A

BASEL ABBAS und RUANNE ABOU-RAHME, beide Jahrgang 1983, leben und arbeiten zusammen in New York. Mittels Sound, Bild, Text, Installation und Performance setzen sie sich mit den Themen Raumpolitik, Begehren, Subjektivität,Katastrophen und der Absurdität der heutigen Machtpolitik auseinander. Sie untersuchen die raum-zeitlichen Resonanzen in Bezug auf das Reale, das Imaginierte und das Erinnerte. In interdisziplinären Installationen und audio-visuellen Live-Performances ergründen sie die Erfahrungsmöglichkeiten von Sound, (Ab)Bild und Umwelt. Sie präsentieren ihre Arbeiten meist als großformatige Installationen, die sie oft in Performances übertragen und teils auch online veröffentlichen. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und aufgeführt. Kürzlich haben sie in Ramallah zusammen mit dem lokalen Künstler boikutt das Performancekollektiv Tashweesh gegründet. Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme waren von Dezember 2012 bis August 2013 Stipendiat*innen der Akademie der Künste der Welt.

RUANNE ABOU-RAHME und BASEL ABBAS, beide Jahrgang 1983, leben und arbeiten zusammen in New York. Mittels Sound, Bild, Text, Installation und Performance setzen sie sich mit den Themen Raumpolitik, Begehren, Subjektivität,Katastrophen und der Absurdität der heutigen Machtpolitik auseinander. Sie untersuchen die raum-zeitlichen Resonanzen in Bezug auf das Reale, das Imaginierte und das Erinnerte. In interdisziplinären Installationen und audio-visuellen Live-Performances ergründen sie die Erfahrungsmöglichkeiten von Sound, (Ab)Bild und Umwelt. Sie präsentieren ihre Arbeiten meist als großformatige Installationen, die sie oft in Performances übertragen und teils auch online veröffentlichen. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und aufgeführt. Kürzlich haben sie in Ramallah zusammen mit dem lokalen Künstler boikutt das Performancekollektiv Tashweesh gegründet. Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme waren von Dezember 2012 bis August 2013 Stipendiat*innen der Akademie der Künste der Welt.

Für mich sind alle Dinge miteinander verbunden: von der Atomebene bis hin zu größeren gesellschaftlichen Strukturen. Mich fasziniert die Tatsache, dass selbst kleine Eingriffe etwas verändern können, um neue, nachhaltige Unterstützungssysteme zu bilden. Das meiste, wenn nicht gar alles an meiner Tätigkeit ergibt sich aus Rhythmen und Systemen. Es hängt vom Kontext ab, wie ich mich mit diesen Systemen beschäftige, von Bewahrung bis zu Initiierung, Intervention, Unterstützung, Verhandlung, Hacking, Befragung usw. Ich komme wohl dem am nächsten, wenn ich sage, dass meine Praxis transdisziplinär ist und an den Schnittstellen von Ton/Musik, DIY-Engineering, Forschung, Biohacking, Aktivismus und mehr existiert. Es drückt sich aus in einer Installation, einem Video, Audio, einem Gig, einem Happening, einer Veranstaltung oder allem Möglichen.
Als Künstler überlege ich immer, wie ich innerhalb der mich umgebenden Realitäten funktionieren kann. Dies hat es mir auch leichter gemacht, mich zwischen den Systemen zu bewegen, daher habe ich die Möglichkeit zu wählen, was für einen Beitrag ich wann und wie leiste. Die Frage ist immer: Wie kann ich mir diesen Luxus zunutze machen? Die weiter gefasste Frage lautet: Wie kann ich mich am besten in Systeme einbringen? Ich möchte die Möglichkeit haben, die Dinge aus der Nähe und aus der Ferne zu betrachten, vom Persönlichen und Mikropolitischen bis hin zur universellen Sprache der Kunst (falls es so etwas gibt). Astronaut und Astronom zugleich sein.

Der Künstler LAWRENCE ABU HAMDAN untersucht die Schnittstellen von Sound und Politik. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen gehören Earshot im Portikus in Frankfurt, ausgezeichnet mit dem Nam June Paik Award 2016, und Taqiyya in der Kunsthalle Sankt Gallen. Seine Werke wurden u.a. im Rahmen der Shanghai Bienniale, MACBA Barcelona, Tate Modern London, Beirut Art Center und der Taipei Biennial gezeigt. Er lebt zurzeit in Beirut.

ADWOA ADJEI, Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, ist in der Flüchtlingsberatung der Diakonie Düsseldorf tätig. 2019 gründete sie den Verein Friendship e.V., der sich für die Integration und Sichtbarmachung von Menschen afrikanischer Herkunft in Düsseldorf einsetzt. 2020 erhielt Friendship e.V. einen Sonderpreis im Rahmen der Verleihung des 6. Integrationspreises der Stadt Düsseldorf.

AFRODEUTSCHE (alias Henrietta Smith-Rolla), ist eine ghanaisch-russisch-deutsche Produzentin und Sängerin aus Manchester. Ihre DJ-Sets mischen die futuristisch schillernde Leichtigkeit von Drexciya, fordernd bouncenden House und britische Techno-Bretter wie Claro Intelecto und Randomer. Einmal im Monat ist sie live auf NTS zu hören.

HAIG AIVAZIAN (* 1980, Beirut, Libanon) ist Künstler, Kurator und Schriftsteller. Mit Hilfe von Performance, Video, Zeichnung, Installation und Skulptur verwebt seine Arbeit persönliche und geopolitische, Mikro- und Makro-Narrative auf der Suche nach ideologischen Schlupflöchern und Kurzschlüssen.

DOGAN AKHANLI ist ein in der Türkei geborener Schriftsteller und Aktivist. Seit Mitte der 90er Jahre lebt und arbeitet er als Schriftsteller in Köln. Seitdem hat er sich in Romanen wie etwa „Die Richter des jüngsten Gerichts”, aber auch Aufsätzen und weiteren Projekten immer wieder für einen wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte eingesetzt. Schwerpunkt seines zivilgesellschaftlichen Engagements ist das Gedenken an die Genozide des 20. Jahrhunderts.

Die Sängerin und Songwriterin LEILA AKINYI verbindet in ihrer Musik Rap, Soul und Afrobeat. 2016 veröffentlichte sie ihre erste EP, Afro Spartana, mit der sie einen großen Erfolg feierte. 2017 folgte mit Morgenkämpfer ihr zweites Album. Im Jahr 2017 wurde sie vom popNRW-Preis in der Kategorie „Newcomer“ nominiert. Leila Akinyi lebt in Köln.

Der Filmemacher JOHN AKOMFRAH (* 1957 in Accra, Ghana) trat bereits 1982 als Mitbegründer des Black Audio Film Collective in London in Erscheinung. Für seinen Debütfilm Handsworth Songs (1986) erhielt er den Grierson Award für den besten Dokumentarfilm. Es folgten zahlreiche Werke, darunter The Unfinished Conversation (2013) oder Vertigo Sea (2015). Das Museum of Modern Art, New York, und die Tate Britain, London, widmeten ihm 2011 bzw. 2013 Soloausstellungen. Akomfrah lebt und arbeitet in London.

The Stuart Hall Project. Revolution, Politics, Culture and the New Left Experience


ALAINGO (Bi Zia Alain Irie) begann schon als Kind zu tanzen und ist heute ein Spezialist in der Kombination von Coupé Décalé-Bewegungen mit Hiphop und verschiedensten Afrobeats. Er performte u.a. mit dem Afropop-Star Debordeaux Leekunfa sowie mit Ordinateur. Er ist Mitglied von La Fleur.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

Paris-Köln #1 Ordinateur et Alaingo

Paris-Köln Performance-Nacht

SHAHIDUL ALAM (* 1955 in Dhaka) ist Fotograf, Autor, Kurator und Aktivist. Seine fotografischen Arbeiten waren unter anderem am Museum of Modern Art in New York, in der Royal Albert Hall und in der Tate Modern in London zu sehen. Als Vortragsredner war er in Harvard, Stanford, Oxford und Cambridge zu Gast, außerdem war er Jurymitglied des Fotowettbewerbs World Press Photo. Alam hat eine Gastprofessur an der Sunderland University (GB) inne und ist Beiratsmitglied der National Geographic Society.

Global Positioning System Not Working

Der nigrische Filmemacher MOUSTAPHA ALASSANE (1942–2015) gilt als Pionier des afrikanischen Kinos und ist durch seine in den 1960er und 1970er Jahren entstandenen satirischen Filme bekannt geworden. Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde Alassane 2007 als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Le retour d’un aventurier

YURI ALBERT (* 1959 in Moskau, Russland) ist einer der bekanntesten Vertreter aus dem Kreis der Moskauer Konzeptualisten. In seiner äußerst vielseitigen künstlerischen Praxis untersucht er die Beziehung der Gegenwartskunst zur Kunstgeschichte sowie die Rolle des Künstlers, der Urheberschaft und der Zuschauer. Albert lebt und arbeitet in Moskau und Köln.

Stealing from the West

TARIQ ALI ist Autor, Historiker und Filmemacher. Er gilt als eine der wichtigsten Stimmen der europäischen Linken. Ali ist Mitgründer und -herausgeber der New Left Review und schreibt zudem regelmäßig für den Guardian und die London Review of Books. Er ist ein konsequenter Kritiker der US-Dominanz im Mittleren und Nahen Osten, eindrücklich belegt in seinen Büchern Bush in Babylon. Die Re-Kolonisierung des Irak (2003) und Das Obama-Syndrom: Leere Versprechungen, Krisen und Kriege (2010). Mit seinem neuesten Buch, The Extreme Centre: A Warning (2015), kritisiert er die politische Elite Großbritanniens aufgrund ihrer Ergebenheit gegenüber dem immer radikaleren neoliberalen Kapitalismus. Er lebt und arbeitet in London.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

BACHTYAR ALI ist Romancier, Lyriker und Essayist. Er ist einer der bekanntesten Schriftsteller und Poeten des autonomen irakischen Kurdistan. Sein erster Gedichtband Gunah w Karnaval erschien 1992. 2009 erhielt er den HARDI-Literaturpreis des größten Kulturfestivals im kurdischen Teil des Iraks. 2014 wurde er mit dem Sherko-Bekas-Literaturpreis ausgezeichnet.

Bachtyar Ali

DANIELLE ALMEIDA ist eine anti-rassistische Sängerin und Aktivistin. Sie hat Abschlüsse in Erziehungswissenschaften und in Musik (Gesang). Sie spezialisiert sich in ihrem Schaffen auf Afrika und Afro-Brasilien. Seit 2002 arbeitet sie zu Schwarzer Musik und Schwarzen kulturellen Manifestationen in Lateinamerika, anti-rassistischer Bildung und Schwarzen Ästhetik-Konzepten. Als Forscherin, Sängerin und Pädagogin hat Danielle Almeida zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

MARIA THEREZA ALVES ist Installationskünstlerin mit Lebensmittelpunkt in Berlin. Ihre Installation The Return of a Lake (2012), die sich mit der kulturellen, ökologischen und politischen Geschichte der Region Chalco bei Mexiko-Stadt befasst, war auf der documenta 13 zu sehen. Ein anderes Projekt, Seeds of Change (2012–2016), untersuchte die exotische Vegetation von Hafenstädten wie Bristol und Liverpool sowie deren Wurzeln im Handel mit Übersee.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

AMEL ALZAKOUT ist Künstlerin und Filmemacherin. Für ihren gemeinsam mit Khaled Abdelwahed realisierten Dokumentarfilm Purple Sea wurde sie 2018 mit dem Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit Deutschland und Arabische Welt ausgezeichnet.

Hotspots: Migration und Meer

PHENO AMBROs (Amed Bolalé Saliou Babatoundé) musikalisches Repertoire umfasst Afrobeat, Ndombolo, Coupé Décalé und RnB. Er versteht seine Musik als neuen modernen Afro-Sound. Der Durchbruch gelang ihm 2015 mit dem Song Alimé, der weltweit gefeiert wurde. Zuletzt tourte Pheno Ambro durch Afrika und spielte Auftritt in Deutschland und den USA.

Un truc d'ouf

HEBA Y. AMIN interessiert sich in ihrer recherchebasierten künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit für die Konvergenz von Politik, Technologie und Architektur. Sie ist Mitbegründerin des Black Athena Kollektivs und nahm unter anderem an Gruppenausstellungen der Dak'Art Biennale 2016, des Museums für Moderne Kunst Warschau und der 49. Berlinale Forum Expanded Exhibition teil. 2017 verwirklichte Heba Y. Amin ihr Recherche- und Ausstellungsprojekt The Devil’s Garden mit Fördermitteln der Akademie der Künste der Welt und Interkultur Ruhr.

Hotspots: Migration und Meer

NORA AMIN ist Literatin, Tänzerin und Regisseurin. Nach ihrem Französisch- und Komparatistikstudium war sie neun Jahre lang Assistentin an der Kairoer Akademie der Künste. Sie gründete die Performancegruppe La Musica, initiierte ein Theaterfestival und ist Gründungsmitglied der Modern Dance Company an der Oper Kairo. 2004 war sie Samuel Fischer-Gastprofessorin an der FU Berlin. 2015 war sie Fellow der Akademie der Künste der Welt. Sie verfasste Dramen, Kurzgeschichten und mehrere Romane. Zuletzt erschien ihr Essay Migrating the Feminine (60pages, MiCT, 2016) zur Rolle des weiblichen Körpers im öffentlichen Raum am Beispiel der gewaltsamen Geschehnisse auf dem Tahrir-Platz. Amin lebt in Kairo.

Nordafrikanische Männer, deutsche Frauen. Zweitägiges Symposium zu sexueller Gewalt und Rassismus

ULF AMINDE ist ein in Berlin lebender Künstler. In seinen Arbeiten, die mit Strategien aus Film, Performance und Dokumentation operieren, setzt er sich kritisch mit Fragen der Autorität und Repräsentation auseinander, die sich häufig auch bei Kollaborationen an Orten und mit Menschen ohne Bezug zur Kunst ergeben. Allen seinen Arbeiten gemeinsam ist eine uneingeschränkte Solidarisierung mit den Teilnehmer*innen seiner Projekte. Er ist darüber hinaus in vielen Lehrzusammenhängen tätig und forscht derzeit zu dem zukünftigen Potenzial von Kunsthochschulen. Er ist in mehreren selbstorganisierten Künstler*innen Vereinigungen aktiv und arbeitet auch hier an Solidarisierungsmöglichkeiten innerhalb des Kunstbetriebes. Derzeit entwickelt er in Berlin das Format *foundationClass, um Geflüchteten einen Kunsthochschulzugang zu ermöglichen. Um an die Opfer und Betroffenen der terroristischen Anschläge des NSU in der Kölner Probsteigasse (2001) und in der Keupstraße (2004) zu erinnern, entwickelt er den Film und das partizipatorisch angelegte Projekt Mahnmal Keupstraße.

Global Positioning System Not Working

Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation. Workshop-Woche

NATHALIE ANGUEZOMO MBA BIKORO verbindet Installationen, Radio, Live-Performances, Film und Archive. In ihrer Arbeit analysiert sie Prozesse von Macht & Fiktionen in historischen Archiven, die sich kritisch mit Migrationskämpfen auseinandersetzen. Sie schafft Umgebungen für unzählige Erzählungen von Widerstandsbewegungen afrikanischer Frauen und indigener Gemeinschaften. In den Erzählungen sedimentiert sind Zeugnisse akustischer Naturarchive, queerer Ökologien und postkolonialer feministischer Erfahrungen auf dem Weg zu neuer Kunst, die auf die verschiedenen Nuancen gesellschaftlicher Beziehungen und Rituale reagiert. Sie untersucht die Strukturen von Rassismen in Städten, die Archäologien urbaner Räume und die Ökonomien von Traditionssystemen, indem sie die Grenzen von Technologien als funktionale Gedächtnisaufzeichnungen aufdeckt. Sie ist mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. von der Fondation Blachère & Afrique Soleil Mali als beste Künstlerin der Dakar Biennale (2012), IASPIS Swedish Arts Council (2018), Arts Council England (2016), Goethe Institut (2018) und vielen anderen.

radio in between spaces

Das internationale Netzwerk ANOTHER ROADMAP FOR ARTS EDUCATION AFRICA CLUSTER (ARAC) ging aus einem Forschungsprojekt zur Geschichte kultureller Bildung hervor, welches vom Institute for Art Education der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK) ins Leben gerufen wurde. Inzwischen haben sich Akteur*innen aus der freien Bildungsarbeit, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus vier Kontinenten angeschlossen. In den vergangenen fünf Jahren organisierten sie zahlreiche internationale Symposien, die neben internen Arbeitssitzungen auch öffentliche Workshops, Ausstellungen, Abendprogramme, Live-Musik, Performances, site visits und Filmvorführungen umfassen. Veranstaltet werden die Aktivitäten von einzelnen ARAC-Arbeitsgruppen in verschiedenen Städten in Afrika und darüber hinaus – unter anderem in Johannesburg, Kampala, Lubumbashi, Lesotho und Kairo. Zu den Beteiligten zählen neben Mitgliedern der Keleketla! Library, der Keep the Dream Arts und der Wits School of Arts auch unabhängige Kulturarbeiter*innen vor Ort.

Gwangju Lessons

VINCENZO ANTONA ist Betreiber von Autotrasporti Internazionali Italia – Germania, einem Import- und Exportunternehmen, das Waren zwischen Deutschland und Italien bzw. Sizilien für die italienische Community in Deutschland und deren Verwandte in Italien transportiert.

Memory Lab #3: Sizilien Express – Memory Lab goes M. S. Kalk / Die Route(n) der italienischen Migration

ARJUN APPADURAI ist Goddard-Professor für Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University. Er ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Artikel, darunter Die Geographie des Zorns (Suhrkamp 2009) und Modernity at Large (University of Minnesota Press). Appadurais jüngstes Buch The Future as a Cultural Fact erschien 2013 bei Verso.

Hoffnung und Gewalt: Zukunftsentwürfe unter Geflüchteten

SWOODING ARCHITECTS sind ein Team von Architekt*innen und Stadtplaner*innen aus Shenzhen und Hongkong mit großen technische Knowhow und avantgardistischem Konzept. Sie integrieren ihr Verständnis von urbanen Bauten der Zukunft in ihre Projekte und wollen so die Grundlagen für ein besseres Stadtleben schaffen.

Sci-(no)-Fi

Speculative Actions

ANNE ARNDT erarbeitet Installationen, in die sie Fotografien, Skulpturen und Bewegtbilder einbindet. In ihren Arbeiten untersucht sie politische Konzepte in ihrem Bezug zur Architektur und zur Gesellschaft. Sie geht ihre dabei Themen mehrschichtig an und schließt den Betrachter in einer Weise ein, die manchmal sogar körperlich ist. Anne Arndt lebt und arbeitet in Köln.

Enigmatische Mehrheiten

Zu den Forschungsgebieten der Komponistin und Performerin MEIRA ASHER gehören der aktivistische Sozialdokumentarfilm und die Amplifikation des menschlichen Körpers. Als sie in den Niederlanden lebte, war sie Mitbegründerin der bodylab art foundation in Den Haag (2001-2011). Gegenwärtig ist sie Dozentin an der Kunstschule der Universität Haifa und Kuratorin und Moderatorin des unabhängigen Radiokunstprogramms radioart106 (KolHaCampus106fm 2014-2017, WGXC 2018 -, und Partnerin von Radia.fm).

Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören "Voices vs. The Israeli Occupation of Palestine 2017" für die Wurfsendung Deutchlandfunk Kultur und die ortsspezifische Klangarbeit "Still Sleeping", die von EyeBeam (New York) für ihr Projekt Acoustic Infrastructure installations in Auftrag gegeben wurde.

radio in between spaces

Der Künstler KADER ATTIA (* 1970 in Dugny, Frankreich) wuchs sowohl in Algerien als auch in einem Pariser Vorort auf. Auf der documenta 13 zeigte er die viel beachtete Installation The Repair. 2016 wurde er mit dem renommierten Marcel-Duchamp-Preis ausgezeichnet und eröffnete in Paris zusammen mit Zico Selloum einen neuen Raum für Kunst und Debatten: La Colonie. Attia ist Mitglied der Akademie, er lebt und arbeitet in Berlin und Algier.

