ADKDW

Akademie Spring 2018 Eröffnung

Akademie der Künste der Welt

Die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) ist eine internationale Plattform für zeitgenössische Kunst und öffentlichen Diskurs in Köln. Die Akademiemitglieder - ein globales Kollektiv aus Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturschaffenden - prägen die ADKDW und ihr Programm durch ihre interdisziplinären Perspektiven und künstlerischen Praktiken.

Mit ihrem Programm befördert die ADKDW ein kritisches Verständnis der Künste und will die gegenwärtigen Bedingungen der Kulturgeschichte und kulturellen Produktion offenlegen und neu denken. Vor diesem Hintergrund organisiert die ADKDW Veranstaltungen und Ausstellungen, produziert Publikationen und initiiert Recherche- und Studienprojekte. Ein Schwerpunkt der Künstlerischen Leitung von Max Jorge Hinderer Cruz bildet seit 2022 die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe in der Gegenwart.

Im Academyspace finden regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen unterschiedlicher künstlerischer und diskursiver Sparten statt. Außerdem veranstaltet die ADKWD mit unterschiedlichen Partner*innen Konzerte, Lesungen, Vorträge und Workshops an verschiedenen Orten der Stadt. Damit schafft die ADKDW ein Laboratorium künstlerischer und politischer Fragestellungen in Köln und macht das Potential einer interkulturellen urbanen Gesellschaft sichtbar.

Nature Theatre of Oklahoma 2016

Geschichte

Die Gründung der ADKDW geht auf den Vorschlag eines Initiativkreises um Navid Kermani, Manos Tsangaris und anderer Kölner Kulturschaffenden zurück. 2012 bestimmte eine Findungskommission bestehend aus Ralph Christoph, Amelie Deuflhard, Kasper König, Jan Krauthäuser, Louwrens Langevoort und Regina Wyrwoll die 14 Gründungsmitglieder der Akademie, die fortan das künstlerische Programm gestalten sollten und im Laufe der Zeit durch weitere Mitglieder ergänzt wurden.

2012 – 2014
Von Oktober 2012 bis Juni 2013 hielt die israelisch-niederländische Schriftstellerin und Kuratorin Galit Eilat das Amt der Präsidentin der Akademie inne. Im Anschluss arbeite bis März 2014 ein Interimsteam bestehend aus Ekaterina Degot, Liza Lim und Tom Holert am künstlerischen Programm der ADKDW. Das Programm der ADKDW formierte sich in dieser Zeit im Wesentlichen um eine Salon-Reihe. In den regelmäßig veranstalteten Salons stellten Akademie-Mitglieder, Fellows sowie eingeladene Künstler*innen und Expert*innen ihre aktuellen Projekte vor und diskutierten diese mit dem Kölner Publikum. Die Akademie richtete ferner ein Stipendienprogramm für zeitgenössische Künstler*innen, Theoretiker*innen und Kurator*innen aus außereuropäischen Ländern ein, das die Grundlagen des Austauschs zwischen internationalen und Kölner Kunstszenen schaffen sollte.

2014 – 2017
Unter der künstlerischen Leitung von Ekaterina Degot fand von 2014 bis 2017 zweimal im Jahr, jeweils für einen Zeitraum von zwei Monaten die PLURIVERSALE statt. Mit ortsbezogenen Projekten, Ausstellungen und Konzerten, Diskussionen, Filmvorführungen und performativen Symposien stellte sie eine Alternative dar zu den Rhythmen der Biennalen und deren Narrativen – die oft universalistisch und doch gleichermaßen relativistisch ausfallen.

2018 - 2021
Ab 2018 formiert sich das künstlerische Programm der ADKDW unter der Leitung von Madhusree Dutta um vier thematische Achsen: found:erased:palimpsest, Sites at Stake, Original Fakes und Hybrid Transactions. Durch das Durchkreuzen der vier thematischen Achsen und der unterschiedlichen räumlichen Dimensionen wurden Verbindungen zwischen Theorie und Praxis, zwischen Erinnerung und Spekulation, zwischen gelebter Erfahrung und künstlerischer Form geschaffen.

Cheap People are other people 2020

Bilanzen und Berichte

Die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) ist eine gemeinnützige Kultureinrichtung, die im Jahr 2012 von der Stadt Köln ins Leben gerufen wurde. An dieser Stelle finden Sie die Geschäftsordnung der ADKDW sowie Jahresabschlüsse und Lageberichte.

Jahresabschluss 2020

Lagebericht 2020

Erklärung zur Unternehmensführung 2020

Jahresabschluss 2019

Lagebericht 2019

Jahresabschluss 2018

Lagebericht 2018

Gesellschaftsvertrag der Akademie der Künste der Welt/Köln, gemeinnützige GmbH

Geschäftsordnung für den Aufsichtsrats

Geschäftsordnung für die Geschäftsführung

Mitglieder

Die Akademiemitglieder

Die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) wird getragen von einem globalen Kollektiv, das seine unterschiedlichen Perspektiven und künstlerischen Praktiken in die Arbeit der Akademie einbringt. Die Akademiemitglieder – nationale und internationale Künstler*innen, Kurator*innen, Autor*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturschaffenden – fungieren als interdisziplinärer Think-Tank. Neben der Beratung über die Ausrichtung und das Programm der ADKDW obliegt den Akademiemitgliedern die Wahl neuer Mitglieder und die Auswahl von Artists-in-Residence. Der Sprecher der ADKDW Mitglieder ist seit Januar 2022 Max Jorge Hinderer Cruz.

Foto: Inke Arns

Inke Arns


Dr. INKE ARNS ist Direktorin des HMKV Hartware MedienKunstVerein in Dortmund. Seit 1993 ist sie freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen sowie Osteuropa. Sie kuratierte u.a. Ausstellungen am bauhaus dessau, MG+MSUM Ljubljana, Gallery EXIT Pejë, KW Berlin, Museum of Contemporary Art Belgrad und MMOMA Moskau und ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Beiträge zur Medienkunst und Netzkultur. Von 2021–2022 hat sie die Gastprofessur für kuratorische Praxis an der Kunstakademie Münster inne. 2022 ist sie Kuratorin des Pavilions der Republik Kosovo (Künstler: Jakup Ferri), 59th International Art Exhibition, La Biennale di Venezia.

© Christine Fenzl

Ute Meta Bauer


UTE META BAUER ist Kuratorin von Ausstellungen und Vortragsreihen zu zeitgenössischer Kunst, Film, Videokunst und Sound Art, die künstlerische Formate mit anderen Disziplinen zusammenführen. Seit 2013 ist sie Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art in Singapur und zudem als Professorin an der School of Art, Design and Media der Technischen Universität Nanyang tätig. Von 2012 bis 2013 war sie Dekanin für Bildende Künste am Royal College of Art in London. Zuvor lehrte sie als Professorin an der Fakultät für Architektur und Raumplanung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts. Dort war sie zudem von 2009 bis 2012 Gründungsdirektorin des Program in Art, Culture and Technology (ACT) und von 2005 bis 2009 Leiterin des MIT Visual Arts Program. Im Jahr 2015 kuratierte sie gemeinsam mit Paul Ha, dem Leiter des MIT List Visual Art Center, den US-Pavillon auf der 56. Venedig-Biennale, wo Arbeiten der Künstlerin Joan Jonas zu sehen waren. Der Pavillon erhielt von der internationalen Jury die Ehrenauszeichnung für den besten nationalen Pavillon.

