© Frederike Wetzels

Polypixa

Poly wurde in einer kalten Dezembernacht bei -40°C in St. Petersburg geboren und wuchs bis zum Jahr 2006 in Transnistrien auf, bevor sie nach Deutschland zog. Poly studiert in Köln an der Kunsthochschule für Medien und began dort Musik zu machen: erst in Bands, dann allein als polypixa. Sie lässt sich von Hip-Hop, Punk, experimenteller Elektronik und traditioneller russischer Musik inspirieren. Industrielle Klänge werden mit moderner und transgressiver Oszillatortechnologie kombiniert und stehen im Dialog mit experimentellem und politischem Songwriting.

(Stand: 2024)

A

Basel Abbas

BASEL ABBAS und RUANNE ABOU-RAHME, beide Jahrgang 1983, leben und arbeiten zusammen in New York. Mittels Sound, Bild, Text, Installation und Performance setzen sie sich mit den Themen Raumpolitik, Begehren, Subjektivität, Katastrophen und der Absurdität der heutigen Machtpolitik auseinander. Sie untersuchen die raum-zeitlichen Resonanzen in Bezug auf das Reale, das Imaginierte und das Erinnerte. In interdisziplinären Installationen und audio-visuellen Live-Performances ergründen sie die Erfahrungsmöglichkeiten von Sound, (Ab)Bild und Umwelt. Sie präsentieren ihre Arbeiten meist als großformatige Installationen, die sie oft in Performances übertragen und teils auch online veröffentlichen. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und aufgeführt. Kürzlich haben sie in Ramallah zusammen mit dem lokalen Künstler boikutt das Performancekollektiv Tashweesh gegründet. Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme waren von Dezember 2012 bis August 2013 Fellows der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

(Stand: 2014)

Ruanne Abou-Rahme

RUANNE ABOU-RAHME und BASEL ABBAS, beide Jahrgang 1983, leben und arbeiten zusammen in New York. Mittels Sound, Bild, Text, Installation und Performance setzen sie sich mit den Themen Raumpolitik, Begehren, Subjektivität, Katastrophen und der Absurdität der heutigen Machtpolitik auseinander. Sie untersuchen die raum-zeitlichen Resonanzen in Bezug auf das Reale, das Imaginierte und das Erinnerte. In interdisziplinären Installationen und audio-visuellen Live-Performances ergründen sie die Erfahrungsmöglichkeiten von Sound, (Ab)Bild und Umwelt. Sie präsentieren ihre Arbeiten meist als großformatige Installationen, die sie oft in Performances übertragen und teils auch online veröffentlichen. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und aufgeführt. Kürzlich haben sie in Ramallah zusammen mit dem lokalen Künstler boikutt das Performancekollektiv Tashweesh gegründet. 2012-2013 waren Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas Fellows der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

(Stand: 2014)

Julian Abraham

Für mich sind alle Dinge miteinander verbunden: von der Atomebene bis hin zu größeren gesellschaftlichen Strukturen. Mich fasziniert die Tatsache, dass selbst kleine Eingriffe etwas verändern können, um neue, nachhaltige Unterstützungssysteme zu bilden. Das meiste, wenn nicht gar alles an meiner Tätigkeit ergibt sich aus Rhythmen und Systemen. Es hängt vom Kontext ab, wie ich mich mit diesen Systemen beschäftige, von Bewahrung bis zu Initiierung, Intervention, Unterstützung, Verhandlung, Hacking, Befragung usw. Ich komme wohl dem am nächsten, wenn ich sage, dass meine Praxis transdisziplinär ist und an den Schnittstellen von Ton/Musik, DIY-Engineering, Forschung, Biohacking, Aktivismus und mehr existiert. Es drückt sich aus in einer Installation, einem Video, Audio, einem Gig, einem Happening, einer Veranstaltung oder allem Möglichen.
Als Künstler überlege ich immer, wie ich innerhalb der mich umgebenden Realitäten funktionieren kann. Dies hat es mir auch leichter gemacht, mich zwischen den Systemen zu bewegen, daher habe ich die Möglichkeit zu wählen, was für einen Beitrag ich wann und wie leiste. Die Frage ist immer: Wie kann ich mir diesen Luxus zunutze machen? Die weiter gefasste Frage lautet: Wie kann ich mich am besten in Systeme einbringen? Ich möchte die Möglichkeit haben, die Dinge aus der Nähe und aus der Ferne zu betrachten, vom Persönlichen und Mikropolitischen bis hin zur universellen Sprache der Kunst (falls es so etwas gibt). Astronaut und Astronom zugleich sein.

(Stand: 2020)

Lawrence Abu Hamdan

Der Künstler LAWRENCE ABU HAMDAN untersucht die Schnittstellen von Sound und Politik. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen gehören Earshot im Portikus in Frankfurt, ausgezeichnet mit dem Nam June Paik Award 2016, und Taqiyya in der Kunsthalle Sankt Gallen. Seine Werke wurden u.a. im Rahmen der Shanghai Bienniale, MACBA Barcelona, Tate Modern London, Beirut Art Center und der Taipei Biennial gezeigt. Er lebt zurzeit in Beirut.

(Stand: 2016)

Bini Adamczak

BINI ADAMCZAK ist Autorin und Künstlerin. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich auf die Verflechtungen von Kapitalismus und Gender, Begehren und materiellen Bedingungen sowie auf die vergangene Zukunft von Revolutionen. Sie prägte den Begriff ‚circlusion‘ und veröffentlichte die Bücher Communism for Kids (2017) und Yesterday’s Tomorrow: On the Loneliness of Communist Specters and the Reconstruction of the Future (2021) in englischer Sprache. Adamczak lebt in Berlin.

(Stand: 2021)

Adwoa Adjei

ADWOA ADJEI, Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, ist in der Flüchtlingsberatung der Diakonie Düsseldorf tätig. 2019 gründete sie den Verein Friendship e.V., der sich für die Integration und Sichtbarmachung von Menschen afrikanischer Herkunft in Düsseldorf einsetzt. 2020 erhielt Friendship e.V. einen Sonderpreis im Rahmen der Verleihung des 6. Integrationspreises der Stadt Düsseldorf.

(Stand: 2020)

Afrodeutsche

AFRODEUTSCHE (alias Henrietta Smith-Rolla), ist eine ghanaisch-russisch-deutsche Produzentin und Sängerin aus Manchester. Ihre DJ-Sets mischen die futuristisch schillernde Leichtigkeit von Drexciya, fordernd bouncenden House und britische Techno-Bretter wie Claro Intelecto und Randomer. Einmal im Monat ist sie live auf NTS zu hören.

(Stand: 2019)

Foto: Anja Borer

Pável Aguilar

PÁVEL AGUILAR (*1989 in Tegucigalpa, Honduras) lebt und arbeitet in Basel, Schweiz. Seine Arbeit kombiniert ethnografische Forschungsmethoden mit mündlicher Überlieferung und konzentriert sich auf die symbiotischen Beziehungen zwischen dem Territorium und dem menschlichen Körper durch Klang und Musik. Einige seiner Projekte wurden im Museum Ludwig in Köln (upcoming), in der Kunsthalle Basel, im Kunsthaus Baselland, in der Kunsthalle Zürich, im Kadist San Francisco, in der Pacific Standard Time: LA/LA; World Art Tokyo; Chroma - 58. Biennale di Venezia gezeigt. 2018 war er u.a. Resident Artist bei FLORA ars+natura.

Im Jahr 2020 erhielt Aguilar den Kunstkredit Basel-Stadt in Basel; 2021 wurde er für den Swiss Performance Art Award nominiert und 2022 war er Finalist für Contemporary Talents bei der François Schneider Foundation (FR).

(Stand: 2022)

Haig Aivazian

HAIG AIVAZIAN (* 1980, Beirut, Libanon) ist Künstler, Kurator und Schriftsteller. Mit Hilfe von Performance, Video, Zeichnung, Installation und Skulptur verwebt seine Arbeit persönliche und geopolitische, Mikro- und Makro-Narrative auf der Suche nach ideologischen Schlupflöchern und Kurzschlüssen.

(Stand: 2014)

Dogan Akhanli

DOGAN AKHANLI ist ein in der Türkei geborener Schriftsteller und Aktivist. Seit Mitte der 90er Jahre lebt und arbeitet er als Schriftsteller in Köln. Seitdem hat er sich in Romanen wie etwa „Die Richter des jüngsten Gerichts”, aber auch Aufsätzen und weiteren Projekten immer wieder für einen wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte eingesetzt. Schwerpunkt seines zivilgesellschaftlichen Engagements ist das Gedenken an die Genozide des 20. Jahrhunderts.

(Stand: 2014)

Leila Akinyi

Die Sängerin und Songwriterin LEILA AKINYI verbindet in ihrer Musik Rap, Soul und Afrobeat. 2016 veröffentlichte sie ihre erste EP, Afro Spartana, mit der sie einen großen Erfolg feierte. 2017 folgte mit Morgenkämpfer ihr zweites Album. Im Jahr 2017 wurde sie vom popNRW-Preis in der Kategorie „Newcomer“ nominiert. Leila Akinyi lebt in Köln.

(Stand: 2018)

John Akomfrah

Der Filmemacher JOHN AKOMFRAH (* 1957 in Accra, Ghana) trat bereits 1982 als Mitbegründer des Black Audio Film Collective in London in Erscheinung. Für seinen Debütfilm Handsworth Songs (1986) erhielt er den Grierson Award für den besten Dokumentarfilm. Es folgten zahlreiche Werke, darunter The Unfinished Conversation (2013) oder Vertigo Sea (2015). Das Museum of Modern Art, New York, und die Tate Britain, London, widmeten ihm 2011 bzw. 2013 Soloausstellungen. Akomfrah lebt und arbeitet in London.

(Stand: 2018)

Alaingo


ALAINGO (Bi Zia Alain Irie) begann schon als Kind zu tanzen und ist heute ein Spezialist in der Kombination von Coupé Décalé-Bewegungen mit Hiphop und verschiedensten Afrobeats. Er performte u.a. mit dem Afropop-Star Debordeaux Leekunfa sowie mit Ordinateur. Er ist Mitglied von La Fleur.

(Stand: 2019)

Shahidul Alam

SHAHIDUL ALAM (* 1955 in Dhaka) ist Fotograf, Autor, Kurator und Aktivist. Seine fotografischen Arbeiten waren unter anderem am Museum of Modern Art in New York, in der Royal Albert Hall und in der Tate Modern in London zu sehen. Als Vortragsredner war er in Harvard, Stanford, Oxford und Cambridge zu Gast, außerdem war er Jurymitglied des Fotowettbewerbs World Press Photo. Alam hat eine Gastprofessur an der Sunderland University (GB) inne und ist Beiratsmitglied der National Geographic Society.

(Stand: 2018)

Moustapha Alassane

Der nigrische Filmemacher MOUSTAPHA ALASSANE (1942–2015) gilt als Pionier des afrikanischen Kinos und ist durch seine in den 1960er und 1970er Jahren entstandenen satirischen Filme bekannt geworden. Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde Alassane 2007 als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet.

(Stand: 2017)

Yuri Albert

YURI ALBERT (* 1959 in Moskau, Russland) ist einer der bekanntesten Vertreter aus dem Kreis der Moskauer Konzeptualisten. In seiner äußerst vielseitigen künstlerischen Praxis untersucht er die Beziehung der Gegenwartskunst zur Kunstgeschichte sowie die Rolle des Künstlers, der Urheberschaft und der Zuschauer. Albert lebt und arbeitet in Moskau und Köln.

(Stand: 2017)

© Rahman Jaber

Salwa Aleryani

Salwa Aleryani ist bildende Künstlerin und arbeitet überwiegend mit Skulpturen und Installationen. Anhand einer Konstellation gefundener und hergestellter Objekte beschäftigt sich ihre Arbeit mit Orten und Infrastrukturen, ihren Geschichten, Potenzialen und Versprechen sowie ihrem Widerstand.

Sie schloss ihr Studium mit einem MFA in Malerei am Savannah College of Art and Design in den USA ab und absolvierte einen BA in Grafikdesign an der Universität Petra in Ammam. Von 2020 bis 2021 war sie Graduate School Fellow des Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences an der UdK in Berlin. Derzeit lebt und arbeitet sie in Berlin.

(Stand: 2024)

Tariq Ali

TARIQ ALI ist Autor, Historiker und Filmemacher. Er gilt als eine der wichtigsten Stimmen der europäischen Linken. Ali ist Mitgründer und -herausgeber der New Left Review und schreibt zudem regelmäßig für den Guardian und die London Review of Books. Er ist ein konsequenter Kritiker der US-Dominanz im Mittleren und Nahen Osten, eindrücklich belegt in seinen Büchern Bush in Babylon. Die Re-Kolonisierung des Irak (2003) und Das Obama-Syndrom: Leere Versprechungen, Krisen und Kriege (2010). Mit seinem neuesten Buch, The Extreme Centre: A Warning (2015), kritisiert er die politische Elite Großbritanniens aufgrund ihrer Ergebenheit gegenüber dem immer radikaleren neoliberalen Kapitalismus. Er lebt und arbeitet in London.

(Stand: 2015)

Bachtyar Ali

BACHTYAR ALI ist Romancier, Lyriker und Essayist. Er ist einer der bekanntesten Schriftsteller und Poeten des autonomen irakischen Kurdistan. Sein erster Gedichtband Gunah w Karnaval erschien 1992. 2009 erhielt er den HARDI-Literaturpreis des größten Kulturfestivals im kurdischen Teil des Iraks. 2014 wurde er mit dem Sherko-Bekas-Literaturpreis ausgezeichnet.

(Stand: 2016)

Fabien Almakiewicz

FABIEN ALMAKIEWICZ studierte bildende Kunst in Marseille und Tanz am European Dance Development Center in Arnheim. Er arbeitete u.a. mit dem Skalen Collectiv in Marseille und seit 2012 mit dem Choreografen Christian Rizzo. Mit Serge Ricci verbindet ihn seit 2000 eine kontinuierliche Zusammenarbeit als Co-Choreograf und Designer.

(Stand: 2021)

Foto: Massiel Hernadez García

Danielle Almeida

DANIELLE ALMEIDA ist Sängerin und Anti-Rassismus-Aktivistin. Sie absolvierte einen Masterstudiengang in Erziehungswissenschaften und einen Bachelorstudiengang in Musik (Gesang). Almeida hat sich auf die Geschichte Afrikas und der afrikanischen Diaspora in Lateinamerika spezialisiert. Seit 2002 beschäftigt sie sich mit anti-rassistischer Bildung, dekolonialen Studien und afrodiasporischer Ästhetik. Für ihre Arbeit als Forscherin, Sängerin und Pädagogin hat Danielle Almeida zahlreiche Preise und Anerkennungen erhalten.

(Stand: 2022)

Maria Theresa Alves

MARIA THEREZA ALVES ist Installationskünstlerin mit Lebensmittelpunkt in Berlin. Ihre Installation The Return of a Lake (2012), die sich mit der kulturellen, ökologischen und politischen Geschichte der Region Chalco bei Mexiko-Stadt befasst, war auf der documenta 13 zu sehen. Ein anderes Projekt, Seeds of Change (2012–2016), untersuchte die exotische Vegetation von Hafenstädten wie Bristol und Liverpool sowie deren Wurzeln im Handel mit Übersee.

(Stand: 2018)

Amel Alzakout

AMEL ALZAKOUT ist Künstlerin und Filmemacherin. Für ihren gemeinsam mit Khaled Abdelwahed realisierten Dokumentarfilm Purple Sea wurde sie 2018 mit dem Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit Deutschland und Arabische Welt ausgezeichnet.

(Stand: 2019)

Feben Amara

FEBEN AMARA ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und ist medien- und disziplinübergreifend an den Schnittstellen von Textproduktion, Vermittlung und künstlerischer Intervention tätig. Sie war u.a. Mitglied des Chorus, dem Kunstvermittlungsprogramm der documenta 14 (2017) und arbeitete als Redakteurin des Project Space Festivals: When the hunger starts (2019). 2020 schloss sie sich dem Fasia Jansen Ensemble als Performerin an. In ihrer wissenschaftlichen Forschung untersucht sie künstlerisch-kulturelle Produktionen als Teil von transnationalen Widerstands- und Organisierungspraxen. Ihre aktuellen Schwerpunktthemen sind Dekolonisierung, Migration, Antirassismus und die Ästhetiken des Politischen.

(Stand: 2020)

Pheno Ambro

PHENO AMBROs (Amed Bolalé Saliou Babatoundé) musikalisches Repertoire umfasst Afrobeat, Ndombolo, Coupé Décalé und RnB. Er versteht seine Musik als neuen modernen Afro-Sound. Der Durchbruch gelang ihm 2015 mit dem Song Alimé, der weltweit gefeiert wurde. Zuletzt tourte Pheno Ambro durch Afrika und spielte Auftritt in Deutschland und den USA.

(Stand: 2019)

Heba Y. Amin

HEBA Y. AMIN interessiert sich in ihrer recherchebasierten künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit für die Konvergenz von Politik, Technologie und Architektur. Sie ist Mitbegründerin des Black Athena Kollektivs und nahm unter anderem an Gruppenausstellungen der Dak'Art Biennale 2016, des Museums für Moderne Kunst Warschau und der 49. Berlinale Forum Expanded Exhibition teil. 2017 verwirklichte Heba Y. Amin ihr Recherche- und Ausstellungsprojekt The Devil’s Garden mit Fördermitteln der Akademie der Künste der Welt und Interkultur Ruhr.

(Stand: 2019)

Nora Amin

NORA AMIN ist Literatin, Tänzerin und Regisseurin. Nach ihrem Französisch- und Komparatistikstudium war sie neun Jahre lang Assistentin an der Kairoer Akademie der Künste. Sie gründete die Performancegruppe La Musica, initiierte ein Theaterfestival und ist Gründungsmitglied der Modern Dance Company an der Oper Kairo. 2004 war sie Samuel Fischer-Gastprofessorin an der FU Berlin. 2015 war sie Fellow der Akademie der Künste der Welt. Sie verfasste Dramen, Kurzgeschichten und mehrere Romane. Zuletzt erschien ihr Essay Migrating the Feminine (60pages, MiCT, 2016) zur Rolle des weiblichen Körpers im öffentlichen Raum am Beispiel der gewaltsamen Geschehnisse auf dem Tahrir-Platz.

(Stand: 2016)

NORA AMIN ist Schriftstellerin, Performerin, Choreografin Theaterregisseurin und lehrte neun Jahre an der Akademie der Künste in Kairo. Ihre professionelle Bühnenkarriere begann sie als Tänzerin und Gründungsmitglied der Modern Dance Company des Opernhaus Kairo, um dann bis 2002 als Schauspielerin beim Hanager Arts Center Hauptrollen zu übernehmen.
2000 gründete Amin die unabhängige Theatergruppe Lamusica und übernahm 2002 die künstlerische Leitung des ersten internationalen unabhängigen Kunstfestivals Jadayel.
Amin hat drei Romane, vier Sammlungen von Kurzgeschichten und ein Hörbuch geschrieben sowie 15 Bücher zu Theater und Tanz übersetzt. Sie ist die Autorin des ersten arabischen Buchs über Theater und Menschenrechte Egyptian Theatre and Human Rights: the art of claiming our right welches am Cairo Institute für Human Rights Studies 2003 entstand. Außerdem leitete sie in Kooperation mit dem SIHA Netzwerk den ersten storytelling Workshop für Frauen, die Opfer des Bürgerkriegs im Sudan wurden. 2007 schrieb Amin Theatre for change: from the internal to the external. Eins ihrer aktuellen Projekte ist The National Project for Theatre of the Oppressed, in dem sie Gruppen von Fotumtheater-aktivisten in ganz Ägypten unterrichtet. Das Projekt besteht bereits aus 500 Aktivisten in 30 Städten und hat ein arabisches Netzwerk mit Gruppen aus Marokko und dem Libanon gebildet.
Amins Theatergruppe Lamusica Independent Theatre Group, mit der sie 35 Theater-, Musik- und Tanzproduktionen realisierte, feierte 2014 ihr 15-jähriges Bestehen und veranstaltete über ein Jahr Programme mit verschiedenen Workshops und zehn eigenen Produktionen, die durch ein Stipendium des Prince Claus Fund realisiert wurden.
Nora Amin wurde unter anderem mit dem UNESCO-Aschberg Laureat for the Center of the „Theater of the Oppressed“ in Rio de Janeiro (2003), der Samuel Fischer-Gastprofessur für Literatur, Deutschland (2004/05) sowie dem Ibsen Stipendium, Norwegen (2009) ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde sie vom Britischen Konzil zur führenden internationalen jungen Kulturschaffenden Ägyptens in den darstellenden Künsten 2009/10 erklärt.
2013 wurde sie vom National Festival of Egyptian Theatre mit ihrer Produktion An Enemy Of The People für die beste Regie ausgezeichnet. Das Stück wird weitgehend als die bekannteste Theaterproduktion Ägyptens während Zeiten politischer Umbrüche bezeichnet.

Nora Amin war von Juni bis August 2015 Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Ulf Aminde

ULF AMINDE ist ein in Berlin lebender Künstler. In seinen Arbeiten, die mit Strategien aus Film, Performance und Dokumentation operieren, setzt er sich kritisch mit Fragen der Autorität und Repräsentation auseinander, die sich häufig auch bei Kollaborationen an Orten und mit Menschen ohne Bezug zur Kunst ergeben. Allen seinen Arbeiten gemeinsam ist eine uneingeschränkte Solidarisierung mit den Teilnehmer*innen seiner Projekte. Er ist darüber hinaus in vielen Lehrzusammenhängen tätig und forscht derzeit zu dem zukünftigen Potenzial von Kunsthochschulen. Er ist in mehreren selbstorganisierten Künstler*innen Vereinigungen aktiv und arbeitet auch hier an Solidarisierungsmöglichkeiten innerhalb des Kunstbetriebes. Derzeit entwickelt er in Berlin das Format *foundationClass, um Geflüchteten einen Kunsthochschulzugang zu ermöglichen. Um an die Opfer und Betroffenen der terroristischen Anschläge des NSU in der Kölner Probsteigasse (2001) und in der Keupstraße (2004) zu erinnern, entwickelt er den Film und das partizipatorisch angelegte Projekt Mahnmal Keupstraße.

(Stand: 2019)

Anatolpolitan

Die Suchrichtung 'Anatolpolitan' ist inspiriert durch Achille Mbembes Begriff 'Afropolitan'. Mit der Bezeichnung 'Anatolpolitan' beschreibt Nesrin Tanç eine neue Perspektive auf Fragen, die sich mit der kulturellen Verortung von Immigrant*innen aus der Türkei und ihren Nachkommen beschäftigen. Motiviert von der Frage, auf welche Narrative und normative Strukturen die im Ruhrgebiet lebenden Immigrant*innen aus der Türkei und ihre Nachkommen im Bereich einer gemeinsamen Kulturgeschichte zwischen der Türkei und Deutschland zurückgreifen können, wird eine transnationale Perspektive auf die erzählten Erinnerungsräume eingenommen. 'Anatolpolitan' geht der Frage nach, welche Handlungs- und Verhandlungsräume für das historische oder fiktive Narrativ als Nachkommen von Immigrant*innen aus der Türkei existieren.

(Stand: 2020)

Nathalie Anguezomo Mba Bikoro

NATHALIE ANGUEZOMO MBA BIKORO verbindet Installationen, Radio, Live-Performances, Film und Archive. In ihrer Arbeit analysiert sie Prozesse von Macht & Fiktionen in historischen Archiven, die sich kritisch mit Migrationskämpfen auseinandersetzen. Sie schafft Umgebungen für unzählige Erzählungen von Widerstandsbewegungen afrikanischer Frauen und indigener Gemeinschaften. In den Erzählungen sedimentiert sind Zeugnisse akustischer Naturarchive, queerer Ökologien und postkolonialer feministischer Erfahrungen auf dem Weg zu neuer Kunst, die auf die verschiedenen Nuancen gesellschaftlicher Beziehungen und Rituale reagiert. Sie untersucht die Strukturen von Rassismen in Städten, die Archäologien urbaner Räume und die Ökonomien von Traditionssystemen, indem sie die Grenzen von Technologien als funktionale Gedächtnisaufzeichnungen aufdeckt. Sie ist mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. von der Fondation Blachère & Afrique Soleil Mali als beste Künstlerin der Dakar Biennale (2012), IASPIS Swedish Arts Council (2018), Arts Council England (2016), Goethe Institut (2018) und vielen anderen.

(Stand: 2020)

Another Roadmap for Arts Education Africa Cluster

Das internationale Netzwerk ANOTHER ROADMAP FOR ARTS EDUCATION AFRICA CLUSTER (ARAC) ging aus einem Forschungsprojekt zur Geschichte kultureller Bildung hervor, welches vom Institute for Art Education der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK) ins Leben gerufen wurde. Inzwischen haben sich Akteur*innen aus der freien Bildungsarbeit, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus vier Kontinenten angeschlossen. In den vergangenen fünf Jahren organisierten sie zahlreiche internationale Symposien, die neben internen Arbeitssitzungen auch öffentliche Workshops, Ausstellungen, Abendprogramme, Live-Musik, Performances, site visits und Filmvorführungen umfassen. Veranstaltet werden die Aktivitäten von einzelnen ARAC-Arbeitsgruppen in verschiedenen Städten in Afrika und darüber hinaus – unter anderem in Johannesburg, Kampala, Lubumbashi, Lesotho und Kairo. Zu den Beteiligten zählen neben Mitgliedern der Keleketla! Library, der Keep the Dream Arts und der Wits School of Arts auch unabhängige Kulturarbeiter*innen vor Ort.

(Stand: 2020)

Vincenzo Antona

VINCENZO ANTONA ist Betreiber von Autotrasporti Internazionali Italia – Germania, einem Import- und Exportunternehmen, das Waren zwischen Deutschland und Italien bzw. Sizilien für die italienische Community in Deutschland und deren Verwandte in Italien transportiert.

(Stand: 2019)

Arjun Appadurai

ARJUN APPADURAI ist Goddard-Professor für Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University. Er ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Artikel, darunter Die Geographie des Zorns (Suhrkamp 2009) und Modernity at Large (University of Minnesota Press 1996). Appadurais jüngstes Buch The Future as a Cultural Fact erschien 2013 bei Verso.

(Stand: 2015)

Foto: Brazzaville Aragão

Brazzaville Aragão

BRAZZAVILLE ARAGÃO ist ein Ogan (ritueller Helfer), Percussionist, Lehrer und Händler. Er ist Mitglied des Ylê Asè Egi Omim, einem Kulturzentrum für afrobrasilianische Traditionen. Zudem ist er als Musiker Teil der Band Banda Love.

(Stand: 2021)

Swooding Architects

SWOODING ARCHITECTS sind ein Team von Architekt*innen und Stadtplaner*innen aus Shenzhen und Hongkong mit großen technischen Knowhow und avantgardistischen Konzeptionen. Sie integrieren ihr Verständnis von urbanen Bauten der Zukunft in ihre Projekte und wollen so die Grundlagen für ein besseres Stadtleben schaffen.

(Stand: 2019)

© Yennu Ariendra

Yennu Ariendra

Yennu Ariendra ist ein Musikkomponist, Produzent, DJ und Digitalkünstler, geboren in Banyuwangi, Ost-Java, Indonesien. Auch bekannt als Y-DRA und als eine Hälfte von Raja Kirik, befasst sich ein Großteil von Ariendras Werk mit den wechselnden Rollen von Tradition und Geschichte in Java. Yennu arbeitet derzeit als Teil des Kunstkollektivs Teater Garasi / Garasi Performance Institute, der Rockband Melancholic Bitch, des Musiklabels Trauma Rhythm Record, des WYST Sound Laboratory und der Puppentheatergruppe Papermoon Puppet Theater. Das Album No-Brain Dance von Y-DRA aus dem Jahr 2019 kanalisiert Koplos rhythmische Elemente, um individuelle und kollektive Räume des Widerstands zu schaffen. Es wurde mit einer begleitenden Videoserie veröffentlicht, die auf die spontane Bewegung des Körpers reagiert, die für den Koplo-Stil und die Koplo-Kultur einzigartig ist.

(Stand: 2024)

Anne Arndt

ANNE ARNDT erarbeitet Installationen, in die sie Fotografien, Skulpturen und Bewegtbilder einbindet. In ihren Arbeiten untersucht sie politische Konzepte und deren Bezug zu Architektur und Gesellschaft. Sie geht ihre Themen dabei mehrschichtig an und schließt den Betrachter in einer Weise ein, die manchmal sogar körperlich ist. Anne Arndt lebt und arbeitet in Köln.

(Stand: 2017)

Foto: Helena Goñi

Aimar Arriola

AIMAR ARRIOLA arbeitet als Kurator, Herausgeber und Forscher. Er promovierte am Department of Visual Cultures der Goldsmiths University of London. Er war der erste Associate Researcher (2020-2023) an der Azkuna Zentroa in Bilbao.

(Stand: 2023)

Foto: do mesmo

João Carlos Artigos

JOÃO CARLOS ARTIGOS ist ein Hacker-Clown und studierte Darstellende Kunst an der Universidade Federal do Estado do Rio de Janeiro (UNIRIO). Von 1996 bis 2018 organisierte er mit Anjos do Picadeiro eines der größten Clowntreffen der Welt. Er ist Gründungsmitglied bei Red Latinoamericana de la Risa und einer der Mitbegründer des Netzwerks Muda Outras Economias.

(Stand: 2021)

Arts of the Working Class

Eine mehrsprachige Straßenzeitung für Armut, Reichtum und Kunst: Arts of the Working Class erscheint alle zwei Monate und enthält Beiträge von Künstler*innen und Denker*innen aus verschiedenen Feldern und Ländern. Sie richtet sich an die Arbeiter*innenklasse, also an alle, und es geht um alles, das allen gehört. Jeder, der sie verkauft, verdient mit. Verkäufer*innen auf den Straßen behalten den vollen Preis. Jede*r Künstler*innen, deren*dessen Arbeit beworben wird, gestaltet mit. Arts of the Working Class wird von Pauł Sochacki, María Inés Plaza Lazo und Alina Kolar entwickelt und erscheint für die Straßen der Welt.

(Stand: 2020)

Meira Asher

Zu den Forschungsgebieten der Komponistin und Performerin MEIRA ASHER gehören der aktivistische Sozialdokumentarfilm und die Amplifikation des menschlichen Körpers. Als sie in den Niederlanden lebte, war sie Mitbegründerin der bodylab art foundation in Den Haag (2001-2011). Gegenwärtig ist sie Dozentin an der Kunstschule der Universität Haifa und Kuratorin und Moderatorin des unabhängigen Radiokunstprogramms radioart106 (KolHaCampus106fm 2014-2017, WGXC 2018 -, und Partnerin von Radia.fm).

Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören "Voices vs. The Israeli Occupation of Palestine 2017" für die Wurfsendung Deutchlandfunk Kultur und die ortsspezifische Klangarbeit "Still Sleeping", die von EyeBeam (New York) für ihr Projekt Acoustic Infrastructure installations in Auftrag gegeben wurde.

(Stand: 2020)

Kader Attia

Der Künstler KADER ATTIA (* 1970 in Dugny, Frankreich) wuchs sowohl in Algerien als auch in einem Pariser Vorort auf. Auf der documenta 13 zeigte er die viel beachtete Installation The Repair. 2016 wurde er mit dem renommierten Marcel-Duchamp-Preis ausgezeichnet und eröffnete in Paris zusammen mit Zico Selloum einen neuen Raum für Kunst und Debatten: La Colonie. Attia ist Mitglied der Akademie, er lebt und arbeitet in Berlin und Algier.

(Stand: 2017)

Rochus Aust

ROCHUS AUSTs Arbeit als Komponist und Trompeter wird in über 40 Ländern in Uraufführungen bzw. Unikataufführungen produziert und dargeboten. Wichtige Stationen seiner Arbeiten waren zuletzt die Europäischen Kulturhauptstädte RUHR.2010 und Marseille-Provence 2013, die Space Odyssey 2011 in Kiew, das /si:n/ festival in Ramallah 2013 und die Highline in New York 2015.

(Stand: 2016)

Yochai Avrahami

YOCHAI AVRAHAMI lebt und arbeitet als bildender Künstler in Tel Aviv. In seiner Kunst arbeitet er vornehmlich mit Installationen, Videos oder Skulpturen. Seit einigen Jahren erforscht und hinterfragt er aus künstlerischer Perspektive die Aus- und Darstellungsweisen von Bildern in Militärmuseen, in Gedenkstätten des Grauens und in Besucherzentren.

(Stand: 2014)

Foto: Kagonya Awori

Kagonya Awori

DR. KAGONYA AWORI arbeitet im Forschungsfeld der Human-Computer Interaction (HCI). Darüber hinaus ist sie seit über zehn Jahren im Bereich User Experience Research und Design für Unternehmen wie iHub Kenya, Microsoft Research, National Australia Bank und Safaricom PLC tätig, unter anderem in Kenia, Großbritannien und Australien. Sie erwarb einen Doppelmaster in Mensch-Computer-Interaktion an der Carnegie Mellon University (USA), einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik an der Strathmore University (Kenia) und einen PhD in Technischer Informatik an der University of Melbourne (Australien).

(Stand: 2021)

Foto: Yuliia Forlova

Paloma Ayala

PALOMA AYALA (geboren 1980, Matamoros, Mexiko) ist eine bildende Künstlerin, die sich für die Stärkung der Beziehung zwischen häuslichen Lebensstrategien und politischen Kontexten interessiert. Ihre Arbeit nimmt die Form von Publikationen, Videos, Installationen, Lesungen/Kochsessions und Workshops an, die historische, ökologische oder soziale Problemstellungen fiktionalisieren als Mittel der Analyse und Kritik. Palomas Projekte nähren Visionen der Verbindung, Träume der Emanzipation und betonen Praktiken der Fürsorge. Ihre bevorzugten Arbeitsräume reichen von der Küche bis zum Flussufer, von der internationalen Brücke bis zur landwirtschaftlichen Nutzfläche, vom Gemeindetreffen bis zur Aquakultur. Palomas Arbeit ist in ihrer Heimat verwurzelt, den östlichen Landschaften an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, und blüht gleichzeitig in ihrem derzeitigen Wohnort Zürich auf.

(Stand: 2022)

Foto: Elvira Espejo Ayca

Elvira Espejo Ayca

ELVIRA ESPEJO AYCA ist indigene Künstlerin, Kulturmanagerin und Forscherin. Sie stammt aus Qaqachaka (Provinz Abaroa, Oruro, Bolivien) und beschäftigt sich mit Textilien, mündlicher Tradition und Poesie. Sie ist Direktorin des Nationalmuseums für Ethnografie und Folklore (MUSEF). 2020 erhielt sie die Goethe-Medaille, eine offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für ihre Arbeit und ihr Engagement im kulturellen Austausch. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum Dialog zwischen der Praxis und dem Wissen indigener Gemeinschaften und der Schnittstelle von Wissenschaft, Kulturmanagement und Museen. In ihrer Arbeit setzt sie sich für die Epistemologien und Praktiken indigener und ländlicher Gruppen ein.

(Stand: 2022)

Anne-Sophie Azizè Flittner

ANNE-SOPHIE AZIZÈ FLITTNER tritt als Schauspielerin an verschiedenen deutschen Theatern auf. Sie arbeitet auch als Regisseurin, Autorin und Übersetzerin. Seit 2014 moderiert sie Publikumsgespräche beim AfrikaFilmfestival Köln.

(Stand: 2018)

B

Younes Baba-Ali

In seinen Arbeiten setzt sich der Künstler YOUNES BABA-ALI (* 1986 in Oujda, Marokko) mit Themen der politischen Identität und der Migration auseinander. Dabei erprobt er auf vielfältige Weise neue Technologien und experimentiert mit Klang, Video, Fotografie und Installation. Baba-Ali lebt in Brüssel und Casablanca.

(Stand: 2017)

© Rebecca Salvadori

Hanna Bächer

Hanna Bächer arbeitet als freie Kuratorin von Konzerten, als Autorin und Produzentin von Hörstücken und als Interviewerin zu Themen zwischen Musik und Stadtentwicklung. Sie ist gelernte Tontechnikerin und hat einige Jahre hinter den Mischpulten von Live-Venues verbracht, Musikwissenschaften und Geographie studiert und lebt nach sieben Jahren in London und Berlin mittlerweile wieder in ihrer Heimatstadt Köln.