Stealing from the West

Wiederaneignung und Wiedergutmachung

ROCHUS AUSTs Arbeit als Komponist und Trompeter wird in über 40 Ländern in Uraufführungen bzw. Unikataufführungen produziert und dargeboten. Wichtige Stationen seiner Arbeiten waren zuletzt die Europäischen Kulturhauptstädte RUHR.2010 und Marseille-Provence 2013, die Space Odyssey 2011 in Kiew, das /si:n/ festival in Ramallah 2013 und die Highline in New York 2015.

Resonating Suitcase/Suitcasing Resonance

YOCHAI AVRAHAMI ist Künstler und lebt und arbeitet in Tel Aviv. In seiner Kunst arbeitet er vornehmlich mit Installationen, Videos oder Skulpturen. Seit einigen Jahren erforscht und hinterfragt er aus künstlerischer Perspektive die Aus- und Darstellungsweisen von Bildern in Militärmuseen, in Gedenkstätten des Grauens und in Besucherzentren.

The Mount of Hercules

Gegen die fetischisierende Musealisierung der Erinnerungskultur

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

ANNE-SOPHIE AZIZÈ FLITTNER tritt als Schauspielerin an verschiedenen deutschen Theatern auf. Sie arbeitet auch als Regisseurin, Autorin und Übersetzerin. Seit 2014 moderiert sie Publikumsgespräche beim AfrikaFilmfestival Köln.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

B

In seinen Arbeiten setzt sich der Künstler YOUNES BABA-ALI (* 1986 in Oujda, Marokko) mit Themen der politischen Identität und der Migration auseinander. Dabei erprobt er auf vielfältige Weise neue Technologien und experimentiert mit Klang, Video, Fotografie und Installationen. Baba-Ali lebt in Brüssel und Casablanca.

Stealing from the West

ANTONINA BAEVER ist Künstlerin und Kuratorin in Moskau. Sie nahm an Videokunstfestivals in Örebro, Köln, Moskau und Melbourne und am Bergen Assembly 2013 teil. Zuletzt waren die Einzelausstellungen Socialism in a Dream (MUZEON Park of Arts, Moskau, 2014), Time Shall Be No More (CEH Manege, Moskau, 2014), Getting There Together (Triumph Gallery, Moskau, 2013) zu sehen. Ihre Arbeiten befinden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen wie dem MMoMA, dem MUZEON Park of Arts und dem Dokumentarfilmzentrum in Moskau.

Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation

CLARA LOBREGAT BALAGUER (* 1980 in Manila, Philippinen) ist eine sozial engagierte Künstlerin und unabhängige Forscherin. Ihr Interessengebiet ist die Dekolonisierung kultureller Produktion. Sie betreibt die Kunst- und Rechercheplattform The Office of Culture and Design und hält Vorträge im Walker Art Center, am Strelka Institut in Moskau und im MoMA PS1. Sie lebt in Manila.

Die Moral der Kopie: Die ethische Komplexität der Aneignung

MATTHIEU BAREYRE drehte seinen ersten Film, Nocturnes, im Jahr 2012. Der mittellange Dokumentarfilm lief 2015 auf dem Festival du cinéma de Brive und wurde auf dem Festival Cinéma du Réel des Centre Pompidou ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Paris.

Collage für Köln Matthieu Bareyre

JOHN BARKER (*1948 in London) ist Autor und Essayist. Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit der Ökonomie, mit geopolitischen Dynamiken und der Ausbeutung von Arbeitskraft. Barker arbeitet seit 2010 regelmäßig mit der Künstlerin INES DOUJAK zusammen, ihre Arbeiten wurden international ausgestellt.

Class Hatred, Only Joking

EVA BAROIS DE CAEVEL ist kuratorische Assistentin der Raw Material Company, eines Zentrums für Kunst, Wissen und Gesellschaft in Dakar. Außerdem arbeitet sie als freie Kuratorin. Sie befasst sich mit wissenschaftlicher Forschung, postkolonialen Themen und sozialem Engagement in der zeitgenössischen Kunst. Mit Koyo Kouoh, der Direktorin der Raw Material Company, hat sie an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, zum Beispiel 2015 im WIELS in Brüssel und den Deichtorhallen in Hamburg. Sie ist Mitgründerin des Cartel de Kunst in Paris, eines internationalen Kollektivs und Solidaritätsnetzwerks für angehende Kuratoren.

Wer bestimmt, was Kunst ist? Renzo Martens und der Cercle d’Art des Travailleurs de Plantations Congolaises

KATIA BARRETT ist eine Londoner Künstlerin und macht derzeit ihren Masterabschluss am Dutch Art Institute in Arnheim. In Forschung und Praxis beschäftigt sie sich in letzter Zeit mit den Entwicklungen in der interdisziplinären theoretischen Biologie, in der die Subjektivierung von Natur mit der Naturalisierung der Subjektivität einhergeht. Ausgehend von dieser theoretischen Plattform erkundet sie Themen wie Agency, Verstand, Bewusstsein und Willen. Zu ihren jüngsten Londoner Ausstellungen zählen Young London im V22 (2013) und Geology of Piss im xero, kline & coma (2012).

*Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation*

GIUSEPPE BARTOLOTTA arbeitet beim Fürsorgewerk Patronato ITAL-UIL und ist Vorsitzender des Komitees für die Italiener im Ausland Comitato degli italiani all'estero. Außerdem ist er Mitglied im italienischen Kulturverein Mondo Aperto/Offene Welt e.V. Er träumt von der Rente und seiner Herkunftsinsel Sizilien und tanzt leidenschaftlich gerne Salsa.

Memory Lab #3: Sizilien Express – Die Route(n) der italienischen Migration

WENDY BASHI, kongolesische Filmemacherin, Journalistin und Moderatorin. Sie hat anlässlich der Präsentation der Webserie Kinshasa Collection im Haus der Kulturen der Welt die Fashion-Show moderiert und ist als Darstellerin und Performerin an Kizobazoba beteiligt.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

Klang verortet mich in einer physischen Umgebung. Durch bewusstes Zuhören orientiere ich mich in Zeit und Raum und werde mir meines Körpers, meiner selbst und der Umgebung, in der ich mich befinde, bewusst. Obwohl ich schon immer gehört und zugehört habe, finde ich es schwierig, Klang zu entschlüsseln. Das ist vielleicht der Grund, warum er mich als Medium, mit dem ich arbeiten kann, anspricht. Klang ermutigt mich zu spekulieren, zu imaginieren, zu zweifeln und neugierig zu sein; er bringt mich dazu zu hinterfragen, was ich zu wissen glaube. In Klang habe ich ein Werkzeug entdeckt, um Annahmen über etablierte Hierarchien und Machtstrukturen in den Beziehungen zwischen Mensch und Natur sowie im postkolonialen Kontext in Frage zu stellen.
In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich an Forest Scapes gearbeitet, einem Werk, das den Einfluss von Kolonialismus auf Waldlandschaften mit Hilfe von Klang untersucht. Im Jahr 2019 habe ich das Klangarchiv SOUND OF NAIROBI (SON) mitbegründet.

radio in between spaces

© Christine Fenzl


UTE META BAUER ist Kuratorin von Ausstellungen und Vortragsreihen zu zeitgenössischer Kunst, Film, Videokunst und Sound Art, die künstlerische Formate mit anderen Disziplinen zusammenführen. Seit 2013 ist sie Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art in Singapur und zudem als Professorin an der School of Art, Design and Media der Technischen Universität Nanyang tätig. Von 2012 bis 2013 war sie Dekanin für Bildende Künste am Royal College of Art in London. Zuvor lehrte sie als Professorin an der Fakultät für Architektur und Raumplanung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts. Dort war sie zudem von 2009 bis 2012 Gründungsdirektorin des Program in Art, Culture and Technology (ACT) und von 2005 bis 2009 Leiterin des MIT Visual Arts Program. Im Jahr 2015 kuratierte sie gemeinsam mit Paul Ha, dem Leiter des MIT List Visual Art Center, den US-Pavillon auf der 56. Venedig-Biennale, wo Arbeiten der Künstlerin Joan Jonas zu sehen waren. Der Pavillon erhielt von der internationalen Jury die Ehrenauszeichnung für den besten nationalen Pavillon.

Am NTU Centre for Contemporary Art in Singapur (ko-)kuratierte sie Allan Sekula: Fish Story, to be continued (2015), Ghosts and Spectres – Shadows of History (2017), The Oceanic (2017/2018), Tarek Atoui The Ground: From the Land to the Sea (2018), Trees of Life: Knowledge in Material (2018), Stagings. Soundings. Readings. Free Jazz (2018), Siah Armajani: Spaces for the Public. Spaces for Democracy (2019) und zuletzt The Posthuman City: Climates. Habitats. Environments (2019/2020).

Bauer war künstlerische Leiterin der 3. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2004) sowie Ko-Kuratorin der documenta11 (2001-2002) unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Okwui Enwezor. Sie ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen zu zeitgenössischer Kunst, darunter zuletzt South East Asia. Spaces of the Curatorial (mit Brigitte Oetker, Sternberg Press 2016), Thomas Saraceno: Arachnid Orchestra. Jam Sessions (mit Anca Rujoiu, NTU Centre for Contemporary Art Singapore 2017), Place.Labour.Capital (mit Anca Rujoiu, Mousse Publishing 2018) und The Impossibility of Mapping (Urban) Asia (mit Khim Ong und Roger Nelson, World Scientific 2020). Bauer ist ferner Mitglied in zahlreichen Gremien und Findungskommissionen, unter anderem des Rockbund Art Museums in Shanghai, der Bergen Assembly in Bergen/Norwegen und der documenta in Kassel.

NATALIE BAYER ist seit 2018 Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums in Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Münchner Stadtmuseum. Als freie Kuratorin war sie bei Ausstellungsprojekten wie u.a. Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration (2009, München), Movements of Migration. Neue Perspektiven auf Migration in Göttingen (2013, Göttingen) und mit eigenen Veranstaltungsreihen aktiv. Sie ist Mitglied von kritnet - Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und in Beiräten und Jurys tätig. Sie hat Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert und reicht demnächst ihre Dissertation Migration on Display. Eine wissensanthropologische Studie zum kulturpolitischen Migrationsdiskurs im Museum an der Georg-August-Universität Göttingen ein. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Stadt, Geschichtspolitiken, Rassismus und Migrationsgeschichte.

Kuratieren als antirassistische Praxis

Gegen die fetischisierende Musealisierung der Erinnerungskultur

MARIANNE BECHHAUS-GERST ist Professorin für Afrikanistik an der Universität zu Köln. Sie forscht unter anderem zur Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland und zur deutschen Kolonialgeschichte. Ihre letzten Veröffentlichungen dazu, Frauen in den deutschen Kolonien (2009, hg. mit Mechthild Leutner) und Treu bis in den Tod (2007), erschienen im Ch. Links Verlag. Als Kuratorin hat sie Ausstellungen zur kolonialen Vergangenheit Kölns und Aachens sowie zu Konstruktionen von Afrika in unserer Alltagskultur betreut. Sie ist Vorsitzende des Vereins KopfWelten, einem lokalhistorischen Projekt zur Erinnerungsarbeit in Köln.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

*Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation

Wir waren schon immer hier! Afrikanisches Leben in Deutschland zwischen Widerstand und Anpassung

MAREIKE BERNIEN arbeitet als Künstlerin und Lehrende medial zwischen experimentellen Film, Sound und Text. In ihrem praxisbasierten PhD, das sie 2016 an der Akademie der bildenden Künste Wien abschloss, untersuchte sie die materielle, historische und politische Dimension von Farbe im Film. Zu ihren letzten Filmen gehören: Tiefenschärfe (2017) gemeinsam mit Alex Gerbaulet, Rainbow’s Gravity (2014) gemeinsam mit Kerstin Schroedinger. Ihre Arbeiten wurden im Internationalen Kunst- und Festival-Kontext vielfach gezeigt, darunter in der National Gallery of Art, Washington DC, im Whitney Museum of American Art, Forum Expanded Berlinale, Kurzfilmfestival Oberhausen, Les Complices* Zurich.

Memory Lab #4: Her*stories – Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven](https://www.academycologne.org/de/article/1582_memory_lab_4)

Seit 1995 arbeiten Liesbeth Bik und Jos van der Pol kollaborativ als BIK VAN DER POL. Im Kollektiv zu arbeiten ist eine bewusste politische und künstlerische Entscheidung. Mit dem radikalen Schritt weg vom Atelier als Produktionsort machen sie den künstlerischen Arbeitsplatz an sich – die Praxis – zum Format von Recherche und Produktion. Jedes Projekt beginnt mit der Erschließung des Rahmens, in dem es sich als performative Plattform präsentiert, und begibt sich in einen Dialog mit dem Kontext. Das künstlerische Engagement von Bik Van Der Pol gilt dem gemeinsamen öffentlichen Raum. Das Künstlerduo eruiert, wie und auf welche Weise Bürger Zugang zu diesem Raum haben und diesen formen können. Sie befragen, auf welche Weise Kunst ein Instrument oder ein Ort zur Schaffung von Wissensformen sein kann und wie sich dies zu „Öffentlichkeiten” verhält.

The City & the City

CANA BILIR-MEIER ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Sie hat an Schulen unterrichtet und war als Assistentin an der Akademie der bildenden Künste Wien tätig. Vor Kurzem hat sie ein Programm mit experimentellen Kurzfilmen österreichischer Regisseurinnen in Istanbul kuratiert und einen Dokumentarfilm über die Zensur in Kunst und Kino in der Türkei seit den 1980er-Jahren entwickelt. Zurzeit ist sie Stipendiatin von kültür gemma!, einem Projekt zur Förderung der Stadtkultur in Wien und von migrantischer Kunst- und Kulturproduktion. Ihre Filme waren unter anderem bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und der Diagonale in Graz zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Wien und Istanbul.

Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation

KATHARINA BISCHOFF studierte Angewandte Theaterwissenschaft und arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin, Projekt- und Produktionsleiterin. Sie ist Gründungsmitglied der Theatergruppe bigNOTWENDIGKEIT. Seit 2019 realisiert sie im kollektiven Arbeitsbündnis DAS BUCHPROJEKT vielfältige Bücher mit und für Kinder und veranstaltet Lesungen, Ausstellungen und Workshops.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

JOHN BLUE ist Komponist und Multiinstrumentalist und wurde 1970 in Portland (USA) geboren. Seit 2007 lebt er in Berlin. Er schreibt und spielt Musik sowohl als Solo-Künstler als auch in Bands und produziert Soundtracks für Film, Theater, Tanz und Kunstinstallationen.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

BOBWEAR (Abdoulaye Kone) ist Fashiondesigner und Performer. In Hamburg und Abidjan hat er zahlreiche Fashionshows und Kollektionen mit seinem Label Bobwear entwickelt. Er designt und produziert Kostüme für das Schwabinggrad Ballett und andere Gruppen, darunter La Fleur und Gintersdorfer/Klaßen.

Un truc d'ouf

MAI-ANH BOGER vertritt derzeit die Professur 'Lernen in der inklusiven Schule' an der Universität Paderborn. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsphilosophie und Philosophie der Differenz und Alterität.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

MANUELA BOJADŽIJEV hat grundlegende Arbeiten im Bereich der Rassismus- und Migrationsforschung geschrieben. Seit mehreren Jahren befasst sie sich nun mit den Zusammenhängen von Logistik und Migration. Sie ist Professorin für Globalisierte Kulturen an der Leuphana Universität und Vize-Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung.

Hotspots: Migration und Meer

CHRISTIAN VON BORRIES ist Orchesterdirigent, Komponist, Filmemacher und Produzent ortsspezifischer, psychogeografischer Projekte. Seine Werke sind Auftragsarbeiten für das Lucerne Festival, das Kunstfest Weimar, die Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, die documenta 12 und andere. Von Borries lebt und arbeitet in Berlin.

Constructed Futures: Mleeta & Haret Hreik

Desert of the Real

Conflict Music – The Soundtrack of World Cultures

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

MAXIMILIAN BRAUER wurde in Berlin angeboren und dann zum Zauberer weitergeboren. Er arbeitet als Schauspieler vor allem fürs Theater. Seit 1986 als Silvesterüberraschung auf der Erde.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

ANNA BROMLEY entwickelt Ausstellungen, Installationen, Performances, Texte, Radiogespräche und -stücke. Ihr Interesse gilt Brüchen und Aussetzern in repräsentativen Rede- und Sprechweisen. Zuletzt waren ihre Arbeiten zu sehen und hören in: HKW Berlin, AgvA CIAT Berlin, MUU Helsinki, nGbK Berlin, documenta14 Radio, SAVVY Contemporary Berlin, Musrara Mix Jerusalem, Fondazione Arthur Cravan di Milano. Seit 2010 konzipiert und realisiert sie auch kuratorische Formate – zumeist in nicht-hierarchischen Kollektiven und Kollaborationen. Diese nahmen Politiken selbstironischer Witze, queere Zeitlichkeiten sowie mitteleuropäische Disziplinierungen von Körper und Psyche in den Blick. Aus ihren kuratorischen Forschungsgruppen speisen sich die Anthologien Glossar inflationärer Begriffe (Berlin 2013, Mexiko Stadt 2014) und Jokebook (Berlin 2015). Annas jüngstes Forschungsprojekt widmet sich Radiopraktiken in Protestnetzwerken. Aktuell ist sie Fellow an der Kunsthochschule für Medien Köln.

radio in between spaces

AGNES BRÜHWILER, Lektorin für Swahili an der Universität zu Köln, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie, erforscht unter anderem das Verhältnis von Sprache zu Gender und Ideologie, auch Soziolinguistik und afrikanische Literatur.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

Dr. phil. BORIS BUDEN ist Autor und Publizist. Er studierte Philosophie in Zagreb und Kulturwissenschaften an der HU Berlin. In den 1990ern war er Redakteur der Zeitschrift Arkzin, Zagreb. Seine Essays und Artikel umfassen Themen der Philosophie, Politik, Kultur- und Kunstkritik. Unter seinen Übersetzungen ins Kroatische finden sich zwei Bücher von Sigmund Freud. Buden ist u.a. Autor von Der Schacht von Babel. Ist Kultur übersetzbar? (Berlin, 2004), Zone des Übergangs. Vom Ende des Postkommunismus, Frankfurt/Main, 2009.

Über Parallelen zwischen dem gewalttätigen Zerfall Jugoslawiens und der heutigen Krise in der Ukraine

EVA BUSCH studierte Anthropologie und Kunstwissenschaft und arbeitet seither irgendwo zwischen Wissenschaft, Vermittlung, Kunst, und Aktivismus. Dabei interessiert sie sich insbesondere für queer-feministische und postkoloniale Machtkritik, Differenzen und Möglichkeiten des Gemeinsamen. In Bochum betreiben Eva Busch und Julia Nitschke mit weiteren wunderbaren Menschen das atelier automatique, einen möglichst solidarischen Arbeitsplatz für Künstler*innen und Off Space für die lokale Kunstszene.

Memory Lab #4 Her*stories – Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Memory Station

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Feministischen Widerstand archivieren und aktivieren

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner / Junge Akademie: Wir müssen uns immer noch selbst neu erfinden – aber wir müssen nicht von vorne anfangen

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Emanzencafé

C

JO CAIMO ist Klang- und bildender Künstler, Erfinder, Musiker und Radiomacher. Seine Arbeit bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Performance, Musik, Produktdesign, Installation und digitaler Welt. Mit seinen Objekten und Instrumenten erforscht er Kollisionen des Kollektiven mit dem Inneren und fordert so den Betrachter heraus, Teil seiner Arbeit zu werden. Er entwickelt wirkungsvolle Messinstrumente und Plattformen, durch die wir unbewusste Muster und Mechanismen in kooperativen Schaffensprozessen besser verstehen können. Die Erforschung, Stimulierung und Visualisierung der Energien von Menschen im Kollektiv ist das zugrundeliegende Thema.

radio in between spaces

CEDRIC CARNAVARO ist ein ivorischer Musikproduzent mit Fokus auf die Musikstile Coupé Décalé und Afrobeat. Er arbeitete unter anderem mit DJ Lewis, DJ Mix, MC One, Rocky Gold, DJ Kedjevara sowie mit Gadoukou la Star zusammen und gilt als Experte westafrikanischer Musiktrends.