Am NTU Centre for Contemporary Art in Singapur (ko-)kuratierte sie Allan Sekula: Fish Story, to be continued (2015), Ghosts and Spectres – Shadows of History (2017), The Oceanic (2017/2018), Tarek Atoui The Ground: From the Land to the Sea (2018), Trees of Life: Knowledge in Material (2018), Stagings. Soundings. Readings. Free Jazz (2018), Siah Armajani: Spaces for the Public. Spaces for Democracy (2019) und zuletzt The Posthuman City: Climates. Habitats. Environments (2019/2020).

Bauer war künstlerische Leiterin der 3. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2004) sowie Ko-Kuratorin der documenta11 (2001-2002) unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Okwui Enwezor. Sie ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen zu zeitgenössischer Kunst, darunter zuletzt South East Asia. Spaces of the Curatorial (mit Brigitte Oetker, Sternberg Press 2016), Thomas Saraceno: Arachnid Orchestra. Jam Sessions (mit Anca Rujoiu, NTU Centre for Contemporary Art Singapore 2017), Place.Labour.Capital (mit Anca Rujoiu, Mousse Publishing 2018) und The Impossibility of Mapping (Urban) Asia (mit Khim Ong und Roger Nelson, World Scientific 2020). Bauer ist ferner Mitglied in zahlreichen Gremien und Findungskommissionen, unter anderem des Rockbund Art Museums in Shanghai, der Bergen Assembly in Bergen/Norwegen und der documenta in Kassel.

Binna Choi


BINNA CHOI praktiziert das Kuratieren in einem erweiterten Sinne, indem sie Kunst in Beziehung zu Praktiken des sozialen Wandels setzt und an Kunstinstitutionen als exemplarische institutionelle Orte arbeitet. Seit 2008 ist Casco Art Institute: Working for the Commons Binnas wichtigste Anlaufstelle für diese kuratorische Praxis. Dort hat sie eine Reihe von langfristigen, kollaborativen/disziplinübergreifenden künstlerischen Forschungsprojekten und -programmen kuratiert, wie Grand Domestic Revolution, co-kuratiert mit Maiko Tanaka (2010-13), Composing the Commons (2013-16) und Site of Unlearning (Art Organizations) mit Annette Krauss und dem Casco-Team (2014-18). Sie alle beinhalten Aufträge, Ausstellungen, Co-Forschungssituationen und Publikationen.

Im Jahr 2018 haben Binna und das Casco-Team die organisatorische Umstrukturierung eingeleitet; die institutionelle Namensänderung von "Casco - Office for Art Design and Theory" in "Casco Art Institute: Working for the Commons" markiert die Umstrukturierung. Das Casco Art Institute widmet sich dem kollektiven Studium der Gemeingüter durch die Praxis der Kunst ebenso wie der Praxis von Kunst durch das kollektive Studium der Gemeingüter. Jenseits von Binaritäten wie dem Privaten und Öffentlichen, dem Intellektuellen und Manuellen, dem Städtischen und Ländlichen sowie dem Institutionellen und Selbstorganisatorischen schlägt Casco die Commons als eine fortwährende Bewegung für nicht-binäre Zukünfte der Gleichheit und Vielfalt vor. Sein künstlerisches Programm ist um mehrere Studienlinien organisiert, während die Organisation selbst als Ort des commoning praktiziert wird. Eine der Studienlinien ist Unmapping Eurasia, eine mehrjährige Untersuchung, die Binna mit You Mi durchführt. Indem sie Eurasien als Terrain betrachten, in dem sich Geo-Politik, Geo-Philosophie und Geo-Poesie überlappen, eröffnen sie einen transkulturellen Kontext für die Verständigung über die europäisch-asiatische Grenze hinweg.

Binna unterrichtet am Masterprogramm des Dutch Art Institute und arbeitet für und mit dem translokalen Netzwerk Arts Collaboratory. Sie ist auch Mitbegründerin von Cluster, einem europäischen Netzwerk von Kunstorganisationen, die sich eng mit ihrer Umgebung beschäftigen. Sie arbeitete im kuratorischen Team der Gwangju Biennale 2016 mit dem Titel The Eighth Climate (What Does Art Do) und organisierte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Maria Lind das globale Forum und die Gemeinschaft experimenteller Kunstorganisationen mit dem Titel All the Contributing Factors. Zusammen mit Yollótl Alvarado und Brigitta Isabella organisierte sie eine experimentelle Ausstellung, die die Arbeitsprinzipien des Arts Collaboratory im Asia Culture Center, Gwangju, vorstellte. Binna hält außerdem regelmäßig öffentliche Vorträge über institutionellen Wandel und andere Formen kuratorischer Praxis und nimmt beratende Funktion ein.

© Evgeni Gurko

Ekaterina Degot


EKATARINA DEGOTs Arbeit setzt sich auf kritische Weise mit ästhetischen und soziopolitischen Aspekten der Kunst in Russland und Osteuropa, besonders der post-sowjetischen Ära, auseinander. Sie war leitende Kuratorin in der Staatlichen Tretjakow-Galerie, arbeitete als Kunstjournalistin für die Tageszeitung Kommersant und war von 2008 bis 2012 Herausgeberin von www.openspace.ru/art, einem Online-Magazin für Nachrichten aus der Kunstwelt, Kunstkritik und Kulturanalysen. Für die Kunstmagazine Artforum, Frieze und e-flux schreibt sie regelmäßig Beiträge.

Sie kuratierte unter anderem den Russischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2001 und u.a. die Ausstellungen Body Memory: Unterkleider der Sowjetära (gemeinsam mit Julia Demidenko; Stadtgeschichtliches Museum St. Petersburg 2000, Stadtmuseum Helsinki, Volkskundemuseum Wien, u.a.); Berlin-Moskau / Moskau-Berlin 1950-2000 (mit Jürgen Harten u.a., Martin-Gropius-Bau Berlin und Geschichtsmuseum Moskau, 2003-04), sowie Europäisches Atelier (Zentrales Haus der Künstler, Moskau 2009), Sowjetischer Idealismus (Musée de l’art wallon, Liège 2005) und If. Ukrainische Kunst im Wandel (PERMM Kunsthalle, Perm 2010).
Gemeinsam mit Cosmin Costinas und David Riff kuratierte sie die Erste Ural Industrial Biennale in Jekaterinenburg mit dem Titel Schockarbeiter der Mobilen Bilder (2010). Mit Joanna Mytkovska und David Riff präsentierte sie 2011 das Auditorium Moskau, eine Selbstbildungsinitiative, Treffpunkt für Diskussionen und internationale Ausstellung zugleich. 2012 entwickelte sie die Diskussionsplattform der ersten Kiew Biennale für Gegenwartskunst Arsenale mit dem Titel Kunst nach dem Ende der Welt, außerdem Time/Food in der Moskauer Kunststiftung Stella zusammen mit Anton Vidokle und Julieta Aranda. 2013 kuratierte sie, in Zusammenarbeit mit David Riff, die erste Bergen Assembly unter dem Titel Monday begins on Saturday/Der Montag fängt am Samstag an in Norwegen.