(Stand: 2023)

Ale Bachlechner

ALE BACHLECHNER ist Performance- und Videokünstlerin und arbeitet im Gemeinschaftsatelier city center studio in Köln. Sie hat ein Diplom in Vergleichender Literaturwissenschaft und eins von der Kunsthochschule für Medien in Köln. Ihr Arbeiten umfassen die temporäre Dating Agency Twelve Roses (2013) in Beirut, Libanon, das Performance Coaching Institut This Is Not A Competition (2016) und das online Fernsehformat Studio Hallo (2018). Seit 2018 ist sie Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

(Stand: 2020)

Antonina Baever

ANTONINA BAEVER ist Künstlerin und Kuratorin in Moskau. Sie nahm an Videokunstfestivals in Örebro, Köln, Moskau und Melbourne und am Bergen Assembly 2013 teil. Zuletzt waren die Einzelausstellungen Socialism in a Dream (MUZEON Park of Arts, Moskau, 2014), Time Shall Be No More (CEH Manege, Moskau, 2014), Getting There Together (Triumph Gallery, Moskau, 2013) zu sehen. Ihre Arbeiten befinden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen wie dem MMoMA, dem MUZEON Park of Arts und dem Dokumentarfilmzentrum in Moskau.

2016 war Antonia Baever Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Paula Baeza Pailamilla

PAULA BAEZA PAILAMILLA hat einen Abschluss der Universidad ARCIS in Pädagogik des zeitgenössischen Tanzes und einen Master-Abschluss in Kunsttheorie und -geschichte an der Universidad de Chile als CONICYT-Stipendiatin. Seit 2012 entwickelt sie ihre Performances auf der Grundlage ihrer eigenen Mapuche-Identität, die den Ausgangspunkt für ihre Arbeiten bildet, wobei sie sich selbst und ihren Kontext in seiner historischen, politischen und sozialen Dimension hinterfragt. Ihre Textilarbeiten sind aus relationellen Kunstprojekten hervorgegangen. Seit 2016 ist sie Teil des Mapuche-Kollektivs Rangiñtulewfü.

Sie war Gastkünstlerin bei verschiedenen Veranstaltungen, Theatern und Galerien in Chile, Argentinien, Uruguay und Kolumbien, Deutschland und der Schweiz, wo sie sich mit Themen rund um den Körper, rassifizierte Identitäten und deren Kontext auseinandergesetzt hat. Im Jahr 2020 war sie Gastkünstlerin auf der 11. Berlin Biennale in Deutschland. Sie gewann 2019 den ersten Platz in der Kategorie Neue Medien beim Preis für junge Kunst der Stadt Santiago und 2018 den zweiten Platz beim Wettbewerb der Abteilung für indigene Völker des chilenischen Kulturministeriums.

(Stand: 2022)

Jeebesh Bagchi

Clara Balaguer

CLARA LOBREGAT BALAGUER (* 1980 in Manila, Philippinen) ist eine sozial engagierte Künstlerin und unabhängige Forscherin. Ihr Interessengebiet ist die Dekolonisierung kultureller Produktion. Sie betreibt die Kunst- und Rechercheplattform The Office of Culture and Design und hält Vorträge im Walker Art Center, am Strelka Institut in Moskau und im MoMA PS1. Sie lebt in Manila.

(Stand: 2017)

Matthieu Bareyre

MATTHIEU BAREYRE drehte seinen ersten Film, Nocturnes, im Jahr 2012. Der mittellange Dokumentarfilm lief 2015 auf dem Festival du cinéma de Brive und wurde auf dem Festival Cinéma du Réel des Centre Pompidou ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Paris.

(Stand: 2017)

John Barker

JOHN BARKER (*1948 in London) ist Autor und Essayist. Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit der Ökonomie, mit geopolitischen Dynamiken und der Ausbeutung von Arbeitskraft. Barker arbeitet seit 2010 regelmäßig mit der Künstlerin INES DOUJAK zusammen. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt.

(Stand: 2017)

Eva Barois De Caevel

EVA BAROIS DE CAEVEL ist kuratorische Assistentin der Raw Material Company, eines Zentrums für Kunst, Wissen und Gesellschaft in Dakar. Außerdem arbeitet sie als freie Kuratorin. Sie befasst sich mit wissenschaftlicher Forschung, postkolonialen Themen und sozialem Engagement in der zeitgenössischen Kunst. Mit Koyo Kouoh, der Direktorin der Raw Material Company, hat sie an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, unter anderem 2015 im WIELS in Brüssel und den Deichtorhallen in Hamburg. Sie ist Mitgründerin des Cartel de Kunst in Paris, eines internationalen Kollektivs und Solidaritätsnetzwerks für angehende Kuratoren.

(Stand: 2016)

Katia Barrett

KATIA BARRETT ist eine Londoner Künstlerin und macht derzeit ihren Masterabschluss am Dutch Art Institute in Arnheim. In Forschung und Praxis beschäftigt sie sich mit den Entwicklungen in der interdisziplinären theoretischen Biologie, in der die Subjektivierung von Natur mit der Naturalisierung der Subjektivität einhergeht. Ausgehend von dieser theoretischen Plattform erkundet sie Themen wie Agency, Verstand, Bewusstsein und Willen. Zu ihren jüngsten Londoner Ausstellungen zählen Young London im V22 (2013) und Geology of Piss im xero, kline & coma (2012). Zu ihren jüngsten Londoner Ausstellungen zählen Young London im V22 (2013) und Geology of Piss im xero, kline & coma (2012).
(Stand: 2016)

2016 war Katia Barrett Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Giuseppe Bartolatta

GIUSEPPE BARTOLOTTA arbeitet beim Fürsorgewerk Patronato ITAL-UIL und ist Vorsitzender des Komitees für die Italiener im Ausland Comitato degli italiani all'estero. Außerdem ist er Mitglied im italienischen Kulturverein Mondo Aperto/Offene Welt e.V. Er träumt von der Rente auf seiner Herkunftsinsel Sizilien und tanzt leidenschaftlich gerne Salsa.

(Stand: 2019)

Wendy Bashi

WENDY BASHI ist kongolesische Filmemacherin, Journalistin und Moderatorin. Sie hat anlässlich der Präsentation der Webserie Kinshasa Collection im Haus der Kulturen der Welt die Fashion-Show moderiert und ist als Darstellerin und Performerin an Kizobazoba beteiligt.

(Stand: 2018)

Sophia Bauer

Klang verortet mich in einer physischen Umgebung. Durch bewusstes Zuhören orientiere ich mich in Zeit und Raum und werde mir meines Körpers, meiner selbst und der Umgebung, in der ich mich befinde, bewusst. Obwohl ich schon immer gehört und zugehört habe, finde ich es schwierig, Klang zu entschlüsseln. Das ist vielleicht der Grund, warum er mich als Medium, mit dem ich arbeiten kann, anspricht. Klang ermutigt mich zu spekulieren, zu imaginieren, zu zweifeln und neugierig zu sein; er bringt mich dazu zu hinterfragen, was ich zu wissen glaube. In Klang habe ich ein Werkzeug entdeckt, um Annahmen über etablierte Hierarchien und Machtstrukturen in den Beziehungen zwischen Mensch und Natur sowie im postkolonialen Kontext in Frage zu stellen.
In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich an Forest Scapes gearbeitet, einem Werk, das den Einfluss von Kolonialismus auf Waldlandschaften mit Hilfe von Klang untersucht. Im Jahr 2019 habe ich das Klangarchiv SOUND OF NAIROBI (SON) mitbegründet.

(Stand: 2019)

© Christine Fenzl

Ute Meta Bauer


UTE META BAUER ist Kuratorin von Ausstellungen und Vortragsreihen zu zeitgenössischer Kunst, Film, Videokunst und Sound Art, die künstlerische Formate mit anderen Disziplinen zusammenführen. Seit 2013 ist sie Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art in Singapur und zudem als Professorin an der School of Art, Design and Media der Technischen Universität Nanyang tätig. Von 2012 bis 2013 war sie Dekanin für Bildende Künste am Royal College of Art in London. Zuvor lehrte sie als Professorin an der Fakultät für Architektur und Raumplanung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts. Dort war sie zudem von 2009 bis 2012 Gründungsdirektorin des Program in Art, Culture and Technology (ACT) und von 2005 bis 2009 Leiterin des MIT Visual Arts Program. Im Jahr 2015 kuratierte sie gemeinsam mit Paul Ha, dem Leiter des MIT List Visual Art Center, den US-Pavillon auf der 56. Venedig-Biennale, wo Arbeiten der Künstlerin Joan Jonas zu sehen waren. Der Pavillon erhielt von der internationalen Jury die Ehrenauszeichnung für den besten nationalen Pavillon.
Am NTU Centre for Contemporary Art in Singapur (ko-)kuratierte sie Allan Sekula: Fish Story, to be continued (2015), Ghosts and Spectres – Shadows of History (2017), The Oceanic (2017/2018), Tarek Atoui The Ground: From the Land to the Sea (2018), Trees of Life: Knowledge in Material (2018), Stagings. Soundings. Readings. Free Jazz (2018), Siah Armajani: Spaces for the Public. Spaces for Democracy (2019) und zuletzt The Posthuman City: Climates. Habitats. Environments (2019/2020).
Bauer war künstlerische Leiterin der 3. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2004) sowie Ko-Kuratorin der documenta11 (2001-2002) unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Okwui Enwezor. Sie ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen zu zeitgenössischer Kunst, darunter zuletzt South East Asia. Spaces of the Curatorial (mit Brigitte Oetker, Sternberg Press 2016), Thomas Saraceno: Arachnid Orchestra. Jam Sessions (mit Anca Rujoiu, NTU Centre for Contemporary Art Singapore 2017), Place.Labour.Capital (mit Anca Rujoiu, Mousse Publishing 2018) und The Impossibility of Mapping (Urban) Asia (mit Khim Ong und Roger Nelson, World Scientific 2020). Bauer ist ferner Mitglied in zahlreichen Gremien und Findungskommissionen, unter anderem des Rockbund Art Museums in Shanghai, der Bergen Assembly in Bergen/Norwegen und der documenta in Kassel.


(Stand: 2020)

Natalie Bayer

NATALIE BAYER ist seit 2018 Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums in Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Münchner Stadtmuseum. Als freie Kuratorin war sie bei Ausstellungsprojekten wie Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration (2009, München), Movements of Migration. Neue Perspektiven auf Migration in Göttingen (2013, Göttingen) und mit eigenen Veranstaltungsreihen aktiv. Sie ist Mitglied von kritnet - Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und in Beiräten und Jurys tätig. Sie hat Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert und reicht demnächst ihre Dissertation Migration on Display. Eine wissensanthropologische Studie zum kulturpolitischen Migrationsdiskurs im Museum an der Georg-August-Universität Göttingen ein. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Stadt, Geschichtspolitiken, Rassismus und Migrationsgeschichte.

(Stand: 2018)

Marianne Bechhaus-Gerst

MARIANNE BECHHAUS-GERST ist Professorin für Afrikanistik an der Universität zu Köln. Sie forscht unter anderem zur Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland und zur deutschen Kolonialgeschichte. Ihre letzten Veröffentlichungen dazu Frauen in den deutschen Kolonien (2009, hg. mit Mechthild Leutner) und Treu bis in den Tod (2007), erschienen im Ch. Links Verlag. Als Kuratorin hat sie Ausstellungen zur kolonialen Vergangenheit Kölns und Aachens sowie zu Konstruktionen von Afrika in unserer Alltagskultur betreut. Sie ist Vorsitzende des Vereins KopfWelten, einem lokalhistorischen Projekt zur Erinnerungsarbeit in Köln.

(Stand: 2018)

© Sebastian Schütz

Aline Benecke

ALINE BENECKE forscht und arbeitet künstlerisch zu Konstruktionen kultureller Identität, zu identitätspolitischen Fragen und zur politischen Relevanz des Visuellen. Sie interessiert sich in ihrer Arbeit für de- und postkoloniale Theorien und für queeren und Schwarzen Feminismus. Dabei begreift sie Bilder als ‚material for thought‘, dreht und wendet diese, um inhärente Ideologien brüchig zu machen, die Historiographie und Geschichtsschreibung eigen sind. Stattdessen erzeugt Aline mit ihren Arbeiten heterogene Erzählungen, die linearen und normierten Narrationen und Subjektivierung widerstehen und die Aline als emanzipatorische Erzählungen und Praxen begreift. Ihr gegenwärtiges künstlerisches Forschungsprojekt wird realisiert als Serie von Workshops, Installationen, Essays und Performances im Rahmen des künstlerischen Doktorats an der Akademie der bildenden Künste in Wien, die auf den fehlenden Fotos in ihrem Familienalbum basieren. Aline untersucht Körper als Archive und forscht zu Formen der körperlichen Erinnerungen, insbesondere bezogen auf diasporisches Alltagswissen in Dialog mit Tina Campt, Ann Cvetkovich, Saidiya Hartman, Premesh, Lalu, Okwui Okpokwasili, Diana Taylor, Eve Tuck und vielen anderen.

(Stand: 2020)

Solomon Benjamin

SOLOMON BENJAMIN ist Urbanist und Associate Professor am Indian Institute of Technology in Chennai.

(Stand: 2021)

Jonathan Berger

JONATHAN BERGER ist ein Künstler, dessen Werk ein breites Spektrum an Aktivitäten umfasst. Zuletzt präsentierte er die Ausstellung An Introduction to Nameless Love, welche vom Carpenter Center for Visual Arts an der Harvard University und Participant Inc NYC mitorganisiert wurde. Die Show wurde 2019 und 2020 an beiden Orten ausgestellt und später für die Whitney Biennale 2022 ausgewählt. Von 2013 bis 2016 war er Direktor der 80WSE Gallery an der NYU, wo er eine Vielzahl an kollaborativ produzierten Ausstellungsprojekten mit Arbeiten von Ellen Cantor, Bob Mizer, Printed Matter, James ‚Son Ford‘ Thomas und anderen präsentierte. Bergers Arbeiten werden von der Luhring Augustine Gallery, New York, und VEDA, Florenz, vertreten. Berger ist Clinical Associate Professor am Department of Art and Art Professions der New York University. Er lebt und arbeitet in New York City und Glover, VT.

(Stand: 2022)

Mareike Bernien

MAREIKE BERNIEN arbeitet als Künstlerin und Lehrende medial zwischen experimentellen Film, Sound und Text. In ihrem praxisbasierten Doktor, den sie 2016 an der Akademie der bildenden Künste Wien abschloss, untersuchte sie die materielle, historische und politische Dimension von Farbe im Film. Zu ihren letzten Filmen gehören: Tiefenschärfe (2017) gemeinsam mit Alex Gerbaulet und Rainbow’s Gravity (2014) gemeinsam mit Kerstin Schroedinger. Ihre Arbeiten wurden im Internationalen Kunst- und Festival-Kontext vielfach gezeigt, darunter in der National Gallery of Art, Washington DC, im Whitney Museum of American Art, Forum Expanded Berlinale, Kurzfilmfestival Oberhausen, Les Complices* Zurich.

(Stand: 2019)

Vastavikta Bhagat

VASTAVIKTA BHAGAT ist eine Künstlerin und Architektin sowie Dozentin an der School of Environment and Architecture in Mumbai.

(Stand: 2021)

Bik Van Der Pol

Seit 1995 arbeiten Liesbeth Bik und Jos van der Pol kollaborativ als BIK VAN DER POL. Im Kollektiv zu arbeiten ist eine bewusste politische und künstlerische Entscheidung. Mit dem radikalen Schritt weg vom Atelier als Produktionsort machen sie den künstlerischen Arbeitsplatz an sich – die Praxis – zum Format von Recherche und Produktion. Jedes Projekt beginnt mit der Erschließung des Rahmens, in dem es sich als performative Plattform präsentiert, und begibt sich in einen Dialog mit dem Kontext. Das künstlerische Engagement von Bik Van Der Pol gilt dem gemeinsamen öffentlichen Raum. Das Künstlerduo eruiert, wie und auf welche Weise Bürger Zugang zu diesem Raum haben und diesen formen können. Sie befragen, auf welche Weise Kunst ein Instrument oder ein Ort zur Schaffung von Wissensformen sein kann und wie sich dies zu „Öffentlichkeiten” verhält.

(Stand: 2017)

Cana Bilir-Meier

CANA BILIR-MEIER ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Sie hat an Schulen unterrichtet und war als Assistentin an der Akademie der bildenden Künste Wien tätig. Vor Kurzem hat sie ein Programm mit experimentellen Kurzfilmen österreichischer Regisseurinnen in Istanbul kuratiert und einen Dokumentarfilm über die Zensur in Kunst und Kino in der Türkei seit den 1980er-Jahren entwickelt. Zurzeit ist sie Stipendiatin von kültür gemma!, einem Projekt zur Förderung der Stadtkultur in Wien und von migrantischer Kunst- und Kulturproduktion. Ihre Filme waren unter anderem bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und der Diagonale in Graz zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Wien und Istanbul.

(Stand: 2016)

Katharina Bischoff

KATHARINA BISCHOFF studierte Angewandte Theaterwissenschaft und arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin, Projekt- und Produktionsleiterin. Sie ist Gründungsmitglied der Theatergruppe bigNOTWENDIGKEIT. Seit 2019 realisiert sie im kollektiven Arbeitsbündnis DAS BUCHPROJEKT vielfältige Bücher mit und für Kinder und veranstaltet Lesungen, Ausstellungen und Workshops.

(Stand: 2020)

Hans Block

HANS BLOCK und MORITZ RIESEWIECK lernten sich an einer Theaterschule in Berlin kennen und gründeten gemeinsam die Produktionsfirma Laokoon. Im Kollektiv arbeiten sie unter anderem in den Bereichen Theater, Dokumentarfilm, Lecture Performance und Publikation. Laokoon – der Seher – konnte als einzige Person den wahren Zweck des Trojanischen Pferdes erkennen: ein gefährlicher Schwindel.

(Stand: 2021)

John Blue

JOHN BLUE ist Komponist und Multiinstrumentalist und wurde 1970 in Portland (USA) geboren. Seit 2007 lebt er in Berlin. Er schreibt und spielt Musik sowohl als Solo-Künstler als auch in Bands und produziert Soundtracks für Film, Theater, Tanz und Kunstinstallationen.

(Stand: 2020)

Bobwear

BOBWEAR (Abdoulaye Kone) ist Fashiondesigner und Performer. In Hamburg und Abidjan hat er zahlreiche Fashionshows und Kollektionen mit seinem Label Bobwear entwickelt. Er designt und produziert Kostüme für das Schwabinggrad Ballett und andere Gruppen, darunter La Fleur und Gintersdorfer/Klaßen.

(Stand: 2019)

Mai-Anh Boger

MAI-ANH BOGER vertritt derzeit die Professur 'Lernen in der inklusiven Schule' an der Universität Paderborn. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsphilosophie und Philosophie der Differenz und Alterität.

(Stand: 2019)

Manuela Bojadžijev

MANUELA BOJADŽIJEV hat grundlegende Arbeiten im Bereich der Rassismus- und Migrationsforschung geschrieben. Seit mehreren Jahren befasst sie sich nun mit den Zusammenhängen von Logistik und Migration. Sie ist Professorin für Globalisierte Kulturen an der Leuphana Universität und Vize-Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung.

(Stand: 2019)

Christian von Borries

CHRISTIAN VON BORRIES ist Orchesterdirigent, Komponist, Filmemacher und Produzent ortsspezifischer, psychogeografischer Projekte. Seine Werke sind Auftragsarbeiten für das Lucerne Festival, das Kunstfest Weimar, die Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, die documenta 12 und andere. Von Borries lebt und arbeitet in Berlin.

(Stand: 2016)

(c) Julian Salinas

Giscard Bouchotte

GISCARD BOUCHOTTE (Port-au-Prince, Haiti) ist ein unabhängiger Ausstellungskurator, Kritiker und social entrepreneur. 2011 kuratierte er mit der Ausstellung Haiti Kingdom of This World (Frankreich, Italien, USA, Martinique, Haiti) den ersten Pavillon der Republik Haiti auf der Biennale di Venezia. Zu seinen jüngsten Projekten gehören Périféériques, ein Wanderprojekt, das neue künstlerische und soziale Praktiken in stadtnahen Räumen (Benin, Senegal, Haiti) erforscht, und die Nuit blanche in Port-au-Prince, ein Plädoyer für Künstler, sich in städtischen Projekten zu engagieren. Seine Texte sind in den Niederlanden (Ausstellung Who More Sci-Fi Than Us?) und den USA (Biennials and Art Practices in the Caribbean, Smithsonian) erschienen. Er arbeitet mit internationalen öffentlichen und privaten Institutionen in der Karibik zusammen. In Haiti entwickelt er Workshops und kuratierte Fotografien von jungen Künstlern auf den Komoren und in Guyana. Er führte Regie und produzierte drei Filme: Africa Left Bank (2006), Sarah's Dreamed Life, (2007) und Tap Tap Chéri (2017). Außerdem assistierte er der französischen Filmemacherin Claire Denis (und spielte 2008 in ihrem Film 35 Rhums) und dem französischen Filmemacher Charles Najman. 2022 war Bouchotte an der Ausstellung YOYI! Care, Repair, Heal im Martin-Gropius-Bau, Berlin beteiligt.

(Stand: 2023)

Soho House Copenhagen, 2024 © Davi BPLR

Davi BPLR

Davi BPLR ist Musiker und DJ. Er ist Mitbegründer von Im Rahmen der Kunst, einer Vernissage- und Musikveranstaltungsreihe aus Köln und bildet zusammen mit Kevin BPLR das DJ-Duo BIPOLAR SOUNDSYSTEM, das im letzten Sommer erstmals auf dem Feel Festival Germany auftrat. Davi spielt und mischt Afro und Techno und House Beats auf eine neue Art und Weise, die sich nicht einfach als Afro Tech oder Afro House beschreiben lässt, sondern die etwas ganz Neues schafft.

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Maximilian Brauer

MAXIMILIAN BRAUER wurde in Berlin angeboren und dann zum Zauberer weitergeboren. Er arbeitet als Schauspieler vor allem fürs Theater. Seit 1986 als Silvesterüberraschung auf der Erde.

(Stand: 2020)

Anna Bromley

ANNA BROMLEY entwickelt Ausstellungen, Installationen, Performances, Texte, Radiogespräche und -stücke. Ihr Interesse gilt Brüchen und Aussetzern in repräsentativen Rede- und Sprechweisen. Zuletzt waren ihre Arbeiten zu sehen und hören in: HKW Berlin, AgvA CIAT Berlin, MUU Helsinki, nGbK Berlin, documenta14 Radio, SAVVY Contemporary Berlin, Musrara Mix Jerusalem, Fondazione Arthur Cravan di Milano. Seit 2010 konzipiert und realisiert sie auch kuratorische Formate – zumeist in nicht-hierarchischen Kollektiven und Kollaborationen. Diese nahmen Politiken selbstironischer Witze, queere Zeitlichkeiten sowie mitteleuropäische Disziplinierungen von Körper und Psyche in den Blick. Aus ihren kuratorischen Forschungsgruppen speisen sich die Anthologien Glossar inflationärer Begriffe (Berlin 2013, Mexiko Stadt 2014) und Jokebook (Berlin 2015). Annas jüngstes Forschungsprojekt widmet sich Radiopraktiken in Protestnetzwerken. Aktuell ist sie Fellow an der Kunsthochschule für Medien Köln.

(Stand: 2020)

Agnes Brühwiler

AGNES BRÜHWILER, Lektorin für Swahili an der Universität zu Köln, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie, erforscht unter anderem das Verhältnis von Sprache zu Gender und Ideologie, auch Soziolinguistik und afrikanische Literatur.

(Stand: 2018)

Magda Buczek

MAGDA BUCZEK, die in Warschau und Kopenhagen lebt, ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Autorin der Plattform SURPLUS. Ihre Projekte verbinden Text, Performance und künstlerische Zusammenarbeit. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Calvert 22 in London, WANTED Design in New York und SOMA in Mexico City ausgestellt.

(Stand: 2019)

Boris Buden

Dr. phil. BORIS BUDEN ist Autor und Publizist. Er studierte Philosophie in Zagreb und Kulturwissenschaften an der HU Berlin. In den 1990ern war er Redakteur der Zeitschrift Arkzin, Zagreb. Seine Essays und Artikel umfassen Themen der Philosophie, Politik, Kultur- und Kunstkritik. Unter seinen Übersetzungen ins Kroatische finden sich zwei Bücher von Sigmund Freud. Buden ist u.a. Autor von Der Schacht von Babel. Ist Kultur übersetzbar? (Berlin, 2004), Zone des Übergangs. Vom Ende des Postkommunismus, Frankfurt/Main, 2009.

(Stand: 2016)

Eva Busch

EVA BUSCH studierte Anthropologie und Kunstwissenschaft und arbeitet seither irgendwo zwischen Wissenschaft, Vermittlung, Kunst, und Aktivismus. Dabei interessiert sie sich insbesondere für queer-feministische und postkoloniale Machtkritik, Differenzen und Möglichkeiten des Gemeinsamen. In Bochum betreiben Eva Busch und Julia Nitschke mit weiteren wunderbaren Menschen das atelier automatique, einen möglichst solidarischen Arbeitsplatz für Künstler*innen und Off Space für die lokale Kunstszene.

(Stand: 2020)

© Benko Nkiko Patrick

Yvan Hervé Butera a.k.a. BuTeRa

YVAN HERVÉ BUTERA (he/they), ist gebürtiger Ruander und lebt in Kigali, Ruanda. Er ist Berater und Vermittler für Kunst, Vielfalt und Integration. Er setzt sich für psychische Gesundheit ein, ist Kurator, Dramatiker, Psychologe und Organisator von Kulturveranstaltungen. Eine der jüngsten Veranstaltungen war die erste Kigali Pride-Feier im Juni 2022 in Zusammenarbeit mit lokalen Aktivisten und mit Unterstützung des Goethe-Instituts. Butera gründete die Kigali Pride Initiative und das Kaze Film Festival, das erste Queer Film Festival in Ruanda.

Er ist Vorstandsmitglied der Rwanda Arts Initiative (RAI) und Kurator des 250 Film Experiment Cine-club. Neben der Arbeit mit anderen queeren Ruander*innen hat er mit der ruandischen feministischen Organisation Sistah Circle Aktivismusarbeit geleistet, indem er ruandische LGBTQI+-Gemeinschaften zusammenbrachte und sichere Diskussionen für queere Ruander*innen veranstaltete, die sich auf Sichtbarkeit, Inklusivität und psychische Gesundheit in der ruandischen Gesellschaft konzentrierten. Diese Veranstaltungsreihen dienten als Instrument zur Erarbeitung möglicher Lösungen für die alltäglichen Herausforderungen, mit denen sich queere Ruander*innen in Ruanda konfrontiert sehen, und als sicherer Raum für den experimentellen Austausch innerhalb der ruandischen Queer-Community. Er war aktiv in der Lobbyarbeit und institutionellen Interessenvertretung für die ruandische Queer-Community und für ruandische Künstler. Er hat im Ishyo Arts Centre als Dramaturg, Logistik- und Produktionsmanager sowie als Festivalkoordinator des Kuya Kwetu- und Kina-Festivals gearbeitet; außerdem war er Engagement- und Produktionskoordinator an der University of Global Health Equity (UGHE) und beim Hamwe-Festival.

Butera hat einen Bachelor-Abschluss in kognitiver Psychologie und Psycholinguistik der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand, Italien, und einen Master-Abschluss in Psychologie des Wohlbefindens und sozialer Inklusion von der Universität Bologna in Bologna, Italien.

(Stand: 2023)

C

Jo Caimo

JO CAIMO ist Klang- und bildender Künstler, Erfinder, Musiker und Radiomacher. Seine Arbeit bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Performance, Musik, Produktdesign, Installation und digitaler Welt. Mit seinen Objekten und Instrumenten erforscht er Kollisionen des Kollektiven mit dem Inneren und fordert so den Betrachter heraus, Teil seiner Arbeit zu werden. Er entwickelt wirkungsvolle Messinstrumente und Plattformen, durch die wir unbewusste Muster und Mechanismen in kooperativen Schaffensprozessen besser verstehen können. Die Erforschung, Stimulierung und Visualisierung der Energien von Menschen im Kollektiv ist das zugrundeliegende Thema.

(Stand: 2020)

Cedric Carnavaro

CEDRIC CARNAVARO ist ein ivorischer Musikproduzent mit Fokus auf die Musikstile Coupé Décalé und Afrobeat. Er arbeitete unter anderem mit DJ Lewis, DJ Mix, MC One, Rocky Gold, DJ Kedjevara sowie mit Gadoukou la Star zusammen und gilt als Experte westafrikanischer Musiktrends.

(Stand: 2019)

Jeanne Laurent Caron

JEANNE LAURENT CARON begann ihre Tanzausbildung am Centre Chorégraphique National von Roubaix und setzte sie an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Während ihres Studiums dort hatte sie die Möglichkeit, mit Choreograf/*innen wie Avatara Ayuso und Cameron McMillan zu arbeiten und Repertoire von der Batsheva Company sowie vom Semperoper Ballet zu lernen. 2019 begann sie die Arbeit mit der Bodhi Project Dance Company in Salzburg, wo sie mit Hillel Kogan, Stephanie Thiersch, Massimo Gerardi, Francesco Scavetta und Adrienn Hod zusammenarbeitete.

(Stand: 2021)

Shadow Casters

SHADOW CASTERS / BACAČI SJENKI ist eine preisgekrönte und von Kritikern international gefeierte Kunst- und Produktionsplattform aus Zagreb. Die Arbeit im öffentlichen Stadtraum – gekennzeichnet durch verschiedene künstlerische Interventionen – ist der Schwerpunkt ihrer Projekte. Ihre Performances sind Zeitreisen in die Vergangenheit und Gegenwart urbaner Räume, Momente kollektiver und individueller Erinnerung. Orte und Umgebungen werden so zu Bühnen und Akteuren. Ihre Projekte und Performances sind als performative, multimediale und sozial involvierte ‚Zeitskulpturen’ angelegt.

(Stand: 2015)

Filipa César

FILIPA CÉSAR (* 1975 in Porto) studierte Malerei an der Faculty of Fine Arts der Universität in Porto und an der Faculdade de Belas Artes in Lissabon. 2008 schloss sie ein Masterstudium im Fach Art in Context an der Universität der Künste in Berlin ab. Als Künstlerin ist Filipa César seit 2001 international in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, seit 2007 ist sie auch als Filmemacherin tätig. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

(Stand: 2018)

Iain Chambers

IAIN CHAMBERS ist Kulturtheoretiker und Professor für Kulturwissenschaft und Postcolonial Studies an der Universität L´Orientale in Neapel. Er fokussiert sich in seiner Arbeit insbesondere auf Arbeiten zur Moderne und Migration im mediterranen Raum. Er ist bekannt für seine interdisziplinäre und interkulturelle Forschungsarbeit zu Musik, Populärkultur und urbanen Kulturen.

(Stand: 2019)

Jordan Chanetsa

JORDAN CHANETSA ist Performance-Künstlerin, Schriftstellerin und Aktivistin für LGBTQIA+ Rechte und arbeitet in Simbabwe als Beraterin für Gleichstellung, Vielfalt und Integration an Arbeitsplätzen. Chanetsa ist Gründungsmitglied des Harare Queer Collective (HQ), das sich für die Schaffung sicherer Räume für simbabwische LGBTQIA+ Menschen einsetzt. Als Moderatorin und Medienpersönlichkeit thematisiert sie regelmäßig in Radiosendungen und Podcasts die schwierigen Realitäten der LGBTQIA+-Gemeinschaft in Simbabwe und ist Gastgeberin von "The Naked Truth Show", einer Sendung die einen Fokus auf Gender, Sexualität und Gesundheit legt. Für den Podcast „Her Hour“ (Play Afrika TV) produzierte Chanetsa u.a. eine Sonderausgabe mit der US-Botschafterin in Simbabwe über den Pride Month. Von der niederländischen Botschaft in Simbabwe wurde Chanetsa 2019 im Rahmen der Aktion “16 Days of Activism against Gender Based Violence“ für ihr Engagement geehrt. Außerdem wurde Chanetsa für die Teilnahme am „Young Leaders Program“ von „Women Deliver“ ausgewählt, einer Organisation, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter sowie für die Gesundheit und die Rechte von Mädchen und Frauen einsetzt. Von Juni bis Oktober 2022 ist Jordan Chanetsa Artist-in-Residence im Rahmen des Partizipativen Stipendienprogramms, das von der ADKDW gemeinsam mit DEMASK Kollektiv und Integrationshaus e.V. organisiert wird.

Budhaditya Chattopadhyay

BUDHADITYA CHATTOPADHYAY ist Künstler, Forscher und Schriftsteller. Unter Einbeziehung verschiedener Medien wie Ton, Text und bewegte Bilder produziert Chattopadhyay Werke für groß angelegte Installationen und Live-Performances, die sich mit zeitgenössischen Themen wie Klimakrise, Eingriffe des Menschen in Umwelt und Ökologie, Urbanität, Migration, Rasse und Entkolonialisierung auseinandersetzen. Chattopadhyay war Charles-Wallace- wie auch Prinz-Claus-Stipendiat; er erhielt zahlreiche Stipendien, Residenzen und internationale Auszeichnungen, seine Werke wurden weltweit ausgestellt, aufgeführt oder präsentiert. Chattopadhyays Schriften erscheinen regelmäßig in internationalen Publikationen, zwei Bücher sind in Vorbereitung. Chattopadhyay promovierte in künstlerischer Forschung und Tonstudien an der Akademie für kreative und darstellende Künste der Universität Leiden und erwarb einen MA in Medien-, Kommunikations- und Kulturwissenschaften an der Universität Aarhus; kürzlich schloss er ein einjähriges Postdoc-Stipendium ab.

(Stand: 2020)

Cheap

CHEAP ist ein Künstler*innenkollektiv, das im Jahr 2001 von Daniel Hendrickson, Susanne Sachsse und Marc Siegel gegründet wurde. Vaginal Davis ist ein permanentes Mitglied der Gruppe. Das Kollektiv arbeitet regelmäßig mit Phil Collins, Wilhelm Hein, Hannah Hurtzig, Bruce LaBruce und Xiu Xiu und anderen zusammen. CHEAP inszenierte Performances, Installationen, Festivals und Club-Events an verschiedenen Orten und Veranstaltungen wie Prater der Volksbühne (2001), Podewil (2002/2003), Ujazdowski Castle Kino-Lab, Warschau/Bunkier Sztuki, Krakau (2002), HAU (2003-12), Theater an der Parkaue (2005-10), Steirischer Herbst, Graz (2006), Berlinale/Forum Expanded (2006/2007), Theater an der Gessnerallee, Zürich (2007), Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt (2012), 80WSE Gallery, NYC (2015), Mezipatra Queer Film Festival, Prag (2016), Arsenal – Institut für Film und Videokunst (2006-17), Kaserne Basel/FFT Düsseldorf (2012/2018), silent green (2017), Kammerspiele München (2018) und Haus der Berliner Festspiele (2019). Die New York Times nahm die CHEAP-Aufführung The Magic Flute. An Opera in Six Steps in der 80WSE Gallery in die Liste The Best in Art of 2015 auf. 2018 präsentierte die Akademie der Künste der Welt CHEAPs Original Sin, ein Konzert von Susanne Sachsse und Xiu Xiu, im Kölner Stadtgarten. Seit 2017 strahlt CHEAP die monatliche Radiosendung CHEAP Funk im Berliner Kunstradioprojekt reboot.fm aus.

(Stand: 2020)

Cynthia Chepkemoi

CYNTHIA CHEPKEMOI ist Archivarin mit einem besonderen Interesse an der Komplexität individueller Erfahrungsdimensionen. Sie arbeitet in der qualitativen und quantitativen Forschung sowohl für akademische Programme als auch für Marktforschungsunternehmen. In ihren Forschungsprojekten setzt sie verschiedene Recherchemethoden sowie Umfragen ein, um Randbereiche Kenias zu beleuchten, jenseits der üblichen Subjekte. Sie beteiligte sich an der Berichterstattung zu verschiedenen Themenfeldern, etwa im Rahmen der von Ipsos durchgeführten Studie zu Schwangerschaften unter Teenagern, der Zugänglichkeit von Krankenversicherungen für Kenianer*innen, den Ansichten von Aktionär*innen in der KCB-Bank-Forschung, der Notlage von Sexarbeiter*innen in Salgaa in Nakuru County sowie dem Agribusiness in Kericho County. Sie ist ausgebildete Logistik- und Supply-Chain-Managerin und verfügt über sechs Jahre Berufserfahrung in Nairobis Beschaffungswesen.