Un truc d'ouf

SHADOW CASTERS / BACAČI SJENKI ist eine preisgekrönte und von Kritikern international gefeierte Kunst- und Produktionsplattform aus Zagreb. Die Arbeit im öffentlichen Stadtraum – gekennzeichnet durch verschiedene künstlerische Interventionen – ist der Schwerpunkt ihrer Projekte. Ihre Performances sind Zeitreisen in die Vergangenheit und Gegenwart urbaner Räume, Momente kollektiver und individueller Erinnerung. Orte und Umgebungen werden so zu Bühnen und Akteuren. Ihre Projekte und Performances sind als performative, multimediale und sozial involvierte ‚Zeitskulpturen’ angelegt.

Hypertext und Psychogeographien Kölns

FILIPA CÉSAR (* 1975 in Porto) studierte Malerei an der Faculty of Fine Arts der Universität in Porto und an der Faculdade de Belas Artes in Lissabon. 2008 schloss sie ein Masterstudium im Fach Art in Context an der Universität der Künste in Berlin ab. Als Künstlerin ist Filipa César seit 2001 international in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, seit 2007 ist sie auch als Filmemacherin tätig. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Spell Reel

Der Kulturtheoretiker IAIN CHAMBERS, Professor für Kulturwissenschaft und Postcolonial Studies an der Universität L´Orientale in Neapel, arbeitet insbesondere zu Moderne und Migration im mediterranen Raum. Er ist bekannt für seine interdisziplinäre und interkulturelle Forschungsarbeit zu Musik, Populärkultur und urbanen Kulturen.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

BUDHADITYA CHATTOPADHYAY ist Künstler, Forscher und Schriftsteller. Unter Einbeziehung verschiedener Medien wie Ton, Text und bewegte Bilder produziert Chattopadhyay Werke für groß angelegte Installationen und Live-Performances, die sich mit zeitgenössischen Themen wie Klimakrise, Eingriffe des Menschen in Umwelt und Ökologie, Urbanität, Migration, Rasse und Entkolonialisierung auseinandersetzen. Chattopadhyay war Charles-Wallace- wie auch Prinz-Claus-Stipendiat; er erhielt zahlreiche Stipendien, Residenzen und internationale Auszeichnungen, seine Werke wurden weltweit ausgestellt, aufgeführt oder präsentiert. Chattopadhyays Schriften erscheinen regelmäßig in internationalen Publikationen, zwei Bücher sind in Vorbereitung. Chattopadhyay promovierte in künstlerischer Forschung und Tonstudien an der Akademie für kreative und darstellende Künste der Universität Leiden und erwarb einen MA in Medien-, Kommunikations- und Kulturwissenschaften an der Universität Aarhus; kürzlich schloss er ein einjähriges Postdoc-Stipendium ab.

radio in between spaces

CHEAP ist ein Künstler*innenkollektiv, das im Jahr 2001 von Daniel Hendrickson, Susanne Sachsse und Marc Siegel gegründet wurde. Vaginal Davis ist ein permanentes Mitglied der Gruppe. Das Kollektiv arbeitet regelmäßig mit Phil Collins, Wilhelm Hein, Hannah Hurtzig, Bruce LaBruce und Xiu Xiu und anderen zusammen. CHEAP inszenierte Performances, Installationen, Festivals und Club-Events an verschiedenen Orten und Veranstaltungen wie Prater der Volksbühne (2001), Podewil (2002/2003), Ujazdowski Castle Kino-Lab, Warschau/Bunkier Sztuki, Krakau (2002), HAU (2003-12), Theater an der Parkaue (2005-10), Steirischer Herbst, Graz (2006), Berlinale/Forum Expanded (2006/2007), Theater an der Gessnerallee, Zürich (2007), Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt (2012), 80WSE Gallery, NYC (2015), Mezipatra Queer Film Festival, Prag (2016), Arsenal – Institut für Film und Videokunst (2006-17), Kaserne Basel/FFT Düsseldorf (2012/2018), silent green (2017), Kammerspiele München (2018) und Haus der Berliner Festspiele (2019). Die New York Times nahm die CHEAP-Aufführung The Magic Flute. An Opera in Six Steps in der 80WSE Gallery in die Liste The Best in Art of 2015 auf. 2018 präsentierte die Akademie der Künste der Welt CHEAPs Original Sin, ein Konzert von Susanne Sachsse und Xiu Xiu, im Kölner Stadtgarten. Seit 2017 strahlt CHEAP die monatliche Radiosendung CHEAP Funk im Berliner Kunstradioprojekt reboot.fm aus.

CHEAP People Are Other People

Original Sin. A Concert

VIVEK CHIBBER ist Soziologe und Professor an der New York University. In seinem Buch Postcolonial Theory and the Specter of Capital (Verso 2013) formulierte er eine der entschiedensten gegenwärtigen Kritiken der postkolonialen Theorie. Sein grundlegendes Argument ist, dass dieser Denkansatz, obwohl er sich als Kritik des Orientalismus und des Eurozentrismus versteht, diese tatsächlich unterstützt. Das Buch entfesselte eine der wichtigsten jüngeren Debatten in der Sozialtheorie und in den Geistes- und Sozialwissenschaften über den Status postkolonialer Studien. Trotz seiner umstrittenen Thesen erhielt es viele positive Rezensionen, z. B. durch den amerikanischen Linguisten Noam Chomsky und den slowenischen Philosophen Slavoj Žižek.

Reading Lounge Session

Kapital und Konzepte – Imperialismus und Moderne in der postkolonialen Theorie

ANNICK CHOCO (Badekou Annick Prisca Agbadou) ist Tänzerin und Sängerin. Vor ihrer Solokarriere tanzte sie u.a. für Serge Beynaud und spielte 2016 als Gast in Der Botschafter und Der Internationale Strafgerichtshof von Gintersdorfer/Klaßen. Seit 2016 ist sie festes Mitglied von La Fleur.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

© Martha Stroo

BINNA CHOI ist Kuratorin und Leiterin des Casco Art Institute: Working for the Commons in Utrecht/Niederlande, das sie im Jahr 2018 gemeinsam mit ihrem Team unter dem heutigen Namen und Modus Operandi neu begründete. In diesem Zusammenhang konzipierte und entwickelte sie langfristig angelegte transdisziplinäre Forschungsprojekte wie etwa Grand Domestic Revolution (2009-2013) und Composing the Commons (2013-2016). Letzteres schloss das Projekt Site for Unlearning (Art Organization) (2014) mit ein, das in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Annette Krauss und dem Team von Casco entstand. Weitere kuratorische Projekte Chois waren unter anderem das jährlich stattfindende Kuratorinnenseminar *Cultivate or Revolutionize? Life Between Apartment and Farmland im Times Museum in Guangzhou (2014, kuratiert mit Nikita Yingqian Cai) sowie die Sommerakademie und Ausstellung Group Affinity im Kunstverein München (2011, mit Bart van der Heide). Außerdem arbeitete sie im Jahr 2016 als Kuratorin für die Gwanju-Biennale The Eighth Climate (What Does Art Do) und organisierte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Maria Lind das globale Forum und die Gemeinschaft experimenteller Kunstorganisationen All the Contributing Factors. Choi ist Fakultätsmitglied des Dutch Art Institute und Mitglied der Akademie der Künste der Welt sowie des Community Economies Research Network.

SADDIE CHOUA ist eine in Belgien lebende belgisch-marokkanische Filmemacherin, Autorin und Mixed-Media-Künstlerin. Die studierte Soziologin hat ihre politische Kritik an Ungleichheiten auf den Kunst- und Medienbereich ausgeweitet. Die Brücke zur Kunst schlägt sie mithilfe ihrer akademischen Erfahrung durch die politische Kunst des Dokumentarfilms, Videoinstallationen, Mixed-Media-Collagen und Kurzgeschichten. Sie rückt rassistische/ethnische Diskriminierung, die Diskriminierung von Frauen, Themen wie Kolonialismus und Klasse sowie ihre Katzen in den Mittelpunkt.

Perverse Decolonization: Today is the shortest day of the year but somehow hanging around with you all day makes it seem like the longest

Floraphilia: Revolution of Plants

KETI CHUKHROV ist Professorin an der Hochschule für Kunsttheorie und kulturelle Studien an der russischen Universität für humanitäre Studien in Moskau, sie ist Gastprofessorin an der europäischen Hochschule in St.Petersburg und Leiterin der theoretischen Abteilung des nationalen Zentrums der zeitgenössischen Künste. Seit 2003 sitzt sie in der Jury des Moskauer Art Magazins. Chukrov hat zahlreiche Texte veröffentlicht zu Kunsttheorie,Kultur, Politik und Philosophie wie z.b. in Afterfall, Moscow Art Magazine, Artforum, Brumaria, den Documenta Schriften, e-Flux Journal, New Literary Review, Springerin. Ihre Bücher schliessen Werke mit ein wie Zu sein -Zu spielen. ‘Theater’ in der philosophischen Kunst Kritik, Pfund &£ und zwei Gedichtbände: Nur Menschen und Krieg der Quantitäten.

Perverse Decolonization: Toward A Dirty Universalism Beyond the Politics of Identity

Perverse Decolonization: Final Research Meeting

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

SEBASTIAN CHICHOCKI lebt und arbeitet in Warschau, wo er Chefkurator am Museum für Moderne Kunst ist. Zu seinen kuratierten Ausstellungen gehören die polnischen Pavillons auf der 52. und 54. Biennale von Venedig, mit Monika Sosnowska (1:1) und Yael Bartana (...und Europe Will Be Stunned), letzteres Projekt in Zusammenarbeit mit Galit Eilat; Making Use. Life in Postartistic Times, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2016); Rainbow in the Dark: On the Joy and Torment of Faith, Konstmuseum Malmö (2015); SALT Galata, Istanbul (2014); Zofia Rydet, Record 1978-1990, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2015); Procedures for the Head, Kunsthalle Bratislava, Slowakei (2015); New National Art. Nationaler Realismus im Polen des XXI. Jahrhunderts, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2012); Early Years, KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2010); Raqs Media Collective, Die Hauptstadt der Akkumulation, Museum für Moderne Kunst in Warschau (2010); Oskar Hansen. Prozess und Kunst 1966-2005, Museum für Moderne Kunst in Skopje, Mazedonien. Cichocki ist Kurator des Skulpturenparks Bródno, eines langfristigen öffentlichen Kunstprogramms, das 2009 mit dem Künstler Paweł Althamer initiiert wurde. Er hat Ausstellungen in Form einer Novelle, eines Hörspiels, eines Opernlibretto, eines Gartens, eines Anti-Produktions-Residenzprogramms und von Performance-Vorträgen kuratiert.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

BETH COLLAR ist eine Künstlerin, die vorwiegend in den Bereichen Performance und Skulptur oder auf dem gemeinsamen Boden zwischen ihnen arbeitet. Sie wurde in Cambridge, England, geboren. Jüngste Projekte und Performances waren im Cafe Oto, London, 2017; Kunstverein München, München, 2017; Kunstraum, London, 2017; Standpoint, London, 2017; Glasgow Women's Library, Glasgow, 2016; Hester, New York, 2016; KW, Berlin, 2016; Fig 2, ICA, London, 2015; Cubitt, London, und Rijksakademie, Amsterdam, 2015; Raven Row, London, 2015; die Serpentine Galleries, London, 2015; und Flat Time House, London, 2014. Sie wurde mit dem Mark Tanner Sculpture Award 2016/17 ausgezeichnet.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

Eosin (DIANA COMBO) komponiert und spielt mit Vinyl-Schallplatten. Ausgehend von einem Prozess, der der Plünderungsphonie nahe kommt, fügt sie Feldaufnahmen oder andere aus Online-Archiven gesammelte Klänge hinzu. Ihre Neukompositionen sind das Ergebnis einer intuitiven Erkundung, die von einer bestimmten Thematik für die theoretische Forschung und vom Akt des Zuhörens geprägt ist. Ihre Beziehung zu Schallplatten und Vinyl-Playern hat einen weiteren Ausdruck in kollektiven Aufführungskontexten gefunden, wo sie als Instrumente zur Improvisation eingesetzt werden. In diesem Kontext teilte Diana die Bühnen mit Andrea Neumann, Ana Veloso, João Martins und Filipe Silva; Antoine Chessex, Werner Dafeldecker, Burkhard Beins, Nate Wooley, unter anderen. Sie trat als Solistin bei der Transmediale, dem Tiny Noise und dem Festival ERTZ sowie an Orten wie Casa da Música, Passos Manuel, Maus Hábitos, ZDB, Galeria Zaratan, Bar Irreal, Salon des Amateurs und General Public auf.

radio in between spaces

ANGE DA COSTA, Musiker, Singersongwriter aus Berlin mit eigener Band macht "Bantu-Soul": Bantu heißt Mensch – Music for the people.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

J-J DA COSTA, Musikproduzent und Dozent für Musikproduktion in Köln und an verschiedenen Bildungs- und Kultureinrichtungen in NRW.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen– TISCHGESPRÄCHE*

FLORIAN CRAMER (* 1969 in Berlin, Deutschland) ist Dozent im Bereich 21st Century Visual Culture an der Hochschule Rotterdam und bezeichnet sich selbst als teilnehmenden Beobachter zeitgenössischer Kunst. Aktuelle Veröffentlichungen sind Anti-Media (2013), What Is Post-Digital?(2013/14) und Pattern Discrimination (mit Wendy Hui Kyong Chun, Hito Steyerl und Clemens Apprich, in Vorbereitung). Cramer lebt in Rotterdam.

Die Moral der Kopie: Die ethische Komplexität der Aneignung

© Peter-Andreas Hassiepen

MAX CZOLLEK ist Lyriker, Essayist und Kurator. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin an, das er mit einer Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen. Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts Babelsprech. Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang die Gedichtbände Druckkammern (2012), Jubeljahre (2015) und Grenzwerte (2019) sowie bei Hanser die Streitschrift Desintegriert euch! (2018).

Exophony: How Do You Language

D

IDA DANEWID ist Teaching Fellow an der SOAS University of London. Sie forscht an der Schnittstelle von Rasse, Geschlecht, politischer Ökonomie und radikalem politischen Denken. Ihr besonderes Interesse gilt dabei Fragen des Internationalismus und solidarischen Politikansätzen. Veröffentlichungen zu Migration, Gentrifizierung und radikalen schwarzen Bewegungen. Derzeit arbeitet sie an einer Monographie zu den gemeinsamen Horizonten globaler Solidaritätsbewegungen.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

LAURA DANG ist in Oberhausen im Ruhrgebiet aufgewachsen und hat in Eichstätt ihr Studium der Angewandten Musikwissenschaft und Musikpädagogik absolviert. Derzeit studiert sie im Master Medienkunst und Mediengestaltung mit dem Schwerpunkt Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Hörspiel, Klangkunst, Feature und Live-Improvisationen.

radio in between spaces

SOROUR DARABI ist eine im Iran geborene und in Paris lebende Performerin, Tänzerin und Choreografin, die sich mit sexueller Identität, Genderpolitik und Sprache befasst. 2016 erhielt sie den Anerkennungspreis des Zürcher Theater Spektakel für ihr Short Piece Farci.e.

Paris-Köln Performance-Nacht

VAGINAL DAVIS ist eine sexy und umherziehende, betagt-zurückgebliebene und pensionierte Hure, die international dafür bekannt ist, unschuldige junge weiße Männer aus guten Familien in den Wahnsinn und/oder den Tod zu locken.

CHEAP People Are Other People

Original Sin. A Concert

NURAY DEMIR ist Künstlerin und Kuratorin im Bereich der visuellen, darstellenden/performativen Künste. Ihre Praxis ist von einem forschenden und radikal transdisziplinären Ansatz gekennzeichnet. Für ihre Projekte arbeitet sie kollaborativ mit Personen aus unterschiedlichen Bereichen, mit denen sie temporäre Ensembles bildet. Sie realisierte Projekte an diversen Institutionen, wie etwa auf Kampnagel in Hamburg, dem HAU/Hebbel am Ufer in Berlin, die Wiener Festwochen und District Berlin. Zudem trägt sie ihre Ansätze in die Lehre, etwa an der Universität der Künste Berlin.

Memory Lab #1: Fugitive Futurity – Archive als performative Praxis

GABRIEL DHARMOO lebt in Montréal (Kanada), wo er als Komponist, Vokalist, Improvisator und Forscher arbeitet. Seine Werke werden international aufgeführt, er selbst wurde mehrfach ausgezeichnet: als Komponist mit dem Jules-Léger Preis 2017 des Canada Council for the Arts und als interdisziplinärer Künstler für seine Soloperformance Imaginary Anthropologies.

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

DIAKRON ist ein Labor für transdisziplinäre Praxis. Das Kollektiv hat sechs Mitglieder, die in den Bereichen Forschung, künstlerische und kuratorische Praxis, Grafikdesign und Wirtschaftsanthropologie arbeiten. Sie untersuchen neu entstehende Organisationsformen und deren Kapazitäten zur Lösung weit verbreiteter systemischer Probleme. Diakron entwickelt derzeit Primer, eine kunstbasierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Rahmen von Aquaporin, einem globalen Wassertechnologieunternehmen.

Actionable Speculations

NICOLAS BAUDOUX aka DJ ELEPHANT POWER ist ein DJ, Künstler und Produzent aus Brüssel. Bei dem in Köln ansässigen Label „Sonig“ veröffentlichte er 2014 sein erstes Album „No Si, Ni So“. Im Jahr 2011 gewann er den renommierten belgischen Preis „Octaves De La Musique“ und mit seiner 2017 veröffentlichten „Soda Waves EP“ hebt er seine Fähigkeiten auf die nächste Stufe, auf der sich Bass Drum, Schlagzeugstärke, Deep Groove und Bass-Gefühl miteinander verbünden. Inspiriert von belgischem Cold Techno, UK Funky Bass und der Musik afrikanischer Volksstämme, macht DJ Elephant Power aus seiner eigenen Perspektive ein einzigartiges Genre.

B2B DJ-Set im Studio 672 Nkisi/ DJ Elephant Power

MARIA DO MAR CASTRO VARELA, Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin, ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen neben den Gender und Queer Studies die Postkoloniale Theorie, die Kritische Migrationsforschung und die Kritische Bildungs- und Erziehungswissenschaft. Letzte Publikationen u.a.: Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung (gem. mit Nikita Dhawan) und Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart (hrsg. gem. mit Paul Mecheril).

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

Die feministische Künstlerin INES DOUJAK (* 1959 in Klagenfurt, Österrreich) hat sich in den letzten Jahren eingehend mit dem Thema Textilien auseinandergesetzt und ihre globale, von Kultur-, Klassen- und Genderkonflikten geprägte Geschichte untersucht. Ihre jüngste Einzelausstellung Not Dressed for Conquering war im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (2016–2017) zu sehen. Doujak arbeitet seit 2010 regelmäßig mit dem Künstler JOHN BARKER zusammen, ihre Arbeiten wurden international ausgestellt. Ines Doujak lebt und arbeitet in London und Wien.

Stealing from the West

Class Hatred, Only Joking

Max Dovey arbeitet mit Menschen und Technologien zusammen, erschafft modellbasierte Interaktionen und Erfahrungen, betrachtet kritisch neue Technologien und untersucht die Politik der vernetzten Gesellschaft. So ist beispielsweise A Hipster Bar (2015) eine Popup-Bar, die mit Hilfe der Bilderkennung nur Personen zulässt, die von einem maßgeschneiderten Algorithmus als Hipster erkannt werden; Respiratory Mining (2017) ist ein Werk, in dem der Akt des Atmens in eine Krypto-Währung umgewandelt wird. Dovey erhielt einen Master-Abschluss in Mediendesign & Kommunikation an der Piet Zwart Academy Rotterdam und arbeitete unter anderem mit V2_ und The Patching Zone in Rotterdam. Er zeigte seine Arbeiten an der Ars Electronica und The Lowry in Manchester (Humans Being Digital). Er lehrte am niederländischen Sandberg Institute sowie an der St. Joost Academy Breda und ist assoziierter Forscher am Institute of Network Cultures und am Agorama London. Er schreibt für Open Democracy, Imperica & Furtherfield.