Degot verfasste mehrere Bücher, unter anderem Terroristic Naturalism (1998), Russian 20th-Century Art (2000) und Moscow Conceptualism (mit Vadim Zakharov, 2005) und ist Mitherausgeberin von Post-Post-Soviet? Art, Politics and Society in Russia at the Turn of the Decade (zusammen mit Ilya Budraitskis und Marta Dziewanska, 2013).
Sie hat an der Europäischen Universität St. Petersburg gelehrt, war Gastprofessorin an verschiedenen US-amerikanischen und europäischen Universitäten und hat zurzeit einen Lehrauftrag an der Alexander-Rodtschenko Schule für Fotografie und Neue Medien in Moskau.

Ekaterina Degot war von März 2014 bis Oktober 2017 Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt. Zurzeut ist sie Intendantin des 51. Steirischer Herbst in Graz.

Im November 2014 gewann Ekaterina Degot den Igor Zabel Award for Culture and Theory.

© Dörthe Boxberg

Madhusree Dutta


MADHUSREE DUTTA wurde 1959 in Jamshedpur/Jharkhand, Indien geboren. Sie studierte Theater an der National School of Drama in Indien und ist Filmemacherin, Kuratorin und Autorin. Madhusree Dutta ist Gründerin und Direktorin von Majlis, einem Zentrum für den Rechtsdiskurs und interdisziplinäre Kunstinitiativen in Mumbai. Ihr Interesse gilt besonders dokumentarischen Praktiken, der Untersuchung des urbanen Raums, interdisziplinären Praktiken des Archivierens und der Sphäre des Öffentlichen.

Duttas Filme werden international auf Filmfestivals und Kunstevents sowie in Universitätsseminaren gezeigt. Sie war Jurymitglied für unterschiedliche Filmfestivals, darunter Berlinale Shorts 2015. Dutta erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt etwa den Lifetime Achievement Award beim Internationalen Dokumentar- und Kurzfilmfestival von Kerala (2019) und die Auszeichnung Kulturmanagerin des Jahres des Kölner Kulturrates (2019).

In der Vergangenheit hat sie verschiedene Kunst- und Kulturprojekte kuratiert, unter anderem Expression, das erste feministische Festival zu Kunst und Kunstdiskurs in Indien (1990), India Sabka, ein Jugend-Festival mit dem Schwerpunkt Multikulturalität (2002), Import Export: Kultureller Austausch zwischen Indien und dem deutschsprachigen Europa (2005, Mumbai-Vienna-Berlin), Culture@WSF, im Rahmen des Weltsozialforums (2014) und Moving People, ein Projekt und Veranstaltungsprogramm zur künstlerischen Vernetzung von Asien und Afrika, das in Nairobi stattfand (2015). Ihr kuratorisches Projekt Project Cinema City: Künstlerische Forschung und dokumentarische Praktiken (2009-2013) war ein multidisziplinäres Vorhaben, an dem hundert Bildende Künstler*innen, Architekt*innen, Filmemacher*nnen und Sozialwissenschaftler*innen mitwirkten. Das Projekt feierte seine öffentliche Premiere im Forum Expanded, Berlinale (2010).

Ihre Veröffentlichungen umfassen u.a. Fake Hybrid Sites Palimpsest. Essays on Leakages (2022), herausgegeben zusammen mit Nanna Heidenreich; dates.sites: Bombay / Mumbai (2012) und die Anthologie Project Cinema City (Tulika Books 2012), herausgegeben zusammen mit Kaushik Bhowmik und Rohan Shivkumar, die als Bestes Buch des Jahres 2014 mit dem Publishing Next Industry Award ausgezeichnet wurde.

Von 2018 bis 2021 war Madhusree Dutta Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).


Foto: Dörthe Boxberg

© Chimurenga

Ntone Edjabe

NTONE EDJABE ist Journalist und DJ. Er ist Gründer von Chimurenga, einer panafrikanischen Plattform für Kunst und Politik. Zu Chimurengas Initiativen zählen die Zeitung The Chronic sowie Pan African Space Station und Chimurenga Library.

Bild: Lyra Garcellano

Merv Espina


MERV ESPINA ist Künstler und Kurator und lebt in Las Piñas, Metro Manila. 2014 initiierte er gemeinsam mit anderen die Kalampag Tracking Agency und 2016 das Kamuning Public Radio. Er unterstützt die Durchführung des WSK Festival of the Recently Possible sowie die Nusasonic Plattform und trägt zu Radio alHara Palestine bei. Seine künstlerischen Auseinandersetzungen resultieren in Installationen und Filmvorführungen, Seminaren und Magazinen, Musikmixen und Comix-Anthologien, Piratenradio-Hacks, Choreografien und Parfumproduktionen. Seine Kunstprojekte waren auf der Jakarta Biennale 2015 und der Yokohama Triennale 2020 zu sehen.

Monika Gintersdorfer


MONIKA GINTERSDORFER in Peru geboren, Theaterregisseurin; studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln sowie Regie in Hamburg.

2000 bis 2004 realisierte sie Inszenierungen am Hamburger Schauspielhaus, an den Münchner Kammerspielen und bei den Salzburger Festspielen. Sie ist Mitbegründerin der aktionistischen Künstlergruppe Rekolonisation und Regisseurin der 2005 gegründeten deutsch-französisch-westafrikanischen Theater/ Performance-Gruppe Gintersdorfer/Klaßen mit Inszenierungen u.a. an der Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, sophiensaele Berlin, Schauspiel Köln, Ringlokschuppen Mülheim, Deutsches Theater Berlin. Gintersdorfer/Klaßen arbeiten häufig zusammen mit dem KVS Brüssel in Kinshasa.

2010 veranstalteten sie das Festival Rue Princesse in Abidjan, Berlin und Hamburg. 2011 tourten sie durch Westafrika mit ihrer Reihe „Logobi“.

Ihre Projekte rücken die Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller ins Zentrum und versuchen einen möglichst direkten Transport von Leben ins Theater und Theater/ Performance ins Leben. In einer Kombination aus Bewegung, Tanz, Text und synchroner Übersetzung lassen Gintersdofer/Klaßen die politischen und persönlichen Realitäten ihrer Darsteller – in Deutschland und an der Elfenbeinküste – gegeneinander prallen und erreichen auf diese Weise eine Ebene der Kultur- und Gesellschaftskritik jenseits des „schöngeistigen“ Bildes interkultureller Völkerverständigung.

Für die Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014 waren Gintersdorfer/Klaßen Artists in Residence am Theater Bremen, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms Doppelpass.

Gintersdorfer/Klaßen wurden für ihre Arbeiten mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Gewinner Impulse Festival 2009, George Tabori Förderpreis 2010, Tanzkompanie des Jahres 2010, Faustpreis als bester Tänzer für Richard Siegal in Gintersdorfer/Klaßen Logobi 05.