(Stand: 2021)

Vivek Chibber

VIVEK CHIBBER ist Soziologe und Professor an der New York University. In seinem Buch Postcolonial Theory and the Specter of Capital (Verso 2013) formulierte er eine der entschiedensten gegenwärtigen Kritiken der postkolonialen Theorie. Sein grundlegendes Argument ist, dass dieser Denkansatz, obwohl er sich als Kritik des Orientalismus und des Eurozentrismus versteht, diese tatsächlich unterstützt. Das Buch entfesselte eine der wichtigsten jüngeren Debatten in der Sozialtheorie und in den Geistes- und Sozialwissenschaften über den Status postkolonialer Studien. Trotz seiner umstrittenen Thesen erhielt es viele positive Rezensionen, u. a. durch den amerikanischen Linguisten Noam Chomsky und den slowenischen Philosophen Slavoj Žižek.

(Stand: 2018)

Foto: Chimurenga

Chimurenga

Die 2002 gegründete Kulturplattform CHIMURENGA umfasst u.a. die Zeitschrift The Chronic, die Online-Chimurenga-Library, den Pan African Market in Kapstadt und das Radioprojekt Pan African Space Station. In ihren Soundcollagen hinterfragen Chimurenga das Hörbare, unser Verständnis von und die Bedingungen des Musik- und Audiokonsums.

(Stand: 2021)

Annick Choco

ANNICK CHOCO (Badekou Annick Prisca Agbadou) ist Tänzerin und Sängerin. Vor ihrer Solokarriere tanzte sie u.a. für Serge Beynaud und spielte 2016 als Gast in Der Botschafter und Der Internationale Strafgerichtshof von Gintersdorfer/Klaßen. Seit 2016 ist sie festes Mitglied von La Fleur.

(Stand: 2019)

© Martha Stroo

Binna Choi

BINNA CHOI ist Kuratorin und Leiterin des Casco Art Institute: Working for the Commons in Utrecht/Niederlande, das sie im Jahr 2018 gemeinsam mit ihrem Team unter dem heutigen Namen und Modus Operandi neu begründete. In diesem Zusammenhang konzipierte und entwickelte sie langfristig angelegte transdisziplinäre Forschungsprojekte wie etwa Grand Domestic Revolution (2009-2013) und Composing the Commons (2013-2016). Letzteres schloss das Projekt Site for Unlearning (Art Organization) (2014) mit ein, das in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Annette Krauss und dem Team von Casco entstand. Weitere kuratorische Projekte Chois waren unter anderem das jährlich stattfindende Kurator*innenseminar Cultivate or Revolutionize? Life Between Apartment and Farmland im Times Museum in Guangzhou (2014, kuratiert mit Nikita Yingqian Cai) sowie die Sommerakademie und Ausstellung Group Affinity im Kunstverein München (2011, mit Bart van der Heide). Außerdem arbeitete sie im Jahr 2016 als Kuratorin für die Gwanju-Biennale The Eighth Climate (What Does Art Do) und organisierte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Maria Lind das globale Forum und die Gemeinschaft experimenteller Kunstorganisationen All the Contributing Factors. Choi ist Fakultätsmitglied des Dutch Art Institute und Mitglied der Akademie der Künste der Welt sowie des Community Economies Research Network.

(Stand: 2020)

Saddie Choua

SADDIE CHOUA ist eine in Belgien lebende belgisch-marokkanische Filmemacherin, Autorin und Mixed-Media-Künstlerin. Die studierte Soziologin hat ihre politische Kritik an Ungleichheiten auf den Kunst- und Medienbereich ausgeweitet. Die Brücke zur Kunst schlägt sie mithilfe ihrer akademischen Erfahrung durch die politische Kunst des Dokumentarfilms, Videoinstallationen, Mixed-Media-Collagen und Kurzgeschichten. Sie rückt rassistische/ethnische Diskriminierung, die Diskriminierung von Frauen, Themen wie Kolonialismus und Klasse sowie ihre Katzen in den Mittelpunkt.

(Stand: 2019)

Keti Chukhrov

KETI CHUKHROV ist Professorin an der Hochschule für Kunsttheorie und kulturelle Studien an der russischen Universität für humanitäre Studien in Moskau, sie ist Gastprofessorin an der europäischen Hochschule in St.Petersburg und Leiterin der theoretischen Abteilung des nationalen Zentrums der zeitgenössischen Künste. Seit 2003 sitzt sie in der Jury des Moskauer Art Magazins. Chukrov hat zahlreiche Texte veröffentlicht zu Kunsttheorie,Kultur, Politik und Philosophie wie z.b. in Afterfall, Moscow Art Magazine, Artforum, Brumaria, den Documenta Schriften, e-Flux Journal, New Literary Review, Springerin. Ihre Bücher schliessen Werke mit ein wie Zu sein -Zu spielen. ‘Theater’ in der philosophischen Kunst Kritik, Pfund &£ und zwei Gedichtbände: Nur Menschen und Krieg der Quantitäten.

(Stand: 2018)

Sebastian Cichocki

SEBASTIAN CICHOCKI lebt und arbeitet in Warschau, wo er Chefkurator am Museum für Moderne Kunst ist. Zu seinen kuratierten Ausstellungen gehören die polnischen Pavillons auf der 52. und 54. Biennale von Venedig, mit Monika Sosnowska (1:1) und Yael Bartana (...und Europe Will Be Stunned), letzteres Projekt in Zusammenarbeit mit Galit Eilat; Making Use. Life in Postartistic Times, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2016); Rainbow in the Dark: On the Joy and Torment of Faith, Konstmuseum Malmö (2015); SALT Galata, Istanbul (2014); Zofia Rydet, Record 1978-1990, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2015); Procedures for the Head, Kunsthalle Bratislava, Slowakei (2015); New National Art. Nationaler Realismus im Polen des XXI. Jahrhunderts, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2012); Early Years, KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2010); Raqs Media Collective, Die Hauptstadt der Akkumulation, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2010); Oskar Hansen. Prozess und Kunst 1966-2005, Museum für Moderne Kunst in Skopje, Mazedonien.
Cichocki ist Kurator des Skulpturenparks Bródno, eines langfristigen öffentlichen Kunstprogramms, das 2009 mit dem Künstler Paweł Althamer initiiert wurde. Er hat Ausstellungen in Form einer Novelle, eines Hörspiels, eines Opernlibretto, eines Gartens, eines Anti-Produktions-Residenzprogramms und von Performance-Vorträgen kuratiert.

(Stand: 2017)

Beth Collar

BETH COLLAR ist eine Künstlerin, die vorwiegend in den Bereichen Performance und Skulptur oder auf dem gemeinsamen Boden zwischen ihnen arbeitet. Sie wurde in Cambridge, England, geboren. Jüngste Projekte und Performances waren im Cafe Oto, London, 2017; Kunstverein München, München, 2017; Kunstraum, London, 2017; Standpoint, London, 2017; Glasgow Women's Library, Glasgow, 2016; Hester, New York, 2016; KW, Berlin, 2016; Fig 2, ICA, London, 2015; Cubitt, London, und Rijksakademie, Amsterdam, 2015; Raven Row, London, 2015; die Serpentine Galleries, London, 2015; und Flat Time House, London, 2014. Sie wurde mit dem Mark Tanner Sculpture Award 2016/17 ausgezeichnet.

(Stand: 2017)

Maracatu Colônia

Maracatu ist ein traditioneller afro-brasilianische Musikstil der aus Pernambuco, (Nordosten Brasiliens) stammt und ist bis heute stark verbreitet. Er entstand im 17. Jahrhundert und entwickelte sich aus traditionellen afrikanischen Musikformen der aus Afrika stammenden Sklaven.

(Stand: 2023)

Diana Combo

Eosin (DIANA COMBO) komponiert und spielt mit Vinyl-Schallplatten. Ausgehend von einem Prozess, der der Plünderungsphonie nahe kommt, fügt sie Feldaufnahmen oder andere aus Online-Archiven gesammelte Klänge hinzu. Ihre Neukompositionen sind das Ergebnis einer intuitiven Erkundung, die von einer bestimmten Thematik für die theoretische Forschung und vom Akt des Zuhörens geprägt ist. Ihre Beziehung zu Schallplatten und Vinyl-Playern hat einen weiteren Ausdruck in kollektiven Aufführungskontexten gefunden, wo sie als Instrumente zur Improvisation eingesetzt werden. In diesem Kontext teilte Diana die Bühnen mit Andrea Neumann, Ana Veloso, João Martins und Filipe Silva, Antoine Chessex, Werner Dafeldecker, Burkhard Beins, Nate Wooley, und anderen. Sie trat als Solistin bei der Transmediale, dem Tiny Noise und dem Festival ERTZ sowie an Orten wie Casa da Música, Passos Manuel, Maus Hábitos, ZDB, Galeria Zaratan, Bar Irreal, Salon des Amateurs und General Public auf.

(Stand: 2020)

Stephanie Comilang

STEPHANIE COMILANG bezeichnet Kidlat Tahimik, den großen Autorenfilmer des philippinischen Independent-Kinos, als ihre Inspirationsquelle. Ihre Arbeiten drehen sich häufig um das räumliche Konzept der Heimat und der Heimatlosigkeit und untersuchen, wie unser globales Verständnis von Mobilität, Vermögen und Arbeit durch verschiedene kulturelle und soziale Faktoren geprägt wird.

(Stand: 2021)

Florian Cramer

FLORIAN CRAMER (* 1969 in Berlin, Deutschland) ist Dozent im Bereich 21st Century Visual Culture an der Hochschule Rotterdam und bezeichnet sich selbst als teilnehmenden Beobachter zeitgenössischer Kunst. Aktuelle Veröffentlichungen sind Anti-Media (2013), What Is Post-Digital?(2013/14) und Pattern Discrimination (mit Wendy Hui Kyong Chun, Hito Steyerl und Clemens Apprich, 2018). Cramer lebt in Rotterdam.

(Stand: 2017)

Alice Creischer


ALICE CREISCHER lebt als Künstlerin und Autorin in Berlin. Mit Andreas Siekmann kuratierte sie 2004 das Projekt Ex Argentina im Museum Ludwig, Köln, und 2002 die Ausstellung Die Gewalt ist der Rand aller Dinge in der Generali Foundation, Wien. Mit Max Jorge Hinderer Cruz und Andreas Siekmann kuratierte sie Das Potosí-Prinzip 2010 im Museum Reina Sofía, Madrid und im Haus der Kulturen der Welt (HKW) und 2011 im Museo Nacional de Arte, Mexico City und Museo Nacional de Etnografía y Folklore (MUSEF), La Paz.

(Stand: 2022)

© Peter-Andreas Hassiepen

Max Czollek

MAX CZOLLEK ist Lyriker, Essayist und Kurator. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin an, das er mit einer Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen. Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts Babelsprech. Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang die Gedichtbände Druckkammern (2012), Jubeljahre (2015) und Grenzwerte (2019) sowie bei Hanser die Streitschrift Desintegriert euch! (2018).

(Stand: 2020)

D

Ida Danewid

IDA DANEWID ist Teaching Fellow an der SOAS University of London. Sie forscht an der Schnittstelle von Rasse, Geschlecht, politischer Ökonomie und radikalem politischen Denken. Ihr besonderes Interesse gilt dabei Fragen des Internationalismus und solidarischen Politikansätzen. Veröffentlichungen zu Migration, Gentrifizierung und radikalen schwarzen Bewegungen. Derzeit arbeitet sie an einer Monographie zu den gemeinsamen Horizonten globaler Solidaritätsbewegungen.

(Stand: 2019)

Laura Dang

LAURA DANG ist in Oberhausen im Ruhrgebiet aufgewachsen und hat in Eichstätt ihr Studium der Angewandten Musikwissenschaft und Musikpädagogik absolviert. Derzeit studiert sie im Master Medienkunst und Mediengestaltung mit dem Schwerpunkt Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Hörspiel, Klangkunst, Feature und Live-Improvisationen.

(Stand: 2020)

Sorour Darabi

SOROUR DARABI ist eine im Iran geborene und in Paris lebende Performerin, Tänzerin und Choreografin, die sich mit sexueller Identität, Genderpolitik und Sprache befasst. 2016 erhielt sie den Anerkennungspreis des Zürcher Theater Spektakel für ihr Short Piece Farci.e.

(Stand: 2017)

Vaginal Davis

VAGINAL DAVIS ist eine gender-queere Künstlerin, die sich in den 1980er Jahren mit ihren Zines und Punkbands in der Underground-Szene von Los Angeles international einen Namen gemacht hat. Als zentrale Figur in der Entwicklung von Homo- und Queercore ist Davis eine gefeierte queere Performerin of Color und internationale Blacktress. Seit 2006 lebt sie in Berlin und ist in der Kunstwelt für ihre kleinformatigen Gemälde, Skulpturen und Installationen bekannt, die in zahlreichen Galerie- und Museumsausstellungen zu sehen waren.

(Stand: 2022)

Black Pearl de Almeida Lima

Black Pearl de Almeida Lima a.k.a. Black Pearl Saint Laurent (geb. 1994, Brasilien) ist eine multidisziplinäre AfroLatinx Trans-Künstlerin, die in Berlin lebt. Sie absolvierte die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, und trat anschließend in verschiedenen Kunstinstitutionen, sowie mit renommierten professionellen Tanzkompanien in Deutschland auf. Seit 2020 ist sie in die Deutsche Ballrom Szene involviert und derzeit Mitglied des Iconic House of Saint Laurent Europe sowie Kiki House of Solar.
Ihre Forschungsarbeit untersucht die Verwendung des Körpers als künstlerische und politische Plattform zur Untergrabung der Unsichtbarkeit (physisch und symbolisch) von Trans-Identitäten durch ihre Lebensgeschichten. Black Pearl will das Koloniale dekonstruieren, in Erzählungen aller klassischen Bewegungsformen und durch ihren Körper in die Kunst bringen.

(Stand: 2023)

DEMASK KOLLEKTIV

DEMASK Kollektiv ist ein queeres, intersektionales und feministisches BPoC Kollektiv aus Köln, das sich durch Community-Arbeit für Repräsentation, Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe von qt*i*BI*PoC einsetzt. DEMASK Kollektiv möchte Räume schaffen, um die Stimmen, Interessen, Bedürfnisse und Narrative von qt*i*BI*PoC Personen insbesondere in NRW sichtbar zu machen. Viele Diskurse dieser Community basieren auf Ideen, die im Rahmen US-amerikanischer Identitätsverhandlungen entstanden sind. DEMASK Kollektiv möchte auch im deutschsprachigen Raum Impulse für einen eigenen Diskurs setzen. Die Vision ist eine Welt, in der sich (qt*i*)BI*PoC frei entfalten können. Dafür organisiert DEMASK Kollektiv kulturelle und politische Veranstaltungen sowie Workshops für qt*i*BI*PoC, wobei einige Events auch für BI*PoC offen sind, die sich als Allies der queer community verstehen. Veranstaltungen von DEMASK Kollektiv sollen dazu dienen, Allianzen zu schmieden und sich über Strategien gegen Rassismus, Sexismus, Queer- und Trans*-Feindlichkeit sowie andere Formen der Diskriminierung und Unterdrückung auszutauschen, denen queere BI*PoC in einem kapitalistischen, patriarchalen und heteronormativen System ausgesetzt sind.

Instagram @demask_clgn

Facebook @demaskXclgn

(Stand: 2018)

Nuray Demir

NURAY DEMIR ist Künstlerin und Kuratorin im Bereich der visuellen, darstellenden/performativen Künste. Ihre Praxis ist von einem forschenden und radikal transdisziplinären Ansatz gekennzeichnet. Für ihre Projekte arbeitet sie kollaborativ mit Personen aus unterschiedlichen Bereichen, mit denen sie temporäre Ensembles bildet. Sie realisierte Projekte an diversen Institutionen, wie etwa auf Kampnagel in Hamburg, dem HAU/Hebbel am Ufer in Berlin, die Wiener Festwochen und District Berlin. Zudem trägt sie ihre Ansätze in die Lehre, etwa an der Universität der Künste Berlin.

(Stand: 2018)

Hicran Demir

Hicran Demir wurde in Stuttgart geboren und studierte von 2005 bis 2009 Schauspiel an der CreArte – Internationale Schauspielakademie in Stuttgart. 2009 bis 2013 lebte sie in Istanbul, wo sie unter anderem mit der Theatergruppe studio4istanbul arbeitete und Dreherfahrung sammelte. 2013 bis 2017 erweiterte Hicran Demir ihre Ausbildung durch ein Studium der Film- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2017 war sie in Zinnure Türes Inszenierung Tevatür von Proje Difüzyon (Istanbul) zu sehen. 2018 arbeitete sie erstmals mit dem fringe ensemble in Bonn, sie spielte in dem Stück Anziehungskräfte. Am Theater und Orchester Heidelberg gastierte Hicran Demir 2019 für das Stück Zwischenraum. 2020 ist sie in zwei Solostücken von Şermola Performans zu sehen, einmal in Unvollkommen und in Min's Monolog. Hicran Demir lebt in Köln und arbeitet als freischaffende Schauspielerin unter anderem mit Şermola Performans, aber auch für Film und Fernsehen.

(Stand: 2021)

Gabriel Dharmoo

GABRIEL DHARMOO lebt in Montréal (Kanada), wo er als Komponist, Vokalist, Improvisator und Forscher arbeitet. Seine Werke werden international aufgeführt, er selbst wurde mehrfach ausgezeichnet: als Komponist mit dem Jules-Léger Preis 2017 des Canada Council for the Arts und als interdisziplinärer Künstler für seine Soloperformance Imaginary Anthropologies.

(Stand: 2014)

Diakron

DIAKRON ist ein Labor für transdisziplinäre Praxis. Das Kollektiv hat sechs Mitglieder, die in den Bereichen Forschung, künstlerische und kuratorische Praxis, Grafikdesign und Wirtschaftsanthropologie arbeiten. Sie untersuchen neu entstehende Organisationsformen und deren Kapazitäten zur Lösung weit verbreiteter systemischer Probleme. Diakron entwickelt derzeit Primer, eine kunstbasierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Rahmen von Aquaporin, einem globalen Wassertechnologieunternehmen.

(Stand: 2019)

Aminata Estelle Diouf

Aminata Estelle Diouf ist Kulturschaffende, Wissenschaftlerin und freischaffende Übersetzerin (Englich – Deutsch - Japanisch) an der Schnittstelle von Kunst, Film und dekolonialen aktivistischen Praktiken. Zunächst verschlug es Aminata in die Indie-Filmszene: Dort arbeitete sie für das Independent Filmlabel Rapid Eye Movies, dass sich auf Musikdokumentationen und süd- und ostasiatisches Kino spezialisiert hatte. Ab 2019 arbeitete sie für die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Koordinatorin für ein Pilotprojekt im Bereich Internationalisierung und Digitalisierung und als Vermittlerin für die Ausstellung RESIST!- Die Kunst des Widerstands am Rautenstrauch-Joest-Museum Köln. Aktuell promoviert sie zum Thema Shaping Narratives & Shifting Visibilities – Black Identities & the Art of Postcolonial Resistance in Digital Spaces und arbeitet als Kuratorin für die Ausstellung My Life Began Several Centuries Ago - An Ecosystem of Circulating Images in Zusammenarbeit mit der ADKDW und Universität zu Köln.

(Stand: 2023)

DJ Elephant Power

NICOLAS BAUDOUX aka DJ ELEPHANT POWER ist ein DJ, Künstler und Produzent aus Brüssel. Bei dem in Köln ansässigen Label „Sonig“ veröffentlichte er 2014 sein erstes Album „No Si, Ni So“. Im Jahr 2011 gewann er den renommierten belgischen Preis „Octaves De La Musique“ und mit seiner 2017 veröffentlichten „Soda Waves EP“ hebt er seine Fähigkeiten auf die nächste Stufe, auf der sich Bass Drum, Schlagzeugstärke, Deep Groove und Bass-Gefühl miteinander verbünden. Inspiriert von belgischem Cold Techno, UK Funky Bass und der Musik afrikanischer Volksstämme, generiert DJ Elephant Power aus seiner eigenen Perspektive ein einzigartiges Genre.

(Stand: 2017)

Cordão do Boitatá

Cordão do Boitatá ist eine Karnevalsvereinigung aus Rio de Janeiro, die 1996 gegründet wurde. Sie wurde von Student*innen und Musiker*innen ins Leben gerufen und spielt auf der Praça XV im Zentrum von Rio. Auch wenn sie nicht zum offiziellen Programm der Blocos in der Stadt gehört, war sie eine der Verantwortlichen für die Wiederbelebung des Straßenkarnevals in Rio. Jedes Jahr zieht sie Tausende von Zuschauern zu den bis zu siebenstündigen Aufführungen an, die immer am Karnevalssonntag stattfinden.

(Stand: 2023)

Vozes do Brazil

Der Chor Vozes do Brasil, eine kulturelle Brücke zwischen zwei Kontinenten, wird 20 Jahre alt! Chorsänger *innen aus Brasilien und anderen Ländern teilen ihre Begeisterung für Samba, Bossa-Nova, Baião, MPB, indigene und afro-brasilianische Musik

(Stand: 2023)

Maria Do Mar Castro Varela

MARIA DO MAR CASTRO VARELA, Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin, ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen neben den Gender und Queer Studies die Postkoloniale Theorie, die Kritische Migrationsforschung und die Kritische Bildungs- und Erziehungswissenschaft. Letzte Publikationen umfassen unter anderem: Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung (gem. mit Nikita Dhawan) und Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart (hrsg. gem. mit Paul Mecheril).

(Stand: 2019)

Bariş Doğrusöz

Bariş Doğrusöz vielfältige Praxis umfasst Videoinstallationen, Skulpturen, Installationen sowie Filme und basiert hauptsächlich auf der Erforschung der Kulturgeschichte der Mena- und Türkei-Region. Seine Praxis manifestiert sich in technikpolitischen Untersuchungen und spekulativen Szenarien. Doğrusöz schafft Werke, die die Vorstellung von Territorium, Grenze, Ökosystemen, Maßstab und zeitlichen Übergängen, ob physisch oder symbolisch, hinterfragen und untersuchen, wie Fragmente von gefundenem Filmmaterial, militärischen und archäologischen Artefakten sowie Codes als Vorläufer oder Vorahnung für eine Fiktion der nahen Zukunft wirken. Derzeit lebt er in Istanbul und Beirut.

(Stand: 2024)

Foto: Alessandro Fuchs

Adriana Dominguez

ADRIANA DOMINGUEZ VELASCO ist eine Kunsthistorikerin und unabhängige Kuratorin aus Mexiko, die derzeit in Zürich lebt und arbeitet. Sie schloss ihr Studium der Kunstgeschichte an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt ab und absolvierte einen MAS in Curating an der ZHdK (Zürich). Sie arbeitete als Assistenzkuratorin für das Museo Tamayo in Mexiko-Stadt, bis sie 2013 in die Schweiz zog. Dominguez Velasco hat sich auf lateinamerikanische Kunst spezialisiert und ihre kuratorische Strategie ist eine Mischung aus Theorie, kritischem Denken und Humor, um aktuelle soziale, politische und ökologische Themen in Kunstausstellungen zu behandeln. Im Jahr 2017 war sie Mitbegründerin des unabhängigen Kunstraums la_cápsula, der sich darauf konzentriert, aufstrebende lateinamerikanische Kunst zu präsentieren und Verbindungen zur lokalen Kunstszene der Schweiz zu schaffen.

(Stand: 2022)

Elsa Dorlin


ELSA DORLIN ist Professorin für zeitgenössische politische Philosophie an der Universität Toulouse Jean Jaurès (Frankreich). Als Spezialistin für die Philosophie von Michel Foucault konzentriert sich Dorlins Forschung auch auf die schwarze feministische Epistemologie und die fanonische Phänomenologie. Ihr jüngstes Buch Selbstverteidigung: Eine Philosophie der Gewalt (Paris, Zones éditions, 2017) wurde mit dem Frantz Fanon Book Prize 2018 der Caribbean Philosophical Association ausgezeichnet.

(Stand: 2022)

Ines Doujak

Die feministische Künstlerin INES DOUJAK (* 1959 in Klagenfurt, Österrreich) hat sich in den letzten Jahren eingehend mit dem Thema Textilien auseinandergesetzt und ihre globale, von Kultur-, Klassen- und Genderkonflikten geprägte Geschichte untersucht. Ihre jüngste Einzelausstellung Not Dressed for Conquering war im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (2016–2017) zu sehen. Doujak arbeitet seit 2010 regelmäßig mit dem Künstler JOHN BARKER zusammen, ihre Arbeiten wurden international ausgestellt. Ines Doujak lebt und arbeitet in London und Wien.

(Stand: 2017)

Max Dovey

Max Dovey arbeitet mit Menschen und Technologien zusammen, er schafft modellbasierte Interaktionen und Erfahrungen, betrachtet kritisch neue Technologien und untersucht die Politik der vernetzten Gesellschaft. So ist beispielsweise A Hipster Bar (2015) eine Popup-Bar, die mit Hilfe der Bilderkennung nur Personen zulässt, die von einem maßgeschneiderten Algorithmus als Hipster erkannt werden; Respiratory Mining (2017) ist ein Werk, in dem der Akt des Atmens in eine Krypto-Währung umgewandelt wird. Dovey erhielt einen Master-Abschluss in Mediendesign & Kommunikation an der Piet Zwart Academy Rotterdam und arbeitete unter anderem mit V2_ und The Patching Zone in Rotterdam. Er zeigte seine Arbeiten an der Ars Electronica und The Lowry in Manchester (Humans Being Digital). Er lehrte am niederländischen Sandberg Institute sowie an der St. Joost Academy Breda und ist assoziierter Forscher am Institute of Network Cultures und am Agorama London. Er schreibt für Open Democracy, Imperica & Furtherfield.

(Stand: 2019)

Antje Drinkuth

PROF. DIPL.-DES ANTJE DRINKUTH ist Professorin für Kollektionskonzepte und Kollektionsdarstellungen an der AMD Akademie Mode & Design, Berlin.

(Stand: 2018)

Friedemann Dupelius

Friedemann Dupelius (*1987 in Schorndorf) arbeitet mit Sound und Sprache. Er studierte in Karlsruhe an der Hochschule für Musik und an der Hochschule für Gestaltung, sowie Sound Studies an der Universität in Köln. Als Friday Dunard produziert Friedemann Dupelius genrefluide elektronische Musik, die er veröffentlicht, live performt oder zu DJ-Sets vermengt. Unter dem Alias Wednesday Dupont entstehen Hörspiele, Hörstücke, sonische Forschungen, digitale und akustische Texte für Radio, Festivals und Internet. Sein Projekt The Voice of Wednesday Dupont befasst sich mit der künstlerischen Verwendung synthetischer KI-Stimmen. Kollaborative Projekte sind u.a. Tearss und Frankfurter Tor. Friedemann Dupelius verfasst zudem Radiofeatures für den WDR3 und schreibt kulturjournalistische Texte, u.a. für De:Bug, Dissonance, INKA, Kaput, Neue Zeitschrift für Musik. Als Kurator ist er beim Musiklabel SPA und der Kölner Klangkunst-Reihe Brückenmusik tätig.

Foto: Dörthe Boxberg, 2018

Madhusree Dutta

MADHUSREE DUTTA ist Filmemacherin, Autorin und Kuratorin. Ihre Interessengebiete sind urbane öffentliche Kultur, Archivarbeit sowie dokumentarische Praktiken. Von 2018 bis 2021 war sie die Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt (ADKDW), Köln. Zuvor war sie Geschäftsführerin von Majlis, einer interdisziplinären Kunstinitiative mit Sitz in Mumbai, Indien (1998–2016).

Ihre Veröffentlichungen umfassen unter anderem Fake Hybrid Sites Palimpsest. Essays on Leakages (2022), herausgegeben zusammen mit Nanna Heidenreich; die Anthologie Project Cinema City (2014), herausgegeben zusammen mit Kaushik Bhowmik und Rohan Shivkumar; und dates.sites: Bombay / Mumbai (2012).

Zu ihren zentralen kuratorischen Projekten zählen insbesondere culture@WSF (2005-2007), Project Cinema City (2009-2012), Memory Stations (2019) und HANDS (2021), ko-kuratiert mit Ala Younis. Sie lebt in Mumbai.

(Stand: 2022)

(c) Falko Alexander

Yilmaz Dziewior

Yilmaz Dziewior ist seit Februar 2015 Direktor des Museum Ludwig in Köln. Zuvor leitete er seit 2009 das Kunsthaus Bregenz (KUB), das im Ausstellungsbetrieb zeitgenössischer Kunst eine führende Rolle in Europa spielt. Er realisierte 2022 als Kurator den deutschen Beitrag für die 59. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Vor seiner Tätigkeit in Bregenz war er acht Jahre Direktor des Kunstvereins in Hamburg und lehrte parallel als Professor für Kunsttheorie an der dortigen Hochschule für bildende Künste. Von 1996 bis 1999 arbeitete er als freier Mitarbeiter schon einmal für das Museum Ludwig. 1997 realisierte er dort als Kurator ein Projekt mit Sarah Lucas und war 1999 verantwortlich für den zeitgenössischen Teil der Ausstellung "Kunstwelten im Dialog. Von Gauguin zur globalen Gegenwart". Dziewiors Texte erschienen regelmäßig in "Artforum" (New York), "Camera Austria" (Graz) und "Texte zur Kunst" (Berlin). Er hat über 50 Bücher und Kataloge zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts herausgegeben und für Institutionen wie Stedelijk Museum Amsterdam, Hamburger Kunsthalle, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und Museum of Contemporary Art, Los Angeles, Katalogbeiträge verfasst.

(Stand: 2023)

E

Kathrin Ebmeier

KATHRIN EBMEIER wohnt in Bochum/Köln und ist Künstler*in in verschiedenen Formaten. KE entwickelt Performances mit ihrem Kollektiv Anna Kpok, die zwischen Onlinegames und Bühnenräumen die Zuschauer*innen zu Mitspieler*innen machen. Sie ist Initiator*in und Kurator*in der Oval Office Bar / Schauspielhaus Bochum, einer „kosmopoliti‘shen ‚Homobar‘“ mit Solitresen, antifaschistischen Kooperationspartner*innen und unabhängigem Programm. Mit den Screwing Bitches dreht KE feministische Schrauberinnen*-Youtube Tutorials und mit C. Bovermann, C. Baron und E. Krefta entwickelt sie AudioWalks und Hörspiele. Ihren MA in Angewandter Theaterwissenschaft absolvierte KE an der Justus-Liebig-Universität Gießen und zeigte ihre künstlerischen Arbeiten seither unter anderem bei der Ruhrtriennale, dem Mousonturm Frankfurt am Main, dem Ringlokschuppen.Ruhr, dem Theater Dortmund, sowie der Schaubude Berlin.

Als Aktivist*in etabliert KE (queer-)feministische Organisation und kämpft gegen strukturelle Diskriminierungen, speziell in den Produktionszusammenhängen von Theater und Kunst. Langfristiges Ziel ist die Abschaffung des kapitalistischen, patriarchalen Wirtschafts- und Herrschaftssystems. Wenn KE ein Buch schreiben würde, dann wäre es eines über lesbisch begehrendes Nacht / Club / Bar-Leben.

(Stand: 2020)

Ylê Asè Egi Omim

Ylê Asè Egi Omim ist ein Candomblé-Haus, das nicht nur der religiösen Praxis gewidmet ist, sondern auch ein Kulturzentrum für afro-brasilianische Traditionen ist, mit der Absicht, einen Dialog zwischen den Erfahrungen des afrikanischen Matrix-Sakrals und dem Wissen, den Wissenschaften, den Verzauberungen, den Philosophien und den Lebensweisen, die innerhalb und außerhalb der heiligen Stätten praktiziert werden, aus afro-indoramerikanischer Perspektive zu ermöglichen.

(Stand: 2023)

Yasemine Eid-Sabbagh

Die Künstlerin YASMINE EID-SABBAGH studierte in Paris Geschichte, Fotografie und visuelle Anthropologie. Im Jahr 2018 promovierte sie am Institut für Kunsttheorie und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste, Wien. Von 2006 bis 2011 lebte sie im Burj Shamali, einem palästinensischen Flüchtlingslager neben Tyre, wo sie fotografische Recherchen durchführte, darunter ein Gesprächsprojekt mit jungen Palästinensern und Archivierungsarbeiten an Privat- und Studioaufnahmen. Seit 2008 ist Eid-Sabbagh Mitglied der Arab Image Foundation. Sie erhielt den Arles Discovery Award, 2013, und den 8. Vevey International Photography Award, 2011, für ihre Zusammenarbeit mit Rozenn Quéré unter dem Titel Vies possibles et imaginaires (Possible and Imaginary Lives).

(Stand: 2019)

Olivia Emefiele

Olivia Emefiele ist eine in Köln lebende deutsch-nigerianische Künstlerin und Designerin. Ihre Arbeiten reflektieren antirassistische sowie gesellschaftspolitische Narrative und Diskurse. Sie setzt sich mit interdisziplinären Formaten und figurativer Malerei auseinander, wobei ihre künstlerische Herangehensweise auch experimentelle Ansätze verfolgt. Dabei nutzt sie die Symbiose von Kunst und Design, um Kontextualisierungen zu visualisieren, die Diversitätsbewusstsein und ästhetische Perspektivwechsel selbstermächtigter Inklusion thematisieren. In bisherigen Arbeiten setzte sie sich mit Postkolonialismus, intersektionaler Diskriminierung und Power Harassment sowie marginalisierten Körperbildern auseinander. Sie studierte Integrated Studies in Design an der Köln International School of Design und an der Academy of Fine Arts in Warsaw.

(2023)

Turgut Erçetin

TURGUT ERÇETIN, geboren in Istanbul, studierte Komposition bei Brian Ferneyhough an der Stanford University, wo er auch promovierte. Seine aktuellen Werke setzen sich mit Aspekten von Klang auseinander – nicht im Sinne der Klangfarbe, sondern im Hinblick auf Funktionalität. Diese wird durch verschiedene Komplexitätsgrade infolge komponierter Akustik erfahrbar.

Seine Solo- und Kammermusikwerke sowie seine elektroakustischen Arbeiten sind in den USA und Europa aufgeführt worden, unter anderem bei Ultraschall, MaerzMusik, Gaudeamus Festival und Manifeste. Erçetin arbeitete unter anderem mit renommierten Streichquartetten wie The Arditti Quartet, The JACK Quartet, ELISION Ensemble und Ensemble Mosaik.

2017 war Turgut Erçetin Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Cevdet Erek

CEVDET EREK (geb. 1974) lebt und arbeitet in Istanbul. Er studierte Architektur an der Mimar Sinan University of Fine Arts in Istanbul und Tontechnik und Design am Center for Advanced Studies in Music (MIAM) an der Technischen Universität Istanbul, ITU. Von 2005 bis 2006 war er Artist-in-Residence an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. 2011 promovierte er im Bereich Musik an der ITU MIAM. 2012 erhielt er den Nam June Paik – International Media Award der Kunststiftung NRW. Derzeit unterrichtet er an den Fakultäten TMDK und MIAM der ITU. Erek hat seine Installationen international im Rahmen zahlreicher Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. 2017 etwa vertrat er die Türkei auf der 57. Biennale von Venedig mit seiner Arbeit ÇIN. 2012 zeigte er seine Installation Room of Rhythms auf der dOCUMENTA (13) in Kassel – eine Arbeit, die er später in Form von ortsspezifischen Versionen im MAXXI, Rom (2014), auf der Istanbul Biennale (2015) und auf der Biennale von Sydney (2016) erneut präsentierte. Erek hatte Einzelausstellungen u. a. im Art Institute of Chicago (chiçiçiçichiciçi, 2019), im M HKA, Antwerpen (AAAAA, 2018), im MUAC, Mexiko-Stadt (A Long Distance Relation, 2017), bei Spike Island, Bristol (Alt Üst, 2014) und in der Kunsthalle Basel (week, 2012).

(Stand: 2021)

Meryem Erkus

MERYEM ERKUS arbeitet in Köln als Kuratorin, Veranstalterin und stadtpolitische Aktivistin. Als Gründerin des Kunst- und Projektraumes GOLD+BETON am Ebertplatz und dem Kulturverein Baustelle Kalk e.V. zeigt sie sich mitverantwortlich für viele subkulturelle Projekte und hybride (Ausstellungs-)formen in Köln. Erkus arbeitet stets in unterschiedlichsten kuratorischen Kooperationen unter ihnen z.B. Brückenmusik, Stadtgarten Köln, Museum for Contemporary Art Antwerp, die Akademie der Künste der Welt usw. Für den Baustelle Kalk e.V. wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2016 mit dem Kölner Kulturpreis für Junge Initiativen. Am Ebertplatz war sie maßgeblich für den Kampf um die Erhaltung der Kunstpassage mitverantwortlich und ist aktiv an der Gestaltung der offiziellen Interimsphase beteiligt.

