, der überzeugt ist, der Sohn eines amerikanischen Soldaten zu sein. In unvollständigen, nahezu didaktischen Vignetten begleitet der Film ihn dabei, wie er mithilfe eines tagalog-englischen Wörterbuchs versucht, Englisch zu lernen – ein Unterfangen voller allzu wörtlicher Gegenüberstellungen und befremdlicher Oxymora. Ának Araw kombiniert dabei Archivmaterial aus den 1950ern mit künstlich gealtertem Material aus der Gegenwart, sodass Fragmente aus der Vergangenheit und der Zukunft miteinander verschmelzen. Der Film verortet so die Kolonialerfahrung in einem konstruierten, historisch-impressionistischen Raum, in dem die aufgezwungene Sprache zugleich auch aufgeladen ist mit Träumen. Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussion zwischen dem Filmemacher Gym Lumbera und dem Filmkritiker LUKAS FOERSTER.

Gym Lumbera (*1986 in Balete, Philippinen) debütierte als Filmemacher mit den beiden Spielfilmen Ának Araw und Taglish. Zuvor arbeitete er als Kameramann von Raya Martin, Sherad Sanchez und John Torres. Lumbera lebt in Manila, in Balete und zeitweise in Los Angeles.