© Jan Kryszons

Nanna Heidenreich


Die Dipl. Sozialwirtin und promovierte Kulturwissenschaftlerin NANNA HEIDENREICH ist 1970 geboren. Sie studierte in Göttingen, Berlin und Berkeley. Seit Oktober 2016 ist sie Professorin für Digital Narratives - Theory an der ifs internationale filmschule köln. Zuvor hat sie im Sommer 2016 die Professur für Medienkulturwissenschaften an der Universität Hildesheim vertreten und war von 2011 bis 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienforschung an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Von 2009 bis 2017 war sie Ko-Kuratorin des Programms Forum Expanded bei der Berlinale.

Von 2015 bis 2017 war sie für das Haus der Kulturen der Welt (Berlin) zum Themenbereich Migration, Flucht und Einwanderung kuratorisch und beratend tätig (u.a. mit den Projekten Die Jetztzeit der Monster. What comes after nations? und Tonspuren). Sie hat zahlreiche Publikationen (print, online, DVD-Editionen) im Bereich kritische Migrationsforschung, visuelle Kultur, postkoloniale Theorie, Politik/Kunst/Kino, anderes Kino (feministisch, queer, experimentell) veröffentlicht, u. a.: Migration, Heft 67 der Frauen und Film (Frankfurt/M. 2016), Film als Idee - Birgit Heins Texte zu Film/Kunst (Hg. mit Florian Krautkrämer und Heike Klippel, Berlin 2016), total. Universalismus und Partikularismus in post_kolonialer Medientheorie (Hg. mit Ulrike Bergermann, Bielefeld 2015), V/Erkennungsdienste, das Kino und die Perspektive der Migration (Bielefeld 2015), sowie die DVDs Philip Scheffner: The Halfmoonfiles & Der Tag des Spatzen und Riki Kalbe - 15 Filme (beide Berlin 2013). 2020 erscheinen ihre neue Monographie Spektakel und Möglichkeitsraum. Kunst und der lange Sommer der Migration sowie der gemeinsam mit Katrin Klingan und Rana Dasgupta herausgegebene Sammelband Gezeitendenken. Recherechen abseits des Nationalstaatensystems.

Darüber hinaus übersetzte sie Texte von Kaja Silverman, Marc Siegel, Judith Halberstam, Saskia Sassen, Jasbir Puar und war bis 2009 Teil von Performanceproduktionen und andere Interventionen mit dem antirassistischen Netzwerk Kanak Attak. Sie war Teil des Organisationsnetzwerks für das Tribunal "NSU-Komplex auflösen" (Köln 2017). Sie ist Mitglieder zahlreicher Jurys und übernimmt beratende Tätigkeiten. So konzipierte sie in 2017 für die Camargo Foundation / Goethe Institut Marseille die Ausschreibung Thinking Europe from the Sea und war beratend für das vom Goethe Institut Seoul initiierte Projekt Narrative der Migration in Ost- und Südostasien (2018-2019) tätig. Für die Akademie kuratierte sie im November 2019 das Symposium Hotspots: Migration und Meer. Nanna Heidenreich lebt in Berlin.

Eine Auswahl ihrer Projekte ist hier zu finden: nannaheidenreich.net

Max Jorge Hinderer Cruz

MAX JORGE HINDERER CRUZ ist ein bolivianisch-deutscher Kurator und Kulturkritiker. Von März 2019 bis Juni 2020 war er Direktor des Nationalen Kunstmuseums (Museo Nacional de Arte, MNA) in La Paz, wo er das Programm für Dekoloniale Studien in der Kunst (Programa de Estudios Descoloniales en Arte, PED) des Museums gründete und für eine historische Veränderung des institutionellen Profils verantwortlich war. Seine Arbeit am Museum wurde vom Internationalen Komitee für Museen und Sammlungen Moderner Kunst (CIMAM) anerkannt und als Referenz für die internationale Museumsgemeinschaft in den Bereichen soziale Inklusion und Bildung bezeichnet.

Arbeit als Kurator (Auswahl): von 2008 bis 2011 war er Kurator des Ausstellungs- und Publikationsprojekts Principio Potosí (Museo Reina Sofía, Madrid/Haus der Kultur der Welt, Berlin/MNA und MUSEF La Paz - mit Alice Creischer und Andreas Siekmann). Von 2014 bis 2016 war er Koordinator von P.A.C.A. (Program of Autonomous Cultural Actions) und Seminário Público Micropolíticas in São Paulo (mit Suely Rolnik, Amilcar Packer und Tatiana Roque). Mit Paul B. Preciado, Margarita Tsomou und Nelli Kambouri organisierte er zwischen 2016 und 2017 die Apatride Society als Teil des Veranstaltungsprogramms der Documenta14 in Athen und Kassel. 2017 wurde er von der Pan African Space Station/Chimurenga eingeladen, einen Teile ihres Projekts Angazi, but I'm sure. im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt zu programmieren.

Hinderer Cruz ist Autor des Buches Hélio Oiticica and Neville D'Almeida: Block-Experiments in Cosmococa - program in progress (Afterall Books/MIT Press, 2013 - mit Sabeth Buchmann) und u.a. Herausgeber von Kunst und Ideologiekritik nach 1989/Art and Ideology Critique After 1989 (Verlag der Buchhandlung Walther König/Kunsthaus Bregenz, 2013 – with E. Birkenstock, et al.).

Seine Texte und seine Kulturkritik wurden auf Spanisch, Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Französisch in verschiedenen Formaten in Katalogen, Zeitschriften und internationalen Zeitungen in Europa, Afrika, den USA und Lateinamerika veröffentlicht. Hinderer Cruz veröffentlicht regelmäßig Essays in der bolivianischen Zeitung La Razón.

Hinderer Cruz war 2016 Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW) und ist seit 2018 Mitglied. Seit 2022 ist er Künstlerischer Leiter der ADKDW.

Soyoung Kim (aka Jeong Kim)


SOYOUNG KIM ist Professorin für Filmwissenschaft an der Korea National University of Arts, Direktorin des Trans-Asia Screen Culture Institute und Gastprofessorin an der Duke University, UC Berkeley sowie UC Irvine. Sie ist Herausgeberin der zehnbändigen History of Korean Cinema, National Research Foundation of Korea, zusammen mit Chris Berry und Lynn Spiegel Mitherausgeberin von Electronic Elsewheres: Media, Technology, and the Experience of Social Space und mit Shiuhhuah Serena Chou und Rob Wilson von Geo-Spatiality in Asian and Oceanic Literature and Culture: Worlding Asia in the Anthropocene. Soyoung Kims Exile Trilogy (2014-2017) umfasst drei Dokumentarfilme über Koreaner in Zentralasien, Russland und Korea. Kim Soyoung führte außerdem Regie bei der Women's History Trilogy, einer Serie von Dokumentarfilmen (Koryu: Southern Women South Korea, I'll Be Seeing Her und New Women: Her First Song), die zwischen 2000 und 2004 realisiert wurden und war Ehrengast des Internationalen Filmfestivals von Guanajuato.