(Stand: 2018)

Melanie Erzuah

MELANIE ERZUAH arbeitet in verschiedenen Projekten in der Bildungs- und Jugendarbeit in den Bereichen Musik, diskriminierungssensible und intersektionale Pädagogik und Empowerment. Dazu arbeitet Melanie Erzuah zu emanzipatorischen Köperpraktiken, identitätspolitischen Fragen und Konstruktionen von Körpern in einer postkolonialen, kapitalistischen und patriarchalen Welt. 2020 arbeitete sie als Chorleitung und musikalische Leitung beim Fasia Jansen Ensemble. Durch Gesangsübungen, Atemtechniken und Körperarbeit, gemündet in Improvisationsübungen, die in die Arrangements der Lieder flossen, wurden Möglichkeiten der Verkörperungen der eigenen Subjektivität, kollektiver Verbundenheit und somit politischen Kampfgeist geschaffen. Ab 2021 wird Melanie Erzuah im Rahmen des Vermittlungsstipendiums der nGbK – neue Gesellschaft für bildende Kunst die Erfahrungen und Methoden in der Arbeit mit dem Fasia Jansen Ensemble weiterentwickeln.

(Stand: 2020)

Bild: Lyra Garcellano

Merv Espina

MERV ESPINA ist Künstler und Kurator und lebt in Las Piñas, Metro Manila. 2014 initiierte er gemeinsam mit anderen die Kalampag Tracking Agency und 2016 das Kamuning Public Radio. Er unterstützt die Durchführung des WSK Festival of the Recently Possible sowie die Nusasonic Plattform und trägt zu Radio alHara Palestine bei. Seine künstlerischen Auseinandersetzungen resultieren in Installationen und Filmvorführungen, Seminaren und Magazinen, Musikmixen und Comix-Anthologien, Piratenradio-Hacks, Choreografien und Parfumproduktionen. Seine Kunstprojekte waren auf der Jakarta Biennale 2015 und der Yokohama Triennale 2020 zu sehen. Merv Espina ist ein Mitglied der ADKDW.

(Stand: 2022)

Etcétera...

ETCÉTERA… ist ein 1997 in Buenos Aires gegründetes multidisziplinäres Kollektiv bestehend aus bildenden Künstlern, Poeten, Schauspielern und Performern. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, Kunst auf die Straße und in die sozialen Brennpunkte unserer Zeit zurückzuführen. Zugleich sollen durch ihre Aktionen gesellschaftliche Konflikte ihren Weg in die Zentren der Kulturproduktion, die Institutionen der Kunst und der Medien finden.

In enger Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation H.I.J.O.S. (einer linken Opferorganisation der Kinder der Verschwundenen während der argentinischen Militärdiktatur) hat Etcétera… eine neue Form des öffentlichen Protests entwickelt und popularisiert, die unter dem Begriff „escraches“ weltweit Furore gemacht hat. Die Aktionen richten sich meist gegen mutmaßliche Verantwortliche der südamerikanischen Militärdiktaturen und von Menschenrechtsverletzungen, um durch öffentliche Bloßstellung von politischen Tätern soziale Gerechtigkeit und die Einhaltung demokratischer Prinzipien auf staatlicher und juristischer Ebene zu erzwingen.

Etcétera…wollen durch Protestaktionen im urbanen Raum Zeichen setzen und auf öffentliche Missstände hinweisen. Ihre Interventionen und Performances sind stets kontextspezifisch orts- und zeitgebunden, temporär und auf die konkreten Umstände abgestimmt. Durch Mittel der Street Art, Humor, Ironie, poetische Verfahren und dekonstruktive Strategien soll sich eine neue Form sozial engagierter Kunst entfalten, die frech, sarkastisch und bisweilen politisch „inkorrekt“ daherkommt und sich keiner abgedroschenen Reden und Klischees bedient.

Im Jahr 2005 war Etcétera… Mitbegründer des International Errorist Movement, einer Bewegung, die sich dem Irrtum als Grund- und Wirklichkeitsprinzip des Lebens verschrieben hat.

Die Gruppe entwickelt ihre Aktionen und Interventionen immer in Zusammenarbeit mit anderen Kollektiven und Mitstreitern außerhalb und innerhalb von Kultur- und Bildungsinstitutionen. Die beiden Mitbegründer von Etcétera… Loreto Garín Guzmán (Chile) und Federico Zukerfeld (Argentinien) sind die Koordinatoren der Aktivitäten und Initiativen und verwalten das Archiv des Kollektivs.

2013 erhielt Etcétera… den International Award of Participatory Art in Bologna.

2014 waren Loreto Garín Guzmán und Federico Zukerfeld waren Fellows der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

https://www.facebook.com/grupoetcetera?fref=ts

Ali Eyal

„Geboren wurde ich im Jahr 1994 in The Forest, Small Farm. Heute lebe und arbeite ich in Amsterdam. Mit der Kombination von Bildern und Textpassagen umfasst meine künstlerische Praxis eine breite Palette verschiedener Medien. Meine Arbeiten fußen zumeist auf der Zeichenkunst und werden anschließend mithilfe weiterer Medien transformiert – etwa Installationen, der Fotografie oder Texten und Videos. Die Ideen zu meinen Kunstwerken stammen nicht von mir. Sonst wäre ich wohl Landschaftsmaler geworden und würde schöne Flusslandschaften malen. Doch ich habe Ali verloren. Die Abwesenheit meines Abbildes stellt einen Dialog mit den vermissten Personen her, mit den verlorenen Dörfern und den zerstörten Häusern, ‚denn ein Haus ist auch ein Gesicht‘. Ich bin ein Stück Papier, das den Druck der Zeichenfeder ausgehalten und die Tinte Swedenborgs aufgesogen hat. Die Tinte sagte zu mir: ‚Das sind seine Erinnerungen, nicht meine.“ In seiner spirituellen Autobiographie schrieb er: ‚The spirits, with permission, may completely possess those who speak with them, so it can be as if they are utterly in the world, and even appear in a manner of speaking in this way, so that they can deliver their thoughts through their medium, even through written messages. Since from time to time, or actually most of the time, when I directed my hand to write, it was as if my hand were their hand, and I believe it wasn’t I that wrote, but rather the spirits.‘ Als Künstler versuche ich mich hinter den Möbeln zu verstecken, wie ein Holzwurm, den man nicht sieht, der jedoch alles aufgefressen zu haben scheint.“

(Stand: 2021)

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Foto: Emília Silberstein

Eleonora Fabião

ELEONORA FABIÃO (Rio de Janeiro, Brasilien) ist Performancekünstlerin und Theoretikerin. Neben ihren Performances lehrt sie und hält weltweit Vorträge. Ihre Arbeiten werden international veröffentlicht. Fabiãos Performances finden an den unterschiedlichsten Orten statt, etwa auf Festivals, in Ausstellungen und Museen oder im Kontext soziokultureller Projekte – hauptsächlich jedoch auf den Straßen zahlreicher verschiedener Städte. Eine ihrer Arbeiten trägt den Titel Things That Must Be Done Series (Wall Street, Performa Biannual 2015), und so könnte auch ihre künstlerische Praxis umschrieben werden. Fabião ist assoziierte Professorin im Graduiertenprogramm für szenische Künste sowie im Studiengang für Theaterregie an der Fakultät für Kommunikation der Staatlichen Universität Rio de Janeiro (UFRJ). Sie hält einen Doktortitel und einen MA in Performance Studies (New York University, mit einem CAPES-Stipendium), sowie einen MA in Sozialgeschichte der Kultur (PUC-Rio, mit einem CAPES-Stipendium). Ihren Postdoc schloss sie im Jahr 2017 an der NYU ab. Fabião erhielt den „Arts in the Streets Award“ der Brasilianischen Kunststiftung (2011) sowie den Rumos-Itaú-Kulturförderpreis (2014), im Zuge dessen sie ihr Buch AÇÕES/ACTIO (Rio de Janeiro: Tamanduá Arte, 2015) veröffentlichte. Sie ist zudem Forscherin der Stufe 2 des brasilianischen Nationalrats für wissenschaftliche und technologische Entwicklung (CNPq). Fabião ist eingeladene Künstlerin der 34. Biennale von São Paulo im Jahr 2021.

(Stand: 2021)

Hu Fang

Der 1970 geborene Schriftsteller, Kunstkritiker und Kurator HU FANG lebt und arbeitet in Guangzhou und Peking. Der Mitbegründer und künstlerische Leiter des Vitamin Creative Space in Guangzhou und des Peking Pavilion war an verschiedensten internationalen Projekten beteiligt, unter anderem arbeitete er als Redakteur an den documenta 12 magazines mit und wirkte als Co-Kurator der Yokohoma Triennale 2008.

(Stand: 2010)

Harun Farocki

Das Schaffen von HARUN FAROCKI spannt einen Bogen von der Prä-Zelluloid-Ära der Fotografie und der Malerei bis hin zu post-cineastischen Formen des Films und des Digitalen. Seine Kritik an der Produktion und der Verbreitung von Bildern begann mit The Indistinguishable Fire (1969) als Protest gegen den Vietnamkrieg und endete im Jahr 2013 mit Sauerbruch Hutton Architekten, einer minutiösen Beobachtung des Schaffens zweier Architekten in Berlin, die „an die Sprache der Moderne gebunden sind, ohne dogmatisch zu sein“. In den 44 Jahren, die zwischen diesen beiden Werken liegen, schuf er rund 120 Werke, die in unzähligen Genres beheimatet sind: von Direct Cinema, Fernsehserien oder Essay- und Kinderfilmen bis hin zu narrativem Kino, Found-Footage-Filmen und Videokunst.

(Stand: 2020)

Fasia Jansen Ensemble

Das FASIA JANSEN ENSEMBLE ist ein mehrheitlich Schwarz positionierter Chor. Gemeinsam studieren Aischa Abdirahman, Feben Amara, Yemisi Babatola, Melanie Erzuah, Jocelina Fatouma Ndimbalan, Felicia Angélique Hilgert, Doude und Ezgi Özcan Lieder der Schwarzen deutschen Aktivistin* Fasia Jansen ein und erproben das Singen dieser Protestsongs als Empowerment.

(Stand: 2020)

Nafiseh Fathollahzadeh


NAFISEH FATHOLLAHZADEH ist eine Fotografin und Künstlerin aus dem Iran und lebt in Berlin. Sie studierte Visuelle Kommunikation in Teheran, bevor sie einen Master in Photography Studies and Research an der Folkwang Universität der Künste in Essen absolvierte. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind urbane Landschaften und forschungsorientierte fotografische Studien. Ihre jüngsten Projekte wie Momentography of a failure beschäftigen sich mit Post-Fotografie und kollaborativer Praxis in der Fotografie. In ihren Arbeiten untersucht sie die Rolle eines lokalen Fotojournalismus, die Aneignung von Raum durch Fotografie und das Verhältnis von kollektiven und individuellen Raumerinnerungen. Im Jahr 2019 wurde sie für ihr partizipatives Foto- und Stadtforschungsprojekt Momentography of a failure mit dem Bildungspreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin des DAAD.

(Stand: 2020)

Cedrik Fermont

CEDRIK FERMONT ist ein in Berlin ansässiger belgisch-kongolesischer Komponist, Musiker, Mastering-Engineer, Autor, Radiomoderator bei Colaboradio/FR-BB.org, Staalplaat und Boxout.fm sowie Labelmanager (Syrphe), der im Bereich der elektronischen und experimentellen Musik tätig ist. Seine Kompositionen und Installationen umfassen Klangkunst, Soundscapes aus gefundenen Klängen und Objekten, eher konventionelle ‚Tanz-Musik‘ und Radioprojekte. Er hat umfangreiche Tourneen in Asien, dem Nahen Osten und Afrika unternommen, seine Forschungsschwerpunkte sind elektronische, elektroakustische, experimentelle und Geräuschmusik aus Asien und Afrika. Im Jahr 2017 veröffentlichte er zusammen mit Dimitri della Faille das Buch Not Your World Music über Noise-Musik in Südostasien; Gewinner des Prix Ars Electronica Goldene Nica 2017 in der Kategorie Digital Musics & Sound Art.

(Stand: 2020)

Fabian Ferrari

FABIAN FERRARI ist Promovend am Oxford Internet Institute, einer multidisziplinären Fachabteilung der Universität Oxford. In seiner Dissertation konzentriert er sich auf die Wirtschaftsgeographie der künstlichen Intelligenz. Fabian hat seinen Masterabschluss in Politik und Kommunikationswissenschaften an der London School of Economics abgeschlossen und seinen Bachelor in Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf absolviert. Darüber hinaus forscht er im Rahmen der Fairwork Foundation, einem internationalen Aktionsforschungsprojekt, das sich mit der Analyse und Verbesserung der Entlohnung und der Bedingungen für Plattformarbeiter auf der ganzen Welt befasst.

(Stand: 2020)

Denise Ferreira da Silva

DENISE FERREIRA DA SILVA ist Philosophin und Leiterin des Institute for Gender, Race, Sexuality and Social Justice an der University of British Columbia. Ihre wissenschaftlichen Texte und künstlerische Praxis bearbeiten die ethisch-politischen Herausforderungen der globalen Gegenwart. Sie ist Autorin von Toward a Global Idea of Race (2007) und A Dívida Impagavel (Die unzahlbare Schuld, 2019), Texte für die Liverpool und die São Paulo Bienniale (2016), Biennale di Venezia (2017) und documenta 14.

(Stand: 2021)

Foto: Pascal Schmidt - “TRANSscenedene” Dove Elbe, Hamburg 2020

Elle Fierce

ELLE FIERCE (They/Them/*sie/ihr) ist eine trans*-non-binäre, in Großbritannien geborene, jamaikanisch-irische Künstler*in und Aktivist*in, z.Z. lebt *sie in Deutschland. Ausgebildet in klassischem Ballett und Modern Dance, schloß *sie 2014 ihren Bachelor an der English National Ballet School in Professional Performance ab. Nach ihrem Abschluss trat Elle dem Northern Ballet (UK) als Tänzer*in bei und tanzte auf verschiedenen Bühnen dieser Welt. Elle's jüngstes Engagement mit der Oper Leipzig (DE) umfasste eine 4-jährige Künstler*innenresidenz als Solokünstler*in von 2017-2021. Neben ihrem Engagement in Leipzig setzte sich Elle mit politischem Aktivismus auseinander, organisierte Veranstaltungen (u.a. Demonstrationen) explizit von/für qt*BI*PoC's, was in Leipzigs ersten „Black Queer Pride“ mündete. Heute arbeitet *sie als freischaffende Künstler:in mit einer interdisziplinären Herangehensweise an Performances. Dabei beleuchtet Elle die Verflechtungen zwischen politischem Aktivismus und den Lebenserfahrungen eines Schwarzen trans* Körpers und verarbeitet dies in provokativen und gleichzeitig ehrlichen Werken.

*da es keine ausreichende, äquivalente Übersetzung für die Pronomen They/Them gibt, wählte die Künstler*in im deutschen die Pronomen *sie/ihr. Das Sternchen vor dem „sie“ soll auf ebendiese Übersetzungslücke, sowie das Fehlen eines angemessenen, non-binären Pronomen hinweisen.

Filastine & Nova

Das Multimedia-Duo FILASTINE & NOVA arbeitet seit 2010 zusammen. Grey Filastine (*1978 in Los Angeles, USA) ist ein Videokünstler, Komponist und Produzent, der in Barcelona lebt. Sein Debütalbum Burn It! (2006) war das erste in einer Reihe hochgelobter Alben, mit denen er auf Welttourneen ging. Die Sängerin Nova Ruth (*1982 in Malang, Indonesien) gehörte zur indonesischen Rap-Sensation Twin Sista (Mother of Nature, 2003) und arbeitet genreübergreifend mit Künstlern wie Filastine, Sven Simulacrum und Unkle Ho.
Filastine & Nova erschaffen einen entgrenzten Sound und entwickeln stark konzeptuell angelegte Multimedia-Präsentationen mit Multiscreen-Visuals, Tanz, Live-Percussion und Spoken Word.

(Stand: 2019)

Sebastian Fischer

SEBASTIAN FISCHER ist künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des AfrikaFilmFestivals in Köln. Er arbeitet als freier Berater für Filmproduktionsfirmen und das Goethe-Institut.

(Stand: 2018)

Christine Fischer

CHRISTINE FISCHER, Kulturwissenschaftlerin und Hispanistin, arbeitet am GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig in Bereichen Programmplanung und Publikumsentwicklung. Sie ist am Aufbau eines Museumsprogramms beteiligt, das in Veranstaltungen, Workshops und Projekten soziale Teilhabe, Multiperspektivität und kulturelle Vielfalt fördert.

(Stand: 2018)

La Fleur

LA FLEUR agiert als transnationales Kollektiv zwischen Berlin, Hamburg und Paris und hat seit 2016 einen hochphysischen Aufführungsstil für eine neue Form der Theaterarbeit entwickelt. Das Team vereint Tänzer*innen urbaner Stile, DJs, Schauspieler*innen und Showbiz-Stars. La Fleur analysiert und vertanzt französische Literatur aus transkultureller Perspektive. In Koproduktion mit französischen und deutschen Theatern entstand so die Serie Les Nouveaux Aristocrates (2017) nach Honoré de Balzac, Nana ou est-ce que tu connais le bara (2019) und Körper als Unternehmen (2019) nach Émile Zola. Für Pièce d’actualité n°11. Trop d’inspiration (2018) arbeiteten La Fleur mit jungen Menschen am Theater La Commune in Aubervilliers an zeitgenössischen Tanzstilen. Das Stück war 2019 bei den Ruhrfestspielen und beim Westwind Festival zu Gast.

(Stand: 2019)

Lamin Fofana

LAMIN FOFANA ist Künstler und Musiker. Seine instrumentale elektronische Musik kontrastiert die Realität unserer Welt mit dem, was jenseits von ihr liegt, und untersucht Fragen zu Bewegung, Migration, Entfremdung und Zugehörigkeit. Aus Sierra Leone stammend, lebte er in Guinea und den USA. Aktuell lebt er in Berlin. Sein jüngstes Projekt Brancusi Sculpting Beyonce wurde 2018 auf Hundebiss Records veröffentlicht.

(Stand: 2019)

FOKN Bois

Mit ihrem gradlinigen Rap und der Leidenschaft für musikalische Experimente mischen Wanlov the Kubolor und sein Kollege M3nsa unter dem gemeinsamen Namen FOKN BOIS die Musikszene Ghanas auf. Ihr Mix aus traditioneller afrikanischer Musik und Rap, Dub und Techno ergibt einen energiegeladenen, hypnotischen Sound, den sie mit mutigen Texten und politisch brisantem Humor kombinieren. So ist ihr „Gospel Porn Christian Rap“ voll von deutlichen Provokationen und satirischem Spott, der nicht nur auf eine, sondern gleich auf eine ganze Reihe von Gruppen abzielt, insbesondere aber auf Christen, Muslime, Rastafaris, Chinesen und Weiße im Allgemeinen. Sie danken Gott, dass sie „keine Nigerianer“ sind und vollziehen einen Perspektivwechsel, indem sie selbst zu Gebern werden und Spenden sammeln, um „Amerika zu helfen“. FOKN Bois hatten ihr Debüt 2010 mit dem Soundtrack zu Westafrikas erstem Musicalfilm auf Pidgin, Cos Ov Moni. Der Soundtrack basiert vollständig auf Samples klassischer afrikanischer Highlife-Alben. Ihr Rap-Album FOKN Wit Ewe erschien 2012. Ihr Mixtape FOKN Ode To Ghana folgte 2015. FOKN Bois leben in Budapest.

(Stand: 2016)

Bridget Fonkeu

BRIDGET FONKEU arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dortmund, studiert hat sie an der Ruhr Universität Bochum. Im Oktober 2019 schloss sie ihre Promotion in Soziolinguistik ab. Bridget Fonkeu kam 1998 aus Kamerun nach Deutschland und ist Mutter von vier Kindern. In Kamerun arbeitete Fonkeu als Gymnasiallehrerin. In Deutschland wurde ihr Hochschulabschluss nicht anerkannt, weswegen sie als Putzkraft arbeitete, bis sie 2008 ein neues Studium beginnen konnte. Sie leitet seit 2015 gemeinsam mit anderen Migrant*innen die Silent University Ruhr, eine Plattform die es Migrant*innen erlaubt, als Berater*innen und Dozent*innen zu arbeiten, während ihnen genau das von deutschen Universitäten und Institutionen oft verwehrt wird. In der Silent University gründete Fonkeu ein Frauennetzwerk – das Interkulturelle Frauen-Empowerment-Netzwerk –, um anderen Migrantinnen beratend und unterstützend zur Seite stehen zu können. Fonkeus Fachgebiete sind Multilingualität und Sprache in migrantischen Communities in Deutschland.

(Stand: 2019)

Teresa Forcades i Vila

TERESA FORCADES I VILA ist Ärztin und promovierte Theologin. Nach einem Studium der Medizin in Barcelona und New York sowie der Theologie in Harvard trat sie 1997 dem Orden der Benediktinerinnen bei. Forcades ist eine vehemente Kritikerin der Pharmaindustrie und steht insbesondere der Medikalisierung der Gesellschaft kritisch gegenüber. Als Theologin setzt sich für die Stärkung der Rechte von Homosexuellen und Frauen ein, auch innerhalb der katholischen Kirche. In ihren zahlreichen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen macht sie sich u. a. stark für die direkte Demokratie und fordert eine gerechtere Verteilung der Güter. Forcades gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der intellektuellen Linken in Europa.

(Stand: 2017)

Fraueninitiative Henrichshütte Hattingen

DIE FRAUENINITIATIVE HENRICHTSHÜTTE HATTINGEN gründete sich im Februar 1987, nachdem sich die IG Metall vorab in der Metallzeitung direkt an die Ehefrauen und Lebensgefährtinnen der Hüttenbelegschaft der Henrichshütte gewandt hatte. Stand für die IG Metall zunächst noch der Informationsaustausch im Vordergrund der Veranstaltung, wurde von den anwesenden Frauen schnell das Bestreben artikuliert, sofort etwas unternehmen zu wollen. Aus diesem Antrieb heraus wurde daher bei der ersten Zusammenkunft eine Frauenresolution verabschiedet und eine eigenständige Frauenvollversammlung einberufen, um dort offiziell die Fraueninitiative zu bilden. Die Zusammensetzung der Gruppe beschreibt eine der ihr Angehörigen besonders treffend:
„Bei der Gründungsveranstaltung finden sich mehr als 100 Frauen ein. Es ist eine buntgemischte Truppe, die angetreten ist, eine 'Notgemeinschaft', die bei unterschiedlicher Bildung, Altersstruktur und politischer Position ihren gemeinsamen Nenner in der harten Betroffenheit materieller und psychischer Art hat. Nur vier Mitglieder sind 'echte' Hüttenfrauen, also selbst beim Werk angestellt (eine davon die einzige Frau im Betriebsrat). Die Mehrzahl sind Ehefrauen, deren Männer im Werk beschäftigt sind, und, was besonders erstaunt: es finden sich einige 'Sympathisantinnen' ohne Bezug zur Henrichshütte ein.“ (Prinz: Das Engagement der Frauen in Stadt und Gemeinde, 1990, 71).

(Stand: 2020)

Gunnar Friel

GUNNAR FRIEL studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Valie Export. Als Medienkünstler beschäftigt er sich mit den sozialen Bedingungen von Räumen und deren Beziehungen zu Materialien und digitaler Technologie. Gemeinsam mit Anja Vormann realisiert er seit 2003 Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum. 2003 wurden sie mit dem H.W. & J. Hector Kunstpreis und 2006 beim Deutschen Videokunstpreis Marl ausgezeichnet. 2006 nahmen sie an der Busan Biennale in Südkorea teil. Ihre Werke wurden zuletzt auf der LOOP Video Barcelona, Linz 09 Kulturhauptstadt Europa, Kunstraum Innsbruck, Times Museum Guangzhou gezeigt. 2015 - 2018 arbeitete Gunnar Friel als Research Artist und Gastprofessor an der Centro Universidad in Mexico City. Für sein Video-Projekt Dialog mit dem Archiv erhielt er 2020 das Internationale Research Stipendium der Casa Planas und des Goethe Instituts Barcelona.

(Stand: 2020)

Christian Fritzenwanker

CHRISTIAN FRITZENWANKER ist ein Hair- und Make-Up Artist, der derzeit in Berlin lebt. Nach dem Studium in Österreich hat er in Berlin, London, Paris und Los Angeles für internationale Produktionen in den Bereichen Mode, Film und Kunst gearbeitet. Seine Arbeiten wurden in Publikationen wie Harpers Bazar, Self Service, ID, Dazed and Confused, Another Man, American Vogue, Elle, Quest, 032c, Fantastic Man, Metal, Wallpaper, Pop, Baku, Candy und u.w. veröffentlicht. Er wurde mit Preisen ausgezeichnet, darunter ADC, Diane Pernet's A Shaded View On Fashion und Elite Award. Fritzenwankers langjährige und breite Berufserfahrung in den Bereichen Mode-Editorials, Fotografie, Werbung und Film hat ihn in jüngster Zeit dazu veranlasst, seine Arbeit auf Kunstproduktionen in Galerien, Theatern und Museen auszudehnen - wie zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit dem Turner-Preisträger Douglas Gordon für das Stück Neck of the Woods mit Charlotte Rampling in der Hauptrolle beim Manchester International Festival.

(Stand: 2022)

Malte Fröhlich

MALTE FRÖHLICH (*1987, Berlin) studierte an der Universität der Künste Berlin, der Werkleitz Masterclass PMMC und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Er ist unter anderem als Regie- und Produktionsassistent, Regisseur und Kameramann in den Bereichen Theater, Performance und Film tätig. Neben diesen Tätigkeiten ist seine Arbeit geprägt von seinem langjährigen Engagement im Bereich der Sozialen Arbeit. Malte Fröhlich war unter anderem an Ausstellungen in Berlin, Leipzig, Köln, Hamburg, Düsseldorf, Amsterdam, Lyon, Marseille und Paris beteiligt. Seine Filme wurden unter anderem auf Filmfestivals in Leipzig, Dresden, Weimar und Berlin gezeigt. Er lebt in Köln-Kalk.

(Stand: 2019)

Ye Fu

YE FU wurde 1962 in der Hubei Provinz, in Enshi (China) geboren. Er gehört zur ethnischen Minderheit der Tujia.

Als Intellektuelle wurden seine Eltern und er während der Kulturrevolution aufs Land umgesiedelt. Von 1978 bis 1981 studierte er am Chinesischen Institut des Hubei Institute for Nationalities. Während seines Studiums begann er zu schreiben und war schnell innerhalb der „Underground“-Literaturszene Chinas bekannt. Von 1986 bis 1988 folgte dann ein weiteres Studium der Chinesischen Literatur an der Wuhan University, wo er zudem auch den Hubei Post-modern Poetry Salon organisierte. 1986 veröffentlichte er den Gedichtband „The Night howl of Wolfs“.

Ye Fu wurde nach seinem Studium eine Stelle in der Einheit für öffentliche Sicherheit in Hainan zugeteilt, die er 1989 verließ, um die Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu unterstützen. Nach der blutigen Niederschlagung der Demokratie­bewegung wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt. 1995 aus dem Gefängnis entlassen, führte er zehn Jahre ein Verlagshaus in Peking.

Heute ist er als freier Schriftsteller in ganz China bekannt. Er veröffentlicht neben Lyrik und Prosa auch Essays und Reportagen sowie Drehbücher und Manuskripte für Fernsehserien (z.B. für die Fernsehserie „Meines Vaters Krieg“, die 2009 erfolgreich im chinesischen Fernsehen ausgestrahlt wurde).

Im Westen hingegen sind Ye Fus Werke bisher wenig bekannt, da sie kaum in andere Sprachen übersetzt wurden.

Ye Fu erhielt mehrere Preise, darunter 2009 den Contribution Award of Contemporary Chinese des Beijing Institute of Contemporary Chinese Language,

2010 den Sachbuch-Preis der Internationalen Buchmesse Taipeis und 2011 den Freedom of Writing Prize des Independent Chinese PEN Centers.

Werke (Auswahl):

• Under the River, (Jiangshang de muqin), essay collection, Taipei 2009
• Paijian dong lai huan jiuchou, Selected essays of Ye Fu, Hong Kong 2009
• My father's war, novel (later rewritten as TV series script), Beijing 2009, reprinted in Hong Kong 2010
• Earth Lament, essay collection, Beijing 2010
• Xiangguan hechu, selected essays, Beijing 2012

2013 war Ye Fu Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Isabella Fürnkäs

ISABELLA FÜRNKÄS (*1988 in Tokio) ist Trägerin des Förderpreises des Landes NRW für Medienkunst und des Stipendiums der Pariser Cité Internationale des Arts. Im Jahr 2017 erhielt sie ein Reisestipendium des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen sowie ein Aufenthaltsstipendium des Goethe-Instituts. Sie ist Meisterschülerin von Andreas Gursky, studierte bei Keren Cytter und Johannes Paul Raether an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Universität der Künste Berlin als Gaststudentin bei Hito Steyerl. Zuvor studierte sie Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität zu Köln, der Zürcher Hochschule der Künste sowie Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien. In ihrer Arbeit verwendet sie verschiedene Medien wie Zeichnung und Video und kombiniert sie zu Installationen mit Performances. Seit 2015 arbeitet sie auch als Teil eines Performance-Duos mit Lukas von der Gracht. Ihre Arbeiten wurden kürzlich im Nam June Paik Art Center Seoul, im Museum Abteiberg (mit Lukas von der Gracht), im CSA Space Vancouver und im Projektraum der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf ausgestellt.

(Stand: 2017)

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Gala Drop

GALA DROP ist eine Lissaboner Band, die 2003 vom Keyboarder Nelson Gomes und dem Gitarristen Tiago Miranda gegründet wurde. Komplettiert wurde die Gruppe durch den Drummer Afonso Simões. Ihr erstes, nach der Band benanntes Album kam 2010 heraus. Ihr zweites Album II erschien 2014.

(Stand: 2014)

Nancy Garín

NANCY GARÍN ist eine unabhängige Journalistin, Kunstforscherin und Kuratorin. Sie arbeitet an Projekten zu den Themenbereichen kritisches Denken, neue Pädagogik, Archive, Erinnerung und Dekolonialismus. Sie ist Mitbegründerin der Forschungsplattformen Equipo re (und Espectros de lo Urbano).

https://puntorojo.org/

(Stand: 2022)

Christian Gärtner

CHRISTIAN GÄRTNER, Volkswirt, interessiert sich für die sozioökonomischen Zusammenhänge von Wirtschaft, Architektur und Design. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Urban Standards, einer Design- und Strategieberatung, die Städtebau- und Mobilitätskonzepte entwirft und dabei gegenwärtige Urbanisierungstendenzen und Forderungen nach einer nachhaltigen Mobilitätswende zusammendenkt.

(Stand: 2019)

Richard Gebhardt

Der Politikwissenschaftler RICHARD GEBHARDT ist freier Publizist und politischer Bildner in Köln. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Buch- und Zeitschriftenbeiträge zum Thema extreme, neue und populistische Rechte. Seine journalistischen Texte wurden u.a. in der jungle world, ZEIT Online und in der StadtRevue veröffentlicht. Der von ihm herausgegebene Band Volksgemeinschaft statt Kapitalismus? Zur sozialen Demagogie der Neonazis (PapyRossa Verlag 2009) befasst sich mit dem Phänomen, wie Neonazis mit antikapitalistischen Parolen erfolgreich auf Stimmenfang gehen. Im Mai 2017 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband Fäuste, Fahnen, Fankulturen. Die Rückkehr der Hooligans im Stadion und auf der Straße (PapyRossa Verlag).

(Stand: 2017)

Alexandra Gerbaulet

‚Die Künstlerin als Einbrecherin‘, so könnte das Programm von ALEXANDRA GERBAULET heißen. Sie bricht in Räume ein und Grenzen auf. Der Körper, das Haus, das Dorf, das Land, kurz: unsere Geographien des ‚Heimischen‘, werden bei ihr als geschlossene Anstalten sichtbar, die auf Ausschluss basieren.” (Katharina Sykora)

(Stand: 2020)

Salome Gersch

Sich im Kreise drehend und mit Blick über einen Hinterhof im Norden von Paris, arbeiten Martha H. und Salome G. daran, die Institutionalisierung eines sprachlichen Ausdrucks – des deutschen Wortes ‚man‘ – aufzudecken, das sie für einen Sprechakt halten, denn es prägt das Leben und die Gedanken der Menschen auf eine unglückliche Weise, wie die beiden Forscherinnen M. H. und S. G. bemerken.

(Stand: 2020)

Richard Gabriel Gersch

RICHARD GABRIEL GERSCH arbeitet in verschieden Bereichen des Films. Er war als Drehbuchlektor bei der Tobis Film GmbH und zuletzt bei diversen Projekten von Komplizen Film in verschiedenen Bereichen der Produktion tätig. Er arbeiten mit diversen (Video-) Künstler*innen zusammen, darunter Yael Bartana, Lene Berg, und Susanne Sachsse.

(Stand: 2022)

Bassam Ghazi

BASSAM GHAZI pendelt zwischen den Kulturen und Perspektiven und betreibt Handel mit Geschichte und Geschichten: biografisch, postmigrantisch, divers, inkludiert und desintegriert. Er ist Theaterpädagoge, Regisseur und Künstlerischer Leiter des Import Export Kollektivs am Schauspiel Köln. Als freiberuflicher Trainer bietet er Fortbildungen zu den Themen Diversität, Intersektionalität, Diskriminierung und Rassismus für Bildungs- und Kulturinstitutionen an. Bassam Ghazi ist Mitglied des Bündnisses kritischer Kulturpraktiker*innen und Kurator für das Festival Augenblick mal! 2021.

(Stand: 2021)

Marialaura Ghidini

MARIALAURA GHIDINI ist Kuratorin zeitgenössischer Kunst und Forscherin sowie Dozentin am Srishti Institute of Art, Design and Technology in Bangalore.

(Stand: 2021)

Maxime Gids

MAXIME GIDS ist ein Filmemacher, der das Rad regelmäßig neu erfindet, um seine Funktionsweise zu ergründen, um es in den Griff zu bekommen, um Spaß zu haben. Manchmal, auf halbem Weg, gabelt sich der Prozess der Neuerfindung und bringt neue Werkzeuge, neue Perspektiven, neue Arbeiten hervor.

(Stand: 2021)

Monika Gintersdorfer

MONIKA GINTERSDORFER ist Regisseurin und Mitgründerin von LA FLEUR. Zwischen 2000 und 2004 inszenierte sie regelmäßig am Schauspielhaus Hamburg, an den Münchner Kammerspielen und für die Salzburger Festspiele. 2004 begründete sie mit Jochen Dehn die aktionistische Gruppe Rekolonisation in Hamburg und leitet seit 2005 gemeinsam mit Knut Klaßen die Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen. Monika Gintersdorfer ist Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.

(Stand: 2017)

Antonella Giurano

ANTONELLA GIURANO ist Begründerin des italienischen Kulturvereins Mondo Aperto/Offene Welt e.V., Mitglied in Buntes FrauenNetzwerk e.V. und im Integrationsrat Köln. Samstags geht sie gerne in Köln-Kalk Italienisch einkaufen, beispielsweise in den italienischen Feinkostladen IAIA, wo es die typische ‚Fenchel-Salsiccia‘ (Bratwurst) gibt. Sie kommt aus Sardinien.

(Stand: 2019)

Pablo Giw

PABLO GIW ist ein Trompeter und Klangkünstler aus Köln. Er unter anderem aktiv in der experimentellen und Impro-Musikszene.

(Stand: 2017)

Thomas Gläßer

THOMAS GLÄSSER lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Der Musiker, Programmmacher und Kulturaktivist gründete 2006 mit anderen Musiker*innen die Plattform Zentrum für Aktuelle Musik e.V. Er kuratiert internationale Konzertreihen (Reconstructing Song, Reverse Exotism, Outskirts) im Bereich aktueller und zeitgenössischer Musik, konzipiert Festivals (Invocation, Night of Surprise, Digging the Global South) und Konferenzen sowie künstlerisch-pädagogische Projekte und lokale kulturpolitische Initiativen.

(Stand: 2017)

Fernando Godoy

FERNANDO GODOY ist Tonkünstler und Produzent mit Sitz in Valparaiso. Seine Arbeit konzentriert sich auf Klangforschung und Zuhören als Erfahrung und soziales Phänomen. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Direktor des Tsonami-Festivals. Als Künstler hat er Radioarbeiten, Klanginstallationen, experimentelle Kompositionen, Klangperformances und Webprojekte produziert und ist in Chile, Peru, Kanada, Kolumbien, Estland, Italien, Australien, Griechenland und Deutschland aufgetreten. Derzeit ist er Direktor des Tsonami Sound Art Festival, Direktor des B.A.S.E. Tsonami Sound Art Center, Co-Kurator der Sala BASE Sound Art Gallery, Mitherausgeber des Sound Art and Culture Magazine AURAL, künstlerischer Leiter von Radio Tsonami, Herausgeber des Labels Tsonami Records und der Plattform Audiomapa.