Noordkaap Taxi Lectures: Cologne, What is Your Mother’s Maiden Name? & 404 Schrott aller Art

Noordkaap Taxi: A Taxi Happening

Noordkaap Taxi: Cologne, What is Your Mother’s Maiden Name

Noordkaap Taxi: Memory Station

Noordkaap Taxi / Junge Akademie: Cologne, What Is Your Mother’s Maiden Name?

PROF. DIPL.-DES ANTJE DRINKUTH ist Professorin für Kollektionskonzepte und Kollektionsdarstellungen an der AMD Akademie Mode & Design, Berlin.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

Foto: Dörthe Boxberg, 2018

MADHUSREE DUTTA wurde 1959 in Jamshedpur/Jharkhand, Indien geboren. Sie studierte Theater an der National School of Drama in Indien und ist Filmemacherin, Kuratorin und Autorin. Madhusree Dutta ist Gründerin und Direktorin von Majlis, einem Zentrum für den Rechtsdiskurs und interdisziplinäre Kunstinitiativen in Mumbai. Ihr Interesse gilt besonders dokumentarischen Praktiken, der Untersuchung des urbanen Raums, interdisziplinären Praktiken des Archivierens und der Sphäre des Öffentlichen. Duttas Filme werden international auf Filmfestivals und Kunstevents gezeigt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter etwa den Filmfare Award for Best Documentary (1994) und den Indian Documentary Producers’ Association Award (2001). Retrospektiven ihrer Arbeit waren unter anderem in der nGbK Galerie in Berlin (2005) und während des International Women’s Film Festivals, Trivandrum (2005) sowie im Rahmen der Feminnale in Köln (2006) und dem Persistent Resistance Film Festival, Neu Delhi (2008) zu sehen. In der Vergangenheit hat sie verschiedene Kunst- und Kulturprojekte kuratiert, unter anderem Expression, das erste feministische Festival zu Kunst und Kunstdiskurs in Indien (1990), India Sabka, ein Jugend-Festival mit dem Schwerpunkt Multikulturalität (2002), Import Export: Kultureller Austausch zwischen Indien und dem deutschsprachigen Europa (2005, Mumbai-Vienna-Berlin), Culture@WSF, im Rahmen des Weltsozialforums (2014) und Moving People, ein Projekt und Veranstaltungsprogramm zur künstlerischen Vernetzung von Asien und Afrika, das in Nairobi stattfand (2015). Ihr letztes kuratorisches Projekt Project Cinema City: Künstlerische Forschung und dokumentarische Praktiken (2009-2013) war ein multidisziplinäres Vorhaben, an dem hundert Bildende Künstler*innen, Architekt*innen, Filmemacher*innen und Sozialwissenschaftler*nnen mitwirkten. Das Projekt feierte seine öffentliche Premiere im Forum Expanded, Berlinale (2010). Unter ihren Buchveröffentlichungen findet sich, um nur eine zu nennen, die Anthologie Project Cinema City (Tulika Books 2012), die als Bestes Buch des Jahres 2014 mit dem Publishing Next Industry Award ausgezeichnet wurde. Seit März 2018 ist Madhusree Dutta Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt.

Copy It: Nur für Diebe und Raubkopierer – von Büchern, Kunstwerken, Ideen...
Global Positioning System not Working
Speculative Feminist Cine Geography

Artists as Historians

Die Macht der Wahrheit: Strategien des visuellen Archivierens und Konter-Archivierens in Konfliktgebieten

7 Islands and a Metro

E

Die Künstlerin YASMINE EID-SABBAGH studierte in Paris Geschichte, Fotografie und visuelle Anthropologie. Im Jahr 2018 promovierte sie am Institut für Kunsttheorie und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste, Wien. Von 2006 bis 2011 lebte sie im Burj Shamali, einem palästinensischen Flüchtlingslager neben Tyre, wo sie fotografische Recherchen durchführte, darunter ein Gesprächsprojekt mit jungen Palästinensern und Archivierungsarbeiten an Privat- und Studioaufnahmen. Seit 2008 ist Eid-Sabbagh Mitglied der Arab Image Foundation. Sie erhielt den Arles Discovery Award, 2013, und den 8. Vevey International Photography Award, 2011, für ihre Zusammenarbeit mit Rozenn Quéré unter dem Titel Vies possibles et imaginaires (Possible and Imaginary Lives).

Memory Lab #4: Her*stories. Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven

OKWUI ENWEZOR

Ist Westkunst Weltkunst?

MERYEM ERKUS arbeitet in Köln als Kuratorin, Veranstalterin und stadtpolitische Aktivistin. Als Gründerin des Kunst- und Projektraumes GOLD+BETON am Ebertplatz und dem Kulturverein Baustelle Kalk e.V. zeigt sie sich mitverantwortlich für viele subkulturelle Projekte und hybride (Ausstellungs-)formen in Köln. Erkus arbeitet stets in unterschiedlichsten kuratorischen Kooperationen unter ihnen z.B. Brückenmusik, Stadtgarten Köln, Museum for Contemporary Art Antwerp, die Akademie der Künste der Welt usw. Für den Baustelle Kalk e.V. wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2016 mit dem Kölner Kulturpreis für Junge Initiativen. Am Ebertplatz war sie maßgeblich für den Kampf um die Erhaltung der Kunstpassage mitverantwortlich und ist aktiv an der Gestaltung der offiziellen Interimsphase beteiligt.

M.S. KALK: Arrival City Kalk – Von (Lebens-)Entwürfen und (Wohn-)Biografien

M.S.KALK: M.S. BILANZ

M.S. KALK: Get on Board!

M.S. KALK: MEMORY STATION

M.S. KALK: M.S. HALLEN KALK

M.S. KALK: One Day in Kalk

F

Der 1970 geborene Schriftsteller, Kunstkritiker und Kurator HU FANG lebt und arbeitet in Guangzhou und Peking. Der Mitbegründer und künstlerische Leiter des Vitamin Creative Space in Guangzhou und des Peking Pavilion war an verschiedensten internationalen Projekten beteiligt, unter anderem arbeitete er als Redakteur an den documenta 12 magazines mit und wirkte als Co-Kurator der Yokohoma Triennale 2008.

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders


NAFISEH FATHOLLAHZADEH ist eine Fotografin und Künstlerin aus dem Iran und lebt in Berlin. Sie studierte Visuelle Kommunikation in Teheran, bevor sie einen Master in Photography Studies and Research an der Folkwang Universität der Künste in Essen absolvierte. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind urbane Landschaften und forschungsorientierte fotografische Studien. Ihre jüngsten Projekte wie Momentography of a failure beschäftigen sich mit Post-Fotografie und kollaborativer Praxis in der Fotografie. In ihren Arbeiten untersucht sie die Rolle eines lokalen Fotojournalismus, die Aneignung von Raum durch Fotografie und das Verhältnis von kollektiven und individuellen Raumerinnerungen. Im Jahr 2019 wurde sie für ihr partizipatives Foto- und Stadtforschungsprojekt Momentography of a failure mit dem Bildungspreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin des DAAD.

Cedrik Fermont ist ein in Berlin ansässiger belgisch-kongolesischer Komponist, Musiker, Mastering-Engineer, Autor, Radiomoderator bei Colaboradio/FR-BB.org, Staalplaat und Boxout.fm sowie Labelmanager (Syrphe), der im Bereich der elektronischen und experimentellen Musik tätig ist. Seine Kompositionen und Installationen umfassen Klangkunst, Soundscapes aus gefundenen Klängen und Objekten, eher konventionelle ‚Tanz‘-Musik und Radioprojekte. Er hat umfangreiche Tourneen in Asien, dem Nahen Osten und Afrika unternommen, seine Forschungsschwerpunkte sind elektronische, elektroakustische, experimentelle und Geräuschmusik aus Asien und Afrika. Im Jahr 2017 veröffentlichte er zusammen mit Dimitri della Faille das Buch Not Your World Music über Noise-Musik in Südostasien; Gewinner des Prix Ars Electronica Goldene Nica 2017 in der Kategorie Digital Musics & Sound Art.

radio in between spaces

FABIAN FERRARI ist Promovend am Oxford Internet Institute, einer multidisziplinären Fachabteilung der Universität Oxford. In seiner Dissertation konzentriert er sich auf die Wirtschaftsgeographie der künstlichen Intelligenz. Fabian hat seinen Masterabschluss in Politik und Kommunikationswissenschaften an der London School of Economics abgeschlossen und seinen Bachelor in Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf absolviert. Darüber hinaus forscht er im Rahmen der Fairwork Foundation, einem internationalen Aktionsforschungsprojekt, das sich mit der Analyse und Verbesserung der Entlohnung und der Bedingungen für Plattformarbeiter auf der ganzen Welt befasst.

Das Multimedia-Duo FILASTINE & NOVA arbeitet seit 2010 zusammen. Grey Filastine (*1978 in Los Angeles, USA) ist ein Videokünstler, Komponist und Produzent, der in Barcelona lebt. Sein Debütalbum Burn It! (2006) war das erste in einer Reihe hochgelobter Alben, mit denen er auf Welttourneen ging. Die Sängerin Nova Ruth (*1982 in Malang, Indonesien) gehörte zur indonesischen Rap-Sensation Twin Sista (Mother of Nature, 2003) und arbeitet genreübergreifend mit Künstlern wie Filastine, Sven Simulacrum und Unkle Ho. Filastine & Nova erschaffen einen entgrenzten Sound und entwickeln stark konzeptuell angelegte Multimedia-Präsentationen mit Multiscreen-Visuals, Tanz, Live-Percussion und Spoken Word.

Drapetomania

SEBASTIAN FISCHER, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des AfrikaFilmFestivals in Köln, freier Consultant für Filmpoduktionsfirmen und das Goethe-Institut.

KIZOBAZOBA: PROJEKTIONSFLÄCHE AFRIKA – TISCHGESPRÄCHE MIT EXPERTINNEN ZU KOLLEKTIVEN BILDPRODUKTIONEN*

CHRISTINE FISCHER, Kulturwissenschaftlerin und Hispanistin, arbeitet am GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig in Bereichen Programmplanung und Publikumsentwicklung. Sie ist am Aufbau eines Museumsprogramms beteiligt, das in Veranstaltungen, Workshops und Projekten soziale Teilhabe, Multiperspektivität und kulturelle Vielfalt fördert.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

LA FLEUR agiert als transnationales Kollektiv zwischen Berlin, Hamburg und Paris und hat seit 2016 einen hochphysischen Aufführungsstil für eine neue Form der Theaterarbeit entwickelt. Das Team vereint Tänzer*innen urbaner Stile, DJs, Schauspieler*innen und Showbiz-Stars. La Fleur analysiert und vertanzt französische Literatur aus transkultureller Perspektive. In Koproduktion mit französischen und deutschen Theatern entstand so die Serie Les Nouveaux Aristocrates (2017) nach Honoré de Balzac, Nana ou est-ce que tu connais le bara (2019) und Körper als Unternehmen (2019) nach Émile Zola. Für Pièce d’actualité n°11. Trop d’inspiration (2018) arbeiteten La Fleur mit jungen Menschen am Theater La Commune in Aubervilliers an zeitgenössischen Tanzstilen. Das Stück war 2019 bei den Ruhrfestspielen und beim Westwind Festival zu Gast.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

LAMIN FOFANA ist Künstler und Musiker. Seine instrumentale elektronische Musik kontrastiert die Realität unserer Welt mit dem, was jenseits von ihr liegt, und untersucht Fragen zu Bewegung, Migration, Entfremdung und Zugehörigkeit. Aus Sierra Leone stammend, lebt er in Guinea, USA, und aktuell in Berlin. Sein jüngstes Projekt Brancusi Sculpting Beyonce wurde 2018 auf Hundebiss Records veröffentlicht.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

Mit ihrem gradlinigen Rap und der Leidenschaft für musikalische Experimente mischen Wanlov the Kubolor und sein Kollege M3nsa unter dem gemeinsamen Namen FOKN BOIS die Musikszene Ghanas auf. Ihr Mix aus traditioneller afrikanischer Musik und Rap, Dub und Techno ergibt einen energiegeladenen, hypnotischen Sound, den sie mit mutigen Texten und politisch brisantem Humor kombinieren. So ist ihr „Gospel Porn Christian Rap“ voll von deutlichen Provokationen und satirischem Spott, der nicht nur auf eine, sondern gleich auf eine ganze Reihe von Gruppen abzielt, insbesondere aber auf Christen, Muslime, Rastafaris, Chinesen und Weiße im Allgemeinen. Sie danken Gott, dass sie „keine Nigerianer“ sind und vollziehen einen Perspektivwechsel, indem sie selbst zu Gebern werden und Spenden sammeln, um „Amerika zu helfen“. FOKN Bois hatten ihr Debüt 2010 mit dem Soundtrack zu Westafrikas erstem Musicalfilm auf Pidgin, Cos Ov Moni. Der Soundtrack basiert vollständig auf Samples klassischer afrikanischer Highlife-Alben. Ihr Rap-Album FOKN Wit Ewe erschien 2012. Ihr Mixtape FOKN Ode To Ghana folgte 2015. FOKN Bois leben in Budapest.

Abschlussfest der PLURIVERSALE IV & King Georg Sommerfest

BRIDGET FONKEU arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dortmund, studiert hat sie an der Ruhr Universität Bochum. Im Oktober 2019 schloss sie ihre Promotion in Soziolinguistik ab. Bridget Fonkeu kam 1998 aus Kamerun nach Deutschland und ist Mutter von vier Kindern. In Kamerun arbeitete Fonkeu als Gymnasiallehrerin. In Deutschland wurde ihr Hochschulabschluss nicht anerkannt, weswegen sie als Putzkraft arbeitete, bis sie 2008 ein neues Studium beginnen konnte. Sie leitet seit 2015 gemeinsam mit anderen Migrant*innen die Silent University Ruhr, eine Plattform die es Migrant*innen erlaubt, als Berater*innen und Dozent*innen zu arbeiten, während ihnen genau das von deutschen Universitäten und Institutionen oft verwehrt wird. In der Silent University gründete Fonkeu ein Frauennetzwerk – das Interkulturelle Frauen-Empowerment-Netzwerk –, um anderen Migrantinnen beratend und unterstützend zur Seite stehen zu können. Fonkeus Fachgebiete sind Multilingualität und Sprache in migrantischen Communities in Deutschland.

TERESA FORCADES I VILA ist Ärztin und promovierte Theologin. Nach einem Studium der Medizin in Barcelona und New York sowie der Theologie in Harvard trat sie 1997 dem Orden der Benediktinerinnen bei. Forcades ist eine vehemente Kritikerin der Pharmaindustrie und steht insbesondere der Medikalisierung der Gesellschaft kritisch gegenüber. Als Theologin setzt sich für die Stärkung der Rechte von Homosexuellen und Frauen ein, auch innerhalb der katholischen Kirche. In ihren zahlreichen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen macht sie sich u. a. stark für die direkte Demokratie und fordert eine gerechtere Verteilung der Güter. Forcades gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der intellektuellen Linken in Europa.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

GUNNAR FRIEL studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Valie Export. Als Medienkünstler beschäftigt er sich mit den sozialen Bedingungen von Räumen und deren Beziehungen zu Materialien und digitaler Technologie. Gemeinsam mit Anja Vormann realisiert er seit 2003 Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum. 2003 wurden sie mit dem H.W. & J. Hector Kunstpreis und 2006 beim Deutschen Videokunstpreis Marl ausgezeichnet. 2006 nahmen sie an der Busan Biennale in Südkorea teil. Ihre Werke wurden zuletzt auf der LOOP Video Barcelona, Linz 09 Kulturhauptstadt Europa, Kunstraum Innsbruck, Times Museum Guangzhou gezeigt. 2015 - 2018 arbeitete Gunnar Friel als Research Artist und Gastprofessor an der Centro Universidad in Mexico City. Für sein Video-Projekt Dialog mit dem Archiv erhielt er 2020 das Internationale Research Stipendium der Casa Planas und des Goethe Instituts Barcelona.

*1987, Berlin. Studium Universität der Künste Berlin, Werkleitz Masterclass PMMC, Kunsthochschule für Medien Köln. Tätigkeiten u.a. als Regie- und Produktionsassistent, Regisseur und Kameramann in den Bereichen Theater, Performance, Film sowie langjährige Tätigkeit im Bereich Soziale Arbeit. Austellungsbeiteligung u.a. in Berlin, Leipzig, Köln, Hamburg, Düsseldorf, Amsterdam, Lyon, Marseille und Paris. Filmfestivalbeiträge in Leipzig, Dresden, Weimar, Berlin. Arbeitet in Köln und Berlin. Lebt in Köln-Kalk.

M.S. KALK: M.S. BILANZ

M.S. KALK: Arrival City Kalk – Von (Lebens-)Entwürfen und (Wohn-)Biografien

M.S. KALK: 1. KALKER SUCUK-FEST

M.S. KALK: One Day in Kalk

M.S. KALK: M.S. HALLEN KALK

M.S. KALK: Malte’s Memory Sunday & Mapping Kalk

M.S. KALK: MEMORY STATION

M.S. KALK: Get on Board!

MASSIMO FURLAN

Tree of Codes

ISABELLA FÜRNKÄS (*1988 in Tokio) ist Trägerin des Förderpreises des Landes NRW für Medienkunst und des Stipendiums der Pariser Cité Internationale des Arts. Im Jahr 2017 erhielt sie ein Reisestipendium des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen sowie ein Aufenthaltsstipendium des Goethe-Instituts. Sie ist Meisterschülerin von Andreas Gursky, studierte bei Keren Cytter und Johannes Paul Raether an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Universität der Künste Berlin als Gaststudentin bei Hito Steyerl. Zuvor studierte sie Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität zu Köln, der Zürcher Hochschule der Künste sowie Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien. In ihrer Arbeit verwendet sie verschiedene Medien wie Zeichnung und Video und kombiniert sie zu Installationen mit Performances. Seit 2015 arbeitet sie auch als Teil eines Performance-Duos mit Lukas von der Gracht. Ihre Arbeiten wurden kürzlich im Nam June Paik Art Center Seoul, im Museum Abteiberg (mit Lukas von der Gracht), im CSA Space Vancouver und im Projektraum der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf ausgestellt.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

G

GALA DROP ist eine Lissaboner Band, die 2003 vom Keyboarder Nelson Gomes und dem Gitarristen Tiago Miranda gegründet wurde. Komplettiert wurde die Gruppe durch den Drummer Afonso Simões. Ihr erstes, nach der Band benanntes Album kam 2010 heraus. Ihr zweites Album II erschien 2014.

Gala Drop

CHRISTIAN GÄRTNER, Volkswirt, interessiert sich für die sozioökonomischen Zusammenhänge von Wirtschaft, Architektur und Design. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Urban Standards, einer Design- und Strategieberatung, die Städtebau- und Mobilitätskonzepte entwirft und dabei gegenwärtige Urbanisierungstendenzen und Forderungen nach einer nachhaltigen Mobilitätswende zusammendenkt.

Actionable Speculations

Der Politikwissenschaftler RICHARD GEBHARDT ist freier Publizist und politischer Bildner in Köln. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Buch- und Zeitschriftenbeiträge zum Thema extreme, neue und populistische Rechte. Seine journalistischen Texte wurden u.a. in der jungle world, ZEIT Online und in der StadtRevue veröffentlicht. Der von ihm herausgegebene Band Volksgemeinschaft statt Kapitalismus? Zur sozialen Demagogie der Neonazis (PapyRossa Verlag 2009) befasst sich mit dem Phänomen, wie Neonazis mit antikapitalistischen Parolen erfolgreich auf Stimmenfang gehen. Im Mai 2017 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband Fäuste, Fahnen, Fankulturen. Die Rückkehr der Hooligans im Stadion und auf der Straße (PapyRossa Verlag).

AfD, Pegida & Co. – Für welches Volk spricht der Populismus?