Foto: Lawrence Liang

Lawrence Liang


LAWRENCE LIANG ist Rechtswissenschaftler und Autor und ist beim Alternative Law Forum in Bangalore, Indien tätig. Sein Arbeitsinteresse liegt am Schnittpunkt von Recht und Kulturpolitik. Er beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Medienpiraterie, Urheberrecht sowie rechtlichen Aspekten der Populärkultur und arbeitet eng mit der unabhängigen Rechercheinitiative Sarai in Neu-Delhi am Forschungsprojekt Intellectual Property and the Knowledge/Culture Commons zusammen. Liang ist Autor von Free/Open Source Software. Open Content (2007) und The Public is Watching: Sex, Laws and Videotape (2007). Gemeinsam mit anderen verfasste er 2016 Invisible Libraries, eine spekulative Erzählung über Bibliotheken und die Zukunft des Lesens.

Maha Maamoun


MAHA MAAMOUN ist eine in Kairo lebende Künstlerin, Kuratorin und freie Verlegerin. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Form und Funktion von kulturellen Bildern und untersucht somit das kulturelle Gewebe, das wir weben und mit dem wir verwoben sind. Sie arbeitet kollaborativ an unabhängigen Verlags- und Ausstellungs-Projekten und ist Gründungsmitglied des Contemporary Image Collective (CiC), einem 2004 in Kairo gegründeten gemeinnützigen Raum für Kunst und Kultur. Außerdem ist sie Mitbegründerin der unabhängigen Verlagsplattform Kayfa ta. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt.

Olivier Marboeuf


OLIVIER MARBOEUF ist Autor, Kritiker und unabhängiger Kurator.

Olivier Marboeuf war im Alter von 21 Jahren Mitbegründer des Comic-Verlages Amok. Von 2004 bis zur Schließung 2018 war er Direktor des Espace Khiasma, einem Kunstzentrum für Produktion und Ausstellung von Videos und Filmen in Les Lilas.

Sein Weg führte ihn von Fragen der Zusammenhänge zwischen Text und Stimme zu Standbildern und bewegten Bildern und allgemeiner zur Bedeutung des Teilens. Seit einigen Jahren konzentriert sich seine Forschung auf eine Neubewertung des Kolonialismus nach den Prinzipien der narrativen Spekulation, die mit der dominanten historischen Erzählung konkurrieren. Olivier Marboeuf entwickelte ein Programm, das sich auf Fragen der Repräsentation von Minderheiten konzentriert und Ausstellungen, Vorführungen, Debatten, Performances und Kooperationsprojekte im Nordosten von Paris kombiniert. An verschiedenen Arten der Wissensvermittlung interessiert, werden seine Vorschläge von spekulativen Praktiken der Narration durchzogen, die versuchen, ephemere kulturelle Situationen zu schaffen.

Er ist außerdem Co-Produzent bei der in Paris ansässigen Produktionsfirma SPECTRE, die sich auf Forschungsfilme und experimentelle Dokumentationen spezialisiert hat. Er arbeitet mit mehreren Künstlern und Filmemachern zusammen. Olivier Marboeuf ist Gründer und Programmgestalter der Phantom-Plattform, die SPECTRE- und Khiasma-Filme vertreibt.

Tienchi Martin-Liao


TIENCHI MARTIN-LIAO geboren in Nanking, China, aufgewachsen in Taiwan, lebt heute in Köln.

Nach ihrem BA in Englischer Literatur an der Staatlichen Universität Taiwan kam Tienchi Martin-Liao nach Deutschland und arbeitete zunächst am Institut für Asien-Kunde in Hamburg. In den siebziger Jahren war sie Mitherausgeberin des Deutsch-Chinesischen Wörterbuchs Deutsch-Chinesischer Wortschatz, Politik und Wirtschaft (Langenscheidt 1977) und einer siebenbändigen Reihe beim Hanser Verlag von Mao Zedongs gesammelten Werken.

Nach Abschluss ihres Magisterstudiums an der Ruhr-Universität Bochum war sie Dozentin für Chinesische Literatur, später leitete sie das Richard-Wilhelm-Übersetzungszentrum für chinesische Literatur. Bis zum Jahr 2000 war sie Herausgeberin der Schriftenreihe ARCUS-CHINATEXTE, die Werke der chinesischen Literatur in deutscher Übersetzung präsentiert. 2001 ging Martin-Liao in die USA und war zehn Jahre lang Direktorin der Menschenrechtsorganisation Laogai Research Foundation. Während dieser Zeit gab sie auch die biografische Reihe Black Series über politische Gefangene in China heraus. Sie kehrte 2010 nach Deutschland zurück und lebt seitdem in Köln.

2009 wurde sie zur Vorsitzenden des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums gewählt. Sie schreibt regelmäßig für die Literaturzeitschrift Sampsonia Way.

Foto: Nana Oforiatta Ayim

Nana Oforiatta Ayim


NANA OFORIATTA AYIM arbeitete für die UN in New York und ist heute weltweit v.a. als Kunstvermittlerin und Kuratorin, aber auch als Filmemacherin tätig. Nana Oforiatta Ayim ist Kuratorin des ghanaischen Pavillons auf der Biennale in Venedig 2019 und 2022 sowie Gründerin und Direktorin des ANO Institute of Arts & Knowledge. Das ANO arbeitet daran, pan-afrikanische Perspektiven durch Ausstellungen, Stipendien, den Aufbau von Institutionen sowie durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und Regierungen aus aller Welt zu etablieren. Sie ist Vorstandsmitglied der Vereinigung der Museen und Kulturerbe-Stätten Ghanas. 2019 erschien ihr Debütroman Wir Gotteskinder.

Lemi Ponifasio

LEMI PONIFASIO, auf Samoa geboren, Choreograph und Theaterregisseur. Ponifasio gilt heute international als einer der innovativsten und umstrittensten Choreographen und Theaterregisseure. 1995 gründete er die Gruppe MAU als Label für seine Arbeit und als Plattform für kritische Reflexion und Kreativität mit Künstlern, Wissenschaftlern, Aktivisten, Intellektuellen und führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. MAU ist eine Erklärung an die Wahrheit einer Sache oder Revolution als Streben nach Wandel.

Als High Chief von Samoa trägt Ponifasio den Titel Sala und zählt zu den führenden, intellektuellen Persönlichkeiten des pazifischen Raums. Seine radikalen Inszenierungen durchqueren und transzendieren konventionelle Vorstellungen von Theater, Zeremonien, Tanz und Bürgeraktivismus. Ponifasios Arbeit wird an vielen renommierten Theatern und auf Festivals präsentiert, darunter Ruhrtriennale, Théâtre De La Ville Paris, Holland Festival und Edinburgh International Festival.