(Stand: 2020)

Joel Suárez Gómez

JOEL SUÁREZ GÓMEZ wurde 1988 in Holguín, Kuba, geboren. Er machte seinen Ab-schluss an der Escuela Nacional de Ballet de La Habana und wurde Teil des Nationalen Balletts von Kuba (BNC), später der Kompanie Danza Contemporánea de Cuba (DCC). Als bildender Künstler wurde er zur elften Bienal de Artes Plásticas de La Habana eingeladen. Seit 2013 lebt Gómez in Berlin, wo er persönliche Projekte und Praktiken entwickelt und mit Sasha Waltz & Guests, Mouvoir (Stephanie Thiersch) und anderen Künstler*innen auf der ganzen Welt zusammenarbeitet. Er ist Teil der aufstrebenden Gruppe für ‚Present Time Composition‘, einer von Allan Bern für Musiker*innen entwickelten Improvisationsmethode. Interdisziplinäre Kollaborationen, neue performative Praktiken, Analyse, Gemeinschaft, Recycling, Freundschaft sind Schlüsselbegriffe, die seine künstlerischen Interessen definieren.

(Stand: 2021)

Muriel González Athenas

MURIEL GONZÁLEZ ATHENAS ist promovierte Historikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitet zu den Schwerpunkten Geschlechtergeschichte, Geschichte der Arbeit und Kulturgeschichte des Wirtschaftens, Kartographische Konstruktion Europas, Feministische Epistemologie und Methoden. Diese Themen bearbeitet sie nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch. Sie hat unter anderem Werke zur Geschichte der Handwerkerinnen in der Frühen Neuzeit und einen Sammelband mit Studierenden zur Geschichte des Feminismus herausgegeben: Feminismus in historischer Perspektive. Eine Reaktualisierung, Bielefeld 2014. Sie ist Herausgeberin der spanischen Neuauflage des SCUM Manifests (Valerie Solanas: Society for Cutting Up Men). Zur Zeit forscht sie zu Karten und die Genese des eurozentristischen Europabildes.

(Stand: 2020)

Avery F. Gordon

AVERY F. GORDON ist Professorin für Soziologie an der University of California in Santa Barbara sowie Visiting Professor an der Birkbeck School of Law, University of London. Sie ist Autorin verschiedener wissenschaftlicher Aufsätze und Monografien, darunter zuletzt The Hawthorn Archive: Letters from the Utopian Margins (2017) und Ghostly Matters: Haunting and the Sociological Imagination (2. Aufl. 2008). Im Rahmen der dOCUMENTA 13 entwickelte sie in der Reihe 100 Notes, 100 Thoughts gemeinsam mit der Künstlerin Ines Schaber die Notizen für den Breitenau-Raum von The Workhouse (2012).

(Stand: 2018)

© Michelle Steinkühler

Alicia Gorny

ALICIA GORNY ist dieses Jahr Mutter geworden und ist derzeit Promotionsstipendiatin der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets. Dort verfolgt sie ihr Dissertationsvorhaben Die Unorganisierbaren. Weibliche Gewerkschaftsarbeit in der Bekleidungsindustrie. Ihren MA in Geschichte und Gender Studies schloss sie 2018 an der Ruhr-Universität Bochum mit der Abschlussarbeit Unsichtbare Motoren. Die Fraueninitiative Hattingen während des Hüttenstreiks 1986/87 ab. Am LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen ist sie weiterhin damit beauftragt, eine Führungskonzept unter besonderer Berücksichtigung von Gender-Aspekten zu erarbeiten. Ihre BA Arbeit widmete sich dem Zusammenhang von Alkoholismus, Gewalt und Männlichkeit im Militär. Zwischen 2009 und 2013 studierte sie Film/Regie.

(Stand: 2020)

Ahmad Gossein

AHMAD GHOSSEIN (* 1981 in Beirut) ist Künstler und Filmemacher. In seinen von dokumentarischem Material ausgehenden Arbeiten kombiniert er Videokunst, Installationen und Fotografie. Seine Werke waren in zahlreichen Museen zu sehen, darunter im Museum of Modern Art in New York, im Oslo Kunstforening, im Nam June Paik Art Center in Südkorea sowie auf bedeutenden Filmfestivals wie der Berlinale, bei den Filmfestspielen in Cannes oder beim Dubai Film Festival.

(Stand: 2018)

Miriam Gossing

Als Regisseurinnen-duo haben Miriam Gossing und Lina Sieckmann mehrere Kurzfilme auf 16-mm-Film produziert, in denen urbane und private Architektur, hyperinszenierte Umgebungen, subkulturelle Individuen und der Begriff des Begehrens untersucht werden - wobei sie dokumentarische Bilder mit Fiktion und Found Footage kombinieren.

Ihre Filme wurden mit zahlreichen Förderungen und Stipendien ausgezeichnet und werden international auf Filmfestivals und in Kunstinstitutionen gezeigt (u.a. Internationales Filmfestival Rotterdam, Edinburgh International Film Festival, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Anthology Film Archives New York City, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart Berlin).

Seit 2019 veranstalten sie gemeinsam mit Lara Levi Nickel Blonde Cobra - Festival for Queer and Experimental Cinema in Köln, ein multidisziplinäres Festival für Film, Performance, Theorie und Musik. Derzeit arbeiten sie an ihrem ersten hybriden Spielfilm Sirens Call mit dem ZDF - Das Kleine Fernsehspiel über eine Subkultur von Meer-Wesen in Portland, Oregon (USA).

Sie leben und arbeiten in Köln.

2009-2015 Kunsthochschule für Medien Köln, bei Prof. Matthias Müller, Prof. Phil Collins, Prof. Sophie Maintigneux, Prof. Marie Luise Angerer, Prof. Johannes Wohnseifer
Seit 2012 Kollaboration als Regisseurinnen-duo Gossing / Sieckmann
2015 Diplom mit Auszeichnung
2016-2017 Düsseldorfer Kunstakademie, Klasse Prof. Rita Mc Bride

(Stand: 2024)

Film Still: Xaraasi Xanne (Crossing Voices)/Raphaël Grisey und Bouba Touré/2022

Raphaël Grisey

RAPHAËL GRISEY, geboren 1979, lebt in Berlin. Grisey setzt sich in seinen filmischen, redaktionellen und fotografischen Arbeiten mit Erinnerungspolitik, Architektur, Migration und Landwirtschaft auseinander (u.a. die Filme Prvi Deo, Red Star 2006 mit F. Lazar; Cooperative, 2008; The Exchange of Perspectives; Minhocão, 2011; Amor e Progresso, 2014; Remanescentes 2015).

BOUBA TOURÉ, 1948-2022, lebte in Paris und Somankidi Coura, Mali. In Frankreich lebte er ab 1965 im Foyer Pinel und arbeitete bis 1969 in der Metallfabrik Chausson. Er studierte an der Universität Vincennes und war Filmvorführer im Cinema 14 Juillet und im L'entrepôt, Paris. Seit den 1970er Jahren ist er Fotograf und dokumentiert das Leben und die Konflikte von Wanderarbeiter:innen und Bauern in Frankreich und Mali. Touré war 1977 Mitbegründer der Kooperative von Somankidi Coura. Im Jahr 2015 veröffentlichte er das Buch Notre case est à Saint Denis, Xérographes Publishers. Seit den 1980er Jahren stellt Touré seine Werke aus und hält Vorträge in Vereinen, Foyers und in letzter Zeit auch in Kunstinstitutionen. Sein fotografisches Werk wurde unter anderem bei den Bamako Encounters 2019 und bei der Hamburger Fotografie-Triennale 2022 präsentiert.

Seit 2006 arbeiten Touré und Grisey an gemeinsamen Projekten, seit 2015 unter dem Titel Sowing Somankidi Coura. A Gernative Archive. Daraus entstanden verschiedene Workshops, Film- und Theaterproduktionen z.B. mit der Theatergruppe Kaddu Yaraax in den Jahren 2017 und 2019, sowie Publikationen und Texte, wie Sowing Somankidi Coura. A Generative Archive (2017, Archive Books) Ihre Arbeiten wurden u.a. beim Kàddu Yaraax Theatre Forum Festival (SN) gezeigt, Kunsthall Trondheim (NO), Archive Kabinett, Savvy Contemporary, HKW, Neuer Berliner Kunstverein (DE), Den Fries (DK), 9th Contour Biennale (BE), Parco Arte Vivente (IT), Un Lieu pour Respirer, Centre Pompidou (FR), Dhaka Art Summit (BD), Open Justice (CA) und in der Konsthall Göteborg (SE) gezeigt. Ihr langer Spielfilm Xarassi Xanne - Crossing Voices wurde 2022 unter anderem beim Festival du Réel und beim Toronto Hotdocs Festival ausgezeichnet.

(Stand: 2023)

Yoeri Guépin

YOERI GUÉPINs künstlerische Praxis umfasst Installationen, (Vortrags-)Performances und kollaborative Forschungsprojekte, in denen er Archivmaterialen mit neuen Kontexten versieht. Seine Arbeiten waren zu sehen im ENSAPC YGREC, Paris, im Ormston House, Limerick, und im TENT Rotterdam. Darüber hinaus war er mit seinen Vorträgen in diversen Einrichtungen zu Gast.

(Stand: 2018)

Ayşe Güleç

AYŞE GÜLEÇ ist als forschende Aktivistin und Kulturarbeiterin in selbstorganisierten Initiativen in den Bereichen Migration, Postkolonialismus, Anti-Rassismus und Kunst wie z.B. in der Initiative 6. April und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ aktiv. Sie war als Community Liaison im Artistic Director Office der documenta 14 in Kassel tätig. Ayşe Güleç studierte Sozialpädagogik an der Universität Kassel und begann ab 1998 im Kulturzentrum Schlachthof im Bereich Migration und (inter-)kulturelle Bildung zu arbeiten. Sie entwickelte den documenta 12 Beirat und war Mitglied der Maybe Education Gruppe der documenta 13.

(Stand: 2019)

Kübra Gümüşay

KÜBRA GÜMÜŞAY ist Journalistin, Bloggerin und Referentin. Als freie Autorin schreibt sie für Die Zeit, Zeit Campus, die taz und andere Medien. Sie referiert zu den Themen Politik, Islam, Rassismus, Feminismus und Social Media an Universitäten, auf Konferenzen und in Presse, Radio und TV. Zudem arbeitet sie als Social-Media-Beraterin an der Saïd Business School der University of Oxford.
Aktuell ist sie Botschafterin gegen Rassismus der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Ihr Blog Ein Fremdwörterbuch wurde 2011 für den Grimme Online Award nominiert. Sie lebt zurzeit in Oxford, Großbritannien.

(Stand: 2016)

Xiaolu Guo

XIAOLU GUO wurde 1973 in China geboren. Derzeit lebt sie in London und New York und ist Writer in Residence an der Columbia University. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Lyrikbände, Kurzgeschichten, filmtheoretische Schriften und Romane. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist Guo eine preisgekrönte Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen. Stadt der Steine (2005) ist der erste ihrer Romane, der in deutscher Übersetzung erschien. Die englische Ausgabe des Buches (Village of Stones, 2004) wurde im April 2005 für den Foreign Fiction Prize der Zeitung The Independent nominiert. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit Kleines Wörterbuch für Liebende (2008). Zuletzt wurden in deutscher Sprache ihr Roman Ich bin China (2014) und ihre Autobiographie Es war einmal im fernen Osten (2018) veröffentlicht, die in englischer Ausgabe mit dem National Books Critics Circle Award 2017 ausgezeichnet wurde.

(Stand: 2020)

© Mark Sommerfeld

Abeer Gupta

ABEER GUPTA ist Leiter der Krishnakriti Foundation in Hyderabad und der Achi Association India. Er führte Regie in mehreren Dokumentarfilmen und kuratierte Kunst-, Bildungs- und Medienprojekte. Als Regisseur realisierte er unter anderem A Day’s Job (2006), ein dokumentarischer Kurzfilm, und übernahm die Produktionsleitung für Siddharth, the Prisoner (2007), bei dem es sich um ein Fiction Feature handelt, welches durch den Critic’s Choice Award der zweiten Asia Pacific Screen Awards (APSA) in Australien 2008 ausgezeichnet wurde. Der Darsteller Raja Kapoor wurde für diesen Film ebenfalls mit dem Best Actor Award des 10th Osian’s Cinefan Festival of Asian and Arab Cinema im Jahr 2008 ausgezeichnet.
2010 erhielt Gupta ein Stipendium vom Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg mit dem Thema „Circulation of Popular Images and Media in Muslim Religious Spheres“. 2011 wurde er mit dem Early Career Film Fellowship des Centre of Media and Cultural Studies des Tata Institut of Social Sciences (Mumbai) ausgezeichnet und er begann die Dokumentation mündlicher Überlieferungen, zeitgenössischer Materialien und visueller Kultur des Islam im westlichen Himalaja.
Abeer Gupta war in mehreren Gruppenausstellungen beteiligt unter anderem: Project Cinema City (NGMA India, 2012), Fibre Fables (The Stainless Gallery, New Delhi, 2015) and Witness to Paradise (Singapore Biennale, 2016). Er co-kuratierte Atoot dor: Unbroken Thread: The Banarasi Brocade Sari at Home and in the World (National Museum, New Delhi, 2016) und kuratierte Old Routes, New Journeys II (Indira Gandhi Rashtriya Manav Sangrahalaya, Bhopal, 2017), Graphic Storytelling in India (KNMA, New Delhi, 2018) und Urban Frames, Visual Practices and Transitions (Hyderabad City, 2019).
Neben seiner filmischen und künstlerischen Tätigkeit ist er als Lehrender tätig und lehrte beispielsweise am National Institute of Design (Ahmedabad) und an der Ambedkar University (Delhi). Er veranstaltete außerdem Vorlesungen an der School of Art and Aesthetics, JNU (Delhi). Abeer erforscht die Historie des westlichen Himalaja anhand mündlicher Überlieferungen, der materiellen Kultur und visuellen Archiven. Er publizierte unter anderem The Visual and Material Culture of Islam in Ladakh (2014), Discovering the Self and Others in Jammu, Kashmir and Ladakh (Sage, 2014) and A Sense of Place: Islam in the Western Himalaya (Marg, 2018). Gupta erwarb den Masterabschluss im Feld visueller Anthropologie am Goldsmith College London.

(Stand: 2020)

Shilpa Gupta

SHILPA GUPTA (geboren 1976 in Indien) lebt und arbeitet in Mumbai. Für ihre Kunstwerke nutzt sie Objekte, Fotografien, interaktive Videos und Klänge. Gupta beschäftigt sich mit der menschlichen Wahrnehmung und erforscht in ihren Arbeiten, wie Objekte definiert werden – von Orten, Menschen oder Erfahrungen. Ihre Werke beschreiben die Grauzonen, in denen sich diese Definitionen manifestieren: Grenzen, Bezeichnungen oder Vorstellungen von Zensur und Sicherheit. Gupta studierte Bildhauerei an der Sir J. J. School of Art in Mumbai und stellte bereits in zahlreichen Einzelausstellungen aus, u.a. am Museum voor Moderne Kunst in Arnheim, dem Contemporary Arts Center in Cincinnati, dem Offenen Kulturhaus Oberösterreich in Linz oder dem Arnolfini in Bristol. Zudem nahm sie an den Biennalen von Venedig, Berlin, Kochi, Lyon, Gwangju, Havana, Yokohama und Liverpool teil. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Museen ausgestellt, so etwa dem MoMa, Tate Modern, Centre Pompidou, Solomon R. Guggenheim Museum, New Museum, Devi Art Foundation, Louisiana Museum of Modern Art, San Fransisco Museum of Modern Art und dem Mori Museum. Im Jahr 2021 werden ihre Werke in Einzelausstellungen im Mukha in Antwerpen, Barbican in London und der Dallas Contemporary zu sehen sein.

(Stand: 2021)

Rupali Gupte

RUPALI GUPTE ist eine Architektin und Urbanistin. Sie ist Mitbegründerin und Dozentin der School of Environment and Architecture in Mumbai.

(Stand: 2021)

Lütfiye Güzel © Ben Knabe

Lütfiye Güzel

LÜTFIYE GÜZEL, 1972 in Duisburg geboren und zwischen Ruhrgebiet und Berlin unterwegs, ist Dichterin und bringt seit 2014 Gedichte und Kurzprosa unter ihrem eigenen Label go-güzel-publishing heraus. Sie leitet Poetry-Workshops und ist Jury-Mitglied bei den Bundeswettbewerben in Berlin (Treffen junger Autor*innen).
2017 wurde Lütfiye Güzel mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Das neue Buch nahezu nichts gelingt erschien im März 2020. „Wenige Worte, die aber so hängen bleiben, dass danach wenig bleibt, wie es war. Große Hoffnung, ja. Aber fragil“(Pressetext: Lange Buchnacht Berlin Kreuzberg)

(Stand: 2020)

H

Kien Nghi Ha

KIEN NGHI HA ist Fellow am Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien der Universität Bremen und freier Kurator. An der New York University sowie den Universitäten Heidelberg und Tübingen hatte er verschiedene Forschungsstellen inne. Darüber hinaus war er im Haus der Kulturen der Welt, dem Hebbel am Ufer und der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin kuratorisch tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind postkoloniale Kritik, Migration und die asiatische Diaspora. Seine jüngste Monografie Unrein und vermischt (transcript, 2010) wurde mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2011 ausgezeichnet.

(Stand: 2016)

Ayesha Hameed

AYESHA HAMEED befasst sich in ihrer recherche- und performancebasierten Arbeit mit Grenzen und Migration, Critical Race Theory und den visuellen Kulturen des Black Atlantic. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem im ICA London, im Haus der Kulturen der Welt und im Kunstraum Niederösterreich gezeigt. Als Wissenschaftlerin lehrt und forscht sie derzeit am Goldsmiths, University of London.

(Stand: 2019)

Jan Peter Hammer

Der Künstler und Filmemacher JAN PETER HAMMER (*1970 in Kirchheim unter Teck) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke wurden international gezeigt, darunter The Beast and the Sovereign im MACBA, Barcelona & Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (2015); Toys Redux – On Play and Critique im Migros Museum, Zürich; Without Reality There Is No Utopia, CAAC – Centro Andaluz de Arte Contemporaneo, Sevilla (2011).

(Stand: 2017)

Stefano Harney


STEFANO HARNEY und Fred Moten sind die Autoren von The Undercommons: Fugitive Planning and Black Study (2013) und All Incomplete (2020), beide bei Minor Compositions/Autonomedia erschienen. Stefano ist Professor für Transversale Ästhetik an der Kunsthochschule für Medien Köln. Fred lehrt an der New York University in den Abteilungen für Performance Studies und Vergleichende Literaturwissenschaft. Sie sind seit fast vierzig Jahren Freunde und Schreibpartner.

(Stand: 2022)

Foto: Kinda Hassan

Kinda Hassan

Die libanesische Multimedia-Künstlerin KINDA HASSAN arbeitet unter anderem mit Video und Sound. Ihre Werke waren auf einer Reihe lokaler und internationaler Festivals und in Kunstgalerien zu sehen, unter anderem beim Transmediale in Berlin, im MuCEM, Marseille, im Kunstzentrum La Maréchalerie in Versailles, im mumok in Wien, im Arthouse-Kino Zawya, Kairo, bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, im Anthology Film Archives in New York, beim Werkleitz Festival in Halle, im Kulturzentrum Casa Árabe mit Sitz in Madrid und Cordoba, am Metropolis Cinema in Beirut, im Kunstzentrum Al Riwaq in Bahrain sowie beim City of Women in Ljubljana. Hassan schloss 2007 ihren Master in Fine Arts an der Académie Libanaise des Beaux Arts (ALBA) sowie 2018 ihren Master in Sound Design an der Ecole Supérieure des Beaux Arts (ESBA) ab.

2021–2022 war Kinda Hassan gemeinsam mit Mohammad Shawky Hassan Artist-in-Residence der Akademie der Künste der Welt. Kinda Hassan und Mohammad Shawky Hassan lernten sich im Sommer 2017 in Kairo kennen und begannen im Dezember 2018 mit der gemeinsamen Arbeit am Klangkonzept des Films Shall I Compare You in a Summer's Day?. Mit arabischen Volksmärchen als formaler Referenz und ägyptischer Popmusik als primärem Soundquelle ist Shall I compare You to a Summer's Day? eine queere zeitgenössische Interpretation von Tausendundeine Nacht. Das Projekt besteht aus einem recherchebasierten Essayfilm sowie einer Publikation und versucht, die Grenzen popkultureller Genres wie Musikvideos, Musiktheater und Fernsehserien zu erweitern. Dabei soll erforscht werden, wie - ausgehend von traditionellen Formen des Storytelling und sprachlichen Normen, die tief in der arabischen Populärkultur verwurzelt sind - die Geschichte eines queeren Liebespaar erzählt werden kann.

(2022)

Foto: Mohammad Shawky Hassan

Mohammad Shawky Hassan

Mohammad Shawky Hassan, ägyptischer Filmemacher und Videokünstler, studierte Philosophie, Filmregie und Filmwissenschaften an der American University in Kairo, der Academy of Cinematic Arts & Sciences und an der Columbia University. Sein Film And on a Different Note (2015) wurde im Forum Expanded der Berlinale uraufgeführt und ist zurzeit Teil der permanenten Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Gezeigt wurden seine Arbeiten unter anderem im Haus der Kulturen der Welt (HKW), MuCEM und Sursock Museum, beim Sheffield DocFest und im Contemporary Image Collective (CIC). Für 2020–2021 erhielt er ein Stipendium des Braunschweig Projects-Förderprogramms der Hochschule für Bildende Künste (HBK). Zudem lehrt er am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität.

2021–2022 war Mohammad Shawky Hassan gemeinsam mit Kinda Hassan Artist-in-Residence der Akademie der Künste der Welt. Kinda Hassan und Mohammad Shawky Hassan lernten sich im Sommer 2017 in Kairo kennen und begannen im Dezember 2018 mit der gemeinsamen Arbeit am Klangkonzept des Films Shall I Compare You in a Summer's Day?. Mit arabischen Volksmärchen als formaler Referenz und ägyptischer Popmusik als primärem Soundquelle ist Shall I compare You to a Summer's Day? eine queere zeitgenössische Interpretation von Tausendundeine Nacht. Das Projekt besteht aus einem recherchebasierten Essayfilm sowie einer Publikation und versucht, die Grenzen popkultureller Genres wie Musikvideos, Musiktheater und Fernsehserien zu erweitern. Dabei soll erforscht werden, wie - ausgehend von traditionellen Formen des Storytelling und sprachlichen Normen, die tief in der arabischen Populärkultur verwurzelt sind - die Geschichte eines queeren Liebespaar erzählt werden kann.

(2022)

© Katja Ruge

Alice Hasters

ALICE HASTERS wurde 1989 in Köln geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Journalismus in München und arbeitet u.a. für die Tagesschau und den RBB. Im September 2019 erschien ihr Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten bei hanserblau. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur.

(Stand: 2020)

Emma Haugh

EMMA HAUGH ist Bildende Künstlerin und Pädagogin mit Lebensmittelpunkt in Dublin und Berlin. Sie befasst sich in ihrer künstlerischen Praxis mit der Repräsentation des Begehrens sowie der Erforschung kultureller Strukturen (architektonisch, sprachlich, sexuell und pädagogisch) von einem queer-feministischen Standpunkt aus. Seit 2015 bildet Emma Haugh gemeinsam mit Suza Husse das künstlerisch-kuratorische Kollektiv The Many Headed Hydra.

(Stand: 2018)

Lydia Hauth

LYDIA HAUTH, Ethnologin, arbeitet seit 2014 sie am GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Als Volontärin und wissenschaftliche Mitarbeiterin koordinierte und kuratierte sie mehrere Sonderausstellungen der Reihe Grassi invites.

(Stand: 2018)

Ramon Haze

Die Figur des Sammlers und Kunstdetektivs RAMON HAZE wurde 1997 von den Künstlern Andreas Grahl und Holmer Feldmann „entdeckt“. Seitdem rekonstruieren die beiden seine Kunstsammlung, die „Der Schrank“ genannt wird. Von Marcel Duchamp über Andreas Baader bis hin zu Jeff Koons umspannt die Kollektion nahezu 100 Jahre der Kulturgeschichte.

(Stand: 2017)

Nanna Heidenreich

NANNA HEIDENREICH (*1970) ist Professorin für Transkulturelle Studien an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie ist Medien- und Kulturwissenschaftlerin sowie Kuratorin für Film, Video sowie politische und theoretische Interventionen. Zu ihren kuratorischen Arbeiten zählen Forum Expanded auf der Berlinale (2008-2017), HKW (2016/17), Hotspots. Migration und das Meer, ADKDW, 2019. Ihr jüngstes Projekt war Auslaufende Umwelten, welches zusammen mit Marcus Held für den Kunstverein D21 in Leipzig entworfen wurde. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören postkoloniale Medientheorie, kritische Migrationsstudien, Bildpolitik, Kunst & Aktivismus, Queer Cinema, ozeanische Perspektiven und zuletzt der Diskurs über sogenannte invasive Arten. Sie lebt in Wien und Berlin.
nannaheidenreich.net.

(Stand: 2022)

Ágnes Heller

ÁGNES HELLER ist eine ungarische Philosophin und Holocaust-Überlebende. Sie war eine der Schlüsselfiguren der Budapester Schule, eines vom Philosophen Georg Lukács in den frühen 1960er-Jahren gegründeten Forums zur Erneuerung der marxistischen Kritik angesichts des in Ungarn real existierenden Sozialismus. Heller emigrierte 1986 nach New York, wo sie im selben Jahr Hannah Arendts Nachfolgerin am Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research wurde. Sie ist Autorin zahlreicher einflussreicher Bücher, darunter Das Alltagsleben (Suhrkamp 1981), Theorie der Bedürfnisse bei Marx (Vsa 1987) und Ist die Moderne lebensfähig? (Campus 1995). Zuletzt erschien der Band Von der Utopie zur Dystopie: Was können wir uns wünschen? (Edition Konturen 2016). Heller lebt in New York und Budapest.

(Stand: 2017)

Stefan Helmreich

STEFAN HELMREICH ist Anthropologe am MIT, Massachusetts Institute of Technology. In seinem vielfach ausgezeichneten Buch Alien Ocean (2009) begleitet er Meersbiolog*innen, die die Tiefsee erforschen. In einem neuen Buchprojekt befasst er sich mit der Forensik und der Medialität von Wellen und deren Messungen in Zeiten des Klimawandels.


(Stand: 2019)

Louis Henderson

Der Filmemacher LOUIS HENDERSON (*1983 in Norwich, GB) setzt sich in seinen Werken mit den Verbindungen zwischen Kolonialismus, Technologie, Kapitalismus und Geschichte auseinander. Seine Arbeiten waren u.a. auf dem Rotterdam International Film Festival, dem Doclisboa, dem CPH:DOX, dem New York Film Festival, der Contour Biennale, der Kiev Biennale und in der Tate Britain zu sehen. Er lebt und arbeitet in Lissabon und Paris.

(Stand: 2016)

Daniel Hendrickson

DANIEL HENDRICKSON ist Übersetzer, Musiker und Mitglied der Künstlergruppe CHEAP. Er lebt und arbeitet in Berlin.

(Stand: 2022)

Corazon Herbsthofer

Foto: Steph Martyniuk

Sheila Heti

SHEILA HETI, geboren 1978 in Toronto, wo sie heute noch lebt, ist die Autorin des internationalen Bestsellers Wie sollten wir sein? (dt. 2014), der ein Generationenbuch für die Millenials wurde. Mit Leanne Shapton und Heidi Julavits verfasste sie Frauen und Kleider (dt. 2015), ebenfalls ein programmatischer Band mit Texten, Bildern und zahlreichen Interviews zum Thema Frauen und Mode. Sie schreibt u.a. für den New Yorker und die New York Times; ihr vielfältiges Werk, vom Drama bis zur Bühnenshow, vermischt auf raffinierte Weise Elemente von Kunst, Autobiografie und Journalismus. Die New York Times listete sie unter den 15 bedeutsamsten Frauen, die bestimmen, wie wir im 21. Jahrhundert Literatur lesen und schreiben werden.

(Stand: 2021)

Tatiana Heuman

TATIANA HEUMAN arbeitet als Musikerin und Produzentin. Ihre individuelle Herangehensweise an die musikalische Produktion gründet sich im Wesentlichen auf ein freies, intuitives und experimentelles selbst geschaffenes Territorium, in dem Genres und Bezeichnungen fließend und in ständiger Veränderung begriffen sind. Nach zwei EPs, die 2014 und 2016 veröffentlicht wurden, erschien im August 2018 ihr erstes Album QEEI, das auf dem New Yorker Label Astro Nautico veröffentlicht wurde. Sie tourte durch Europa, die USA, Mexiko und Südamerika. Ihre Soloarbeiten und Kollaborationen wurden an Orten und Festivals wie Mutek Buenos Aires, Volta Festival, MONOM Funkhaus, Tauron Nowa Muzyka Festival, Heroines of Sound, MACBA, HeK Basel, CTM Festival, Alice Chp, Sophiensæle, Het Zuidelijk Toneel und Casino Luxembourg präsentiert. Ihre ästhetische Sprache wird durch die Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Kunstsparten bereichert, die an Sounddesign und Musikkomposition für Filme und darstellende Kunst arbeiten. 2018 beginnt Tatiana die Zusammenarbeit mit der Performerin und Choreografin Olivia Hyunsin Kim. Im Jahr 2019 arbeitete sie für Kunstradio mit Florencia Curci und Anna Raimondo an dem Stück Neither God, nor Master or Husband, das die feministische Bewegung in Buenos Aires thematisiert. Tatiana entwickelt aktiv eine Reihe von Musikproduktionslabors und -workshops mit dem Prinzip, das Hören und die Audioverarbeitung als Ausdrucksmittel zu verstehen. Sie ist Teil der Gemeinschaften #VIVAS (weibliche* Klangplattform), TRRUENO und female:pressure. Tatiana Heuman studierte Tanz, Körperlichen Ausdruck (UNA), Erweiterte Musik (UNSAM) in Argentinien.

(Stand: 2020)

Sandi Hilal

Sandi Hilal (geboren in Palästina) ist als Architektin in Bethlehem tätig. Sie ist Beraterin für UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für die Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten), Gastprofessorin am Al-Quds/Bard College, Palästina, sowie Gründungsmitglied von DAAR und „Campus in Camps“.
Sie ist Ko-Autorin verschiedener Forschungsarbeiten, u.a. „Stateless Nation“ mit Alessandro Petti und „Border Devices“ mit Multiplicity, die international veröffentlicht und ausgestellt werden.

2013 war sie mit Alessandro Petti Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Foto: Miguel Hilari

Miguel Hilari

MIGUEL HILARI (1985 in Hamburg geboren) ist Filmemacher aus La Paz, Bolivien. Seine Filme thematisieren Spannungen zwischen Stadt und Land, Migration, kolonialer Geschichte und indigener Kultur. Sie wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Außerdem organisiert Hilari Filmworkshops in Schulen.

(Stand: 2022)

Dirk Hildebrandt

DIRK HILDEBRANDT ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln. Er hat Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn, Paris und Basel studiert, und sich mit einer Arbeit über das Verhältnis von Werk und Praxis in Allan Kaprows Kunst promoviert. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte gelten künstlerischen Publikationsstrategien in der Moderne und Gegenwart, den Netzwerken der europäischen Nachkriegskunst, und der Auseinandersetzung mit der globalisierten Situation der Gegenwartskunst.

(Stand: 2021)

Felicia Angélique Hilgert

FELICIA ANGÉLIQUE war in der Wirtschaft tätig bevor sie 2015 in die Pädagogik wechselte und dann als Erzieherin bei Sankofa e. V. arbeitete. Seit fünf Jahren singt sie im ComChor unter der Leitung von Dr. Dr. Daniele Daude. September 2020 begann Ihr Studium Musikpädagogik und Soziale Arbeit an der FH Clara Hoffbauer in Potsdam mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit und Resilienz. Felicia Angélique aka Feelicia.Sunflower ist Teil des Fasia Jansen Ensemble - für sie eine Herzensangelegenheit.

(Stand: 2020)

Foto: Katja Illner

Max Jorge Hinderer Cruz

MAX JORGE HINDERER CRUZ ist ein bolivianisch-deutscher Kurator und Kulturkritiker. Von März 2019 bis Juni 2020 war er Direktor des Nationalen Kunstmuseums (Museo Nacional de Arte, MNA) in La Paz, wo er das Programm für Dekoloniale Studien in der Kunst (Programa de Estudios Descoloniales en Arte, PED) des Museums gründete und für eine historische Veränderung des institutionellen Profils verantwortlich war. Seine Arbeit am Museum wurde vom Internationalen Komitee für Museen und Sammlungen Moderner Kunst (CIMAM) anerkannt und als Referenz für die internationale Museumsgemeinschaft in den Bereichen soziale Inklusion und Bildung bezeichnet.

Arbeit als Kurator (Auswahl): von 2008 bis 2011 war er Kurator des Ausstellungs- und Publikationsprojekts Principio Potosí (Museo Reina Sofía, Madrid/Haus der Kultur der Welt, Berlin/MNA und MUSEF La Paz - mit Alice Creischer und Andreas Siekmann). Von 2014 bis 2016 war er Koordinator von P.A.C.A. (Program of Autonomous Cultural Actions) und Seminário Público Micropolíticas in São Paulo (mit Suely Rolnik, Amilcar Packer und Tatiana Roque). Mit Paul B. Preciado, Margarita Tsomou und Nelli Kambouri organisierte er zwischen 2016 und 2017 die Apatride Society als Teil des Veranstaltungsprogramms der Documenta14 in Athen und Kassel. 2017 wurde er von der Pan African Space Station/Chimurenga eingeladen, einen Teile ihres Projekts Angazi, but I'm sure. im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt zu programmieren.

Hinderer Cruz ist Autor des Buches Hélio Oiticica and Neville D'Almeida: Block-Experiments in Cosmococa - program in progress (Afterall Books/MIT Press, 2013 - mit Sabeth Buchmann) und u.a. Herausgeber von Kunst und Ideologiekritik nach 1989/Art and Ideology Critique After 1989 (Verlag der Buchhandlung Walther König/Kunsthaus Bregenz, 2013 – with E. Birkenstock, et al.). Zuletzt erschien von Hinderer Cruz LA DEUDA CON LA BELLEZA. Textos 2019-2021 (PCP Programa Cultura Política, La Paz, 2022).

Seine Texte und seine Kulturkritik wurden auf Spanisch, Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Französisch in verschiedenen Formaten in Katalogen, Zeitschriften und internationalen Zeitungen in Europa, Afrika, den USA und Lateinamerika veröffentlicht. Hinderer Cruz veröffentlicht regelmäßig Essays in der bolivianischen Zeitung La Razón.

Hinderer Cruz war 2016 Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW) und ist seit 2018 aktives Mitglied. Von 2022-2023 war er künstlerischer Leiter der ADKDW.

Helmut Höge

HELMUT HÖGE ist Journalist und Autor. Er schreibt über Tiere – unter anderem als Kolumnist und ‚Aushilfshausmeister‘ bei der taz – und über eine nicht an Darwin ausgerichtete Biologie. Oft geht es dabei um Symbiosen und Zusammenhänge, Aufgesammeltes und Gut-Zugehörtes. Zuletzt erschien sein Buch Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (2018).

(Stand: 2019)

Foto: Tim Holert

Tom Holert

TOM HOLERT arbeitet als unabhängiger Wissenschaftler und Kurator. Er ist Autor und Co-Autor verschiedener Bücher zu Themen wie der Politik des Bildes, dem Verhältnis von historischer und zeitgenössischer Kunst zur Wissensproduktion, der Ästhetik der Migration und den visuellen Kulturen der Kriegserziehung. Außerdem organisierte er Ausstellungen wie Neolithic Childhood. Art in a False Present, c. 1930 (mit Anselm Franke), und Education Shock. Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren, beide im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. 2012 wurde er als eines der Gründungsmitglieder in die Akademie der Künste der Welt berufen. Im Jahr 2015 war er Mitbegründer des Harun Farocki Instituts in Berlin. Zu seinen jüngsten Buchveröffentlichungen gehören Knowledge Beside Itself. Contemporary Art's Epistemic Politics (Sternberg Press, 2020), Politics of Learning, Politics of Space. Architecture and the Education Shock of the 1960s and 1970s (De Gruyter, 2021) und ca. 1972. Gewalt - Umwelt - Identität - Methode (Spector Books, 2022).