„Sich im Kreise drehend und mit Blick über einen Hinterhof im Norden von Paris, arbeiten Martha H. und Salome G. daran, die Institutionalisierung eines sprachlichen Ausdrucks – des deutschen Wortes ‚man‘ – aufzudecken, das sie für einen Sprechakt halten, denn es prägt das Leben und die Gedanken der Menschen auf eine unglückliche Weise, wie die beiden Forscherinnen M. H. und S. G. bemerken.“

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

BASSAM GHAZI pendelt zwischen den Kulturen und Perspektiven und betreibt Handel mit Geschichte und Geschichten: biografisch, postmigrantisch, divers, inkludiert und desintegriert. Er ist Theaterpädagoge, Regisseur und Künstlerischer Leiter des Import Export Kollektivs am Schauspiel Köln. Als freiberuflicher Trainer bietet er Fortbildungen zu den Themen Diversität, Intersektionalität, Diskriminierung und Rassismus für Bildungs- und Kulturinstitutionen an. Bassam Ghazi ist Mitglied des Bündnisses kritischer Kulturpraktiker*innen und Kurator für das Festival Augenblick mal! 2021.

MONIKA GINTERSDORFER ist Regisseurin und Mitgründerin von LA FLEUR. Zwischen 2000 und 2004 inszenierte sie regelmäßig am Schauspielhaus Hamburg, an den Münchner Kammerspielen und für die Salzburger Festspiele. 2004 begründete sie mit Jochen Dehn die aktionistische Gruppe Rekolonisation in Hamburg und leitet seit 2005 gemeinsam mit Knut Klaßen die Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen. Monika Gintersdorfer ist Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

ANTONELLA GIURANO ist Begründerin des italienischen Kulturvereins Mondo Aperto/Offene Welt e.V., Mitglied in Buntes FrauenNetzwerk e.V. und im Integrationsrat Köln. Samstags geht sie gerne in Köln-Kalk Italienisch einkaufen, bspw. in den italienischen Feinkostladen IAIA, wo es die typische ‚Fenchel-Salsiccia’ (Bratwurst) gibt. Sie kommt aus Sardinien.

Memory Lab #3: Sizilien Express – Die Route(n) der italienischen Migration

PABLO GIW ist ein Trompeter und Klangkünstler aus Köln, aktiv in der experimentellen und Impro-Musikszene.

Paris-Köln Performance-Nacht

THOMAS GLÄSSER lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Der Musiker, Programmmacher und Kulturaktivist gründete 2006 mit anderen Musiker*innen die Plattform Zentrum für Aktuelle Musik e.V. Er kuratiert internationale Konzertreihen (Reconstructing Song, Reverse Exotism, Outskirts) im Bereich aktueller und zeitgenössischer Musik, konzipiert Festivals (Invocation, Night of Surprise, Digging the Global South) und Konferenzen sowie künstlerisch-pädagogische Projekte und lokale kulturpolitische Initiativen.

radio in between spaces

In Between Spaces: Indie Idiosyncracies

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

Digging the Global South

Tonkünstler und Produzent mit Sitz in Valparaiso. Seine Arbeit konzentriert sich auf Klangforschung und Zuhören als Erfahrung und soziales Phänomen. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Direktor des Tsonami-Festivals. Als Künstler hat er Radioarbeiten, Klanginstallationen, experimentelle Kompositionen, Klangperformances und Webprojekte produziert und ist in Chile, Peru, Kanada, Kolumbien, Estland, Italien, Australien, Griechenland und Deutschland aufgetreten. Derzeit ist er Direktor des Tsonami Sound Art Festival, Direktor des B.A.S.E. Tsonami Sound Art Center, Co-Kurator der Sala BASE Sound Art Gallery, Mitherausgeber des Sound Art and Culture Magazine AURAL, künstlerischer Leiter von Radio Tsonami, Herausgeber des Labels Tsonami Records und der Plattform Audiomapa.

radio in between spaces

AVERY F. GORDON ist Professorin für Soziologie an der University of California in Santa Barbara sowie Visiting Professor an der Birkbeck School of Law, University of London. Sie ist Autorin verschiedener wissenschaftlicher Aufsätze und Monografien, darunter zuletzt The Hawthorn Archive: Letters from the Utopian Margins (2017) und Ghostly Matters: Haunting and the Sociological Imagination (2. Aufl. 2008). Im Rahmen der dOCUMENTA 13 entwickelte sie in der Reihe 100 Notes, 100 Thoughts gemeinsam mit der Künstlerin Ines Schaber die Notizen für den Breitenau-Raum von The Workhouse (2012).

Archiving the Imaginary, the Erased, the Absent and the Fugitive

AHMAD GHOSSEIN (* 1981 in Beirut) ist Künstler und Filmemacher. In seinen von dokumentarischem Material ausgehenden Arbeiten kombiniert er Videokunst, Installationen und Fotografie. Seine Werke waren in zahlreichen Museen zu sehen, darunter im Museum of Modern Art in New York, im Oslo Kunstforening, im Nam June Paik Art Center in Südkorea sowie auf bedeutenden Filmfestivals wie der Berlinale, bei den Filmfestspielen in Cannes oder beim Dubai Film Festival.

Global Positioning System Not Working

YOERI GUÉPINs künstlerische Praxis umfasst Installationen, (Vortrags-)Performances und kollaborative Forschungsprojekte, in denen er Archivmaterialen mit neuen Kontexten versieht. Seine Arbeiten waren zu sehen im ENSAPC YGREC, Paris, im Ormston House, Limerick, und im TENT Rotterdam. Darüber hinaus war er mit seinen Vorträgen an diversen Einrichtungen zu Gast.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

AYŞE GÜLEÇ ist als forschende Aktivistin und Kulturarbeiterin in selbstorganisierten Initiativen in den Bereichen Migration, Postkolonialismus, Anti-Rassismus und Kunst wie z.B. in der Initiative 6. April und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ aktiv. Sie war als Community Liaison im Artistic Director Office der documenta 14 in Kassel tätig. Ayşe Güleç studierte Sozialpädagogik an der Universität Kassel und begann ab 1998 im Kulturzentrum Schlachthof im Bereich Migration und (inter-)kulturelle Bildung zu arbeiten. Sie entwickelte den documenta 12 Beirat und war Mitglied der Maybe Education Gruppe der documenta 13.

Memory Lab #5: Zuhören als antirassistische Praxis – Das akustische Gedächtnis der Migration

Memory Lab #2: Umkämpfte Erinnerungen – Ein Mahnmal für die Opfer des NSU in Köln

KÜBRA GÜMÜŞAY ist Journalistin, Bloggerin und Referentin. Als freie Autorin schreibt sie für Die Zeit, Zeit Campus, die taz und andere Medien. Sie referiert zu den Themen Politik, Islam, Rassismus, Feminismus und Social Media an Universitäten, auf Konferenzen und in Presse, Radio und TV. Zudem arbeitet sie als Social-Media-Beraterin an der Saïd Business School der University of Oxford. Aktuell ist sie Botschafterin gegen Rassismus der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Ihr Blog Ein Fremdwörterbuch wurde 2011 für den Grimme Online Award nominiert. Sie lebt zurzeit in Oxford, Großbritannien.

Nordafrikanische Männer, deutsche Frauen. Zweitägiges Symposium zu sexueller Gewalt und Rassismus

XIAOLU GUO wurde 1973 in China geboren. Derzeit lebt sie in London und New York und ist Writer in Residence an der Columbia University. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Lyrikbände, Kurzgeschichten, filmtheoretische Schriften und Romane. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist Guo eine preisgekörnte Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen. Stadt der Steine (2005) ist der erste ihrer Romane, der in deutscher Übersetzung erschien. Die englische Ausgabe des Buches (Village of Stones, 2004) wurde im April 2005 für den Foreign Fiction Prize der Zeitung The Independent nominiert. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit Kleines Wörterbuch für Liebende (2008). Zuletzt wurden in deutscher Sprache ihr Roman Ich bin China (2014) und ihre Autobiographie Es war einmal im fernen Osten (2018) veröffentlicht, die in englischer Ausgabe mit dem National Books Critics Circle Award 2017 ausgezeichnet wurde.

H

KIEN NGHI HA ist Fellow am Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien der Universität Bremen und freier Kurator. An der New York University sowie den Universitäten Heidelberg und Tübingen hatte er verschiedene Forschungsstellen inne. Darüber hinaus war er im Haus der Kulturen der Welt, dem Hebbel am Ufer und der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin kuratorisch tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind postkoloniale Kritik, Migration und die asiatische Diaspora. Seine jüngste Monografie Unrein und vermischt (transcript, 2010) wurde mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2011 ausgezeichnet.

Wie kolonial ist die Willkommenskultur?

AYESHA HAMEED befasst sich in ihrer recherche- und performancebasierten Arbeit mit Grenzen und Migration, Critical Race Theory und den visuellen Kulturen des Black Atlantic. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem im ICA London, im Haus der Kulturen der Welt und im Kunstraum Niederösterreich gezeigt. Als Wissenschaftlerin lehrt und forscht sie derzeit am Goldsmiths, University of London.

Hotspots: Migration und Meer

Der Künstler und Filmemacher JAN PETER HAMMER (*1970 in Kirchheim unter Teck) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke wurden international gezeigt, darunter The Beast and the Sovereign im MACBA, Barcelona & Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (2015); Toys Redux – On Play and Critique im Migros Museum, Zürich; Without Reality There Is No Utopia, CAAC – Centro Andaluz de Arte Contemporaneo, Sevilla (2011).

The Dig

© Katja Ruge

ALICE HASTERS wurde 1989 in Köln geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Journalismus in München und arbeitet u.a. für die Tagesschau und den RBB. Im September 2019 erschien ihr Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten bei hanserblau. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer&Brot über Feminismus und Popkultur.

Exophony: Spelling Identity

EMMA HAUGH ist Bildende Künstlerin und Pädagogin mit Lebensmittelpunkt in Dublin und Berlin. Sie befasst sich in ihrer künstlerischen Praxis mit der Repräsentation des Begehrens sowie der Erforschung kultureller Strukturen (architektonisch, sprachlich, sexuell und pädagogisch) von einem queer-feministischen Standpunkt aus. Seit 2015 bildet Emma Haugh gemeinsam mit Suza Husse das künstlerisch-kuratorische Kollektiv The Many Headed Hydra.

Reading Lounge Session

LYDIA HAUTH, Ethnologin, arbeitet seit 2014 sie am GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Als Volontärin und wissenschaftliche Mitarbeiterin koordinierte und kuratierte sie mehrere Sonderausstellungen der Reihe Grassi invites.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

Die Figur des Sammlers und Kunstdetektivs RAMON HAZE wurde 1997 von den Künstlern Andreas Grahl und Holmer Feldmann „entdeckt“. Seitdem rekonstruieren die beiden seine Kunstsammlung, die „Der Schrank“ genannt wird. Von Marcel Duchamp über Andreas Baader bis hin zu Jeff Koons umspannt die Kollektion nahezu 100 Jahre der Kulturgeschichte.

Stealing from the West

NANNA HEIDENREICH hat zahlreiche Publikationen im Bereich kritische Migrationsforschung, visuelle Kultur, postkoloniale Theorie und Anderes Kino veröffentlicht. Sie war kuratorisch etwa für das Forum Expanded der Berlinale und für das Haus der Kulturen der Welt tätig. Seit 2016 ist sie Professorin für Digital Narratives – Theory an der ifs internationale filmschule köln und seit 2018 Mitglied der Akademie der Künste der Welt.


Hotspots: Migration und Meer

Kizobazoba: Hype, Hyper, Web-Filme

The Time of the Archive

Kidlat Tahimik: Perfumed Nightmare

Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation. Workshop-Woche

ÁGNES HELLER ist eine ungarische Philosophin und Holocaust-Überlebende. Sie war eine der Schlüsselfiguren der Budapester Schule, eines vom Philosophen Georg Lukács in den frühen 1960er-Jahren gegründeten Forums zur Erneuerung der marxistischen Kritik angesichts des in Ungarn real existierenden Sozialismus. Heller emigrierte 1986 nach New York, wo sie im selben Jahr Hannah Arendts Nachfolgerin am Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research wurde. Sie ist Autorin zahlreicher einflussreicher Bücher, darunter Das Alltagsleben (Suhrkamp 1981), Theorie der Bedürfnisse bei Marx (Vsa 1987) und Ist die Moderne lebensfähig? (Campus 1995). Zuletzt erschien der Band Von der Utopie zur Dystopie: Was können wir uns wünschen? (Edition Konturen 2016). Heller lebt in New York und Budapest.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

STEFAN HELMREICH ist Anthropologe am MIT, Massachusetts Institute of Technology. In seinem vielfach ausgezeichneten Buch Alien Ocean (2009) begleitet er Meersbiolog*innen, die die Tiefsee erforschen. In einem neuen Buchprojekt befasst er sich mit der Forensik und der Medialität von Wellen und deren Messungen in Zeiten des Klimawandels.


Hotspots: Migration und Meer

Der Filmemacher LOUIS HENDERSON (*1983 in Norwich, GB) setzt sich in seinen Werken mit den Verbindungen zwischen Kolonialismus, Technologie, Kapitalismus und Geschichte auseinander. Seine Arbeiten waren u.a. auf dem Rotterdam International Film Festival, dem Doclisboa, dem CPH:DOX, dem New York Film Festival, der Contour Biennale, der Kiev Biennale und in der Tate Britain zu sehen. Er lebt und arbeitet in Lissabon und Paris.

Lettres du voyant

DANIEL HENDRICKSON ist Gründungsmitglied von CHEAP. Er arbeitet als Übersetzer. Gemeinsam mit Vaginal Davis organisiert er für das Kino Arsenal in Berlin die Filmreihe Contemporary Vinegar Syndrom. Manchmal spielt er auch Klavier.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

TATIANA HEUMAN arbeitet als Musikerin und Produzentin. Ihre individuelle Herangehensweise an die musikalische Produktion gründet sich im Wesentlichen auf ein freies, intuitives und experimentelles selbst geschaffenes Territorium, in dem Genres und Bezeichnungen fließend und in ständiger Veränderung begriffen sind. Nach zwei EPs, die 2014 und 2016 veröffentlicht wurden, erschien im August 2018 ihr erstes Album QEEI, das auf dem New Yorker Label Astro Nautico veröffentlicht wurde. Sie tourte durch Europa, die USA, Mexiko und Südamerika. Ihre Soloarbeiten und Kollaborationen wurden an Orten und Festivals wie Mutek Buenos Aires, Volta Festival, MONOM Funkhaus, Tauron Nowa Muzyka Festival, Heroines of Sound, MACBA, HeK Basel, CTM Festival, Alice Chp, Sophiensæle, Het Zuidelijk Toneel und Casino Luxembourg präsentiert. Ihre ästhetische Sprache wird durch die Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Kunstsparten bereichert, die an Sounddesign und Musikkomposition für Filme und darstellende Kunst arbeiten. 2018 beginnt Tatiana die Zusammenarbeit mit der Performerin und Choreografin Olivia Hyunsin Kim. Im Jahr 2019 arbeitete sie für Kunstradio mit Florencia Curci und Anna Raimondo an dem Stück Neither God, nor Master or Husband, das die feministische Bewegung in Buenos Aires thematisiert. Tatiana entwickelt aktiv eine Reihe von Musikproduktionslabors und -workshops mit dem Prinzip, das Hören und die Audioverarbeitung als Ausdrucksmittel zu verstehen. Sie ist Teil der Gemeinschaften #VIVAS (weibliche* Klangplattform), TRRUENO und female:pressure. Tatiana Heuman studierte Tanz, Körperlichen Ausdruck (UNA), Erweiterte Musik (UNSAM) in Argentinien.

radio in between spaces

MAX JORGE HINDERER CRUZ ist ein in Rio de Janeiro lebender bolivianisch-deutscher Autor, Herausgeber und Philosoph. Er ist als Kulturkritiker, Dozent, Übersetzer und Kurator tätig. Seine Essays und Kulturkritiken erscheinen in verschiedenen Sprachen und Formaten in Katalogen und internationalen Zeitschriften wie "Afterall Journal" (London), "springerin" (Wien), "Texte zur Kunst" (Berlin) und "Nossa Voz" (São Paulo). Er beschäftigt sich vor allem mit der Philosophie der Ästhetik, der Weltgeschichte der Empfindlichkeit, Kolonialgeschichte und politischer Ökonomie sowie der Produktion von Subjektivität - und der lateinamerikanischen Kunst, insbesondere der brasilianischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er ist der Autor des Buchs "Hélio Oiticica and Neville D'Almeida: Block-Experiments in Cosmococa - program in progress" (Afterall Books/MIT Press, 2013 - mit Sabeth Buchmann) und Herausgeber diverser Sammelbände zu Kunst, Politik und Theorie wie "Art and Ideology Critique After 1989 / Kunst und Ideologiekritik nach 1989" (Verlag der Buchhandlung Walther König/Kunsthaus Bregenz, 2013 - mit Eva Birkenstock, Jens Kastner und Ruth Sonderegger). Von 2008 bis 2011 kuratierte er das Ausstellungs- und Publikationsprojekt "Principio Potosí/The Potosí Principle" (MNCARS Madrid/HKW Berlin/MNA und MUSEF La Paz - mit Alice Creischer und Andreas Siekmann). Von 2014 bis 2016 war er Mitkoordinator von P.A.C.A. São Paulo (Programm für autonome Kulturaktionen - mit Suely Rolnik, Amilcar Packer und Tatiana Roque) und in dieser Funktion Organisator des "Seminário Público Micropolíticas" in São Paulo - eines öffentlichen Seminars, das sich mit neuen sozialen Bewegungen, neuen Regierungsformen und dem Begriff der "Mikropolitik" auseinandersetzt. 2016 und 2017 war er Kokurator der "Der Apatriden-Gesellschaft des politischen Anderen" in Athen (ein öffentliches Programm der documenta14, organisiert von Paul B. Preciado - mit Margarita Tsomou und Nelli Kambouri). Von 2016 bis 2018 kuratierte er "Implosão: Trans(relacion)ando Hubert Fichte" (mit Amilcar Packer) und die beiden gleichnamigen Ausstellungen des Museu de Arte Moderna da Bahia (MAM) in Salvador und des Centro Municipal de Arte Hélio Oiticica (CMAHO) in Rio de Janeiro - die brasilianischen Ausgaben von "Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie" (2016-2019), eines Kooperationsprojekts des Goethe Instituts mit dem Haus der Kulturen der Welt (Berlin), das von Anselm Franke und Diedrich Diederichsen konzipiert wurde. 2017 war Hinderer Kokurator und Koprogrammmacher von "Things that go in and out of the body" / "Angazi, but I'm sure", für eine Veranstaltung der von der Plattform Chimurenga gegründeten Pan African Space Station im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt. Zurzeit arbeitet er an einem Buchprojekt über die weltgeschichtliche Beziehung zwischen Ästhetik und Ökonomie.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

Brasilianische Kultur? Für wen und wofür?

HELMUT HÖGE, Journalist und Autor, schreibt über Tiere – unter anderem als Kolumnist und ‚Aushilfshausmeister‘ bei der taz – und über eine nicht an Darwin ausgerichtete Biologie. Oft geht es dabei um Symbiosen und Zusammenhänge, Aufgesammeltes und Gut-Zugehörtes. Zuletzt erschien sein Buch Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (2018).

Hotspots: Migration und Meer

SONGDAM HONG ist ein politischer Aktivist und Bildender Künstler. Aufgewachsen in Gwangju/Südkorea, engagierte er sich 1980 in den Protesten gegen die Militärdiktatur von Chun Doo-hwan. Bekannt wurde er durch seine Holzschnittdrucke, die das brutale Vorgehen der Regierung gegen die Demonstrant*innen zeigen und so den traumatischen Erlebnissen einer ganzen Generation Ausdruck verleihen. 1983 gründete er gemeinsam mit anderen Aktivist*innen und Künstler*innen die People’s Art School in Gwuanju, die bis 1992 als eine Art politische und künstlerische Sommerakademie existierte. 1989 wurden er und weitere Vertreter*innen der Minjung-Bewegung wegen angeblicher Verletzung des National Security Act von der Südkoreanischen Regierung verhaftet. Amnesty International erklärte sie daraufhin zu ‚Gefangenen aus Gewissensgründen’ und forderte Anfang der 1990er Jahre erfolgreich ihre sofortige Freilassung. 1996 beauftragte ihn die Regierung Südkoreas ein 42 Meter langes Wandbild für die Chonnam National University in Gwangju/Südkorea anzufertigen.