Adriana Schneider Alcure

ADRIANA SCHNEIDER ALCURE wurde 1973 in Rio de Janeiro geboren. Sie arbeitet als Theaterregisseurin, Schauspielerin, Performerin und Dramaturgin und war für mehrerer Theaterinszenierungen verantwortlich. Ferner ist sie Mitglied des Coletivo Bonobando und der Grupo Pedras de Teatro. Derzeit ist Schneider Alcure Cultural Diffusion Superintendent und seit 2009 Professorin im Graduiertenprogramm für szenische Künste sowie im Studiengang für Theaterregie an der Fakultät für Kommunikation der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ). Sie war Postdoc-Stipendiatin des Capes-Humboldt-Forschungsprogramms an der Universität Bonn (2018 und 2019). Ihr Forschungsprojekt hier war eine Arbeit zu ‘Artistic, Political and Pedagogical Strategies in the Uses of Popular Forms of Puppet Theatre: On the Kaspertheater’. Ihre postdoktorale Forschung an der PPGAC-UNIRIO (mit einem CNPq-Stipendium) widmete sie mit dem Forschungsprojekt ‘Traditional Brazilian dances in the second half of the 19th century: Marieta Baderna’s lundu’ der Geschichte des brasilianischen Theaters (2008). Schneider Alcure promovierte im Jahr 2007 in Anthropologie an der UFRJ, inklusive eines Doktorandenpraktikums an der Freien Universität Berlin (2005/2006, mit einem DAAD-CNPq-Stipendium). Im September 2015 erhielt sie für ihre Doktorarbeit den Prix de la Recherche: Ouverture de Champ am Institut International de la Marrionette. Sie erlangte ihren Bachelor-Abschluss in sozialer Kommunikation und Journalismus an der Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro (1994) und einen Master in Theaterwissenschaften an der PPGAC-UNIRIO (2001). Sie beteiligte sich am Prozess zur Anerkennung des populären Puppentheaters der brasilianischen Nordostregion (Mamulengo, Babau, Cassimiro Coco und João Redondo) als immaterielles Kulturerbe und führte Regie bei einer Reihe von Dokumentarfilmen, die zu diesem Zweck dem Institute of National Artistic and Historical Heritage (IPHAN) vorgelegt wurden (2015).

© Felicitas von Lutzau

Marc Siegel


MARC SIEGEL ist Professor für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Queer Studies und des Experimentalfilms. Sein Buch A Gossip of Images erscheint demnächst bei Duke University Press. Zu seinen Publikationen gehören die gemeinsam herausgegebenen Sammelbände Film Culture 80: The Legend of Barbara Rubin (Spector Books, 2018), Synchronisierung der Künste (Fink, 2013), Outside. Die Politik queerer Räume (b_books, 2005) und eine 2014 erschienene Sonderausgabe der Zeitschrift Criticism über den Underground-Künstler Jack Smith. Er ist auch als freier Kurator tätig. Er kuratierte zahlreiche Filmreihen und Programme für Film- und Performance-Festivals sowie Museen und Galerien, darunter die Berlin Biennale, die Berlinale, Tate Modern (London), CCCB (Barcelona), Bunkier Sztuki (Krakau) und das Goethe-Institut (Kalkutta). Außerdem ko-kuratierte er die Festivals "EDIT FILM CULTURE!" (Berlin, 2018); "Camp/Anti-Camp: A Queer Guide to Everyday Life" (Berlin/Frankfurt, 2012); und "LIVE FILM! JACK SMITH! Five Flaming Days in a Rented World" (Berlin, 2009). Er ist im Beirat der Sektion Forum Expanded der Berlinale und einer der Mitbegründer*innen des Berliner Kunstkollektivs CHEAP.

© Viktor Burgi, 2020

Stefan Weidner


STEFAN WEIDNER studierte Islamwissenschaft, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Von 2001 bis 2016 war er Chefredakteur der Zeitschrift Art&Thought/Fikrun wa Fann (www.goethe.de/fikrun), die vom Goethe-Institut zum Dialog zwischen deutscher und islamisch geprägter Kultur herausgegeben wurde. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, Herausgeber von Anthologien und Übersetzer insbesondere von arabischer Lyrik.

Letzte Veröffentlichungen: Fluchthelferin Poesie. Friedrich Rückert und der Orient (Wallstein Verlag); Jenseits des Westens. Für ein neues kosmopolitisches Denken (Hanser Verlag); 1001 Buch. Die Literaturen des Orients (Edition Converso). Er wurde 2006 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg, 2007 mit dem Johann Heinrich Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für das übersetzerische Gesamtwerk und 2014 mit dem Paul Scheerbart-Preis der Ledig-Rowohlt Stiftung ausgezeichnet.

2009/2010 war er August Wilhelm von Schlegel-Gastprofessor für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin. Vom Sommersemester 2011 bis zum Wintersemester 2011/12 bekleidete er an der Universität Bonn die erste Thomas Kling-Poetikdozentur. Stefan Weidner ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, des Deutschen PEN-Clubs und Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.

Mi You


MI YOU ist eine in Beijing geborne Kuratorin, Forscherin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie kuratierte künstlerische Rechercheprojekte, die an verschiedenen Veranstaltungsorten zu sehen waren, wie der Shenzhen/Hong Kong Bi-City Biennial of Architecture and Urbanism (2007), der Istanbul Design Biennale (2012), der Lissabon Triennale and der Athens Biennale (2013), im v2_lab for the unstable media (2015) und im SAVVY Contemporary (2016). In ihrer langjährigen Forschung und ihren kuratorischen Projekten geht sie von der Seidenstraße als Sinnbild tiefenzeitlicher, tiefenräumlicher, dezentralisierter und nomadischer Vorstellungswelten aus. Unter diesem Titel hat sie eine Serie von Performance-Programmen am Asian Culture Center Theater in Gwangju, Südkorea, und bei der ersten Ausgabe des Ulaanbaatar International Media Art Festival in der Mongolei (2016) kuratiert. Ihre transkulturelle kuratorische Arbeit präsentierte sie in Ausstellungen wie "Around Ai Weiwei: Photograph 1983-2016" im CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia und "Qiu Zhijie: Journeys without Arrivals" im Van Abbemuseum, Eindhoven (2017).

Sie hält weltweit Vorträge, u.a. im Haus der Kulturen der Welt (Berlin), im Vera List Center for Arts and Politics (New York), in der Rijksakademie (Amsterdam), im Global Art Forum (Dubai). Als Dozentin war sie u.a. am Dutch Art Institute und an der Universität der Künste Berlin tätig. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt der Philosophie der Performance, der Wissenschafts- und Technologieforschung sowie der Philosophie der Immanenz östlicher und westlicher Tradition. Sie veröffentlicht u.a. in Performance Research, PARSE, MaHKUscript: Journal of Fine Art Research, Yishu, LEAP, Southeast of Now.

Sie ist Stipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung, des Zentrum Paul Klee (Schweiz) und der Independent Curators International (USA). Darüber hinaus ist sie Leiterin von Arthub in Shanghai und berät das Institute for Provocation in Beijing.