(Stand: 2022)

Songdam Hong

SONGDAM HONG ist ein politischer Aktivist und Bildender Künstler. Aufgewachsen in Gwangju/Südkorea, engagierte er sich 1980 in den Protesten gegen die Militärdiktatur von Chun Doo-hwan. Bekannt wurde er durch seine Holzschnittdrucke, die das brutale Vorgehen der Regierung gegen die Demonstrant*innen zeigen und so den traumatischen Erlebnissen einer ganzen Generation Ausdruck verleihen.
1983 gründete er gemeinsam mit anderen Aktivist*innen und Künstler*innen die People’s Art School in Gwuanju, die bis 1992 als eine Art politische und künstlerische Sommerakademie existierte. 1989 wurden er und weitere Vertreter*innen der Minjung-Bewegung wegen angeblicher Verletzung des National Security Act von der Südkoreanischen Regierung verhaftet. Amnesty International erklärte sie daraufhin zu ‚Gefangenen aus Gewissensgründen‘ und forderte Anfang der 1990er Jahre erfolgreich ihre sofortige Freilassung.
1996 beauftragte ihn die Regierung Südkoreas ein 42 Meter langes Wandbild für die Chonnam National University in Gwangju/Südkorea anzufertigen.

(Stand: 2020)

Sam Hopkins

SAM HOPKINS ist Künstler und Wissenschaftler und beschäftigt sich mit den Narrativen und Wahrheiten, die von verschiedenen Medien produziert und kodiert werden. Sein Arbeitsmittelpunkt ist Kenia. Von dort setzt er sich mit spezifischen Netzwerken auseinander, um autoritäre Machtnarrative im Kollektiv zu durchbrechen. Hopkins erforscht verschiedene Wege der Koproduktion von Kunstwerken als Gegenerzählungen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb von Galerien oder Museen entziffert werden können.

Hopkins hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, etwa den Biennalen von Lagos, Dakar, Posen und Moskau. Seine Werke wurden bereits in einer Vielzahl von Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem dem Dortmunder U, Kunstmuseum Bonn, Kunsthaus Bregenz, der Goodman Gallery und der Richard Taittinger Gallery. Hopkins’ Arbeiten sind Teil der Sammlungen des Smithsonian, des Museum Abteiberg und des Iwalewahauses. Im Jahr 2014 wurde er vom Foreign Policy Magazine zu einem der führenden Denker*innen weltweit gewählt. Derzeit ist Hopkins als Assistenzprofessor an der Kunsthochschule für Medien in Köln tätig und betreibt weiterhin seine Forschung in Nairobi.

(Stand: 2021)

© Hörner/Antlfinger

Hörner/Antlfinger

Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit in den 90er Jahren stehen kollaborative Prozesse im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Ute Hörner und Mathias Antlfinger. Ihre Installationen, Videos und Skulpturen handeln von Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Maschinen und eröffnen sowohl kritische Perspektiven auf veränderbare gesellschaftliche Konstrukte, als auch utopische Visionen eines gleichberechtigten Umgangs zwischen den Akteur*innen. Tiere treten in ihren Werken als Individuen, mit eigenen Interessen, Fähigkeiten und Wünschen in Erscheinung. Um ihre Geschichten zu erzählen, nutzen Hörner / Antlfinger Methoden der Multispezies-Ethnographie, welche die Verbundenheit und Untrennbarkeit von menschlichen und nichtmenschlichen Lebensformen anerkennen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen und Festivals präsentiert. Seit 2009 sind Hörner/Antlfinger Professor*innen für Medienkunst/Transmediale Räume an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). 2018 traten sie dem Minding Animals International Network bei. Hörner/Antlfinger leben und arbeiten in Köln.

Ute Hörner studierte Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Postgradiertenstudium Medienkunst, KHM Köln. Festivalleitung der Videonale 8 im Bonner Kunstverein. Seit 1990 Zusammenarbeit mit Mathias Antlfinger. Von 1998 – 2008 Professorin für Medienkunst an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle. Von 2009 – 2022 Professorin für Transmediale Räume/Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Seit 2023 Professorin für Multispecies Storytelling an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).

Mathias Antlfinger studierte Bildhauerei, Mathematik und Kybernetik an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart und Kunstkademie Düsseldorf. Zwischen 1989 – 92 Mitglied der Künstlergruppe Büro Bert. Seit 1990 Zusammenarbeit mit Ute Hörner. Gründungsmitglied von XObject Space, Raum für Kunst und Medien Düsseldorf. Seit 2009 Professor für Transmediale Räume/Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).

(Stand: 2024)

Ingvar Hornung

INGVAR HORNUNG organisiert und kooperiert gerne in selbstorganisierten Lesegruppen. Er trat 2018 der laufenden Lesegruppe der ADKDW als Teilnehmer bei und koordinierte und moderierte gemeinsam mit anderen 2019 die Lesegruppe Towards A Dirty Universalism. Die Lesegruppe organisierte darüber hinaus Workshops und kleine Vorträge, die auf den Austausch von Ideen und offenen Diskussionen basierten und weit über die gelesenen Texte hinaus reichten.

In 2020/2021 ist er Teil des Organisationsteams in der aktuellen Lesegruppe After Work.

(Stand: 2020)

Srećko Horvat

SREĆKO HORVAT ist ein Philosoph und Aktivist, der zu den zentralen Figuren der Neuen Linken im ehemaligen Jugoslawien zählt. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt Subversion! (Zero Books 2017), The Radicality of Love (Polity 2015) und gemeinsam mit Slavoj Žižek What Does Europe Want? (Columbia University Press 2014). Zusammen mit Yannis Varoufakis gehört er zu den Initiatoren des Democracy in Europe Movement 2025 (DiEM 2025). Er war ferner einer der Gründer des Subversive Festivals in Zagreb. Horvat war im Rahmen der PLURIVERSALE VI Ko-Kurator und Panel-Teilnehmer des Symposiums The Extreme Centre. Er lebt und arbeitet in Zagreb.

Im April/Mai 2017 war Srećko Horvat Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Martha Höschel

Sich im Kreise drehend und mit Blick über einen Hinterhof im Norden von Paris, arbeiten Martha H. und Salome G. daran, die Institutionalisierung eines sprachlichen Ausdrucks – des deutschen Wortes ‚man‘ – aufzudecken, das sie für einen Sprechakt halten, denn es prägt das Leben und die Gedanken der Menschen auf eine unglückliche Weise, wie die beiden Forscherinnen M. H. und S. G. bemerken.

(Stand: 2020)

Ranjit Hoskoté

RANJIT HOSKOTÉ, geboren 1969 in Mumbai, ist Dichter, Kunstkritiker, Übersetzer und Sekretär des indischen PEN-Clubs. Als weltweit anerkannter Kurator verantwortete er unter anderem die Gwangju Biennale (2008) sowie den indischen Pavillion bei der Biennale in Venedig (2011). Auf deutsch erschien zuletzt eine Neuauflage von Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen (2016, mit Ilija Trojanow).

(Stand: 2020)

Foto: Niklas Vogt

Banafshe Hourmazdi

BANAFSHE HOURMAZDI kommt aus dem Ruhrgebiet. Sie studierte Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und absolvierte anschließend das Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie entwickelte und spielte Stücke am Staatstheater Karlsruhe, am Theater Luzern, am Ballhaus Ost, gastierte mehrmals beim Körber Studio Junge Regie und beim Fast Forward Festival Staatstheater Braunschweig; weitere Stückentwicklungen am Ballhaus Naunynstraße Berlin, den Münchner Kammerspielen, Theater Oberhausen und den Sophiensaele Berlin. Für ihre Produktion Meine Nase läuft am Theater Drachengasse wurde sie 2015 mit dem Newcomer-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Für ihre schauspielerische Leistung in Futur Drei (Regie: Faraz Shariat) gewann sie 2019 den Götz-George-Nachwuchspreis bei den First Steps Awards. Bei der Berlinale 2020 ist sie vertreten mit einer Hauptrolle in Futur Drei und einer Nebenrolle in Kokon (Regie: Leonie Krippendorf). Sie lebt und arbeitet in Berlin und anderswo.

(Stand: 2020)

House of Melody

HOUSE OF MELODY ist das erste deutsche Voguing House und wurde 2012 von Mother Leo Melody gegründet. Neben regelmäßigen Kursen und Workshops in ganz Deutschland organisiert House of Melody Workshops, Panels, Session- und Tanz-Events mit internationalen Gästen u. a. im Tanzhaus NRW, im Schauspielhaus Düsseldorf, in den Sophiensælen und im HAU in Berlin.

(Stand: 2017)

Satch Hoyt

SATCH HOYT ist ein in Berlin lebender und arbeitender Komponist und bildender Künstler. Er hat unter anderem mit Grace Jones und dem Perkussionisten und Komponisten Stomu Yamashta zusammengearbeitet. Darüber hinaus spielte er Flöte auf Louise Bourgeois’ Album Otte und ist seit 2001 Flötist und Perkussionist der Band Burnt Sugar The Arkestra Chamber.

(Stand: 2016)

I

Integrationshaus e.V.

Als Neue Deutsche Organisation engagieren wir uns für eine postmigrantische Gesellschaft in einer demokratischen Republik. Oft sind wir im inländischen „wir“ nicht mit inbegriffen. Doch wir halten dagegen: Das ist auch unser Land. Das geht nicht ohne Widerstand, das geht nicht ohne Widerspruch. Innere und äußere, eigene und fremde widerständige Perspektiven, Bewegungen und Handlungen sind also immer da. Diese wahrzunehmen, ihnen Aufmerksamkeit zu geben, Position zu beziehen, sich solidarisch zu zeigen, nachfragen, neugierig bleiben - „panta rhei“ ist das Sinnbild für unser Tun. Das Integrationshaus e.V. wurde vor zehn Jahren von zwei Sozialarbeiterinnen in einer Privatwohnung gegründet. Wir haben als Migrant*innenorganisation begonnen und sind heute Mitglied im Netzwerk „Neue deutsche Organisationen". Wir setzen uns ein für gleiche Rechte für alle, für das Recht auf Desintegration, für eine solidarische Gesellschaft und für die Sichtbarkeit unterschiedlicher Lebensrealitäten. Wir arbeiten mit und für Menschen, deren Stimmen nicht genug gehört oder die zum Schweigen gebracht werden, wir haben eine klare antirassistische, feministische Position und wollen Strukturen verändern, um tatsächlich Raum für alle zu schaffen.

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Invernomuto

SIMONE BERTUZZI und SIMONE TRABUCCHI arbeiten seit 2003 als INVERNOMUTO zusammen. Ihre Filme, Skulpturen, Installationen oder Sonic Lectures erforschen in der Bewegung durch verschiedene Medien (sub-)kulturelle Unterströmungen und Resonanzen.

(Stand: 2019)

Mikolaj Iwanski

MIKOŁAJ IWAŃSKI ist Leiter der Abteilung für Geschichte und Kunsttheorie an der Fakultät für Malerei und Neue Medien der Kunstakademie in Stettin. Er studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften und promovierte über die Marktbedingungen für die Entwicklung zeitgenössischer Kunst in Polen. Zu seinen wissenschaftlichen Spezialgebieten gehören die Analyse des Kunstmarktes sowie soziale Determinanten der Kunst. Mikołaj Iwański lebt in Stettin.

(Stand: 2018)

J

Dagna Jakubowska

DAGNA JAKUBOWSKA ist bildende Künstlerin, Theaterregisseurin, Unternehmerin und Autorin von kritischen kulinarischer Aktionen. Mit ihrer performativen Praxis erforscht sie die Politik der Ernährung, ernährungsbezogene Prozesse und andere Aspekte des täglichen Lebens. Sie lebt und arbeitet in Warschau und ist Gründerin und Koordinatorin der sozio-kulinarischen Initiative Ferment Traveling Kitchen und der Nowa Przestrzeń Foundation.

(Stand: 2018)

Łukasz Jastrubczak

ŁUKASZ JASTRUBCZAK wurde 1984 in Zielona Góra geboren. Er arbeitet in verschiedenen Medien: Video, Installation, Skulptur, Konzert, Reise und ephemere Aktion. Seine Einzelausstellungen wurden bei Art in General in New York, Bunkier Sztuki in Krakau, CCA Kronika in Beuthen und in der Galerie Sabot in Cluj-Napoca präsentiert. Im Jahr 2013 erhielt er den ‚Spojrzenia‘ (Ansichten) - Preis der Deutsche Bank Stiftung für den interessantesten jungen polnischen Künstler der letzten zwei Jahre.
Zusammen mit Krzysztof Kaczmarek ist er Mitglied des Künstlerduos Krzysztofjastrubczakłukaszkaczmarek. Zusammen mit Sebastian Cichocki ist er Autor der Publikation und der Veranstaltungen Mirage. Er spielte am Synthesizer in den Bands Boring Drug und ŁST. Er ist der Dawid Radziszewski-Galerie in Warschau angeschlossen. Er lebt in Szczecin, Polen, wo er in der Abteilung für Malerei und Neue Medien der Akademie der Künste arbeitet und wo er zusammen mit Zorka Wollny das Wilki-Festival Młode leitet, das der Bild- und Klangkunst gewidmet ist.

(Stand: 2017)

Hyeseon Jeong

HYESEON JEONG ist Künstlerin mit Design-Background. Sie arbeitet mit experimentellen Dokumentationen, fiktionalen Geschichten und dem Medium Sound. Ihr besonderes Interesse gilt der Suche nach der unterschwelligen Ironie von technologischen und sozialen Transformationsprozessen. Ihre Arbeiten wurden u.a. bei EMAF in Osnabrück, auf dem Festival die digitale düsseldorf und beim SONOHR Radio & Podcast Festival in Bern gezeigt. Derzeit absolviert sie ein Studium an der Kunsthochschule für Medien, Köln.

(Stand: 2021)

Olga Jitlina

OLGA JITLINA ist Kunsthistorikerin, Kritikerin, Kuratorin und Videokünstlerin aus Sankt Petersburg mit einem Abschluss an der Repin Akademie der Künste. Ihre Arbeit befasst sich häufig mit Arbeitsmigration, ihren Narrativen und Illusionen im postsovjetischen Raum.

(Stand: 2015)

Jitta Collective

THE JITTA COLLECTIVE ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Künstler*innen unter der Leitung von Kefa Oiro und Stephanie Thiersch. Oiro (*1981 in Nairobi, Kenia) ist Choreograf, Tänzer und Leiter der Tuchangamke Dance Group. Er lebt in Nairobi, wo er das Nairobi Festival of Performance and Media Arts Co-kuratiert. Thiersch (*1970 in Wiesbaden) ist Choreografin, Regisseurin und Medienkünstlerin, die mit ihrer Compagnie MOUVOIR mehrere preisgekrönte Bühnenstücke erarbeitet hat. Sie lebt in Köln.

(Stand: 2017)

Jodi

Das Kunstduo JODI entstand 1995, als Joan Heemskerk und Dirk Paesmans ihre erste Website schufen, wwwwwwwwwww.jodi.org. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe internationaler Künstler*innen entwickelten sie das Konzept ‚Net.Art‘ im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Die Net.Art-Bewegung brachte ein kritisches Bewusstsein für die Auswirkungen der digitalen Informationsgesellschaft zum Ausdruck – lange bevor andere es taten. Digitale Medien und Netzwerke sind mehrschichtig; sie haben eine sichtbare Oberfläche und darunter liegende Codes, die bestimmen oder manipulieren, wie die öffentliche Rezeption und Interaktion ablaufen soll (‚Sozialdesign‘ oder ‚digitale Diktatur‘?). Diese zugrundeliegenden Codes und Programmieroptionen kommen in JODIs Werk zum Vorschein. Statt struktureller Widersprüche liegt der Fokus gerade auf dieser medienspezifischen Dysfunktionalität. JODI reagiert auf den Fluss der technologischen Innovationen als Parasit und experimentiert mit den Eigenschaften neuer digitaler Mittel und den physikalischen Besonderheiten des immateriellen Mediums. Es war die öffentliche Online-Interaktion, die JODI ursprünglich motivierte, sich diesem Medium zu nähern.

(Stand: 2019)

Werner Jung

DR. WERNER JUNG ist Historiker und seit 2002 Leiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Neben verschiedenen historischen Studien zu Köln veröffentlichte er Schriften zum Nationalsozialismus, darunter auch eine Studie zur Rolle der Kölner Polizei während des Nazi-Regimes. Zuletzt fungierte er als Herausgeber des Bandes ‚Wände, die Sprechen. Die Wandinschriften im Kölner Gestapogefängnis im EL-DE-Haus‘.

(Stand: 2014)

Anja Junghans

ANJA JUNGHANS ist seit Juli 2019 Agentin für Diversität am LWL-Industriemuseum Henrichshütte. Dort begleitet sie im Rahmen des Programms 360° - Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes einen diversitätsorientierten Veränderungsprozess.

Sie hat Kulturwissenschaften in Magdeburg und Merseburg studiert und war vor ihrer Zeit am Museum in Hattingen zunächst Freiberuflerin in München und anschließend Projektmanagerin bei der Zukunftsakademie NRW in Bochum.

(Stand: 2020)

K

Rajkamal Kahlon

Die Künstlerin RAJKAMAL KAHLON (* 1974 in Auburn, USA) lotet in ihren interdisziplinär orientierten Arbeiten die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie und Skulptur aus. Ihre Werke waren in vielen namhaften Museen sowie auf Kunstbiennalen in Nordamerika, Europa, im Mittleren Osten und in Asien zu sehen. Derzeit ist sie mit der Solo-Ausstellung Staying with Trouble im Weltmuseum Wien vertreten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

(Stand: 2018)

Katja Kaiser

Die Historikerin KATJA KAISER forscht auf den Gebieten der Kolonialgeschichte, der Museums- und Ausstellungsgeschichte sowie der Genderforschung. Aktuell arbeitet sie für ein Forschungsprojekt am Centrum für Naturkunde, Hamburg, zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Museum Berlin beschäftigt. Dort war sie u. a. am Ausstellungsprojekt Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart(2016) beteiligt.

(Stand: 2018)

Joseph Kamaru

KMRU ist das experimentelle Ambient-Soloprojekt des in Nairobi lebenden Klangkünstlers JOSEPH KAMARU. Er ist dafür bekannt, intelligente atmosphärische und emotional-experimentelle elektronische Musik zu machen. Seinen Sound gibt er eine persöhnliche Note, indem er alles von düsteren einheimischen Klängen bis hin zu Feldaufnahmen und Synthesis verwendet, um komplizierte Klanglandschaften zu schaffen.
KMRU, der vom Resident Advisor als einer der „15 ostafrikanischen Künstler, die man hören muss“ bezeichnet wurde, ist ein wahrer Pionier in der ostafrikanischen experimentellen Musikszene und durchbricht mit seinen abenteuerlichen Klängen Grenzen. Er ist seit 2017 Stammgast des legendären Nyegenyege-Festivals und hat auch Live-Auftritte beim CTM- und beim Gamma-Festival absolviert. KMRU wurde für die Teilnahme am MusicMakers Hacklab des CTM Festivals ausgewählt, veröffentlichte seine neueste EP Erased auf dem Londoner Label Byrd Out, nahm am GAMMA AI Lab Russia und am Mutek Montreal AI Lab im Jahr 2020 teil. Neben seiner Musikproduktion hat KMRU auch eine monatliche Radiosendung auf Bloop Internet Public Radio präsentiert, gastierte bei NTS Radio und Rinse FM und betreibt außerdem die Nairobi Ableton User Group.

(Stand: 2020)

Nelli Kambouri

NELLI KAMBOURI ist Wissenschaftlerin und konzentriert sich in ihrer Arbeit sowie in ihren Publikationen auf Gender-Theorie, Migration, Arbeit, Technologie, Logistik und soziale Bewegungen. Seit der documenta 14 ist sie Mitglied der Apatride Society of the Political Others. In der Vergangenheit war sie als Senior Research Fellow am Centre for Gender Studies der Panteion-Universität für Sozial- und Politikwissenschaft und bei der Foundation for Research & Technology in Griechenland tätig. Sie lehrte am Institut für Sozialpolitik der Panteion-Universität und an der Universität Athen. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der University of Hertfordshire (UK) für das EU-Projekt Horizont 2020 PLUS: Platform Labour in Urban Spaces. Sie unterrichtet ferner an der Open University of Cyprus.

(Stand: 2019)

Fatou Kandé Senghor

FATOU KANDÉ SENGHOR glaubt, dass Individuen, Gemeinschaften und Staaten ihre verlorengegangene Geschichte zurückfordern müssen, um in die Zukunft aufbrechen zu können. Die Antworten und das Rüstzeug zur Bewältigung der Gegenwart sind ihrer Meinung nach fest in deren Vergangenheit verwurzelt. In Kandé Senghors Welt kann Geschichte nicht einfach beigelegt werden.

(Stand: 2020)

Raphael Kariuki

RAPHAEL KARIUKI ist ein DJ und Produzent aus Nairobi. Er ist Mitbegründer der World's Loudest Library (WLL), einem Outsider-Künstlerkollektiv, und von Sound of Nairobi.

(Stand: 2020)

Bernd Kasparek

BERND KASPAREK ist Mathematiker und Kulturanthropologe mit Schwerpunkt Migrations- und Grenzforschung. Sein besonderes Interesse gilt Hotspots und digitalen Grenzen. Er ist Gründungsmitglied des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und von movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung sowie Vorstandsmitglied des aktivistischen Forschungsverbundes bordermonitoring.eu.

(Stand: 2019)

Aki Kaurismaki

AKI KAURISMAKI ist der erfolgreichste Filmemacher in der Geschichte seiner Heimat Finnland. Bevor er zum Filmemacher wurde, arbeitete er als Postbote, Tellerwäscher und Filmkritiker. Er ist bekannt für seine skurrilen Parodien auf Kinokonventionen wie etwa Film Noir, Roadmovies, Western oder Musicals. Hierbei konzentriert er sich ausschließlich auf Erzählungen aus der Arbeiter*innenklasse. Feinfühlig stellen seine Arbeiten ein Gleichgewicht zwischen Minimalismus und Melodrama her, immer gemischt mit Elementen des schwarzen Humors.

(Stand: 2020)

Natasha A. Kelly

Dr. phil. NATASHA A. KELLY ist Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin mit den Forschungsschwerpunkten visuelle Kommunikation, Kolonialismus und Feminismus. Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Autorin, Dozentin und Kuratorin hat an zahlreichen Institutionen in Deutschland und Österreich gelehrt und referiert. In ihren Publikationen Afroism, Sisters & Souls, Afrokultur u.a. und in ihren künstlerischen Arbeiten EDEWA, Giftschrank und African_Diaspora Palast verbindet sie Theorie und Praxis und schafft damit Transferleistungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Zudem ist sie seit vielen Jahren in der Schwarzen deutschen Community engagiert, u.a. als wissenschaftliche Referentin des Zentralrats der afrikanischen Gemeinden in Deutschland. Neben ihrer beratenden Tätigkeit für verschiedene Kunstinstitutionen ist sie die künstlerische Leiterin der Theaterreihe M(a)y Sister, die seit 2015 am HAU Hebbel am Ufer Theater in Berlin aufgeführt wird.

(Stand: 2018)

Lara Khaldi

LARA KHALDI (* 1982 in Jerusalem) hat als freie Kuratorin verschiedene Ausstellungen und Projekte in Ramallah, Jerusalem, Kairo, Dubai, Oslo, Brüssel und Amsterdam kuratiert. Aktuell ist sie als Ko-Kuratorin beteiligt an Desires into Fossils: Monuments without a State, einer Reihe von Ausstellungen, die am Khalil Sakakini Cultural Center, Ramallah, gezeigt werden. Khaldi lebt in Jerusalem.

(Stand: 2017)

Fatima Khan

Fatima Khan, 1987 in Bhola/Bangladesch geboren und in Köln aufgewachsen, ist Künstlerin, Kuratorin, Autorin und Moderatorin. Sie studierte Antike Sprachen und Kulturen - Klassische Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität zu Köln. Sie war Initiatorin und Mitgründerin der q[lit]*clgn, des ersten feministischen Literaturfestival Deutschlands. Aktuell studiert sie Mediale Künste/Literarisches Schreiben im postgradualen Diplomstudiengang der Kunsthochschule für Medien Köln. Auf Instagram postet sie unter @fatum.khan ein visuelles Tagebuch aus banalen Alltagssituationen. (Stand 2022)

Fred Khumalo

FRED KHUMALO, ehemaliger Redakteur der Sunday Times Review, ist ein renommierter südafrikanischer Kolumnist und Autor. Für seinen Roman Bitches’ Brew (Jacana Media 2006) gewann er im Jahr 2006 den Literaturpreis der Europäischen Union. Weitere Prosaarbeiten von Khumalo sind etwa Seven Steps to Heaven (Jacana Media 2008) und Dancing the Death Drill (Umuzi 2017). Er war in verschiedenen Funktionen für Zeitungen in Südafrika und im Ausland tätig. 2011 bis 2012 war Fred Khumalo Nieman Fellow an der Harvard University. Im Rahmen der PLURIVERSALE IV und des Rhine-South-Africa-Fellowship widmete er sich der sensiblen Thematik Xenophobie und Rassismus in Südafrika nach der Apartheid: Herausforderungen an einen Schriftsteller. Khumalo lebt in Johannesburg.

2016 war Fred Khumalo Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Grada Kilomba

GRADA KILOMBA ist Autorin und Künstlerin. Sie war Gastprofessorin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Mitherausgeberin von Mythen, Masken und Subjekte (Unrast, 2005) und Autorin von Plantation Memories (Unrast, 2008). Sie performt theoretische Texte unter anderem an Orten wie dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

(Stand: 2016)

Kevin Kilonzo

KELVIN KILONZO wuchs in Gießen auf und studiert zeitgenössischen Tanz in Köln. Er tritt häufig in der freien Performance-Szene sowie mit seiner Breakdance-Crew auf.

(Stand: 2017)

Gyung Moo Kim

GYUNG MOO KIM wurde in Südkorea geboren. Als Tänzer und Performer arbeitete er in den letzten Jahren mit Sidra Bell, Gallim Dance, New York Theatre Ballet, Fabien Prioville, Helena Waldmann, Alexander Kolpin, E.K.K.O, Minako Seki, Sasha Waltz & Guests und Ana Borralho & João Galante. Im Jahr 2011 gewann er den Preis für Tanz und für Choreografie beim 15. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart mit Grief Point, einer Kollaborationsarbeit mit Sidra Bell. Seit 2013 wurden seine Arbeiten (Chasing Silence 1 & 2, Deconstruction;f1,4) in verschiedenen Spielstätten in Berlin und Miltenberg in Deutschland sowie in Ljubljana, Slowenien gezeigt.

(Stand: 2021)

Soyoung Kim


SOYOUNG KIM ist Professorin für Filmwissenschaft an der Korea National University of Arts, Direktorin des Trans-Asia Screen Culture Institute und Gastprofessorin an der Duke University, UC Berkeley sowie UC Irvine. Sie ist Herausgeberin der zehnbändigen History of Korean Cinema, National Research Foundation of Korea, zusammen mit Chris Berry und Lynn Spiegel Mitherausgeberin von Electronic Elsewheres: Media, Technology, and the Experience of Social Space und mit Shiuhhuah Serena Chou und Rob Wilson von Geo-Spatiality in Asian and Oceanic Literature and Culture: Worlding Asia in the Anthropocene. Soyoung Kims Exile Trilogy (2014-2017) umfasst drei Dokumentarfilme über Koreaner in Zentralasien, Russland und Korea. Kim Soyoung führte außerdem Regie bei der Women's History Trilogy, einer Serie von Dokumentarfilmen (Koryu: Southern Women South Korea, I'll Be Seeing Her und New Women: Her First Song), die zwischen 2000 und 2004 realisiert wurden und war Ehrengast des Internationalen Filmfestivals von Guanajuato.

Christopher Kirkley

CHRISTOPHER KIRKELY ist Archivar, Künstler, Kurator und Gelegenheits-DJ aus Portland. Er leitet das Projekt Sahel Sounds, eine Plattform, die die Kunst und Musik Westafrikas anhand nicht-traditioneller ethnografischer Feldforschung erkundet.

(Stand: 2016)

Felix Klopotek

FELIX KLOPOTEK lebt und arbeitet in Köln. Er ist Redakteur der StadtRevue und Autor u.a. für Konkret, Jungle World und Kaput Magazin. 2014 realisierte er mit Unterstützung der Akademie der Künste der Welt das Projekt A Revolutionary Parable On The Equality Of Men. Als Herausgeber war er an Zonen der Selbstoptimierung. Berichte aus der Leistungsgesellschaft (Matthes & Seitz 2016) beteiligt.

(Stand: 2016)

Bianca Klose

BIANCA KLOSE gründete 2001 die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), die sie bis heute leitet. Die Beratungseinrichtung befasst sich mit der Analyse der Phänomene Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus im lokalen Kontext und versucht, die Handlungskompetenzen im Umgang damit zu fördern. Klose berät und schult Parteien, Verwaltungen, Religionsgemeinschaften, Verbände, Unternehmen und Gewerkschaften ebenso wie engagierte Gruppen und Einzelpersonen. Sie spricht regelmäßig bei Fachtagungen, Kongressen sowie in Bundes- und Landesausschüssen zu den Kernthemen der MBR. Bianca Klose ist eine der Sprecherinnen der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD). Sie lebt und arbeitet in Berlin.

(Stand: 2017)

Alex Klug

ALEX SIMON KLUG alias FOAM arbeitet als Künstler und experimenteller Popmusiker und -produzent in Köln und Hamburg. Er studierte von 2012 bis 2017 Kunst mit einem Schwerpunkt auf zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2018 studiert er im Diplomstudiengang der Kunsthochschule für Medien Köln.
Seit Beginn seines Studiums in Hamburg hat sich seine künstlerische Arbeit hin zu raumübergreifenden, multimedialen Installationen entwickelt, die mit einer engen Verbindung zwischen dem Visuellen (sowohl im digitalen als auch im greifbaren Raum) und dem Akustisch-Musikalischen spielen. Bereits während des Studiums arbeitete er als Assistent von Künstlern wie Karin Sander, Achim Mohné oder Thomas Kohl und genoss u.a. künstlerische Betreuung durch und Seminare von: Hans W. Koch, Jeanne Faust, Tobias Hartmann, Franziska Windisch, Felix Kubin, Thomas Görne, Hans Joachim Lenger, Alexander Schubert und Ute Janssen.
Gemeinsam mit den Künstlern Kristina Lenz und Tim Gorinski baute er FLAT. room to display artistic works and working methods in digital space als Begegnungsplattform für Kunst- und Musikveranstaltungen sowie Ausstellungen auf.

(Stand: 2020)

Adrian Knuppertz

ADRIAN KNUPPERTZ hat sich in letzter Zeit mit Fragen der Machtverhältnisse und des Eigentums im öffentlichen Raum beschäftigt, mit Commons, Diskurs und der Frage, wer in der Lage ist, darauf zuzugreifen. Neben der Fotografie als Alltagspraxis arbeitet er mit Flyposting, Installationen, Skizzen, Video und Ton.

(Stand: 2020)

Alexander Koch

ALEXANDER KOCH ist Galerist, Kurator und Autor mit Lebensmittelpunkt in Berlin. 2008 begründete er gemeinsam mit Nikolaus Oberhuber und Jocelyn Wolff die Berliner Galerie KOW, die er bis heute leitet. Darüber hinaus ist er Ko-Initiator und Leiter des internationalen Netzwerks Neue Auftraggeber/ New Patrons, das lokale Gruppen von Bürger*innen als Auftraggeber für zeitgenössische Kunst mit Künstler* innen zusammenbringt.

(Stand: 2018)

Adriana Kocijan

Adriana Kocijan, geboren in Zagreb, studierte Schauspiel und Pantomime an der Folkwang Universität der Künste (Essen). Sie ist als Schauspielerin und Tänzerin in der freien Theaterszene tätig. Gastengagements an verschiedenen deutschen Theatern als Schauspielerin, Tänzerin, Choreographin und Bühnenbildnerin, etwa in der Schauburg München, am Theater Gießen, der Oper Bonn, dem Schauspiel Düsseldorf, am DT Berlin und am Theater an der Ruhr. In diversen Produktionen von Ko Murobushi sowie von Anza Furukawa arbeitete sie als Butho-Tänzerin, Schauspielerin und Assistentin. Letztgenannte Funktion nahm sie auch in mehreren Produktionen von Susanne Linke wahr. Mit Gründung der Company Cantadoras verfolgte sie zunehmend eigene Soloprojekte und Performances, unternahm aber auch spartenübergreifende Experimente mit verschiedenen Künstlern wie Eckhart Koltermann, Malcolm Goldstein, Fine Kwiatkowski, Robert Bosshard und Wolfram Lakaszus. Diese Arbeit setzt sie seit 2016 mit ihrer neuen Company Conterbande fort, ohne die Theaterarbeit aus den Augen zu verlieren. Zahlreiche Einladungen führten Sie nach Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen und Spanien. Adriana Kocijan ist mehrfache Theaterzwang-Preisträgerin.

(Stand: 2020)

Steffen Köhn

STEFFEN KÖHN (geb. 1980) lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Filmemacher, Anthropologe und Videokünstler und nutzt ethnografische Strategien, um zeitgenössische soziotechnische Szenarien zu ergründen. Bei der Entwicklung seiner Video- und Installationsarbeiten kollaboriert Köhn mit lokalen Künstlerinnen, Softwareentwicklerinnen und Science-Fiction-Autor*innen, um praktikable Alternativen zu der aktuellen Verteilungslage des Zugangs zu Technologien und Machtverhältnissen zu entwickeln. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Akademie der Künste Berlin, im Kunsthaus Graz, auf der Vienna Art Week, im Hong Gah Museum Taipei, auf der Lulea Biennale und in den ethnografischen Museen von Kopenhagen und Dresden gezeigt. Seine Filme liefen unter anderem auf der Berlinale, dem Rotterdam International Film Festival und dem Word Film Festival Montreal.

(Stand: 2021)

© Jana Buch

Jody Korbach

Jody Korbach (*1991, Bielefeld) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R, Christopher Williams und Johannes Paul Raether. Im Jahr 2017 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin von Christopher Williams ab. Korbach lebt und arbeitet in Düsseldorf.

„Die gegenwärtige Relevanz ihrer Arbeiten entfaltet sich insbesondere mit Blick auf die Entwicklungen innerhalb des (west-)deutschen Kunstgeschehens seit den 1970er Jahren, sowie der aktuellen Sichtbarkeit der aus einer soziologischen Perspektive beleuchteten Klassismus-Debatte.“ (Katharina Bruns)

"Identitätspolitiken und die künstlerische Beschäftigung mit der Kontinuität von mehr oder weniger lauten politischen Narrativen und Leerstellen in der deutschen Geschichte sind die Themen Jody Korbachs. Als selbsternannte Nicht-Malerin zwingt Korbach seit 2014 ihr Umfeld zu Gemeinschaft und Exzess. Ihr Fußballteam samt Hooligananleihen Eiskeller Export revolutionierte den Kunstrasensaufsport und bescherte neuartige Bilder der Kunstakademie. 2018 gründete sie den Verein Schützenkorps Europa und schreibt damit das Konstrukt Europa neu bzw. weiter. In ihrer Arbeit knüpft sie an den Themen rund um Glauben, Sitte, Heimat und National(sozial)ismus an und bringt Bierzeltstimmung samt Getränkemarken, Memes, Revoluzzer-CDU-Merch, Flaggen und Fanschals in Galerien." (Julian Sturz)

(Stand: 2024)

Chris Korte

CHRIS KORTE ist Wissenschaftlerin, Dozentin, Tänzerin und Liebhaberin der New-Wave-Musik der 80er Jahre. Nachdem sie an der York University in Toronto über die Berliner Volksbühne promoviert hat, zog sie nach Berlin und unterrichtet derzeit deutsche Theatergeschichte am Berliner Campus der NYU. Chris’ nächstes großes Forschungsprojekt befasst sich mit der Utopie der 80er Jahre und Synth-Pop-Tanzchoreografien.

(Stand: 2022)

Pekko Koskinen

PEKKO KOSKINEN, Game-Designer und Künstler, entwirft in seinen Arbeiten fiktive und alternative Religionen, Lebensformen und Gesellschaften. Er ist Mitglied des in Helsinki ansässigen Reality Research Centers, einem Performancekollektiv, das Realitäten beobachtet, hinterfragt und erneuert, sowie der Economic Space Agency, einem Kollektiv bestehend aus radikalen Ökonom*innen, Informatiker*innen und Game-Designer*innen, das an der Schaffung eines neuen Systems wirtschaftlicher und informationeller Freiheit arbeitet.