Gwangju Lessons

SREĆKO HORVAT ist ein Philosoph und Aktivist, der zu den zentralen Figuren der Neuen Linken im ehemaligen Jugoslawien zählt. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt Subversion! (Zero Books 2017), The Radicality of Love (Polity 2015) und gemeinsam mit Slavoj Žižek What Does Europe Want? (Columbia University Press 2014). Zusammen mit Yannis Varoufakis gehört er zu den Initiatoren des Democracy in Europe Movement 2025 (DiEM 2025). Horvat ist Ko-Kurator des Symposiums The Extreme Centre und als Fellow der Akademie der Künste der Welt im April/Mai 2017 in Köln zu Gast. Er lebt und arbeitet in Zagreb.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

Von Aylan Kurdi bis Köln: Wohin entwickelt sich die EU?

„Sich im Kreise drehend und mit Blick über einen Hinterhof im Norden von Paris, arbeiten Martha H. und Salome G. daran, die Institutionalisierung eines sprachlichen Ausdrucks – des deutschen Wortes ‚man‘ – aufzudecken, das sie für einen Sprechakt halten, denn es prägt das Leben und die Gedanken der Menschen auf eine unglückliche Weise, wie die beiden Forscherinnen M. H. und S. G. bemerken.“

CHEAP People Are Other People

RANJIT HOSKOTÉ, geboren 1969 in Mumbai, ist Dichter, Kunstkritiker, Übersetzer und Sekretär des indischen PEN-Clubs. Als weltweit anerkannter Kurator verantwortete er unter anderem die Gwangju Biennale (2008) sowie den indischen Pavillion bei der Biennale in Venedig (2011). Auf deutsch erschien zuletzt eine Neuauflage von Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen (2016, mit Ilija Trojanow).

Foto: Niklas Vogt

BANAFSHE HOURMAZDI kommt aus dem Ruhrgebiet. Sie studierte Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und absolvierte anschließend das Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie entwickelte und spielte Stücke am Staatstheater Karlsruhe, am Theater Luzern, am Ballhaus Ost, gastierte mehrmals beim Körber Studio Junge Regie und beim Fast Forward Festival Staatstheater Braunschweig; weitere Stückentwicklungen am Ballhaus Naunynstraße Berlin, den Münchner Kammerspielen, Theater Oberhausen und den Sophiensaele Berlin. Für ihre Produktion Meine Nase läuft am Theater Drachengasse wurde sie 2015 mit dem Newcomer-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Für ihre schauspielerische Leistung in Futur Drei (Regie: Faraz Shariat) gewann sie 2019 den Götz-George-Nachwuchspreis bei den First Steps Awards. Bei der Berlinale 2020 ist sie vertreten mit einer Hauptrolle in Futur Drei und einer Nebenrolle in Kokon (Regie: Leonie Krippendorf). Sie lebt und arbeitet in Berlin und anderswo.

HOUSE OF MELODY ist das erste deutsche Voguing House und wurde 2012 von Mother Leo Melody gegründet. Neben regelmäßigen Kursen und Workshops in ganz Deutschland organisiert House of Melody Workshops, Panels, Session- und Tanz-Events mit internationalen Gästen u. a. im Tanzhaus NRW, im Schauspielhaus Düsseldorf, in den Sophiensælen und im HAU in Berlin.

Paris-Köln Performance-Nacht

SATCH HOYT ist ein in Berlin lebender und arbeitender Komponist und bildender Künstler. Er hat unter anderem mit Grace Jones und dem Perkussionisten und Komponisten Stomu Yamashta zusammengearbeitet. Darüber hinaus spielte er Flöte auf Louise Bourgeois’ Album Otte und ist seit 2001 Flötist und Perkussionist der Band Burnt Sugar The Arkestra Chamber.

Sonic Shadow aka Satch Hoyt

I

SIMONE BERTUZZI und SIMONE TRABUCCHI arbeiten seit 2003 als INVERNOMUTO zusammen. Ihre Filme, Skulpturen, Installationen oder Sonic Lectures erforschen in der Bewegung durch verschiedene Medien (sub-)kulturelle Unterströmungen und Resonanzen.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

MIKOŁAJ IWAŃSKI ist Leiter der Abteilung für Geschichte und Kunsttheorie an der Fakultät für Malerei und Neue Medien der Kunstakademie in Stettin. Er studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften und promovierte über die Marktbedingungen für die Entwicklung zeitgenössischer Kunst in Polen. Zu seinen wissenschaftlichen Spezialgebieten gehören die Analyse des Kunstmarktes sowie soziale Determinanten der Kunst. Mikołaj Iwański lebt in Stettin.

Rethinking Locality

J

DAGNA JAKUBOWSKA ist bildende Künstlerin, Theaterregisseurin, Unternehmerin und Autorin von kritischen kulinarischer Aktionen. Mit ihrer performativen Praxis erforscht sie die Politik der Ernährung, ernährungsbezogene Prozesse und andere Aspekte des täglichen Lebens. Sie lebt und arbeitet in Warschau und ist Gründerin und Koordinatorin der sozio-kulinarischen Initiative Ferment Traveling Kitchen und der Nowa Przestrzeń Foundation.

Urban Feast: The Edible Map of Migration

Floraphilia: Revolution of Plants

ŁUKASZ JASTRUBCZAK wurde 1984 in Zielona Góra geboren. Er arbeitet in verschiedenen Medien: Video, Installation, Skulptur, Konzert, Reise und ephemere Aktion. Seine Einzelausstellungen wurden bei Art in General in New York, Bunkier Sztuki in Krakau, CCA Kronika in Beuthen und in der Galerie Sabot in Cluj-Napoca präsentiert. Im Jahr 2013 erhielt er den "Spojrzenia" (Ansichten) - Preis der Deutsche Bank Stiftung für den interessantesten jungen polnischen Künstler der letzten zwei Jahre. Zusammen mit Krzysztof Kaczmarek ist er Mitglied des Künstlerduos Krzysztofjastrubczakłukaszkaczmarek. Zusammen mit Sebastian Cichocki ist er Autor der Publikation und der Veranstaltungen Mirage. Er spielte am Synthesizer in den Bands Boring Drug und ŁST. Er ist der Dawid Radziszewski-Galerie in Warschau angeschlossen. Er lebt in Szczecin, Polen, wo er in der Abteilung für Malerei und Neue Medien der Akademie der Künste arbeitet und wo er zusammen mit Zorka Wollny das Wilki-Festival Młode leitet, das der Bild- und Klangkunst gewidmet ist.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

OLGA JITLINA ist Kunsthistorikerin, Kritikerin, Kuratorin und Videokünstlerin aus Sankt Petersburg mit einem Abschluss an der Repin Akademie der Künste. Ihre Arbeit befasst sich häufig mit Arbeitsmigration, ihren Narrativen und Illusionen im postsovjetischen Raum.

Die Kunst der Faulheit

THE JITTA COLLECTIVE ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Künstler*innen unter der Leitung von Kefa Oiro und Stephanie Thiersch. Oiro (&* 1981 in Nairobi, Kenia) ist Choreograf, Tänzer und Leiter der Tuchangamke Dance Group. Er lebt in Nairobi, wo er das Nairobi Festival of Performance and Media Arts ko-kuratiert. Thiersch (* 1970 in Wiesbaden) ist Choreografin, Regisseurin und Medienkünstlerin, die mit ihrer Compagnie MOUVOIR mehrere preisgekrönte Bühnenstücke erarbeitet hat. Sie lebt in Köln.

Chombotrope

Das Kunstduo JODI entstand 1995, als Joan Heemskerk und Dirk Paesmans ihre erste Website schufen, wwwwwwwwwww.jodi.org. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe internationaler Künstler*innen entwickelten sie das Konzept „Net.Art“ im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Die Net.Art-Bewegung brachte ein kritisches Bewusstsein für die Auswirkungen der digitalen Informationsgesellschaft zum Ausdruck – lange bevor andere es taten. Digitale Medien und Netzwerke sind mehrschichtig; sie haben eine sichtbare Oberfläche und darunter liegende Codes, die bestimmen oder manipulieren, wie die öffentliche Rezeption und Interaktion ablaufen soll („Sozialdesign“ oder „digitale Diktatur“?). Diese zugrundeliegenden Codes und Programmieroptionen kommen in JODIs Werk zum Vorschein. Statt struktureller Widersprüche liegt der Fokus gerade auf dieser medienspezifischen Dysfunktionalität. JODI reagiert auf den Fluss der technologischen Innovationen als Parasit und experimentiert mit den Eigenschaften neuer digitaler Mittel und den physikalischen Besonderheiten des immateriellen Mediums. Es war die öffentliche Online-Interaktion, die JODI ursprünglich motivierte, sich diesem Medium zu nähern.

Noordkaap Taxi: Taxi Lectures - Cologne, What is Your Mother’s Maiden Name? & 404 Schrott aller Art

Noordkaap Taxi: A Taxi Happening

Noordkaap Taxi: VR & Cologne Str

Noordkaap Taxi: Memory Station

DR. WERNER JUNG ist Historiker und seit 2002 Leiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Neben verschiedenen historischen Studien zu Köln veröffentlichte er Schriften zum Nationalsozialismus, darunter auch eine Studie zur Rolle der Kölner Polizei während des Nazi-Regimes. Zuletzt fungierte er als Herausgeber des Bandes „Wände, die Sprechen. Die Wandinschriften im Kölner Gestapogefängnis im EL-DE-Haus”.

Gegen die fetischisierende Musealisierung der Erinnerungskultur

K

Die Künstlerin RAJKAMAL KAHLON (* 1974 in Auburn, USA) lotet in ihren interdisziplinär orientierten Arbeiten die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie und Skulptur aus. Ihre Werke waren in vielen namhaften Museen sowie auf Kunstbiennalen in Nordamerika, Europa, im Mittleren Osten und in Asien zu sehen. Derzeit ist sie mit der Solo-Ausstellung Staying with Trouble im Weltmuseum Wien vertreten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

Global Positioning System Not Working

Die Historikerin KATJA KAISER forscht auf den Gebieten der Kolonialgeschichte, der Museums- und Ausstellungsgeschichte sowie der Genderforschung. Aktuell arbeitet sie für ein Forschungsprojekt am Centrum für Naturkunde, Hamburg, zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Museum Berlin beschäftigt. Dort war sie u. a. am Ausstellungsprojekt Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart (2016) beteiligt.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

KMRU ist das experimentelle Ambient-Soloprojekt des in Nairobi lebenden Klangkünstlers JOSEPH KAMARU. Er ist dafür bekannt, intelligente atmosphärische und emotional-experimentelle elektronische Musik zu machen und dem dabei eine persönliche Note zu geben, indem er alles von düsteren einheimischen Klängen bis hin zu Feldaufnahmen und Synthesis verwendet, um komplizierte Klanglandschaften zu schaffen. KMRU, der bereits vom Resident Advisor als einer der „15 ostafrikanischen Künstler, die man hören muss“ bezeichnet wurde, ist ein wahrer Pionier in der ostafrikanischen experimentellen Musikszene und durchbricht mit seinen abenteuerlichen Klängen Grenzen. Er ist seit 2017 Stammgast des legendären Nyegenyege-Festivals und hat auch Live-Auftritte beim CTM- und beim Gamma-Festival absolviert. KMRU wurde für die Teilnahme am MusicMakers Hacklab des CTM Festivals ausgewählt, veröffentlichte seine neueste EP Erased auf dem Londoner Label Byrd Out, nahm am GAMMA AI Lab Russia und am Mutek Montreal AI Lab im Jahr 2020 teil. Neben seiner Musikproduktion hat KMRU auch eine monatliche Radiosendung auf Bloop Internet Public Radio präsentiert, gastierte bei NTS Radio und Rinse FM und betreibt außerdem die Nairobi Ableton User Group.

radio in between spaces

NELLI KAMBOURI ist Wissenschaftlerin und konzentriert sich in ihrer Arbeit sowie in ihren Publikationen auf Gender-Theorie, Migration, Arbeit, Technologie, Logistik und soziale Bewegungen. Seit der documenta 14 ist sie Mitglied der Apatride Society of the Political Others. In der Vergangenheit war sie als Senior Research Fellow am Centre for Gender Studies der Panteion-Universität für Sozial- und Politikwissenschaft und bei der Foundation for Research & Technology in Griechenland tätig. Sie lehrte am Institut für Sozialpolitik der Panteion-Universität und an der Universität Athen. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der University of Hertfordshire (UK) für das EU-Projekt Horizont 2020 PLUS: Platform Labour in Urban Spaces. Sie unterrichtet ferner an der Open University of Cyprus.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

RAPHAEL KARIUKI ist ein DJ und Produzent aus Nairobi. Er ist Mitbegründer der World's Loudest Library (WLL), einem Outsider-Künstlerkollektiv, und von Sound of Nairobi.

radio in between spaces

BERND KASPAREK ist Mathematiker und Kulturanthropologe mit Schwerpunkt Migrations- und Grenzforschung. Sein besonderes Interesse gilt Hotspots und digitalen Grenzen. Er ist Gründungsmitglied des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und von movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung sowie Vorstandsmitglied des aktivistischen Forschungsverbundes bordermonitoring.eu.

Hotspots: Migration und Meer

Dr. phil. NATASHA A. KELLY ist Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin mit den Forschungsschwerpunkten visuelle Kommunikation, Kolonialismus und Feminismus. Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Autorin, Dozentin und Kuratorin hat an zahlreichen Institutionen in Deutschland und Österreich gelehrt und referiert. In ihren Publikationen Afroism, Sisters & Souls, Afrokultur u.a. und in ihren künstlerischen Arbeiten EDEWA, Giftschrank und African_Diaspora Palast verbindet sie Theorie und Praxis und schafft damit Transferleistungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Zudem ist sie seit vielen Jahren in der Schwarzen deutschen Community engagiert, u.a. als wissenschaftliche Referentin des Zentralrats der afrikanischen Gemeinden in Deutschland. Neben ihrer beratenden Tätigkeit für verschiedene Kunstinstitutionen ist sie die künstlerische Leiterin der Theaterreihe M(a)y Sister, die seit 2015 am HAU Hebbel am Ufer Theater in Berlin aufgeführt wird.

Archiving the Imaginary, the Erased, the Absent and the Fugitive

LARA KHALDI (* 1982 in Jerusalem) hat als freie Kuratorin verschiedene Ausstellungen und Projekte in Ramallah, Jerusalem, Kairo, Dubai, Oslo, Brüssel und Amsterdam kuratiert. Aktuell ist sie als Ko-Kuratorin beteiligt an Desires into Fossils: Monuments without a State, einer Reihe von Ausstellungen, die am Khalil Sakakini Cultural Center, Ramallah, gezeigt werden. Khaldi lebt in Jerusalem.

[The Museum Before the Museum](https://www.adkdw.org/de/article/1284_the_museum_before_the_museum)

© Seyma Özkan

FATIMA KHAN studierte Antike Sprachen und Kulturen – Klassische Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität zu Köln und in Sevilla. 2018 initiierte und kuratierte sie q[lit]*clgn – das erste feministische Literaturfestival Deutschlands. Sie lebt und arbeitet als Kulturschaffende und Künstlerin in Köln.

Exophony: Spelling Identity

FRED KHUMALO ist ein renommierter südafrikanischer Kolumnist und Autor des Romans Bitches’ Brew (Jacana Media, 2006), wofür er 2006 den Literaturpreis der Europäischen Union gewann. Khumalo ist Fellow der Akademie der Künste der Welt.

Xenophobie und Rassismus im Südafrika nach der Apartheid: Herausforderungen an einen Schriftsteller

GRADA KILOMBA ist Autorin und Künstlerin. Sie war Gastprofessorin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Mitherausgeberin von Mythen, Masken und Subjekte (Unrast, 2005) und Autorin von Plantation Memories (Unrast, 2008). Sie performt theoretische Texte unter anderem an Orten wie dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Decolonizing Knowledge

KELVIN KILONZO wuchs in Gießen auf und studiert zeitgenössischen Tanz in Köln. Er tritt häufig in der freien Performance-Szene sowie mit seiner Breakdance-Crew auf.

Paris-Köln Performance-Nacht

CHRISTOPHER KIRKELY ist Archivar, Künstler, Kurator und Gelegenheits-DJ aus Portland. Er leitet das Projekt Sahel Sounds, eine Plattform, die die Kunst und Musik Westafrikas anhand nicht-traditioneller ethnografischer Feldforschung erkundet.

Akounak Tedalat Taha Tazoughai (Rain the Color of Blue with a Little Red in It)

FELIX KLOPOTEK lebt und arbeitet in Köln. Er ist Redakteur der StadtRevue und Autor u.a. für Konkret, Jungle World und Kaput Magazin. 2014 realisierte er mit Unterstützung der Akademie der Künste der Welt das Projekt A Revolutionary Parable On The Equality Of Men. Als Herausgeber war er an Zonen der Selbstoptimierung. Berichte aus der Leistungsgesellschaft (Matthes & Seitz 2016) beteiligt.

Die totalitäre Erfahrung: Heinz Langerhans

Gentrifizierung=Segregation?

Manifeste Assi

A Revolutionary Parable on the eEquality of Men

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

BIANCA KLOSE gründete 2001 die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), die sie bis heute leitet. Die Beratungseinrichtung befasst sich mit der Analyse der Phänomene Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus im lokalen Kontext und versucht, die Handlungskompetenzen im Umgang damit zu fördern. Klose berät und schult Parteien, Verwaltungen, Religionsgemeinschaften, Verbände, Unternehmen und Gewerkschaften ebenso wie engagierte Gruppen und Einzelpersonen. Sie spricht regelmäßig bei Fachtagungen, Kongressen sowie in Bundes- und Landesausschüssen zu den Kernthemen der MBR. Bianca Klose ist eine der Sprecherinnen der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD). Sie lebt und arbeitet in Berlin.

AfD, Pegida & Co. – Für welches Volk spricht der Populismus?

ALEX SIMON KLUG alias FOAM arbeitet als Künstler und experimenteller Popmusiker und -produzent in Köln und Hamburg. Er studierte von 2012 bis 2017 Kunst mit einem Schwerpunkt auf zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2018 studiert er im Diplomstudiengang der Kunsthochschule für Medien Köln.
Seit Beginn seines Studiums in Hamburg hat sich seine künstlerische Arbeit hin zu raumübergreifenden, multimedialen Installationen entwickelt, die mit einer engen Verbindung zwischen dem Visuellen (sowohl im digitalen als auch im greifbaren Raum) und dem Akustisch-Musikalischen spielen. Bereits während des Studiums arbeitete er als Assistent von Künstlern wie Karin Sander, Achim Mohné oder Thomas Kohl und genoss u.a. künstlerische Betreuung durch und Seminare von: Hans W. Koch, Jeanne Faust, Tobias Hartmann, Franziska Windisch, Felix Kubin, Thomas Görne, Hans Joachim Lenger, Alexander Schubert und Ute Janssen.
Gemeinsam mit den Künstlern Kristina Lenz und Tim Gorinski baute er FLAT. room to display artistic works and working methods in digital space als Begegnungsplattform für Kunst- und Musikveranstaltungen sowie Ausstellungen auf.

radio in between spaces

ADRIAN KNUPPERTZ hat sich in letzter Zeit mit Fragen der Machtverhältnisse und des Eigentums im öffentlichen Raum beschäftigt, mit Commons, Diskurs und der Frage, wer in der Lage ist, darauf zuzugreifen. Neben der Fotografie als Alltagspraxis arbeitet er mit Flyposting, Installationen, Skizzen, Video und Ton.

radio in between spaces

ALEXANDER KOCH ist Galerist, Kurator und Autor mit Lebensmittelpunkt in Berlin. 2008 begründete er gemeinsam mit Nikolaus Oberhuber und Jocelyn Wolff die Berliner Galerie KOW, die er bis heute leitet. Darüber hinaus ist er Ko-Initiator und Leiter des internationalen Netzwerks Neue Auftraggeber/ New Patrons, das lokale Gruppen von Bürgerinnen als Auftraggeber für zeitgenössische Kunst mit Künstler innen zusammenbringt.

Rethinking Locality

KASPER KÖNIG

Ist Westkunst Weltkunst?