Ala Younis


ALA YOUNIS (geb. 1974, Kuwait, mit Sitz in Amman) ist Künstlerin, ausgebildet als Architektin in Amman. Die Forschung bildet einen großen Teil ihrer Praxis, ebenso wie Kuratoren-, Kooperations-, Film- und Buchprojekte. Younis erforscht die Entstehung der modernen arabischen Welt und das Potenzial für neues Denken und Handeln, das die Ära immer wieder inspiriert. Sie untersucht anhand einer Vielzahl von Stimmen die wichtigsten Themen des modernen Nationalismus, der Religion, der sozialen Bewegungen, der Entstehung des globalen Kapitals sowie des persönlichen und kollektiven Verlusts. Sie bewegt sich durch die Geschichte, indem sie Spuren von Alltagsgegenständen, wiederkehrenden Bildern und Routinepraktiken studiert. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in den Biennalen von Venedig, Gwangju und Istanbul, der New Museum Triennial (New York), dem Forum Expanded (Berlin) und dem Home Works Forum (Beirut) sowie im Guggenheim Museum (New York), der Sharjah Art Foundation (Sharjah), der Akademie der Künste (Berlin), dem Centro Andaluz de Arte Contemporáneo (Sevilla) und dem Contemporary Image Collective (Kairo) ausgestellt. Zu ihren Projekten gehören Nefertiti, Tin Soldiers, An Index of Tensional and Unintentional Love of Land, Plan for Greater Baghdad, Plan (fem.) for Greater Baghdad und Drachmas. Younis kuratierte den ersten kuwaitischen Pavillon auf der 55. Biennale von Venedig und das Museum of Manufactured Response to Absence und seine Interventionen in Algerien, Kuwait und Ramallah. Sie ist Mitbegründerin der gemeinnützigen Verlagsinitiative Kayfa ta und Mitglied im Beirat des Berlinale Forum Expanded.

Foto: Isabella Balena © La Biennale di Venezia

© KB Mpofu

Percy Zvomuya


PERCY ZVOMUYA ist ein in Harare lebender Autor, Journalist, Kritiker und Fußballfan. Er ist Gründungsmitglied und ehemaliger Mitherausgeber des "Con Magazine", eines Johannesburger Autorenkollektivs. Bis Ende 2013 war er fast zehn Jahre lang für den "Mail & Guardian" (Südafrika) tätig. 2014 war er Jurymitglied des Caine Prize of African Writing. Im selben Jahr hat er das Miles Morland Stipendium für ein Buch über Robert Mugabe erhalten. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge für das Blog "Africa is a Country", die Plattform "Chimurenga", das Magazin "Jacobin", das Blog der "London Review of Books", das Kreativzentrum "Moto" (Simbabwe) und die "Sunday Times" (Südafrika).

Ehemalige Mitglieder

Ehemalige Mitglieder

ALI SAMADI AHADI

KADER ATTIA

GALIT EILAT

INTI GUERRERO

TOM HOLERT

LIZA LIM

FAUSTIN LINYEKULA

HANS ULRICH OBRIST

WALID RAAD

DAVID RIFF

MARK TERKESSIDIS

TERRE THAEMLITZ

ROSEMARIE TROCKEL

LIAO YIWU

TOM ZÉ

Team

Emanzenexpress 2019

Omar Alemsi

Partizipatives Stipendienprogramm

OMAR ALEMSI unterstützt seit März 2021 als Werkstudent das Partizipative Stipendienprogramm der Akademie der Künste der Welt (ADKDW). Er studiert im Bachelorstudium Amerikanistik/Anglistik und Orientalistik an der Ruhr-Universität Bochum. Omar Alemsi interessiert sich für kulturaktivistische und künstlerische Ansätze zu Diskursen über Race, Klasse, Gender, Sexualität und deren Verschränkung.

alemsi(@)adkdw.org

Sarah Bolz

Leitung Kommunikation (in Elternzeit)

SARAH BOLZ leitet seit Februar 2018 die Kommunikation der Akademie der Künste der Welt (ADKDW). Nach ersten Stationen in der Dramaturgie der Deutschen Oper Berlin, des Deutschen Theaters Berlin und des Jungen Schauspielhaus Düsseldorf absolvierte sie ein Volontariat im Bereich Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Schauspiel Köln unter der Intendanz von Karin Beier. Nach Abschluss ihres Studiums der Kulturpädagogik und des Kulturmanagements arbeitete sie als Assistentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Ensemble Musikfabrik, einem der bekanntesten Klangkörper für Zeitgenössische Musik in Deutschland und weltweit. Mit Beginn der Spielzeit 2016.17 wechselte sie unter der Intendanz von Dr. Birgit Meyer an die Oper Köln, wo sie als Referentin für Presse und Onlinekommunikation tätig war.

Janna Dittmeyer

Leitung Kommunikation

JANNA DITTMEYER ist seit Oktober 2021 für die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) tätig. Zuvor arbeitete sie u.a. am Theater Dortmund, dem Schauspiel Köln sowie beim Impulse Theater Festival in den Bereichen Marketing, Dramaturgie und Produktionsleitung. Im Anschluss war sie als Regieassistentin am Düsseldorfer Schauspielhaus sowie als Projektmanagerin im Bereich Marketing für das Festival der Künste, Ruhrtriennale, tätig.

dittmeyer(@)adkdw.org

Max Jorge Hinderer Cruz

Künstlerische Leitung

MAX JORGE HINDERER CRUZ ist ein bolivianisch-deutscher Kurator und Kulturkritiker. Von März 2019 bis Juni 2020 war er Direktor des Nationalen Kunstmuseums (Museo Nacional de Arte, MNA) in La Paz, wo er das Programm für Dekoloniale Studien in der Kunst (Programa de Estudios Descoloniales en Arte, PED) des Museums gründete und für eine historische Veränderung des institutionellen Profils verantwortlich war. Seine Arbeit am Museum wurde vom Internationalen Komitee für Museen und Sammlungen Moderner Kunst (CIMAM) anerkannt und als Referenz für die internationale Museumsgemeinschaft in den Bereichen soziale Inklusion und Bildung bezeichnet.

Arbeit als Kurator (Auswahl): von 2008 bis 2011 war er Kurator des Ausstellungs- und Publikationsprojekts Principio Potosí (Museo Reina Sofía, Madrid/Haus der Kultur der Welt, Berlin/MNA und MUSEF La Paz - mit Alice Creischer und Andreas Siekmann). Von 2014 bis 2016 war er Koordinator von P.A.C.A. (Program of Autonomous Cultural Actions) und Seminário Público Micropolíticas in São Paulo (mit Suely Rolnik, Amilcar Packer und Tatiana Roque). Mit Paul B. Preciado, Margarita Tsomou und Nelli Kambouri organisierte er zwischen 2016 und 2017 die Apatride Society als Teil des Veranstaltungsprogramms der Documenta14 in Athen und Kassel. 2017 wurde er von der Pan African Space Station/Chimurenga eingeladen, einen Teile ihres Projekts Angazi, but I'm sure. im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt zu programmieren.

Hinderer Cruz ist Autor des Buches Hélio Oiticica and Neville D'Almeida: Block-Experiments in Cosmococa - program in progress (Afterall Books/MIT Press, 2013 - mit Sabeth Buchmann) und u.a. Herausgeber von Kunst und Ideologiekritik nach 1989/Art and Ideology Critique After 1989 (Verlag der Buchhandlung Walther König/Kunsthaus Bregenz, 2013 – with E. Birkenstock, et al.). Zuletzt erschien von Hinderer Cruz LA DEUDA CON LA BELLEZA. Textos 2019-2021 (PCP Programa Cultura Política, La Paz, 2022).

Seine Texte und Kulturkritik wurden auf Spanisch, Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Französisch in verschiedenen Formaten in Büchern, Katalogen, Zeitschriften und internationalen Zeitungen in Europa, Afrika, den USA und Lateinamerika veröffentlicht. Hinderer Cruz veröffentlicht regelmäßig Essays in der bolivianischen Tageszeitung La Razón.