(Stand: 2019)

© Sebastian Wolf

Hannah Krebs

HANNAH KREBS ist Tänzerin und arbeitet zwischen Köln und Stockholm. Sie absolvierte ihren Bachelor in Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie an der University of Dance and Circus in Stockholm. Sie performte unter anderem für Michael Löhr/Emanuel Gat, Nature Theater of Oklahoma, Ellen Söderhult und Chikako Kaido. In ihren eigenen Stücken arbeitet Hannah Krebs oft interdisziplinär. Die Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit besteht darin, aktuelle gesellschaftliche Themen aus einer feministischen und gesellschaftskritischen Perspektive zu hinterfragen. Sie verwendet häufig dokumentarisches und biografisches Material, um eine ästhetisch absurde oder surreale Situation herzustellen, die mit der Wahrnehmung des Publikums spielt. Sie kollaborierte unter anderem mit Thea Soti (Gesang), Moritz Marquardt (Medienkunst) und Lena Kunz (Dramaturgie).

(Stand: 2020)

Merle Kröger

MERLE KRÖGER lebt als Roman- und Filmautorin in Berlin. 1990 wird sie Mitbegründerin der Künstlergruppe Botschaft e.V. und des Filmkollektivs dogfilm, 2001 der Medienkunstplattform pong. Gemeinsam mit dem Filmemacher Philip Scheffner entstehen ab 2007 Kinofilme, darunter Revision, Havarie und Europe. Merle Krögers Romane wie Grenzfall, Havarie und Die Experten verbinden historische Recherche, persönliche Geschichte und politische Analyse mit Elementen der Kriminalliteratur.

(Stand: 2021)

Eleftherios Krysalis

ELEFTHERIOS KRYSALIS erhielt seinen Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte und -theorie an der Athens School of Fine Arts. Derzeit schließt er seinen M.F.A. in Kunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar ab. Von 2018 bis 2020 war er DAAD-Stipendiat. Sein Schwerpunkt liegt auf experimentellen Radioformaten und elektroakustischen Musikelementen. Derzeit arbeitet er an seiner Masterarbeit mit dem Titel Politik des Hörens: Klanglandschaften aus Ramallah, Palästina.

(Stand: 2020)

Arun Kundnani

Der Autor und Aktivist ARUN KUNDNANI befasst sich seit Jahren intensiv mit den Themenkomplexen Rassismus, Islamophobie und Überwachung. Sein letztes Buch, The Muslims are Coming! Islamophobia, Extremism, and the Domestic War on Terror (Verso 2015), fand international Resonanz – der Guardian bezeichnete ihn als „einen der besten politischen Autoren“ Großbritanniens. Kundnani lebt und arbeitet in New York.

(Stand: 2017)

Hari Kunzru

HARI KUNZRU ist Autor mehrerer erfolgreicher Romane. Mit The Impressionist legte er 2002 seinen viel beachteten Debütroman vor, es folgten Transmission (2004), My Revolutions (2007), Gods Without Men (2011) sowie White Tears (2017), der kürzlich auch auf Deutsch erschienen ist. Kunzrus Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Der Autor lebt in New York.

(Stand: 2017)

Irem Kurt

IREM KURT studierte Kommunikationsdesign am Fachbereich Gestaltung in der Mathildenhöhe Darmstadt. Mit ihren Illustrationen versucht sie auf aktuell gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam zu machen. Darüber hinaus arbeitet sie zusammen mit ihrem Kollektiv Ousa Kollektiv daran, mehr Raum für BIPoC und Diaspora Illustrator*innen zu schaffen und sucht Wege, die Arbeit wichtiger lokaler NGOs mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Zurzeit lebt und arbeitet sie als Illustratorin und Designerin in Berlin.

(Stand: 2020)

© Harriet Meyer

Şeyda Kurt

Şeyda Kurt schreibt und spricht über Philosophie, Politik, Kultur und linken Feminismus. Sie schreibt Texte fürs Theater und ist Kolumnist*in beim Buchjournal. Als freie Journalist*in veröffentlicht sie unter anderem bei Zeit Online und Deutschlandfunk Kultur. Als Redakteur*in arbeitete sie an dem Spotify Original Podcast 190220 - En Jahr nach Hanau, der mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. Im April 2021 erschien ihr Sachbuchbestseller Radikale Zärtlichkeit - Warum Liebe politisch ist. Im März erschien ihr experimentelles Essay HASS - Von der Macht eines widerständigen Gefühls. Şeyda Kurt lebt in Köln, Berlin, im Internet und im ICE.

(Stand: 2023)

L

Lia La Novia Sirena

Lia García, besser bekannt als LIA LA NOVIA SIRENA, ist eine Trans-Aktivistin und Performerin, deren öffentliche Interventionen auf der Reflexion der emotionalen Aufladungen bestehen, die uns binden. Affektive Begegnungen, oder encuentros afectivos, sind eine Reihe von öffentlichen Performances, durch die Lia das Publikum einlädt, über Sexualität, Intimität und sozialen Wandel nachzudenken.

(Stand: 2014)

Gadoukou La Star

GADOUKOU LA STAR (Franck Edmond Yao) ist Mitgründer und Choreograf von La Fleur. Von 2003 bis 2006 gewann er den African Award als bester afrikanisch-diasporischer Tänzer in Paris. Mit Gintersdorfer/Klaßen hat er unter anderem für Not Punk, Pololo und Dantons Tod am Theater Bremen zusammengearbeitet. Als Gadoukou la Star veröffentlicht er seit 2008 Coupé Décalé-Musikalben.

(Stand: 2019)

Brandon LaBelle

BRANDON LABELLE ist Künstler, Autor und Theoretiker. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Klangkultur, der menschlichen Stimme und geht Fragen der Handlungsmacht nach. Er entwickelt und präsentiert künstlerische Projekte in verschiedenen internationalen Kontexten und arbeitet dafür oftmals in Kollaborationen. Oftmals wird der öffentliche Raum in seine Arbeiten eingebunden. Hieraus entstehen performative Installationen, poetisches Theater, Erzählkunst und Forschungsaktionen zur Schaffung experimenteller Formen von Gemeinschaft.
LaBelles Vorgehensweise orientiert sich hierbei an Politiken und Poetiken der Unkenntlichkeit, der Enteignung und radikalen Höflichkeit – von Gesten der Intimität und des Zuhörens bis hin zu kreativem Feiern und freier Bewegung. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem The Other Citizen: Archive, Club Transmediale, Berlin (2019), The Autonomous Odyssey (mit Octavio Camargo), Kunsthall 3,14 Bergen (2018), The Ungovernable, Documenta 14, Athen (2017), Oficina de Autonomia, Ybakatu, Curitiba (2017), The Hobo Subject, Gallery Forum, Zagreb (2016) und The Living School, South London Gallery (2016). Er ist zudem Autor der Bücher Sonic Agency: Sound and Emergent Forms of Resistance (2018), Lexicon of the Mouth: Poetics and Politics of Voice and the Oral Imaginary (2014), Diary of an Imaginary Egyptian (2012), Acoustic Territories: Sound Culture and Everyday Life (2019; 2010) und Background Noise: Perspectives on Sound Art (2015; 2006).
Brandon LaBelle lebt in Berlin und ist Professor an der Fakultät für zeitgenössische Kunst der Universität Bergen.

(Stand: 2019)

Laibach

LAIBACH erlebten ihren Durchbruch in den späten 1980er-Jahren mit Industrial-Coverversionen von Popklassikern der Beatles, Rolling Stones, Queen und der österreichischen Rockband Opus. In den letzten Jahren haben sich Laibach verstärkt mit der konzeptuellen Neufassung klassischer Musik befasst, sind gemeinsam mit Symphonie- und Philharmonieorchestern aufgetreten, haben Musik für Theaterproduktionen und Filme geschrieben und waren auch an einem Spielfilm beteiligt. Laibach waren weltweit auf Tournee und sind an bedeutenden Orten wie z. B. der Tate Modern in London, Bozar in Brüssel und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin aufgetreten. Im August 2015 haben Laibach als erste Band ihrer Art im abgeschotteten Nordkorea ein Konzert gegeben.

(Stand: 2017)

Sarah van Lamsweerde

Die Performance-Künstlerin SARAH VAN LAMSWEERDE bewegt sich mit ihren Arbeiten an der Schnittstelle von Theater und Bildender Kunst und erkundet dabei thematisch die Bandbreite zwischen (unvertrauten) Sprachen und massenmedialen Phänomenen. Ihre Arbeiten waren z. B. im Veem House for Performance in Amsterdam, im Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam oder im Performatik in Brüssel zu sehen. Sie lebt in Brüssel und Amsterdam.

(Stand: 2018)

Gotthard Lange

GOTTHARD LANGE ist Schauspieler und spielte an verschiedenen Theatern: Schauspielhaus Frankfurt, Berliner Ensemble, Schauspielhaus Bochum, Schillertheater Berlin. Neben Produktionen am TAT Frankfurt, HAU und Sophiensäle Berlin, Pumpenhaus Münster, Theater Rampe Stuttgart u.v.a. war er auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, so u.a. in Tatort, SOKO Wismar, Tom Tykwers Drei sowie in Das Wunder von Bern. Seit 2004 führt er Regie und Chorregie in Bochum, Weimar, Berlin und Frankfurt. Er lebt in Berlin.

(Stand: 2020)

LASSEINDRA NINJA & KENDALL MIYAKE-MUGLER

LASSEINDRA NINJA und KENDALL MIYAKE-MUGLER sind in Paris lebende Voguer. Lasseindra entdeckte Voguing in New York, bevor sie es nach Frankreich brachte und ihr eigenes Voguing House eröffnete. Kendall ist offizielles Mitglied des The Legendary House of Miyake Mugler.

(Stand: 2017)

Maurizio Lazzarato

MAURIZIO LAZZARATO ist Soziologe und Philosoph und lebt heute in Paris. In den 1970er Jahren studierte Lazzarato in Padua. Sein Engagement in der operaistischen Bewegung und sein politisch erzwungener Wegzug nach Paris blieben entscheidend für seine theoretischen Arbeiten ebenso wie für seine filmischen Kollaborationen mit der Künstlerin Angela Melitopoulos. In den 1990er Jahren gehörte Lazzarato zu den Mitbegründern des post-operaistischen Diskurses um den Wandel zur ›immateriellen‹ und ›kognitiven‹ Arbeit als Paradigma der post-fordistischen Gesellschaften des Westens. Seine Aufsätze sind in zahlreichen Anthologien zur poststrukturalistischen Philosophie erschienen ebenso wie in Sammelbänden zu politischen und ökonomischen Theorien der Gegenwart. In den 1990er und 2000er Jahren war er Redaktionsmitglied der Pariser Zeitschriften Futur Antérieur und Multitudes.

(Stand: 2022)

Jan G. Lee

JAN G. LEE ist Künstler und Autor literarischer Texte und gelernter Förster. Von 1968 bis 1971 führte er im Mount Diablo State Park künstlerische Aktionen ("Visionen") durch, wobei er sich natürlicher Prozesse bediente (Objekte, die Fäulnis, Erosion, Schmelzen, Kristallisation, Verwandlung in Pulver usw. ausgesetzt waren) und verschiedene Tier- und Pflanzenarten einbezog (z.B. Nistvögelnester aus wertvollen Erzen, Vergiftung - die Herstellung von Fläschchen mit smaragdfarbenem Gift aus dem Extrakt von Toxicodendron diversilobum - und Schichtzeichnungen, die von Tieren angefertigt wurden, die über Karton laufen, der in der Nähe von Wasserstellen aufgestellt wurde). Mitte der 1980er Jahre begann er in einem gemieteten Lagerhaus am Rande der Stadt mit der Herstellung detaillierter Modelle und Nachbildungen seiner Heimatstadt Lafayette Hills sowie von Puppen, die ihre Bewohner darstellen.

(Stand: 2017)

Foto: Dirk Skiba

Isabelle Lehn

ISABELLE LEHN, geboren 1979 in Bonn, lebt in Leipzig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und wurde 2011 an der Universität Tübingen im Fach Rhetorik promoviert. 2016 erschien ihr Debütroman Binde zwei Vögel zusammen (Eichborn), aus dem sie im selben Jahr beim Ingeborg-Bachmann-Preis las. 2017 wurde der Roman mit dem Förderpreis des Schubart-Literaturpreises ausgezeichnet. Lehns autofiktionaler Roman Frühlingserwachen (S. Fischer) stand 2020 auf der Shortlist für den Literaturpreis Text und Sprache. Ihr Aufsatz Weibliches Schreiben in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (S. Fischer hundertvierzehn) ist 2021 für den Dietrich Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen nominiert.

(Stand: 2021)

Achim Lengerer

ACHIM LENGERER setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit politischen Wirkungs- und Funktionsweisen von Sprache und Text auseinander. Neben filmischen Tonspuren, Installationen und Publikationen gehören performative Vorträge und Veranstaltungen zu seinen Ausdrucksformen. Lengerer gründete verschiedene kollaborative Projekte, darunter die freitagsküche in Frankfurt/Main. 2006 entstand zusammen mit Dani Gal das Projekt voiceoverhead, welches sich in Audioperformances, Ausstellungen und Screenings mit archivierter gesprochener Sprache beschäftigt. Seit 2009 betreibt Lengerer den mobilen Ausstellungsraum und Verlag Scriptings. In seinem aktuellen Oral History Projekt Tonspuren zur Linken spürt er den Verbindungen zwischen den linken Gruppen in Köln und im Ruhrgebiet und den migrantischen Kämpfen seit den 1970er Jahren nach.

(Stand: 2017)

Natalie Lettenewitsch

NATALIE LETTENEWITSCH hat als Filmwissenschaftlerin Texte zu Schiffen und Stränden verfasst und spürt in ihrem aktuellen Forschungsprojekt der Faszination Unterwasserfilm nach. Sie begreift dabei die Weltmeere als zutiefst historischen und politischen Raum, in dem Mythen, Faszinationsgeschichten und neue Technologien auf handfeste materielle Interessen treffen. Als Lehrbeauftragte ist sie u.a. an der ifs internationale filmschule köln und der Universität Wien tätig.

(Stand: 2019)

Ligia Lewis

LIGIA LEWIS works as a choreographer conceiving and directing experimental performances. Through choreography and embodied practice, she develops expressive concepts that give form to movements, speech, affects, thoughts, relations, utterances, and the bodies that hold them. Her choreographic work slides between the familiar and the unfamiliar. Her recent performance trilogy includes Water Will (in Melody) (2018), minor matter (2016), and Sorrow Swag (2014). Other works include Sensation 1/This Interior (High Line Commission, 2019); so something happened, get over it; no, nothing happened, get with it (Jaou Tunis, 2018); Melancholy: A White Mellow Drama (Flax Fahrenheit, Palais de Tokyo, 2015); $$$ (Tanz im August, 2012); and Sensation 1 (sommer.bar, Tanz im August, 2011 and Basel Liste, 2014). In 2020, Lewis produced deader than dead for Made in LA Biennial at the Hammer Museum, where Lewis created a film as a document of her latest performance piece. Her last stage work, Still Not Still (2021), is currently on tour. Lewis is the recipient of the Tabori Award in the category of Distinction (2021), a Foundation for Contemporary Arts Grants Award (2018); a Bessie Award for Outstanding Production for minor matter (2017); a Factory Artist residency at tanzhaus nrw (2017-19); funding from the Berlin Senate Department for Culture and Europe (2017-18, 2021 - 2023); and a Prix Jardin d’ Europe from ImPulsTanz for Sorrow Swag (2015). Lewis’ stage works were managed and produced, in part, by HAU Hebbel am Ufer Theater from 2017–2021. In 2019, Lewis was the Alma M. Hawkins Memorial Chair at UCLA’s World Arts and Cultures Department for the Fall Quarter. Lewis is currently developing a new work, A Plot / A Scandal.

(Stand: 2022)

Lawrence Liang

LAWRENCE LIANG ist Professor an der School of Law, Governance, and Citizenship (SLGC), Ambedkar University, Delhi. Er befasst sich mit der gesellschaftlichen Dimension des geistigen Urheberrechts, wobei sein Forschungsschwerpunkt auf Pirateninfrastrukturen und -netzwerken liegt, die einen besseren Zugang ermöglichen. Er hat ausführlich zur Schnittstelle von Recht und Kultur geschrieben und lebt in Neu-Delhi.

(Stand: 2021)

Yiwu Liao

LIAO YIWU ist der Autor von Die Kugeln und das Opium, The Corpse Walker, Gott ist rot, und For A Song and A Hundred Songs, einem Erinnerungsbuch über die vier Jahre, die er nach dem Tiananmen-Massaker im Gefängnis verbrachte. Seine Werke wurden in mehr als 20 Ländern veröffentlicht. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten Friedenspreis 2012, den Geschwister-Scholl-Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und den Disturbing the Peace Award der Havel-Stiftung. Liao Yiwu ist ein führender Aktivist, welcher sich für Liu Xia, die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, einsetzt und die chinesische Regierung drängte, ihr die Ausreise zu ermöglichen. Liu Xia hat China im Juli 2018 verlassen. Liao ist ein Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.

(Stand: 2022)

Foto: Ricordi/ Harald Hoffmann

Liza Lim

LIZA LIM ist Komponistin, Pädagogin und Researcher. Ihre Musik konzentriert sich auf kollaborative und transkulturelle Praktiken. Die Wurzeln der Schönheit (im Geräusch), Zeiteffekte im Anthropozän und die Sensorik ökologischer Zusammenhänge sind ständige Anliegen in ihrer kompositorischen Arbeit. In ihren vier Opern erforscht sie Themen zum Begehren, Erinnerung, rituelle Transformation und das Unheimliche. Das genreübergreifende Ritual/Oper Atlas of the Sky (2018) ist ein Werk, das die emotionale Kraft und Energiedynamik von Menschenmengen untersucht. Liza Lim hat Aufträge von einigen der bedeutendsten Orchester und Ensembles der Welt erhalten. Lim ist Professorin für Komposition am Sydney Conservatorium of Music und war 2021-22 Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Ihre Musik ist bei Casa Ricordi Berlin erschienen.
https://lizalimcomposer.com

(Stand: 2022)

Minouk Lim

Die Multimedia-Künstlerin MINOUK LIM (* 1968, Südkorea) arbeitet unter anderem mit Installation, Text, Musik, Video und Performance. Lim schafft Ironie durch unkonventionelle performative Darbietungsformen, die die Grenzen spezifischer Genres aufbrechen. In ihrem Œuvre erkundet sie die Rahmenbedingungen unserer Medienlandschaft und widmet sich dem Entterritorialisieren von Fragen der Identität und der Spaltung, die sich im Zuge der Globalisierung verschärfen. In ihren Werken setzt sie eine breite Palette von Geräten wie Transportfahrzeuge, Wärmebildkameras und Übertragungsgeräte ein, um die Geschwindigkeit, Wärme und Emotionen der Trauer einzufangen und zu visualisieren. Zu ihren jüngsten Soloausstellungen zählen unter anderem O Tannenbaum (ASAKUSA, Tokyo, Japan, 2018), Mamour_Minouk Lim (Tina Kim Gallery, New York, USA, 2017) und The Promise of If (PLATEAU Samsung Museum of Art, Seoul, Korea, 2015). Lim war außerdem bei Gruppenausstellungen wie der Biennale de Lyon (2019), der Setouchi Triennale (2016) sowie der Biennale of Sydney (2016) und der Taipei Biennial (2016) vertreten.

(Stand: 2020)

Maria Lind

MARIA LIND ist Kunstkritikerin, Kuratorin und Autorin und leitet seit 2011 die Tensta Konsthall in Stockholm. 2015 kuratierte sie die Ausstellung Future Light, die im Rahmen der ersten Vienna Biennale zu sehen war. Mit ihrem Rechercheprojekt Abstract Possible (2010) war sie in verschiedenen internationalen Museen und Galerien zu Gast. In den 2000er Jahren leitete sie den Kunstverein München und das International Artist Studio Program in Sweden (IASPIS) in Stockholm. Maria Lind lebt und arbeitet in Stockholm.

(Stand: 2018)

Timor Litzenberger

TIMOR LITZENBERGER ist als freischaffender Komponist in verschiedenen musikalischen Disziplinen tätig. Er arbeitete mit Gintersdorfer/Klaßen am Album New Black - Couper Decaler electronique, das 2012 bei Buback erschienen ist und kooperiert darüberhinaus regelmäßig mit La Fleur.

(Stand: 2019)

Sharon Lockhart

SHARON LOCKHART arbeitet in dem Zwischenraum von Bildern, zwischen Fotografie und Kino, zwischen alltäglicher Arbeit und performativen Ritualen, aber auch zwischen Echtzeit und Zeitstillstand. Für ihre Werke arbeitet sie zumeist langfristig mit ihren Protagonist*innen – ob Individuen oder Communities – zusammen. So vermittelt sie eine künstlerische Strategie, eine Choreografie sich wiederholender Handlungen, eingefangen von einer statischen Kamera. Lockhart ist bekannt für ihre Leidenschaft, die formalen Attribute des Zelluloids zu erweitern.

(Stand: 2021)

Melissa Logan

Die Künstlerin MELISSA LOGAN bewegt sich mit ihren Arbeiten zwischen Performance, Installation, Popmusik, Sound und New Media. Gemeinsam mit ALEX MURRAY-LESLIE gründete sie 1997 das Künstlerkollektiv Chicks on Speed, mit dem sie mehrere Alben aufgenommen hat und unter anderem auf der Biennale von Venedig und im Museum of Modern Art in New York aufgetreten ist. Seit 2016 arbeitet Melissa Logan an ihrem Projekt University of Craft Action Thought. Die Künstlerin lebt in Köln.

(Stand: 2018)

Daniel Loick

DANIEL LOICK is a philosopher and teaches as an associate professor at the University of Amsterdam. His research focuses on political philosophy, philosophy of law, cultural philosophy, and social philosophy. He is particularly concerned with the development of a critique of state power in its various facets (police, prisons, borders), seeking to bridge the tradition of Critical Theory and abolitionism. Among his publications are four books, Kritik der Souveränität (Frankfurt 2012, English translation appeared 2018 as A Critique of Sovereignty), Der Missbrauch des Eigentums (Berlin 2016, English translation 2023 as The Abuse of Property), Anarchismus zur Einführung (Hamburg 2017), and Juridismus. Konturen einer kritischen Theorie des Rechts (Berlin 2017). Together with Vanessa E. Thompson, he most recently edited the reader Abolitionism (Berlin 2022).

(2022)

Lova Lova

LOVA LOVA, aka Wilfred Beki aus Kinshasa ist Musiker, Performer, Sapeur und Kulturaktivist, er ist ein wichtiger Protagonist der Webserie Kinshasa Collection und hat den Titelsong komponiert.

(2018)

Alexis Lowry

ALEXIS LOWRY ist Kuratorin bei der Dia Art Foundation, New York, wo sie für Ausstellungen, Sammlungspräsentationen und öffentliche Programme im Zusammenhang mit den Beständen an Minimal-, Postminimal- und Konzeptkunst verantwortlich ist. Kürzlich organisierte sie für das Dia Beacon, New York, die erste Retrospektive des Werks von Charlotte Posenenske in Nordamerika sowie Installationen von Mel Bochner, Mary Corse, Charles Gaines, Barry Le Va, Lee Ufan, Robert Morris, Michelle Stuart und Anne Truitt. Bei Dia Chelsea hat sie Auftragsarbeiten von Lucy Raven, Rita McBride und Kishio Suga betreut. Bevor sie zu Dia kam, war sie Kuratorin der David Winton Bell Gallery an der Brown University, Providence. Sie promovierte 2019 am Institute of Fine Arts der New York University. 2021 kuratiert sie im Rahmen ihrer Bauhaus Residenz in Dessau eine Ausstellung mit Werken von Charlotte Posenenske und Hannes Bajohr.

(Stand: 2021)

Rafael Lozano-Hemmer

Der Künstler RAFAEL LOZANO-HEMMER ist bekannt für seine elektronischen interaktiven Installationen, die sich an der Schnittstelle zwischen Architektur und Performance Art bewegen. 2007 gestaltete er den Mexikanischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Solo-Ausstellungen waren u. a. am Museum of Modern Art in San Francisco, am MUAC Museum in Mexiko City und am Museum of Contemporary Art in Sydney zu sehen. Rafael Lozano-Hemmer lebt und arbeitet in Montreal und Madrid.

(Stand: 2018)

Cristina Lucas

CHRISTINA LUCAS setzt sich in ihren Performances, Happenings, Installationen und ihrer Videokunst mit den Mechanismen der Macht auseinander. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Museen gezeigt, beispielsweise im Mudam – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Luxemburg), im Kunstraum Innsbruck, im Centre Pompidou (Paris) und im Kiasma – Museum of Contemporary Art (Helsinki).

(Stand: 2017)

Gym Lumbera

GYM LUMBERA debütierte als Filmemacher mit den beiden Spielfilmen Ának Araw und Taglish. Zuvor arbeitete er als Kameramann von Raya Martin, Sherad Sanchez und John Torres. Lumbera lebt in Manila, in Balete und zeitweise in Los Angeles.

(Stand: 2017)

M

Maha Maamoun

MAHA MAAMOUN ist eine in Kairo lebende Künstlerin, die hauptsächlich in den Bereichen Video und Fotografie tätig ist. Sie ist als Gründungsmitglied im Vorstand des Contemporary Image Collective (CiC), einem 2004 in Kairo gegründeten unabhängigen gemeinnützigen Raum für Kunst und Kultur. Ihre Arbeiten waren in Ausstellungen und auf internationalen Biennalen zu sehen, so zum Beispiel im Tate Modern in London, bei der 9. Gwangju Biennale, beim steirischen herbst in Graz, im Witte de With in Rotterdam, bei der Sharjah Biennial 10 sowie im MoMA in New York, im Den Frie Centre of Contemporary Art in Kopenhagen und im Haus der Kunst in München. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Künstlerin hat Maamoun verschiedene Ausstellungen in Kairo kuratiert.

2016 war Maha Maamoun Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Mriganka Madhukaillya

Mriganka Madhukaillya ist Künstler und Filmemacher. Ursprünglich war Mriganka an Dokumentarfilmen und öffentlichen Veranstaltungen beteiligt, die darauf abzielten, einen stillgelegten Raum für den Diskurs im Nordosten Indiens wiederzubeleben. Dann begann er, Projekte mit Desire Machine Collective und Periferry zu entwickeln, die mit der Zeit die internationale Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit der Region lenkten. Er ist Assistenzprofessor für Neue Medientechnologie und Film sowie Gründer des Medienlabors im Fachbereich Design am Indian Institute of Technology, Guwahati. Mit einem Hintergrund in Quantenmechanik und Kommunikationsdesign hat er an Universitäten weltweit geforscht und gelehrt. Er war DAAD-Gastprofessor an der Merz Akademie in Stuttgart im Jahr 2019 und Gastprofessor an der China Academy of Arts in Hangzhou von 2016-17.

Zwischen 2005 und 2018 wurden seine Arbeiten in Einzelausstellungen in der Galerie Max Mueller, Mumbai, und Project 88, Mumbai, gezeigt und waren Teil internationaler Ausstellungen wie: Krishna in the Garden of Assam (British Museum, London, 2016), The Eight Asia Pacific Triennial of Contemporary Art (Brisbane, Australien, 2015), After Midnight: Indian Modernism to Contemporary, India 1947 to 1997 (Queens Museum and Grey Art Gallery at New York University, 2015), Being Singular Plural (Solomon Guggenheim Museum, New York, 2012), Intense Proximity, the 3rd edition of the La Triennale (Palais de Tokyo, Paris, 2012), Indian Highway IV (MAC Musée d'Art Contemporain de Lyon, 2011) & Indian Highway V (MAXXI Museo Nazionale delle Arti del XXI Secolo, Rom, 2011). Im Jahr 2011 war er mit dem Künstler:innen Duo Desire Machine Collective Teil des ersten indischen Pavillons auf der 54. internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig, Everyone Agrees: It's About to Explode. Im selben Zeitraum war Mriganka in der Forschung und der pädagogischen Arbeit tätig.

Mriganka war Mitglied mehrerer Beiräte, unter anderem als Juror für Bildende Kunst für die Akademie Schloss Solitude, Stuttgart. Derzeit ist er Mitglied der Forschungsnetzwerke Biopolitica und Substantial Motion Research Network (initiiert von Prof. Laura Marks und Prof. Azadeh Emadi).

Gegenwärtig entwickelt Mriganka das Forschungs- und Designstudio Forest Cybernetics, dessen Hauptprojekt das pädagogische Labor Library in the Forest ist.

(Stand: 2024)

Zheng Mahler

ZHENG MAHLER ist ein Kollektiv bestehend aus dem Künstler Royce Ng und der Anthropologin Daisy Bisenieks mit Sitz in Hongkong. Sie arbeiten gemeinsam an recherche- und gemeindebasierten, ortsspezifischen Projekten, die oft digitale Medien, Performances und Installationen nutzen, um die Beziehungen zwischen Kunst und Forschungspraxis zu untersuchen.

(Stand: 2019)

Taus Makhacheva

TAUS MAKHACHEVA lebt und arbeitet in Moskau. Sie ist vor allem für ihre Performance- und Videokunst bekannt. In ihren Arbeiten setzt sie sich kritisch mit den Auswirkungen des Zusammentreffens verschiedener Kulturen und Traditionen auseinander. In oftmals humorvoller Art und Weise überprüft Makhacheva die Widerstandsfähigkeit von Bildern, Objekten und Körpern in der heutigen Welt. Sie hält einen Bachelor of Arts in Bildender Kunst von Goldsmiths und einen MFA des Royal College of Art. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, wie der Yokohama Triennale (2020), Lahore Biennale (2020), Lyon Biennale (2019), Manifesta 12 in Palermo (2018), der Venedig Biennale (2017) und der Sharjah Biennale (2013).

(Stand: 2021)

Suhail Malik

SUHAIL MALIK ist Dozent für Critical Studies sowie für Art Practice Critical Studies am Goldsmiths College, University of London. Zwischen 2012 und 2015 war er Visiting Professor am Center for Curatorial Studies and Art in Contemporary Culture in New York. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt die Sammelbände Der Zeitkomplex: Postcontemporary (2016) und Realismus, Materialismus, Kunst (2015; beide Bände zusammen mit Armen Avanessian). Er lebt in London.

(Stand: 2018)

Cecylia Malik

CECYLIA MALIK ist Malerin, Schauspielerin, Aktivistin und Kuratorin. In ihrer künstlerischen Praxis erörtert sie soziopolitische Fragestellungen und befasst sich beispielsweise mit der „Recht auf Stadt“-Bewegung oder dem gesellschaftsverändernden Potenzial von Kunst im Sinne der Sozialen Plastik. Sie hat an der Photography Biennale in Posen teilgenommen ebenso wie an den „Dialogen“ der 11. Biennale für Zeitgenössische Kunst in St. Petersburg. Cecylia Malik lebt und arbeitet in Krakau.

(Stand: 2018)

Dhali Al Mamoon

DHALI AL MAMOON ist ein zeitgenössischer Künstler und Pädagoge aus Chittagong in Bangladesch. In seinen Gemälden, Zeichnungen, kinetischen Skulpturen, beweglichen Objekten, Bewegtbildern und Installationen beschäftigt er sich mit unterschiedlichen Systemen von Wissen und Erfahrungen, die im Laufe der Zeit in seinem Heimatland zusammengeflossen sind. Mithilfe wechselnder Ebenen aus Licht, Flüssigkeit, Texturen und Formen erschafft Mamoon vielschichtige, melancholische und allegorisch wirkende Erfahrungen, die ein neues Licht auf unser Verständnis vom Vermächtnis und der Geschichte der Region werfen.
Im Jahr 2013 wurden seine Werke im bengalischen Pavillon der Biennale di Venezia ausgestellt, ebenso wie auf Einzelausstellungen in der Bengal Art Lounge (2016) und der Bengal Gallery of Fine Arts. Zudem stellte er auf der ersten Kathmandu Triennale (2017) und dem Dhaka Art Summit (2019) aus. 2006 erhielt Mamoon den den Hauptpreis der 12. Asian Art Biennale in Bangladesch. Seine Arbeiten werden in zahlreichen öffentlichen und privaten internationalen Sammlungen ausgestellt, u.a. dem Nationalmuseum von Bangladesch, Fukuoka Asian Art Museum (Japan), Ibsen Museum (Norwegen) und der Bengal Foundation (Bangladesch). Derzeit ist Mamoon als Professor der bildenden Künste an der Staatlichen Universität von Chittagong tätig.

(Stand: 2021)

© Selma Lampart

Mandhla.

MANDHLA. ist ein Trans-Feminine Gender Non-Comforming Body aus Simbabwe. In ihrer künstlerischen Arbeit mischt sie experimentelle R&B- und Soul-Musik mit visuellen Projektionen und performativem Tanz. Ihre Musik erzählt von den täglichen Herausforderungen, die Trans*, Enby und Femme* Einwanderer*innen mit Blick auf die Themen Liebe, Identität, Sex und Akzeptanz bewältigen müssen. Sie ist begeistert von Mode, der Kunst des Voguings und Musik und performt in ihren Arbeiten leidenschaftliche Queere Repräsentation und Black Femme Power.

(Stand: 2020)

Latoya Manly-Spain

LATOYA MANLY-SPAIN ist eine Spoken-Word-Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin, die sich für das dauerhafte Bleiberecht von Flüchtlingen einsetzt. Sie ist Gründungsmitglied von ARRiVATi, einem Kollektiv von People of Color-Künstlerinnen und Aktivistinnen, die die Mittel von Kunst und Widerstand gegen die Ungleichheit einsetzen. Zudem ist sie Mitglied des Hamburger Agitprop-Kollektivs Schwabinggrad Ballett. Gemeinsam mit beiden Gruppen hat LaToya Manly-Spain 2016 das Album Beyond Welcome aufgenommen. Sie lebt in Hamburg.

(Stand: 2016)

Foto: Olivier Marboeuf

Oliver Marboeuf

OLIVIER MARBOEUF ist Schriftsteller, Geschichtenerzähler und Kurator. Er ist Gründer des unabhängigen Kunstzentrums Espace Khiasma (www.khiasma.net), das er von 2004 bis 2018 in Les Lilas im Pariser Umland leitete. Dort entwickelte er ein Programm, das sich mittels Ausstellungen, Filmvorführungen, Diskussionen, Perfomances und kollaborativen Projekten an die Angehörigen von Minderheiten richtete. In seiner Arbeit beschäftigt sich Marboeuf mit den verschiedenen Modalitäten der Wissensvermittlung und erschafft mithilfe von Konversationen und spekulativen Praktiken der Narration lang- oder kurzlebige kulturelle Strukturen. Derzeit ist er zudem als Filmproduzent für Spectre productions tätig (www.spectre-productions.com). Seine neuesten Texte veröffentlicht er in seinem Blog Toujours Debout (www.olivier-marboeuf.com). Marboeuf ist Member der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

(Stand: 2021)

DJ Marfox

DJ MARFOX, geboren in São Tomé und Príncipe, sieht seine kulturellen Wurzeln als wichtige Triebkraft der kreativen, technologischen und kollektiven sozialen Evolution. Seine Compilation DJs di Ghetto erlangte in Portugal und diasporischen afrikanischen Communities in ganz Europa Kultstatus. Eu Sei Quem Sou'n (Principe, 2011) und Veröffentlichungen auf Lit City Trax und Warp verfeinerten seinen gewagt vielschichtigen Sound aus komplexer Percussion, dunkel barockem Techno, Garage, Bass und Batida. Dj Marfox arbeitet derzeit an einer Auftragskomposition für den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig.

(Stand: 2019)

Margaux Marielle-Tréhoüart

MARGAUX MARIELLE-TRÉHOÜART ist freiberufliche Tänzerin und lebt in Berlin. Sie studierte Tanz und Schauspiel am Conservatoire de Grenoble und an der Folkwang Universität in Essen. Marielle-Tréhoüart tanzt seit 2013 bei Sasha Waltz & Guests und arbeitete unter der Leitung von Claudia Castellucci, Pierre Audi, Régis Obadia, Luis Malvacias, Deborah Hay, Simon Tanguy, Andrew Schneider und vielen anderen. Auch mit Muriel Vernet, Fabian Gerhardt, Elik Niv, Deville Cohen, dem Neuen Musiktheater Ensemble Opera Lab Berlin (Michael Höppner) und Haggai Cohen-Milo verbinden sie künstlerische Kollaborationen. Seit 2019 ist sie Teil des Political Voices Institute des Maxim Gorki Theaters Berlin unter der Leitung Marta Górnickas.