PEKKO KOSKINEN, Game-Designer und Künstler, entwirft in seinen Arbeiten fiktive und alternative Religionen, Lebensformen und Gesellschaften. Er ist Mitglied des in Helsinki ansässigen Reality Research Centers, einem Performancekollektiv, das Realitäten beobachtet, hinterfragt und erneuert, sowie der Economic Space Agency, einem Kollektiv bestehend aus radikalen Ökonominnen, Informatikerinnen und Game-Designer*innen, das an der Schaffung eines neuen Systems wirtschaftlicher und informationeller Freiheit arbeitet.

Speculative Actions

© Sebastian Wolf

HANNAH KREBS ist Tänzerin und arbeitet zwischen Köln und Stockholm. Sie absolvierte ihren Bachelor in Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie an der University of Dance and Circus in Stockholm. Sie performte unter anderem für Michael Löhr/Emanuel Gat, Nature Theater of Oklahoma, Ellen Söderhult und Chikako Kaido. In ihren eigenen Stücken arbeitet Hannah Krebs oft interdisziplinär. Die Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit besteht darin, aktuelle gesellschaftliche Themen aus einer feministischen und gesellschaftskritischen Perspektive zu hinterfragen. Sie verwendet häufig dokumentarisches und biografisches Material, um eine ästhetisch absurde oder surreale Situation herzustellen, die mit der Wahrnehmung des Publikums spielt. Sie kollaborierte unter anderem mit Thea Soti (Gesang), Moritz Marquardt (Medienkunst) und Lena Kunz (Dramaturgie).

Exophony: How Do You Language

MERLE KRÖGER ist Mitbegründerin der Produktionsfirma pong für künstlerischen Dokumentarfilm. Sie arbeitet als Produzentin, Drehbuchautorin und hat seit 2003 ferner drei Romane veröffentlicht. Darüberhinaus gibt sie ihr Wissen als Lektorin und Mentorin weiter, etwa im Rahmen des Berlinale Talent Campus und bei der Professional Media Master Class für Dokumentarfilm in Halle (Saale).

Hotspots: Migration und Meer

ELEFTHERIOS KRYSALIS schloss seinen Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte und -theorie an der Athens School of Fine Arts ab. Derzeit schließt er seinen M.F.A. in Kunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar ab. Von 2018 bis 2020 war er DAAD-Stipendiat. Sein Schwerpunkt liegt auf experimentellen Radioformaten und elektroakustischen Musikelementen. Derzeit arbeitet er an seiner Masterarbeit mit dem Titel Politik des Hörens: Klanglandschaften aus Ramallah, Palästina.

radio in between spaces

Der Autor und Aktivist ARUN KUNDNANI befasst sich seit Jahren intensiv mit den Themenkomplexen Rassismus, Islamophobie und Überwachung. Sein letztes Buch, The Muslims are Coming! Islamophobia, Extremism, and the Domestic War on Terror (Verso 2015), fand international Resonanz – der Guardian bezeichnete ihn als „einen der besten politischen Autoren“ Großbritanniens. Kundnani lebt und arbeitet in New York.

Islamophobie und die politische Krise des Westens

HARI KUNZRU ist Autor mehrerer erfolgreicher Romane. Mit The Impressionist legte er 2002 seinen viel beachteten Debütroman vor, es folgten Transmission (2004), My Revolutions (2007), Gods Without Men (2011) sowie White Tears (2017), der kürzlich auch auf Deutsch erschienen ist. Kunzrus Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Der Autor lebt in New York.

Künstlerische Freiheit und kulturelle Authentizität

L

Lia García, besser bekannt als LIA LA NOVIA SIRENA, ist eine Trans-Aktivistin und Performerin, deren öffentliche Interventionen auf der Reflexion der emotionalen Aufladungen bestehen, die uns binden. Affektive Begegnungen, oder encuentros afectivos, sind eine Reihe von öffentlichen Performances, durch die Lia das Publikum einlädt, über Sexualität, Intimität und sozialen Wandel nachzudenken.

Ocotepec Odyssey

GADOUKOU LA STAR (Franck Edmond Yao) ist Mitgründer und Choreograf von La Fleur. Von 2003 bis 2006 gewann er den African Award als bester afrikanisch-diasporischer Tänzer in Paris. Mit Gintersdorfer/Klaßen hat er unter anderem für Not Punk, Pololo und Dantons Tod am Theater Bremen zusammengearbeitet. Als Gadoukou la Star veröffentlicht er seit 2008 Coupé Décalé-Musikalben.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

BRANDON LABELLE ist Künstler, Autor und Theoretiker. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Klangkultur, der menschlichen Stimme und geht Fragen der Handlungsmacht nach. Er entwickelt und präsentiert künstlerische Projekte in verschiedenen internationalen Kontexten und arbeitet dafür oftmals in Kollaborationen und nutzt den öffentlichen Raum. Hieraus entstehen performative Installationen, poetisches Theater, Erzählkunst und Forschungsaktionen zur Schaffung experimenteller Formen von Gemeinschaft. LaBelles Vorgehensweise orientiert sich hierbei an Politiken und Poetiken der Unkenntlichkeit, der Enteignung und radikalen Höflichkeit – von Gesten der Intimität und des Zuhörens bis hin zu kreativem Feiern und freier Bewegung. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem The Other Citizen: Archive, Club Transmediale, Berlin (2019), The Autonomous Odyssey (mit Octavio Camargo), Kunsthall 3,14 Bergen (2018), The Ungovernable, Documenta 14, Athen (2017), Oficina de Autonomia, Ybakatu, Curitiba (2017), The Hobo Subject, Gallery Forum, Zagreb (2016) und The Living School, South London Gallery (2016). Er ist zudem Autor der Bücher Sonic Agency: Sound and Emergent Forms of Resistance (2018), Lexicon of the Mouth: Poetics and Politics of Voice and the Oral Imaginary (2014), Diary of an Imaginary Egyptian (2012), Acoustic Territories: Sound Culture and Everyday Life (2019; 2010) und Background Noise: Perspectives on Sound Art (2015; 2006). Brandon LaBelle lebt in Berlin und ist Professor an der Fakultät für zeitgenössische Kunst der Universität Bergen.

radio in between spaces

LAIBACH erlebten ihren Durchbruch in den späten 1980er-Jahren mit Industrial-Coverversionen von Popklassikern der Beatles, Rolling Stones, Queen und der österreichischen Rockband Opus. In den letzten Jahren haben sich Laibach verstärkt mit der konzeptuellen Neufassung klassischer Musik befasst, sind gemeinsam mit Symphonie- und Philharmonieorchestern aufgetreten, haben Musik für Theaterproduktionen und Filme geschrieben und waren auch an einem Spielfilm beteiligt. Laibach waren weltweit auf Tournee und sind an bedeutenden Ort auf wie z. B. der Tate Modern in London, Bozar in Brüssel und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin aufgetreten. Im August 2015 haben Laibach als erste Band ihrer Art im abgeschotteten Nordkorea ein Konzert gegeben.

Laibach Performance

GOTTHARD LANGE ist Schauspieler und spielte an verschiedenen Theatern: Schauspielhaus Frankfurt, Berliner Ensemble, Schauspielhaus Bochum, Schillertheater Berlin. Neben Produktionen am TAT Frankfurt, HAU und Sophiensäle Berlin, Pumpenhaus Münster, Theater Rampe Stuttgart u.v.a. war er auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, so u.a. in Tatort, SOKO Wismar, Tom Tykwers Drei sowie in Das Wunder von Bern. Seit 2004 führt er Regie und Chorregie in Bochum, Weimar, Berlin und Frankfurt. Er lebt in Berlin.

CHEAP People Are Other People

LASSEINDRA NINJA und KENDALL MIYAKE-MUGLER sind in Paris lebende Voguer. Lasseindra entdeckte Voguing in New York, bevor sie es nach Frankreich brachte und ihr eigenes Voguing House eröffnete. Kendall ist offizielles Mitglied des The Legendary House of Miyake Mugler.

Paris-Köln Performance-Nacht

JAN G. LEE ist Künstler und Autor literarischer Texte und gelernter Förster. Von 1968 bis 1971 führte er im Mount Diablo State Park künstlerische Aktionen ("Visionen") durch, wobei er sich natürlicher Prozesse bediente (Objekte, die Fäulnis, Erosion, Schmelzen, Kristallisation, Verwandlung in Pulver usw. ausgesetzt waren) und verschiedene Tier- und Pflanzenarten einbezog (z.B. Nistvögelnester aus wertvollen Erzen, Vergiftung - die Herstellung von Fläschchen mit smaragdfarbenem Gift aus dem Extrakt von Toxicodendron diversilobum - und Schichtzeichnungen, die von Tieren angefertigt wurden, die über Karton laufen, der in der Nähe von Wasserstellen aufgestellt wurde). Mitte der 1980er Jahre begann er in einem gemieteten Lagerhaus am Rande der Stadt mit der Herstellung detaillierter Modelle und Nachbildungen seiner Heimatstadt Lafayette Hills sowie von Puppen, die ihre Bewohner darstellen.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

ACHIM LENGERER setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit politischen Wirkungs- und Funktionsweisen von Sprache und Text auseinander. Neben filmischen Tonspuren, Installationen und Publikationen gehören performative Vorträge und Veranstaltungen zu seinen Ausdrucksformen. Lengerer gründete verschiedene kollaborative Projekte, darunter die freitagsküche in Frankfurt/Main. 2006 entstand zusammen mit Dani Gal das Projekt voiceoverhead, welches sich in Audioperformances, Ausstellungen und Screenings mit archivierter gesprochener Sprache beschäftigt. Seit 2009 betreibt Lengerer den mobilen Ausstellungsraum und Verlag Scriptings. In seinem aktuellen Oral History Projekt Tonspuren zur Linken spürt er den Verbindungen zwischen den linken Gruppen in Köln und im Ruhrgebiet und den migrantischen Kämpfen seit den 1970er Jahren nach.

Memory Station: Tonspuren zur Linken

Tonspuren zur Linken

NATALIE LETTENEWITSCH hat als Filmwissenschaftlerin Texte zu Schiffen und Stränden verfasst und spürt in ihrem aktuellen Forschungsprojekt der Faszination Unterwasserfilm nach. Sie begreift dabei die Weltmeere als zutiefst historischen und politischen Raum, in dem Mythen, Faszinationsgeschichten und neue Technologien auf handfeste materielle Interessen treffen. Als Lehrbeauftragte ist sie u.a. an der ifs internationale filmschule köln und der Universität Wien tätig.

Hotspots: Migration und Meer

LIZA LIM kommt aus Perth, Australien. Sie studierte Musik an der Universität von Melbourne und promovierte anschließend an der Universität von Queensland. Lim absolvierte zahlreiche Auftragsarbeiten für renommierte Orchester, wie zum etwa die Los Angeles Philharmonic Orchestra, musikFabrik, Arditti Streichquartett, Ensemble InterContemporain, Ensemble Modern, Symphonieorchester Sydney. Außerdem wurde sie zu namenhaften Festivals wie den Salzburger Festspiele, Luzern Festival, Festival d’Automne Paris eingeladen. Aktuell arbeitet sie an einem Opernprojekt mit dem Titel Tree of Codes für das Ensemble musikFabrik und erforscht in diesem Zusammenhang am ZKM Karlsruhe die Digitalisierung von Partituren. Charakteristisch für Lim ist ihr transkultureller Zugang zur Musik. Christopher Alexanders architekturtheoretische Überlegungen zur Muster-Sprache sind für sie ein Schlüssel zum Verständnis kultureller Muster. Ihre Kompositionen sind immer auch Reflexionen über Performance-Rituale und Kunstformen der ostasiatischen und australischen Aborigines, über Kalligrafie und die besonderen Klangfarben alter Instrumente sowie über die Notation von Aufführungsenergien. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen (u.a. Paul Lowin Prize und Fromm Foundation Award) und war Stipendiatin der Ian Potter Foundation und des Australia Council in der Sparte Komposition. 2007/8 war sie Gast des Berliner DAAD-Künstlerprogramms. Sie ist Professorin für Komposition an der Universität von Huddersfield und Leiterin des dortigen Forschungszentrums für Neue Musik. Ihre eigenen Kompositionen werden bei Casa Ricordi (Mailand, London & München) veröffentlicht.

Tree of Codes

Die Multimedia-Künstlerin MINOUK LIM (* 1968, Südkorea) arbeitet unter anderem mit Installation, Text, Musik, Video und Performance. Lim schafft Ironie durch unkonventionelle performative Darbietungsformen, die die Grenzen spezifischer Genres aufbrechen. In ihrem Œuvre erkundet sie die Rahmenbedingungen unserer Medienlandschaft und widmet sich dem Entterritorialisieren von Fragen der Identität und der Spaltung, die sich im Zuge der Globalisierung verschärfen. In ihren Werken setzt sie eine breite Palette von Geräten wie Transportfahrzeuge, Wärmebildkameras und Übertragungsgeräte ein, um die Geschwindigkeit, Wärme und Emotionen der Trauer einzufangen und zu visualisieren. Zu ihren jüngsten Soloausstellungen zählen unter anderem O Tannenbaum (ASAKUSA, Tokyo, Japan, 2018), Mamour_Minouk Lim (Tina Kim Gallery, New York, USA, 2017) und *The Promise of If * (PLATEAU Samsung Museum of Art, Seoul, Korea, 2015). Lim war außerdem bei Gruppenausstellungen wie der Biennale de Lyon (2019), der Setouchi Triennale (2016) sowie der Biennale of Sydney (2016) und der Taipei Biennial (2016) vertreten.

MARIA LIND ist Kunstkritikerin, Kuratorin und Autorin und leitet seit 2011 die Tensta Konsthall in Stockholm. 2015 kuratierte sie die Ausstellung Future Light, die im Rahmen der ersten Vienna Biennale zu sehen war. Mit ihrem Rechercheprojekt Abstract Possible (2010) war sie in verschiedenen internationalen Museen und Galerien zu Gast. In den 2000er Jahren leitete sie den Kunstverein München und das International Artist Studio Program in Sweden (IASPIS) in Stockholm. Maria Lind lebt und arbeitet in Stockholm.

Rethinking Locality

TIMOR LITZENBERGER ist als freischaffender Komponist in verschiedenen musikalischen Disziplinen tätig. Er arbeitete mit Gintersdorfer/Klaßen am Album New Black - Couper Decaler electronique, das 2012 bei Buback erschienen ist und kooperiert darüberhinaus regelmäßig mit La Fleur.

Un truc d'ouf

Die Künstlerin MELISSA LOGAN bewegt sich mit ihren Arbeiten zwischen Performance, Installation, Popmusik, Sound und New Media. Gemeinsam mit ALEX MURRAY-LESLIE gründete sie 1997 das Künstlerkollektiv Chicks on Speed, mit dem sie mehrere Alben aufgenommen hat und unter anderem auf der Biennale von Venedig und im Museum of Modern Art in New York aufgetreten ist. Seit 2016 arbeitet Melissa Logan an ihrem Projekt University of Craft Action Thought. Die Künstlerin lebt in Köln.

AKADEMIE X EBERTPLATZ

LOVA LOVA, aka Wilfred Beki aus Kinshasa ist Musiker, Performer, Sapeur und Kulturaktivist, er ist ein wichtiger Protagonist der Webserie Kinshasa Collection und hat den Titelsong komponiert.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

Der Künstler RAFAEL LOZANO-HEMMER ist bekannt für seine elektronischen interaktiven Installationen, die sich an der Schnittstelle zwischen Architektur und Performance Art bewegen. 2007 gestaltete er den Mexikanischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Solo-Ausstellungen waren u. a. am Museum of Modern Art in San Francisco, am MUAC Museum in Mexiko City und am Museum of Contemporary Art in Sydney zu sehen. Rafael Lozano-Hemmer lebt und arbeitet in Montreal und Madrid.

Global Positioning System Not Working

CHRISTINA LUCAS setzt sich in ihren Performances, Happenings, Installationen und ihrer Videokunst mit den Mechanismen der Macht auseinander. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Museen gezeigt, beispielsweise im Mudam – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Luxemburg), im Kunstraum Innsbruck, im Centre Pompidou (Paris) und im Kiasma – Museum of Contemporary Art (Helsinki).

Enigmatische Mehrheiten

GYM LUMBERA debütierte als Filmemacher mit den beiden Spielfilmen Ának Araw und Taglish. Zuvor arbeitete er als Kameramann von Raya Martin, Sherad Sanchez und John Torres. Lumbera lebt in Manila, in Balete und zeitweise in Los Angeles.

Ának Araw

M

MAHA MAAMOUN ist eine in Kairo lebende Künstlerin. Ihre Arbeiten waren international in Ausstellungen und auf Biennalen zu sehen. Sie ist als Gründungsmitglied im Vorstand des Contemporary Image Collective (CiC). Maamoun ist Fellow der Akademie der Künste der Welt.

Domestic Tourism und andere Geschichten

Dear Animal

ZHENG MAHLER ist ein Kollektiv bestehend aus dem Künstler Royce Ng und der Anthropologin Daisy Bisenieks mit Sitz in Hongkong. Sie arbeiten gemeinsam an recherche- und gemeindebasierten, ortsspezifischen Projekten, die oft digitale Medien, Performances und Installationen nutzen, um die Beziehungen zwischen Kunst und Forschungspraxis zu untersuchen.

Sci-(no)-Fi

Speculative Actions

SUHAIL MALIK ist Dozent für Critical Studies sowie für Art Practice Critical Studies am Goldsmiths College, University of London. Zwischen 2012 und 2015 war er Visiting Professor am Center for Curatorial Studies and Art in Contemporary Culture in New York. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt die Sammelbände Der Zeitkomplex: Postcontemporary (2016) und Realismus, Materialismus, Kunst (2015; beide Bände zusammen mit Armen Avanessian). Er lebt in London.

Rethinking Locality

CECYLIA MALIK ist Malerin, Schauspielerin, Aktivistin und Kuratorin. In ihrer künstlerischen Praxis erörtert sie soziopolitische Fragestellungen und befasst sich beispielsweise mit der “Recht auf Stadt”-Bewegung oder dem gesellschaftsverändernden Potenzial von Kunst im Sinne der Sozialen Plastik. Sie hat an der Photography Biennale in Posen teilgenommen ebenso wie an den “Dialogen” der 11. Biennale für Zeitgenössische Kunst in St. Petersburg. Cecylia Malik lebt und arbeitet in Krakau.

Rethinking Locality

Floraphilia: Revolution of Plants

© Selma Lampart

MANDHLA. ist ein Trans-Feminine Gender Non-Comforming Body aus Simbabwe. In ihrer künstlerischen Arbeit mischt sie experimentelle R&B- und Soul-Musik mit visuellen Projektionen und performativem Tanz. Ihre Musik erzählt von den täglichen Herausforderungen, die Trans*, Enby und Femme* Einwanderer*innen mit Blick auf die Themen Liebe, Identität, Sex und Akzeptanz bewältigen müssen. Sie ist begeistert von Mode, der Kunst des Voguings und Musik und performt in ihren Arbeiten leidenschaftliche Queere Repräsentation und Black Femme Power.

Exophony: Spelling Identity

LATOYA MANLY-SPAIN ist eine Spoken-Word-Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin, die sich für das dauerhafte Bleiberecht von Flüchtlingen einsetzt. Sie ist Gründungsmitglied von ARRiVATi, einem Kollektiv von People of Color-Künstlerinnen und Aktivistinnen, die die Mittel von Kunst und Widerstand gegen die Ungleichheit einsetzen. Zudem ist sie Mitglied des Hamburger Agitprop-Kollektivs Schwabinggrad Ballett. Gemeinsam mit beiden Gruppen hat LaToya Manly-Spain 2016 das Album Beyond Welcome aufgenommen. Sie lebt in Hamburg.

AKADEMIE X EBERTPLATZ

OLIVIER MARBOEUF ist Schriftsteller, Geschichtenerzähler und Kurator. Er ist Gründer des unabhängigen Kunstraums Khiasma im äußeren Nordosten von Paris, Les Lilas, den er von 2004 bis 2018 leitete. Khiasma ist mittlerweile zu einer experimentellen Plattform geworden, die unter anderem das radiophone Online-Werkzeug, R22 Tout-Monde entwickelt hat. Als Filmproduzent kollaboriert er mit Spectre Productions in Rennes und leistet einen Beitrag zum Filmvertriebs- und Forschungszusammenschluss Phantom. Marboeuf ist Mitgleid der Akademie der Künste der Welt.