Hinderer Cruz war 2016 Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW) und ist seit 2018 Mitglied. Seit 2022 ist er künstlerischer Leiter der ADKDW.

cruz(@)adkdw.org

Jan Kryszons

Leitung Künstlerische Produktion

JAN KRYSZONS unterstützt seit September 2014 die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) und ihre Künstler*innen bei der Produktion von Veranstaltungen, Ausstellungen, Performances und Konzerten. Kryszons studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und realisierte, unter anderem als Co-Kurator und Projektleiter, diverse nationale und internationale Kulturprojekte für den Kunstraum Noordkaap aus den Niederlanden.

kryszons(@)adkdw.org

Sarah Fatima Schütz

Koordinatorin des Künstlerischen Programms

SARAH FATIMA SCHÜTZ ist seit Januar 2022 im Team der künstlerischen Leitung an der Akademie der Künste der Welt (ADKDW). Sie studierte Kunstgeschichte und Ethnologie im Grundstudium an der Universität Hamburg und im Master an der Universität zu Köln.

Von 2016 bis 2018 war sie in der Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg tätig, zuletzt arbeitete sie im Stadtmuseum Köln und als Vermittlerin in der Ausstellung RESIST! – Die Kunst des Widerstands im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln. In ihrer politischen Praxis beschäftigt sie sich wissenschaftlich sowie über die Medien Film und Performance mit Theorien und Praktiken zur Dekolonisierung von Wissensbeständen, Museumsethnologie, Kolonialfotografie und Anti-Diskriminierungsarbeit.

schuetz(@)adkdw.org

Jörg Streichert

Geschäftsführung

JÖRG STREICHERT studierte Betriebswirtschaftslehre und Philosophie. Er arbeitete als Texter/Konzepter bei der Kreativwerbeagentur Scholz & Friends in Berlin. 2016 veröffentlichte er das Buch Best Kunst – Das Leben von Kasper König in 15 Ausstellungen. Zuletzt war Jörg Streichert Geschäftsführer der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. in Köln. Während dieser Zeit initiierte und setzte er Projekte wie die Vortragsreihe KunstBewusst, die Konzertreihe King Ludwig oder die jährliche junge Kunstnacht und viele weitere Projekte um. Im Sommer 2019 konzipierte und realisierte er den kulturellen Ort Euphorie #1 Lisboa und Euphorie #2 Glasgow im Zentrum von Köln. Dieses von der Stadt geförderte Projekt bot ein vielfältiges und spannendes Kulturangebot für ein heterogenes Publikum und hatte einen engen Bezug zur Kölner Kulturszene.

streichert(@)adkdw.org

Christopher Szwabczynski

Studentische Mitarbeit Kommunikation

CHRISTOPHER SZWABCZYNSKI unterstützt seit April 2020 als Werkstudent die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) im Bereich der Kommunikation. Er studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Warschau und Bonn. Seit 2018 befindet er sich im Masterstudium mit Schwerpunkt auf Neuere deutsche Literatur an der Universität in Bonn. Zuvor war er für das Musiklabel Kompakt sowie als freier Autor für unter anderem Choices tätig.

szwabczynski(@)adkdw.org

Ulrike Traub

Assistentin der Geschäftsführung

ULRIKE TRAUB ist seit März 2013 im Bereich Verwaltung der Akademie und als Assistentin der Geschäftsführung tätig. Sie studierte Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Anglistik an der Ruhr-Universität in Bochum, wo sie 2010 zum Thema Theater der Nacktheit promovierte.

traub(@)adkdw.org

Jakub Wandzioch

Leitung Künstlerische Produktion

JAKUB WANDZIOCH unterstützt seit Januar 2020 als Werkstudent die künstlerische Produktion der Akademie der Künste der Welt (ADKDW). Nach einem Studium der Regionalstudien Ost- und Mitteleuropas und Osteuropastudien in Köln, Warschau und Berlin, studiert er aktuell im Masterstudium Medienkulturanalyse an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Zuvor war er am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften der Freien Universität Berlin sowie für das Polnische Institut Berlin tätig.

wandzioch(@)adkdw.org

Nora Wiedenhöft

Leitung Partizipatives Stipendienprogramm

NORA WIEDENHÖFT ist seit 2021 als Leitung des Partizipativen Stipendienprogramms der Akademie der Künste der Welt (ADKDW) tätig. Das Konzept des Stipendienprogramms wurde im Jahr 2020 von ihr mitentwickelt. Zuvor war sie von 2015 bis 2019 als kuratorische Assistentin und Projektkoordinatorin im kuratorischen Team der ADKDW tätig. Von 2016 bis 2019 war sie bei der ADKDW zudem für die Organisation und Realisierung des Programms der Jungen Akademie zuständig, welche durch das Partizipative Stipendienprogramm abgelöst wird. 2016 und 2017 war sie Teil des Kollektivs zur Planung und Durchführung des queer feministischen Seminars Salecina und unterstützte das „Tribunal NSU Komplex auflösen“. Sie interessiert sich für queer feministische und postkoloniale Machtkritik und intersektionale Ansätze in der kulturellen Bildung. Nora Wiedenhöft studierte Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt postkoloniale Theorie und Religionssoziologie sowie Politische Wissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Zürich.

wiedenhoeft(@)adkdw.org

Tomke Winterboer

Volontärin Kommunikation

TOMKE WINTERBOER ist seit Januar 2021 Volontärin im Bereich Kommunikation der Akademie der Künste der Welt. Sie studierte Soziologie und Philosophie an der Universität Bielefeld. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit waren soziale Medien, Digitalisierung und Überwachung, aber auch Sprache und Wahrnehmung. 2020 bildete sie sich zur Multimediafachkraft weiter. Neben ihrem Studium war sie seit 2016 als Schauspielerin, Fotografin und Technikerin im Theaterhaus Tor 6 in Bielefeld aktiv.

winterboer(@)adkdw.org

Partner

Danke!


Unser herzlicher Dank gilt den Partnern, Förderern und Sponsoren der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).
Ohne sie ließe sich das Programm der ADKDW nicht realisieren. Mit ihrer Unterstützung ermöglichen sie den Zusammenschluss von internationalen Denker*innen und Kreativen mit lokalen Akteur*innen und damit, das Potential einer interkulturellen urbanen Gesellschaft in Köln sichtbar zu machen.

Träger

Hauptförderer

Förderer Partizipatives Stipendienprogramm

Kooperationspartner 2022

Die Vielen e.V.


Ziel und gemeinnütziger Zweck von Die Vielen e.V (Gründung 2017) ist die Beförderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des *Völkerverständigungsgedankens sowie der Förderung der *Volksbildung. (*Begriffe im Sinne des Gemeinnützigkeitsrechts)

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Landwurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende.

Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich so im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der NRW Kunst- und Kultureinrichtungen, ihrer Interessensverbände und freien Kunstund Kulturschaffenden begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

• Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

• Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.

• Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

• Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Rassismus ist Alltag. Rechtsextremismus ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

NRW-Erklärung der Vielen

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