(Stand: 2021)

Foto: Neal McQueen,2019

Lorenzo Marsili

LORENZO MARSILI ist ein Philosoph und Aktivist, der sich für eine Zukunft jenseits des Nationalstaates einsetzt. Er ist Mitbegründer der transnationalen NGO European Alternatives und Mitglied des Vorstands des globalen Netzwerks CIVICUS. Ferner war Marsili einer der Initiator*innen der paneuropäischen Bewegung DiEM25. Sein jüngstes Buch Citizens of Nowhere (Zed Books 2018) ist in der deutschen Übersetzung als Wir Heimatlosen Weltbürger (Suhrkamp Verlag 2019) erhältlich.

2019 war er Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

(Stand: 2019)

Caroline Martel

CAROLINE MARTEL ist Dokumentarfilmkünstlerin. Sie wurde zeitgleich mit der Erfindung des Mobiltelefons im Jahr 1973 in Montréal geboren. Seit 1998 verbindet sie in verschiedenen Projekten Theorie und Praxis des Dokumentarfilms. Ihr besonderer Fokus liegt hierbei auf Archivmaterial, der Kinogeschichte, Frauen und der Kommunikationstechnologie.

(Stand: 2020)

Renzo Martens

RENZO MARTENS ist ein in Brüssel, Amsterdam und Kinshasa lebender und arbeitender niederländischer Künstler. In seinen Dokumentarfilmen Episode I (2003) und Episode III: Enjoy Poverty (2008) beleuchtet Martens in seiner Eigenschaft als Künstler die mediale und kulturelle Ausbeutung benachteiligter Menschen. 2010 gründete er das Institute for Human Activities (IHA), um im kongolesischen Regenwald mit der Einrichtung eines internationalen Kunstzentrums „Gentrifizierungseffekte“ zu bewirken. Seit 2013 ist Martens Yale World Fellow. Außerdem war er Teilnehmer verschiedener Biennalen, unter anderem der 19. Biennale von Sydney 2014, der Moskauer Biennale 2013 sowie der 6. und 7. Berlin Biennale 2010 und 2012.

(Stand: 2016)

Foto: Ana Paula Alves

Lena Martins

LENA MARTINS ist eine Kunsthandwerkerin. Bereits seit ihrem 16. Lebensjahr experimentiert sie mit verschiedenen Formen des Handwerks und erschuf in den späten 1980er Jahren die Schwarze Puppe Abayomi. Heute ist sie mit 70 Jahren Mutter, Großmutter, Tante und Schwester...

(Stand: 2021)

© Andreas Maus

Andreas Maus

Unmissverständlich bringt Maus in all seinen Motiven zum Ausdruck, dass in der Mitte dieser Erfahrung immer der mögliche Tod steht und damit auch unsere Angst vor dem Tod. Seine Zeichnungen sind unheimlich, vor allem auch weil es darin nicht den Hauch einer farblichen Aufheiterung gibt. Reduziert auf die Kraft unzähliger prägnanter Graphitstriche ist der Schwarz-Weiß-Kontrast dieser Bilder so schonungslos wie der Tod und wie unsere Angst vor dem Tod. Es gibt weder Ablenkungen noch Ausflüchte, sondern lediglich eine Vielzahl grauer Nuancen. Unnachahmlich setzt Maus seine Motive mit vielen kurzen und langen Bleistiftstrichen in Szene. Äußerst filigran, wie ein Flechtwerk. Einmal drückt er den Bleistift nur ganz behutsam auf, so dass der Strich weich erscheint, andere Male drückt er fester auf, so dass die vielfach unterbrochene Linienstruktur tief ins Papier eingeprägt wird. Jedes Bild ist eine vielteilige graphische Struktur, aus der die menschlichen Figuren ebenso prägnant herauswachsen wie sie darin gefangen sind. (Jürgen Kisters)

(Stand: 2024)

© Frank Schoepgens

Michael Mayer

MICHAEL MAYER ist als DJ, Produzent und Remixer nach wie vor eine der wichtigsten deutschen Persönlichkeiten in der Dance Music. Es ist kein Geheimnis, dass er seine Wochenenden damit verbringt, um den Globus zu reisen und wieder zurück. Als Miteigentümer von Kompakt verbringt er seine Wochentage damit, zu entscheiden, was auf dem Label veröffentlicht wird, und mit den Künstlern des Labels zu arbeiten. Erstaunlicherweise schafft er es, sich gelegentlich ins Studio zu schleichen, um seine eigene Musik zu produzieren und Remixe von Bands wie den Pet Shop Boys, Depeche Mode, Foals und Rufus Wainwright zu machen. Im Frühjahr 2016 veröffentlichte Mayer sein drittes Album "&" auf K7, eine leidenschaftliche und persönliche Sammlung von Tracks, die er in Zusammenarbeit mit Soulmates wie Barnt, Prins Thomas, Hauschka, Joe Goddard, Miss Kittin, Kölsch oder Roman Flügel produziert hat. Kurze Zeit später sollte er an der legendären DJ Kicks Serie mitwirken, wiederum für K7.

(Stand: 2023)

Diana McCarty

DIANA MCCARTY ist Mitbegründerin und Redakteurin des preisgekrönten Webradios reboot.fm. Der nichtkommerzielle Kultursender aus Berlin, an dem 85 Künstler*innen mitarbeiten, sendet vor allem über die Themen Kunst, Gender, Populärkultur, Mode und (elektronische) Musik. McCarty war an zahlreichen internationalen Events und Veröffentlichungen beteiligt und hat viele interdisziplinäre Projekte zu den Themenschwerpunkten Kunst, Politik, Medien und Digitalkultur entwickelt. Sie lebt in Berlin.

(Stand: 2018)

Yara Mekawei

YARA MEKAWEI ist eine in Kairo ansässige Komponistin und Klangkünstlerin. Mekaweis klangliche Bricolagen sind von urbanen Zentren und der Infrastruktur der Städte inspiriert. Sie interessiert sich für die Philosophie der Architektur, Geschichte und Literatur. Mekawei nutzt die optische Übertragung aus dem musikalischen Zwiegespräch und die Übertragung der Tonfrequenzen in eine visuelle Form. Ihre Arbeit basiert auf Klang als Werkzeug der Vorstellung, die Kompositionsphilosophie ist geprägt von differenzierten Praktiken, die dem Publikum eine konzeptuelle Dimension eröffnen. Ihr Arbeiten zeugen von einem nicht greifbaren Aspekt ihrer Persönlichkeit und ihrer Weiblichkeit in einer ostafrikanischen Gesellschaft.

(Stand: 2020)

Dj Meko

DJ MEKO (Jean Claude Dagbo ) performt in den Pariser Clubs L’Ivoire, Elysee, Ritz und Titan und wird le choucou du peuple genannt – der ‚Liebling des Volkes‘. Neben Konzertauftritten mit den Stars der Coupé Décalé-Szene hatte er Gastauftritte bei Gintersdorfer/Klaßen, unter anderem in Dantons Tod am Theater Bremen. Seit 2016 ist DJ Meko festes Mitglied von La Fleur.

(Stand: 2019)

© Alex Mello

Alex Mello

ALEX MELLO ist ein afro-lateinamerikanischer Filmemacher, Schauspieler und Autor. Seine künstlerische Forschung konzentriert sich auf intersektionale Perspektiven auf Rasse, Zugehörigkeit und Gender im Kontext von Migrationsgesellschaften. Er ist Mitglied der Association of Black Audiovisual Professionals (APAN) in Brasilien. Die künstlerische Identität des zur Zeit in Deutschland lebenden Brasilianers ist geprägt von Bezügen zu den kulturellen Manifestationen der Region Baixada Fluminense in Rio de Janeiro, wie Sambaschulen und Religionen afrikanischen Ursprungs. Er hat an preisgekrönten Theaterproduktionen in Brasilien und Deutschland mitgewirkt, von denen die folgenden hervorzuheben sind: Love and Other Demons unter der Leitung von Silviu Purcărete und Teilnahme als Gasttänzer in Bolero Choreografía von Maurice Béjart an der Kölner Oper.

Im audiovisuellen Bereich hat sich der Künstler auf Independent-Produktionen konzentriert, wobei er Low-Budget-Filme produzierte und sich auf den Protagonismus marginalisierter Körper konzentrierte. Alex Mello produziert in Köln das brasilianische Filmfestival CINEBRASIL, das im Jahr 2022 mit Mitteln der Filmfestivalförderung de+ des Goethe-Instituts in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert wird.

Alex Mello wurde 2022 Mitglied der Association of Black Audiovisual Professionals - APAN in Brasilien und ist in Deutschland Teil der Schwarze Filmschaffende Community. Im Jahr 2021 gewann er ein Stipendium für das Projekt Black Reels, das sich an schwarze Filmemacher in Deutschland richtet. Daraufhin drehte die Gruppe den Film Falling into the Light. Er entwickelt Workshop-Projekte im Bereich Antidiskriminierungstheater in Zusammenarbeit mit Institutionen wie Afropolitan Berlin und dem Allerweltshaus Köln e.V.

(Stand: 2023)

Karla Mendonca dos Santos Dany

KARLA MENDONCA DOS SANTOS DANY, geboren in Rio de Janeiro und derzeit in Hamburg wohnhaft, will in einer Welt leben, in der die globale Umwelt und Musik höchste Priorität haben. Als Fremdsprachenassistentin und Übersetzerin war sie an Kreativ- und Bildungseinrichtungen wie etwa der Tate Modern, International School of Hamburg (ISH) und Cirque du Soleil tätig. Wenn Karla nicht hinter ihrem Computer schreibt, können Sie sie in der Bibliothek (morgens) oder in der Karaokebar (nachts) finden.

(Stand: 2019)

Iman Mersal

IMAN MERSAL ist eine ägyptische Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin sowie Professorin für arabische Sprache und Literatur an der University of Alberta, Kanada. Sie ist die Autorin von fünf Bänden arabischer Lyrik, von denen eine Auswahl in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. In englischer Übersetzung erschienen ihre Gedichte in den Magazinen Parnassus, Paris Review, The Nation, American Poetry Review, The Kenyon Review und Michigan Quarterly Review. Eine Auswahl von Mersals Gedichten mit dem Titel These Are Not Oranges, My Love, übersetzt von dem Dichter Khaled Mattawa, ist 2008 bei Sheep Meadow Press erschienen. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen eine arabische Übersetzung der Memoiren von Charles Simic, A Fly in the Soup (erschienen bei Al Kotob Khan, 2016), Kayfa Talta’im: ‘An al-Umuma wa Ashbahiha (erschienen bei Kayfa Ta und Mophradat, 2017), ins Englische übertragen von Robin Moger unter dem Titel Motherhood and Its Ghosts (erschienen bei Kayfa Ta und Sternberg Press, 2018), und Fi Athar Enayat al-Zayyat (In the Footsteps of Enayat al-Zayyat, Al Kotob Khan, 2019).

(Stand: 2021)

Philip Kojo Metz

PHILIP KOJO METZ ist ein Konzeptkünstler aus Berlin, der sich Themen mit Bezug zu Identität, Geschichte und dem Verhältnis moderner Kulturen zueinander widmet. Er nutzt unterschiedliche Medien wie Fotografie, Malerei, Skulptur, Objekte, Video und Performance. Seine Arbeiten wurden zuletzt in der NGBK in Berlin, der Cité in Paris, der Kunsthalle München sowie der Haverford College Philadelphia ausgestellt.

(Stand: 2016)

© Frederike Wetzels

Elisa Metz

Elisa Metz ist Musikerin, Künstlerin, Designerin und Herausgeberin von grapefruits, einem Fanzine über Komponist*innen und Klangkünstler*innen sowie minneola – einem Podcast von und für Musiker*innen. 2021 erschien ihre erste EP Three Wands auf dem Berliner Experimental/Ambient Label planet akwa, gefolgt von dem Album Glass Wands im Dezember 2022. Die Stücke komponierte sie für ihr selbstgebautes Glasinstrument und modulare Synthesizer, gemeinsam mit dem Kölner Produzenten Julian Stetter. Im Oktober 2022 veröffentlichte^ sie das Debut-Album TV in the Corner ihres Pop Projekts Henry Lee auf dem mit Jakob Lebsanft gegründeten Label tétégé records. Seit 2016 arbeitet Elisa Metz als freie Art Direktorin für Kund*innen aus dem Kulturbereich, u. a. für das c/o pop Festival. Zuvor studierte sie Integrated Design (B. A.) an der Köln International School of Design der TH Köln sowie Klang und Realität (M. Mus.) am Institut für Musik und Medien der RSH Düsseldorf.

(Stand: 2023)

Niq Mhlongo

NIQ MHLONGO ist Journalist und Schriftsteller und zählt zu den wichtigsten Nachwuchsautoren der Post-Apartheid-Ära. All seine Bücher sind von seiner südafrikanischen Heimatstadt geprägt: Er schreibt in Soweto, über Soweto und im Dialekt Sowetos. Nach den Romanen Dog Eat Dog (Ohio University Press 2004) und After Tears (Ohio University Press 2007) ist mit Way Back Home (Kwela 2013, deutsche Ausgabe 2015 bei Wunderhorn) sein erster Roman auf Deutsch erschienen. Zuletzt veröffentlichte er mit Affluenza (Kwela 2016) einen Band mit Kurzgeschichten. Mhlongo war bei den wichtigsten afrikanischen Kulturfestivals zu Gast, darunter beim Caine Prize Workshop und beim Zanzibar International Film Festival. Er lebt in Johannesburg.

2017 war Niq Mhlongo Fellow der Akademie der Künste der Welt (ADKDW).

Andrea Mijares

Andrea Mijares positioniert sich als lesbisch, cis, of Color und migrantisch. Sie hat Psychologie (Bachelor) und Gender Studies (Master) studiert. Sie ist Kampfsportlerin, Selbstbehauptungstrainerin und in feministischen/lesbisch-queeren Mädchen*arbeit aktiv.

Mishaa

MISHAA (Michele Akotcholo) ist Choreografin und Tänzerin und gibt Afrobeatkurse für Kinder und Jugendliche in Paris. Sie ist Mitglied der Gruppe La Fleur. Die erste Zusammenarbeit mit Monika Gintersdorfer und Gadoukou La Star fand im Rahmen des Stückes Les Nouveaux Aristocrates statt.

(Stand: 2019)

Orry Mittenmayer

ORRY MITTENMAYER begann im Januar 2016 als Fahrradkurier bei Foodora und wechselte ein Jahr später zu Deliveroo. Er ist Mitbegründer von Liefern am Limit, Aktivist für bessere Arbeitsbedingungen und politischer Referent. Außerdem war er Vorsitzender des ersten Betriebsrats bei Deliveroo. Orry Mittermayer ist hörgeschädigt geboren und gelernter Buchhändler. Nach einem Freiwilligenjahr in Ghana schloss er 2017 sein Abitur auf dem Abendgymnasium ab. Seit Oktober 2018 studiert er Politikwissenschaften und engagiert sich weiter bei Liefern am Limit als politischer Referent. Die Liefern am Limit Kampagne wurde für ihr Engagement für bessere Arbeitsbedingungen mit dem Hans-Böckler Preis der Stadt Köln geehrt.

(Stand: 2020)

Avi Mograbi

AVI MOGRABI - Obgleich er fast immer vor der Kamera zu sehen ist, drehen sich seine Filme nie um ihn. Er filmt das Banale, das Alltägliche, das Prosaische, um mit verstörender Hellsichtigkeit tief verborgene Wahrheiten über die Widersprüche der modernen israelischen Gesellschaft und die Okkupation Palästinas zu enthüllen. Er scheint Filme über Filme zu machen, die jedoch nie gedreht werden. Er wechselt vom Dokumentarischen zur Fiktion, von der Performance zur Realität und verzerrt dabei die Codes des Direct Cinema. Das macht Avi Mograbis filmische und künstlerische Praxis so schwer fassbar. Da sie im Wesentlichen subversiv ist, entzieht sie sich jeder Kategorisierung. So wie er selbst: Er ist Schauspieler, Tonmann, zweiter Kameramann, Sänger, Performer, Regisseur und Bürger. Jede dieser Rollen verkörpert er pflichtbewusst, verantwortungsvoll, eindeutig und ungekünstelt. Bemerkenswert ist, dass er sich und seinen Körper dabei immer als Teil des kränklichen Gesellschaftskörpers sieht, den er filmt, dekonstruiert, herausfordert oder provoziert.

(Stand: 2015)

Naeem Mohaiemen

NAEEM MOHAIEMEN verbindet Film, Fotografie und Essays, um die Geschichte utopischer linker Projekte zu untersuchen. Seine beiden jüngsten Filme wurden erstmals auf der documenta 14 vorgeführt. Frühere Filme waren auf den Biennalen von Sharjah, Venedig und Marrakesch zu sehen. Seine Essays erscheinen u.a. in Rethinking Marxism, Sun Never Sets. Als Doktorand an der Columbia University lebt und arbeitet Mohaiemen in New York.

(Stand: 2017)

Momentography of a failure

Mit dem partizipatorischen Forschungs- und Fotografieprojekt MOMENTOGRAPHY OF A FAILURE wollen die Gründer*innen Nafiseh Fathollahzadeh und Parham Mortazavian ein Konzept für eine mitbestimmende Staatsbürgerschaft entwickeln, die auf interdisziplinärem gemeinschaftlichem Schaffen und digitalem non-profit Publishing beruht. Hierfür haben sie Foto-Essays von Anwohner*innen kuratiert.

(Stand: 2020)

Fred Moten


FRED MOTEN und Stefano Harney sind die Autoren von The Undercommons: Fugitive Planning and Black Study (2013) und All Incomplete (2020), beide bei Minor Compositions/Autonomedia erschienen. Fred lehrt an der New York University in den Abteilungen für Performance Studies und Vergleichende Literaturwissenschaft. Stefano ist Professor für Transversale Ästhetik an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie sind seit fast vierzig Jahren Freunde und Schreibpartner.

(Stand: 2022)

Mouvoir

MOUVOIR steht für konsequent interdisziplinäre und poetische Bühneninszenierungen und Performances, die Prozesse der Vergemeinschaftung von Körpern verhandeln und mit Mechanismen gesellschaftlicher Zusammenkünfte spielen. Die Company engagiert sich für künstlerische Kooperationen und Gastgeberschaft in der Kunst.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Mouvoir seit den letzten Jahren mit Künstler*innen aus dem Musikbereich (wie dem renommierten Asasello Quartett, der Komponistin Brigitta Muntendorf, dem Orchester Les Siècles). 2016 entstand der City Dance Köln (2016), in Koproduktion mit der Kölner Philharmonie, als 13-stündiger Tanzparkour mit 600 Akteur*innen und 10.000 mitwirkenden Bürger*innen. Es folgten weitere großangelegte Bühnenproduktionen wie Bilderschlachten mit 55 Akteur*innen koproduziert vom Théâtre de Nîmes, dem Beethovenfest Bonn und dem tanzhaus nrw sowie zuletzt Archipel in Koproduktion mit Theater der Welt, Ruhrtriennale 2020 und ULTIMA Oslo, das zuletzt im Sommer 2021 bei Tanz im August in Berlin zu sehen war.

(Stand: 2021)

MP GOLD

Das Künstlerduo MP GOLD, bestehend aus MARIE JOSEFIN STUTE und PHILIPP NAUJOKS , befasst sich in seiner künstlerischen Praxis damit, Fragmente aus Videos, Zeichnungen, Skulpturen und Objets Trouvés zu Installationen verschmelzen zu lassen. Sie leben und arbeiten in Köln und Düsseldorf.

(Stand: 2018)

Rabih Mroué

RABIH MROUÉ, in Beirut geboren, lebt derzeit in Berlin. Er ist Theaterregisseur, Schauspieler, bildender Künstler und Dramatiker und Mitherausgeber für The Drama Review (TDR, New York). Er ist auch Mitbegründer des Beirut Art Center (BAC) und war Stipendiat am Internationalen Forschungszentrum Interweaving Performance Cultures (FU Berlin, 2012 - 2015). Seine Arbeiten umfassen: Sand in the Eyes (2017), Riding on a Cloud (2013), 33 Rounds and a few seconds (2012), The Pixelated Revolution (2012), The Inhabitants of images (2008), Who’s Afraid of Representation (2005) u. a. Dieser Werkkörper, Performances und Ausstellungen, ist international zu sehen, u.a. dOCUMENTA (13), CA2M Centro de Arte Dos de Mayo (Madrid), The ICP Triennial, MoMa (New York), Centre Pompidou (Paris), SALT - (Istanbul).

(Stand: 2015)

Muda Outras Economias (Muda Other Economies)

MUDA OUTRAS ECONOMIAS (MUDA OTHER ECONOMIES) ist ein von Künstler*innen, Lehrer*innen, Surfer*innen, Hacker*innen, Produzent*innen und Träumer*innen in Rio de Janeiro gegründetes Netzwerk für kulturelles, soziales, sozio-ökologisches und pädagogisches Handeln. Muda ist ebenfalls der Name einer sozialen Ersatzwährung, die für eine solidarische Kreislaufwirtschaft geschaffen wurde – einer Solidargemeinschaft aufbauend auf der ethischen Vielfalt der indigenen Völker, der Erfahrungen der Schwarzen Diaspora Nord-, Süd- und Mittelamerikas und den Kämpfen sozialer Bewegungen. Muda hat sich zum Ziel gesetzt, ein Leben außerhalb der neoliberalen Hegemonie aufzuzeigen und zu praktizieren.

(Stand: 2023)

Esther Mugambi

ESTHER MUGAMBI ist Performance- und Video-Künstlerin, Schauspielerin und Sängerin. Ihre Performances, deren Texte sie oft selbst verfasst, waren unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam, beim Rotterdam Festival, im La Mama Theater in New York oder am Young Vic Theatre in London zu sehen. Esther Mugambi lebt und arbeitet in Amsterdam.

(Stand: 2018)

Alex Mugler

ALEX MUGLER ist ein in New York geborener und in Paris lebender Voguer, Tänzer und Choreograf. Sein Können zeigt er in intensiven, virtuosen und hybriden Performances, wahlweise in High Heels oder in Spitzenschuhen. Er arbeitet mit Künstlern wie Rihanna, FKA twigs, François Chaignaud und Cecilia Bengolea zusammen.

(Stand: 2017)

Katrin Mundt

KATRIN MUNDT ist Kuratorin, Autorin und Ko-Leiterin des European Media Art Festival (EMAF) in Osnabrück. Sie kuratierte Filmprogramme und Ausstellungen für die Videonale, Bonn, den HMKV Dortmund, PACT Zollverein, Essen, den Württembergischen Kunstverein Stuttgart, Intermediæ, Madrid, Alternative Film/Video, Belgrad und 25 FPS, Zagreb. Sie war Kommissionsmitglied der Duisburger Filmwoche, der Kurzfilmtage Oberhausen und des Kasseler Dokfest und ist regelmäßig in Preis- und Förderjurys tätig. Sie unterrichtete, hielt Vorträge und gab Workshops u.a. am Goldsmiths College, London, der Kunsthochschule für Medien Köln, der Ruhr-Universität Bochum, bei Werkleitz und an den Kunsthochschule Braunschweig und Halle. Zu ihren Veröffentlichungen zählt Ortsbestimmungen. Das Dokumentarische zwischen Kino und Kunst (Berlin: Vorwerk8 2016), herausgegeben mit Eva Hohenberger.

(Stand: 2021)

Ogutu Muraya

OGUTU MURAYA ist Autor, Theatermacher und Storyteller. Für ihn ist Kunst ein wichtiger Katalysator bei dem Versuch, unsere Gewissheiten infrage zu stellen oder Geschichten lebendig zu halten, die falsch erzählt werden oder im Mainstream unsichtbar bleiben. Seine Arbeiten waren auf zahlreichen Festivals zu sehen, wie z. B. bei La Mama (NYC), HIFA (Harare), Afrovibes Festival (Amsterdam) oder Spielart Festival (München).

(Stand: 2018)

© Ernest Kankam

Yussif Musah

Yussif Musah (*1997) lebt und arbeitet in Kumasi, Ghana. Er schloss 2019 sein Studium mit einem BFA in Malerei und Bildhauerei an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology, Kumasi ab und ist derzeit Austauschstudent an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er malt figurative Gemälde und Zeichnungen mit Kohle und Pastell, die meist Geschichten im Themenfeld zwischen Tod, Angst, Krieg, Trauma und Erinnerung behandeln. Er nutzt die figurative Malerei als Möglichkeit zur visuellen Gestaltung eines Bildes und arbeitet die Werke beginnend von Referenzen aus Archiven, Büchern, Filmen und Fotografien oder Drucken früherer Künstler aus.

Er stellte zuletzt in der Einzelausstellung The Value of Nothing im Geschwister Raum, Karlsruhe (2024) aus. Weiterhin nahm er an der Gruppenausstellung The International Student Exhibition in der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (2024) teil, erstellte das Wandgemälde Unveiling the Forgotten: The Sweet Scent of Memory in der Reihe Ancestor Veneration im Nkyinkyim Museum (2023) und hat an der Gruppenausstellung This Exhibition is Untitled der NUBUKE Foundation (2020) teilgenommen.

(Stand: 2024)

Bethuel Muthee

BETHUEL MUTHEE ist ein in Nairobi lebender und arbeitender Lyriker und Mitglied des Künstler*innenkollektivs Maasai Mbili. Darüber hinaus ist er Herausgeber der Erstausgabe von Down River Roads, die den Titel Place trägt. Als Mitglied von Naijographia ko-kuratierte er bisher drei Ausstellungen: Naijograph (2017, Goethe-Institut Nairobi), Wanakuboeka Feelharmonic (2018, British Institute in Eastern Africa) und From Here to When (2019, Goethe-Institut Nairobi).

(Stand: 2021)

N

Sana Na N`Hada

Der Filmregisseur und Autor SANA NA N’HADA (* 1950 in Enxalé, Guinea-Bissau) zählt zu den Pionieren des guineischen Kinos. In den 1960er Jahren engagierte er sich in der Unabhängigkeitsbewegung des Landes und nahm ein Regiestudium auf, um den Kampf gegen die portugiesische Kolonialmacht filmisch zu dokumentieren. Zu seinen Filmen zählen unter anderem O Regresso de Amílcar Cabral (1976), Xime (1994), Kadjike (2013) und Os Escultores de Espíritos (2015). Er schrieb das Drehbuch zu Filipa Césars Spell Reel.

(Stand: 2018)

Alexander Nagel

ALEXANDER NAGEL ist Professor am Institut für Bildende Künste, NYU. Sein Interesse an den multiplen Zeitlichkeiten der Kunst führte zur Veröffentlichung von Anachronic Renaissance (zusammen mit Christopher Wood, 2010) und Medieval Modern: Art Out of Time (2012). Sein aktuelles Werk befasst sich mit Fragen der Orientierung und Ortskonfigurationen in Kunst und Kultur der Renaissance. Im Jahr 2016 erhielt er ein NEH-Stipendium für ein Gemeinschaftsprojekt (mit Elisabeth Horodowich, NMSU) mit dem Titel Amerasia: A Renaissance Discovery.

(Stand: 2017)

Nature Theater of Oklahoma

Das NATURE THEATER OF OKLAHOMA wurde 2006 von KELLY COPPER und PAVOL LISKA in New York gegründet. Die Performance-Gruppe ist bekannt dafür, dass sie sich in unmögliche Situationen begibt und mit Vorliebe auf Ready-made-Material zurückgreift, das ihr bei er Arbeit unterkommt. Das Nature Theater of Oklahoma war u. a. auf dem Berliner Theatertreffen, beim steirischen herbst und im HAU Hebbel am Ufer zu Gast.

(Stand: 2017)

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung

BONAVENTURE SOH BEJENG NDIKUNG ist Kunstkurator und Biotechnologe. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Kunstraums SAVVY Contemporary Berlin und Chefredakteur des SAVVY-Journal, eines eJournals für kritische Texte über zeitgenössische afrikanische Kunst. Darüber hinaus ist er Curator at Large der documenta 14.

(Stand: 2016)

© M. Branco

Thais Nepomuceno Veiga

Geboren und aufgewachsen in den Randbezirken von Rio de Janeiro, Brasilien, wuchs Thais in Favelas auf, in denen der Staat nicht präsent ist. Im Rahmen eines von der Stadt durchgeführten Sozialprojekts wurde Thais im Alter von 14 Jahren in einer Amateurgruppe mit dem Theaterspielen vertraut gemacht, und mit 16 Jahren nahm sie an einer Gemeinschaftsproduktion teil, bei der ein Workshop für Lichtdesign angeboten wurde. Seit kurzem arbeitet sie als Lichtdesignerin bei Bühnenaufführungen und als Filmemacherin. Ihr Schwerpunkt liegt auf Projekten für und von BiPoCs und Minderheiten, sowohl auf der Bühne als auch auf der Leinwand. Ihr Film Herdeiros zeigt, wie eine marginalisierte Gemeinschaft ohne staatliche Unterstützung überlebt, indem sie ein Bildungsprogramm mit Kunst und Wissen der afrikanischen Diaspora organisiert und die mündlichen Traditionen der Bantus, die während der Kolonialzeit nach Brasilien kamen, mit der Jugend teilt. Vor Herdeiros arbeitete Thais als Rechercheurin für den Dokumentarfilm Clandestine Soul von Jose Barahona, als Cutterin für Kurzdokumentationen wie Frontlines of all Kind und als Rechercheurin, Feldproduzentin und Journalistin für den Dokumentarfilm Unser Wald brennt, der auf dem Sender ProSieben ausgestrahlt wurde.

(Stand: 2023)

Dj Nervoso

DJ NERVOSO, geboren im portugiesischsprachigen Inselstaat São Tomé und Príncipe vor der Westäquatorialküste Zentralafrikas, lebt seit zwanzig Jahren am Rande von Lissabon. Seine aufregend frischen DJ-Sets, die die harten hynotischen Rhythmen und die frenetische Energie des angolanischen Kuduro mit technoiden Einflüssen verbinden, waren ein wesentlicher Zündfunke für die die progressiven Kuduro-Mutationen von DJ Marfox, DJ Firmeza, DJ Nigga Fox u.a.

(Stand: 2019)

Royce NG

ROYCE NG ist Künstler und ein Teil des in Hongkong ansässiges Duos Zheng Mahler. Gemeinsam mit der Anthropologin Daisy Bisenieks arbeitet er an recherche- und Community-basierten, ortsspezifischen Projekten, die oft digitale Medien, Performances und Installationen nutzen, um die Beziehungen zwischen Kunst und Forschungspraxis zu erkunden.

(Stand: 2019)

Elizabeth Ngari

ELIZABETH NGARI kam 1996 aus Kenia nach Deutschland. Durch ihre Erfahrungen in Erstaufnahmelagern, Behörden und den Bedingungen in Unterkünften für Geflüchtete, die für Frauen und Kinder noch unerträglicher waren, entschied sie politisch aktiv zu werden. Vor 14 Jahren gründete sie Women in Exile, eine Organisation, die sich den Wünschen und Sorgen geflüchteter Frauen annahm. Denn, so Ngari, in den gemischten Flüchtlingsgruppen in Brandenburg stießen Frauen oft auf Widerstand, wenn sie versuchten, diese Dinge zu thematisieren. Seit 2011 heißt der Verein Women in Exile & Friends und arbeitet mit Aktivistinnen ohne Fluchthintergrund zusammen. Sie fordern die bedingungslose Abschaffung aller Lager für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder und damit auch, dass das Gewaltschutzgesetz, was derzeit nur für deutsche Frauen gilt, auf geflüchtete Frauen und ihre Kinder ausgeweitet wird.

(Stand: 2016)

Andreas Niegl

ANDREAS NIEGL ist ein in Köln lebender Künstler. Er arbeitet mit Installationen, Performances, Videos, Sound und Text. Darüberhinaus ist er als Sounddesigner und Komponist für Theater- und Tanzperformances tätig. Er hat unter anderem an Produktionen am FFT Düsseldorf, Helios Theater Hamm und am Schauspiel Essen mitgewirkt.

(Stand: 2019)

Foto: Paradeiser Productions

Julia Nitschke

JULIA NITSCHKE ist Performance- und Mixed-Media Künstlerin. Ihr Kollektiv Meine Wunschdomain entwickelt mittels Orakelsessions Visionen für eine lovely Zukunft. Ihre Lecture Performances befassen sich mit Internetphänomenen der aktuellen (Katzen-)Bildkultur. Im Rahmen des Ruhr Dings 2019 und der Memory Stations der ADKDW konzipierte sie mit Eva Busch die Ausstellung Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner, über feministische Kämpfe und Widerstand in Bochum. Zuletzt waren ihre Arbeiten zu sehen in den sophiensælen Berlin und im Pathos München.

(Stand: 2020)

Nkisi

NKISI ist Mitbegründerin von NON Worldwide. NON ist ein Kollektiv von afrikanischen, zum Teil in der Diaspora lebenden Künstler*innen, die Sound als Medium nutzen, um sichtbare und unsichtbare Strukturen aufzudecken, mit deren Hilfe binäre Gegensätze innerhalb der Gesellschaft erzeugt und - damit einhergehend - Machtstrukturen etabliert werden. Ihre Musik greift Elemente des Punk auf mit der dazugehörigen Zurückweisung von Konformität. Nkisis DJ-Sets schöpfen aus einem breiten Spektrum von Einflüssen, durch die eine schnelllebige und berauschende Erfahrung entsteht. Auch als Producerin reflektiert sie diese Einflüsse und schafft so einen Sound, der unnachgiebig und bewegend zugleich ist.

(Stand: 2017)

NO OBI, NO INSERT

Lauritz aka NO OBI, NO INSERT betreibt einen der spannendsten und obskursten Youtube-Kanäle in Nordrhein-Westfalen und ist ein echter Kenner verschiedener Genres und Raritäten. Außerdem lieferte er auch einen der beliebtesten Cologne_Sessions-Ambient-Mixe aller Zeiten.

(Stand: 2019)

Simon Noori

SIMON NOORI arbeitet als Geograph und Migrationsforscher an den Universitäten Zürich und Neuchâtel. Er interessiert sich für die Digitalisierung von Grenzpolitiken und untersucht dabei sowohl die Entwicklung biometrischer Kontrolltechniken als auch die Nutzung von Smartphones und GPS-Geräten in Fluchtprozessen. Er ist Mitbegründer des Journals movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und hat mehrere Jahre für das WatchTheMed Alarm Phone gearbeitet.

(Stand: 2019)

Núcleo Experimental de Performance (NEP - ECo / UFRJ)

NEP – NÚCLEO EXPERIMENTAL DE PERFORMANCE (EXPERIMENTAL PERFORMANCE NUCLEUS) – UFRJ ist ein Forschungs- und Weiterbildungszentrum im Rahmen des Postgraduiertenprogramms für Darstellende Kunst und Theaterregie der Fakultät für Kommunikation an der Staatlichen Universität Rio de Janeiro (ECo-UFRJ). Das NEP wird von Adriana Schneider Alcure und Eleonora Fabião koordiniert, und wurde von Student*innen und Doktorand*innen als Raum für eine dauerhafte theoretische, künstlerische und pädagogische Forschung ins Leben gerufen. Zugleich ist das Zentrum eine Bewegung des universitären Schaffens und soll das Knüpfen von Kontakten erleichtern. Das NEP möchte ein umfassendes und dauerhaftes Netzwerk für Forschung sowie kritisches und kollektives Denken und Handeln zur Verfügung stellen und zum Handlungsprinzip machen.

(Stand: 2021)

© Sara Löfwander

Christian Nyampeta

CHRISTIAN NYAMPETA ist Künstler und arbeitet interdisziplinär in den Feldern Kunst, Design und Kunsttheorie. Sein Schaffen umfasst ein ‚wanderndes Programm‘ bestehend aus Ausstellungen, Filmvorführungen und Lyrical Perfomances. Häufig beschäftigt er sich mit der Frage ‚Wie wollen wir zusammenleben?‘ und der Erforschung der Konzepte von Mahnmalen und Übersetzungen. Zu seinen jüngsten Projekten zählen etwa École du soir, SculptureCenter, New York (2019) und Flower Garden of All Kinds of Loveliness Without Sorrow, Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Leipzig (2019). Nyampetas Arbeiten wurden in Ausstellungen am Institute of Modern Art (IMA), Brisbane (2019) und dem Camden Arts Centre, London (2017) gezeigt. Er war Mitwirkender bei der Fünften Ural-Industrie-Biennale für zeitgenössische Kunst, Jekaterinburg (2019), der Dakar-Biennale (2018) sowie der 11. Gwanjgu-Biennale (2016). Zudem betreibt Nyampeta den Online-Radiosender Radius. Er promoviert am Visual Cultures Department of Goldsmiths, University of London und wurde 2019 mit dem Kunstpreis Future Of Europe ausgezeichnet.

(Stand: 2020)