Rethinking Locality

DJ MARFOX, geboren in São Tomé und Príncipe, sieht seine kulturellen Wurzeln als wichtige Triebkraft der kreativen, technologischen und kollektiven sozialen Evolution. Seine Compilation DJs di Ghetto erlangte in Portugal und diasporischen afrikanischen Communities in ganz Europa Kultstatus. Eu Sei Quem Sou'n (Principe, 2011) und Veröffentlichungen auf Lit City Trax und Warp verfeinerten seinen gewagt vielschichtigen Sound aus komplexer Percussion, dunkel barockem Techno, Garage, Bass und Batida. Dj Marfox arbeitet derzeit an einer Auftragskomposition für den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

Foto: Neal McQueen,2019

LORENZO MARSILI ist ein Philosoph und Aktivist, der sich für eine Zukunft jenseits des Nationalstaates einsetzt. Er ist Mitbegründer der transnationalen NGO European Alternatives und Mitglied des Vorstands des globalen Netzwerks CIVICUS. Ferner war Marsili einer der Initiator*innen der paneuropäischen Bewegung DiEM25. Sein jüngstes Buch Citizens of Nowhere (Zed Books 2018) ist in der deutschen Übersetzung als Wir Heimatlosen Weltbürger (Suhrkamp Verlag 2019) erhältlich.

Wir heimatlosen Weltbürger

RENZO MARTENS ist ein in Brüssel, Amsterdam und Kinshasa lebender und arbeitender niederländischer Künstler. In seinen Dokumentarfilmen Episode I (2003) und Episode III: Enjoy Poverty (2008) beleuchtet Martens in seiner Eigenschaft als Künstler die mediale und kulturelle Ausbeutung benachteiligter Menschen. 2010 gründete er das Institute for Human Activities (IHA), um im kongolesischen Regenwald mit der Einrichtung eines internationalen Kunstzentrums „Gentrifizierungseffekte“ zu bewirken. Seit 2013 ist Martens Yale World Fellow. Außerdem war er Teilnehmer verschiedener Biennalen, unter anderem der 19. Biennale von Sydney 2014, der Moskauer Biennale 2013 sowie der 6. und 7. Berlin Biennale 2010 und 2012.

Wer bestimmt, was Kunst ist? Renzo Martens und der Cercle d’Art des Travailleurs de Plantations Congolaises

DIANA MCCARTY ist Mitbegründerin und Redakteurin des preisgekrönten Webradios reboot.fm. Der nichtkommerzielle Kultursender aus Berlin, an dem 85 Künstler*innen mitarbeiten, sendet vor allem über die Themen Kunst, Gender, Populärkultur, Mode und (elektronische) Musik. McCarty war an zahlreichen internationalen Events und Veröffentlichungen beteiligt und hat viele interdisziplinäre Projekte zu den Themenschwerpunkten Kunst, Politik, Medien und Digitalkultur entwickelt. Sie lebt in Berlin.

Archive of Ambience: Sound in Community

YARA MEKAWEI ist eine in Kairo ansässige Komponistin und Klangkünstlerin. Mekaweis klangliche Bricolagen sind von urbanen Zentren und der Infrastruktur der Städte inspiriert. Sie interessiert sich für die Philosophie der Architektur, Geschichte und Literatur. Mekawei nutzt die optische Übertragung aus dem musikalischen Zwiegespräch und die Übertragung der Tonfrequenzen in eine visuelle Form. Ihre Arbeit basiert auf Klang als Werkzeug der Vorstellung, die Kompositionsphilosophie ist geprägt von differenzierten Praktiken, die dem Publikum eine konzeptuelle Dimension eröffnen. Ihr Arbeiten zeugen von einem nicht greifbaren Aspekt ihrer Persönlichkeit und ihrer Weiblichkeit in einer ostafrikanischen Gesellschaft.

radio in between spaces

DJ MEKO (Jean Claude Dagbo ) performt in den Pariser Clubs L’Ivoire, Elysee, Ritz und Titan und wird le choucou du peuple genannt – der ‚Liebling des Volkes‘. Neben Konzertauftritten mit den Stars der Coupé Décalé-Szene hatte er Gastauftritte bei Gintersdorfer/Klaßen, unter anderem in Dantons Tod am Theater Bremen. Seit 2016 ist DJ Meko festes Mitglied von La Fleur.

Un truc d'ouf

KARLA MENDONCA DOS SANTOS DANY, geboren in Rio de Janeiro und derzeit in Hamburg wohnhaft, will in einer Welt leben, in der die globale Umwelt und Musik höchste Priorität haben. Als Fremdsprachenassistentin und Übersetzerin war sie an Kreativ- und Bildungseinrichtungen wie etwa der Tate Modern, International School of Hamburg (ISH) und Cirque du Soleil tätig. Wenn Karla nicht hinter ihrem Computer schreibt, können Sie sie in der Bibliothek (morgens) oder in der Karaokebar (nachts) finden.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

PHILIP KOJO METZ ist ein Konzeptkünstler aus Berlin, der sich Themen mit Bezug zu Identität, Geschichte und dem Verhältnis moderner Kulturen zueinander widmet. Er nutzt unterschiedliche Medien wie Fotografie, Malerei, Skulptur, Objekte, Video und Performance. Seine Arbeiten wurden zuletzt in der NGBK in Berlin, der Cité in Paris, der Kunsthalle München sowie der Haverford College Philadelphia ausgestellt.

Fußball postkolonial?

NIQ MHLONGO ist Journalist und Schriftsteller. Nach den Romanen Dog Eat Dog (Ohio University Press 2004) und After Tears (Ohio University Press 2007) ist mit Way Back Home (Kwela 2013, dt. 2015 bei Wunderhorn) sein erster Roman auf Deutsch erschienen. Zuletzt veröffentlichte er mit Affluenza (Kwela 2016) einen Band mit Kurzgeschichten. MHLONGO lebt in Johannesburg.

Way Back Home Niq Mhlongo

MISHAA (Michele Akotcholo) ist Choreografin und Tänzerin und gibt Afrobeatkurse für Kinder und Jugendliche in Paris. Sie ist Mitglied der Gruppe La Fleur. Die erste Zusammenarbeit mit Monika Gintersdorfer und Gadoukou La Star fand im Rahmen des Stückes Les Nouveaux Aristocrates statt.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

ORRY MITTENMAYER begann im Januar 2016 als Fahrradkurier bei Foodora und wechselte ein Jahr später zu Deliveroo. Er ist Mitbegründer von Liefern am Limit, Aktivist für bessere Arbeitsbedingungen und politischer Referent. Außerdem war er Vorsitzender des ersten Betriebsrats bei Deliveroo. Orry Mittermayer ist hörgeschädigt geboren und gelernter Buchhändler. Nach einem Freiwilligenjahr in Ghana schloss er 2017 sein Abitur auf dem Abendgymnasium ab. Seit Oktober 2018 studiert er Politikwissenschaften und engagiert sich weiter bei Liefern am Limit als politischer Referent. Die Liefern am Limit Kampagne wurde für ihr Engagement für bessere Arbeitsbedingungen mit dem Hans-Böckler Preis der Stadt Köln geehrt.

AVI MOGRABI - Obgleich er fast immer vor der Kamera zu sehen ist, drehen sich seine Filme nie um ihn. Er filmt das Banale, das Alltägliche, das Prosaische, um mit verstörender Hellsichtigkeit tief verborgene Wahrheiten über die Widersprüche der modernen israelischen Gesellschaft und die Okkupation Palästinas zu enthüllen. Er scheint Filme über Filme zu machen, die jedoch nie gedreht werden. Er wechselt vom Dokumentarischen zur Fiktion, von der Performance zur Realität und verzerrt dabei die Codes des Direct Cinema. Das macht Avi Mograbis filmische und künstlerische Praxis so schwer fassbar. Da sie im Wesentlichen subversiv ist, entzieht sie sich jeder Kategorisierung. So wie er selbst: Er ist Schauspieler, Tonmann, zweiter Kameramann, Sänger, Performer, Regisseur und Bürger. Jede dieser Rollen verkörpert er pflichtbewusst, verantwortungsvoll, eindeutig und ungekünstelt. Bemerkenswert ist, dass er sich und seinen Körper dabei immer als Teil des krankenden Gesellschaftskörpers sieht, den er filmt, dekonstruiert, herausfordert oder provoziert.

Immer Ärger mit Avi

NAEEM MOHAIEMEN verbindet Film, Fotografie und Essays, um die Geschichte utopischer linker Projekte zu untersuchen. Seine beiden jüngsten Filme wurden erstmals auf der documenta 14 vorgeführt. Frühere Filme waren auf den Biennalen von Sharjah, Venedig und Marrakesch zu sehen. Seine Essays erscheinen u.a. in Rethinking Marxism, Sun Never Sets. Als Doktorand an der Columbia University lebt und arbeitet Mohaiemen in New York.

Last Man in Dhaka Central

Das Künstlerduo MP GOLD, bestehend aus MARIE JOSEFIN STUTE und PHILIPP NAUJOKS , befasst sich in seiner künstlerischen Praxis damit, Fragmente aus Videos, Zeichnungen, Skulpturen und Objets Trouvés zu Installationen verschmelzen zu lassen. Sie leben und arbeiten in Köln und Düsseldorf.

AKADEMIE X EBERTPLATZ

RABIH MROUÉ, in Beirut geboren, lebt derzeit in Berlin. Er ist Theaterregisseur, Schauspieler, bildender Künstler und Dramatiker und Mitherausgeber für The Drama Review (TDR, New York). Er ist auch Mitbegründer des Beirut Art Center (BAC) und war Stipendiat am Internationalen Forschungszentrum Interweaving Performance Cultures (FU Berlin, 2012 - 2015). Seine Arbeiten umfassen: Sand in the Eyes (2017), Riding on a Cloud (2013), 33 Rounds and a few seconds (2012), The Pixelated Revolution (2012), The Inhabitants of images (2008), Who’s Afraid of Representation (2005) u. a. Dieser Werkkörper, Performances und Ausstellungen, ist international zu sehen, u.a. dOCUMENTA (13), CA2M Centro de Arte Dos de Mayo (Madrid), The ICP Triennial, MoMa (New York), Centre Pompidou (Paris), SALT - (Istanbul).

Rima Kamel

Theaterperformance-Reihe: RABIH MROUÉ / LINA MAJDALANIE

ESTHER MUGAMBI ist Performance- und Video-Künstlerin, Schauspielerin und Sängerin. Ihre Performances, deren Texte sie oft selbst verfasst, waren unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam, beim Rotterdam Festival, im La Mama Theater in New York oder am Young Vic Theatre in London zu sehen. Esther Mugambi lebt und arbeitet in Amsterdam.

Rethinking Locality

ALEX MUGLER ist ein in New York geborener und in Paris lebender Voguer, Tänzer und Choreograf. Sein Können zeigt er in intensiven, virtuosen und hybriden Performances, wahlweise in High Heels oder in Spitzenschuhen. Er arbeitet mit Künstlern wie Rihanna, FKA twigs, François Chaignaud und Cecilia Bengolea zusammen.

Paris-Köln Performance-Nacht

OGUTU MURAYA ist Autor, Theatermacher und Storyteller. Für ihn ist Kunst ein wichtiger Katalysator bei dem Versuch, unsere Gewissheiten infrage zu stellen oder Geschichten lebendig zu halten, die falsch erzählt werden oder im Mainstream unsichtbar bleiben. Seine Arbeiten waren auf zahlreichen Festivals zu sehen, wie z. B. bei La Mama (NYC), HIFA (Harare), Afrovibes Festival (Amsterdam) oder Spielart Festival (München).

Fractured Memory

N

Der Filmregisseur und Autor SANA NA N’HADA (* 1950 in Enxalé, Guinea-Bissau) zählt zu den Pionieren des guineischen Kinos. In den 1960er Jahren engagierte er sich in der Unabhängigkeitsbewegung des Landes und nahm ein Regiestudium auf, um den Kampf gegen die portugiesische Kolonialmacht filmisch zu dokumentieren. Zu seinen Filmen zählen unter anderem O Regresso de Amílcar Cabral (1976), Xime (1994), Kadjike (2013) und Os Escultores de Espíritos (2015). Er schrieb das Drehbuch zu Filipa Césars Spell Reel.

Spell Reel

ALEXANDER NAGEL ist Professor am Institut für Bildende Künste, NYU. Sein Interesse an den multiplen Zeitlichkeiten der Kunst führte zur Veröffentlichung von Anachronic Renaissance (zusammen mit Christopher Wood, 2010) und Medieval Modern: Art Out of Time (2012). Sein aktuelles Werk befasst sich mit Fragen der Orientierung und Ortskonfigurationen in Kunst und Kultur der Renaissance. Im Jahr 2016 erhielt er ein NEH-Stipendium für ein Gemeinschaftsprojekt (mit Elisabeth Horodowich, NMSU) mit dem Titel Amerasia: A Renaissance Discovery.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

Das NATURE THEATER OF OKLAHOMA wurde 2006 von KELLY COPPER und PAVOL LISKA in New York gegründet. Die Performance-Gruppe ist bekannt dafür, dass sie sich in unmögliche Situationen begibt und mit Vorliebe auf Ready-made-Material zurückgreift, das ihr bei er Arbeit unterkommt. Das Nature Theater of Oklahoma war u. a. auf dem Berliner Theatertreffen, beim steirischen herbst und im HAU Hebbel am Ufer zu Gast.

Germany: Year 2071 Nature Theater of Oklahoma

Partizipatives Live-Film-Projekt NATURE THEATER OF OKLAHOMA Germany: Year 2071

Abschlussfest der PLURIVERSALE IV & King Georg Sommerfest

BONAVENTURE SOH BEJENG NDIKUNG ist Kunstkurator und Biotechnologe. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Kunstraums SAVVY Contemporary Berlin und Chefredakteur des SAVVY-Journal, eines eJournals für kritische Texte über zeitgenössische afrikanische Kunst. Darüber hinaus ist er Curator at Large der documenta 14.

Blunted on Reality

DJ NERVOSO, geboren im portugiesischsprachigen Inselstaat São Tomé und Príncipe vor der Westäquatorialküste Zentralafrikas, lebt seit zwanzig Jahren am Rande von Lissabon. Seine aufregend frischen DJ-Sets, die die harten hynotischen Rhythmen und die frenetische Energie des angolanischen Kuduro mit technoiden Einflüssen verbinden, waren ein wesentlicher Zündfunke für die die progressiven Kuduro-Mutationen von DJ Marfox, DJ Firmeza, DJ Nigga Fox u.a.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

ROYCE NG ist Künstler und ein Teil des in Hongkong ansässiges Duos Zheng Mahler. Gemeinsam mit der Anthropologin Daisy Bisenieks arbeitet er an recherche- und Community-basierten, ortsspezifischen Projekten, die oft digitale Medien, Performances und Installationen nutzen, um die Beziehungen zwischen Kunst und Forschungspraxis zu erkunden.

Sci-(no)-Fi

Speculative Actions

ELIZABETH NGARI kam 1996 aus Kenia nach Deutschland. Durch ihre Erfahrungen in Erstaufnahmelagern, Behörden und den Bedingungen in Unterkünften für Geflüchtete, die für Frauen und Kinder noch unerträglicher waren, entschied sie politisch aktiv zu werden. Vor 14 Jahren gründete sie Women in Exile, eine Organisation, die sich den Wünschen und Sorgen geflüchteter Frauen annahm. Denn, so Ngari, in den gemischten Flüchtlingsgruppen in Brandenburg stießen Frauen oft auf Widerstand, wenn sie versuchten, diese Dinge zu thematisieren. Seit 2011 heißt der Verein Women in Exile & Friends und arbeitet Aktivistinnen ohne Fluchthintergrund zusammen. Sie fordern die bedingungslose Abschaffung aller Lager für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder und damit auch, dass das Gewaltschutzgesetz, was derzeit nur für deutsche Frauen gilt, auf geflüchtete Frauen und ihre Kinder ausgeweitet wird.

Sprich nicht für mich!

ANDREAS NIEGL ist ein in Köln lebender Künstler. Er arbeitet mit Installationen, Performances, Videos, Sound und Text. Darüberhinaus ist er als Sounddesigner und Komponist für Theater- und Tanzperformances tätig. Er hat unter anderem an Produktionen am FFT Düsseldorf, Helios Theater Hamm und am Schauspiel Essen mitgewirkt.

Sci-(no)-Fi

Copy It: Nur für Diebe und Raubkopierer – von Büchern, Kunstwerken, Ideen...

Foto: Paradeiser Productions

JULIA NITSCHKE ist Performance- und Mixed-Media Künstlerin. Ihr Kollektiv Meine Wunschdomain entwickelt mittels Orakelsessions Visionen für eine lovely Zukunft. Ihre Lecture Performances befassen sich mit Internetphänomenen der aktuellen (Katzen )Bildkultur. Im Rahmen des Ruhr Dings 2019 und der Memory Stations der ADKDW konzipierte sie mit Eva Busch die Ausstellung Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner, über feministische Kämpfe und Widerstand in Bochum. Zuletzt waren ihre Arbeiten zu sehen in den sophiensælen Berlin und im Pathos München.

Exophony: How Do You Language

Memory Lab #4: Her*stories. Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Memory Station

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Feministischen Widerstand archivieren und aktivieren

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner / Junge Akademie: Wir müssen uns immer noch selbst neu erfinden – aber wir müssen nicht von vorne anfangen

Emanzenexpress_Gemeinsam sind wir gemeiner: Emanzencafé

Meine Wunschdomain - Oracle

NKISI ist Mitbegründerin von NON Worldwide. NON ist ein Kollektiv von afrikanischen, zum Teil in der Diaspora lebenden Künstler*innen, die Sound als Medium nutzen, um sichtbare und unsichtbare Strukturen aufzudecken, mit deren Hilfe binäre Gegensätze innerhalb der Gesellschaft erzeugt und - damit einhergehend - Machtstrukturen etabliert werden. Ihre Musik greift Elemente des Punk auf mit der dazugehörigen Zurückweisung von Konformität. Nkisis DJ-Sets schöpfen aus einem breiten Spektrum von Einflüssen, durch die eine schnelllebige und berauschende Erfahrung entsteht. Auch als Producerin reflektiert sie diese Einflüsse und schafft so einen Sound, der unnachgiebig und bewegend zugleich ist.

B2B DJ-Set im Studio 672 Nkisi/ DJ Elephant Power

Lauritz aka NO OBI, NO INSERT betreibt einen der spannendsten und obskursten Youtube-Kanäle in Nordrhein-Westfalen und ist ein echter Kenner verschiedener Genres und Raritäten. Außerdem lieferte er auch einen der beliebtesten Cologne_Sessions-Ambient-Mixe aller Zeiten.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

SIMON NOORI arbeitet als Geograph und Migrationsforscher an den Universitäten Zürich und Neuchâtel. Er interessiert sich für die Digitalisierung von Grenzpolitiken und untersucht dabei sowohl die Entwicklung biometrischer Kontrolltechniken als auch die Nutzung von Smartphones und GPS-Geräten in Fluchtprozessen. Er ist Mitbegründer des Journals movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und hat mehrere Jahre für das WatchTheMed Alarm Phone gearbeitet.

Hotspots: Migration und Meer

© Sara Löfwander

CHRISTIAN NYAMPETA ist Künstler und arbeitet interdisziplinär in den Feldern Kunst, Design und Kunsttheorie. Sein Schaffen umfasst ein ‚wanderndes Programm‘ bestehend aus Ausstellungen, Filmvorführungen und Lyrical Perfomances. Häufig beschäftigt er sich mit der Frage ‚Wie wollen wir zusammenleben?‘ und der Erforschung der Konzepte von Mahnmalen und Übersetzungen. Zu seinen jüngsten Projekten zählen etwa École du soir, SculptureCenter, New York (2019) und Flower Garden of All Kinds of Loveliness Without Sorrow, Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Leipzig (2019). Nyampetas Arbeiten wurden in Ausstellungen am Institute of Modern Art (IMA), Brisbane (2019) und dem Camden Arts Centre, London (2017) gezeigt. Er war Mitwirkender bei der Fünften Ural-Industrie-Biennale für zeitgenössische Kunst, Jekaterinburg (2019), der Dakar-Biennale (2018) sowie der 11. Gwanjgu-Biennale (2016). Zudem betreibt Nyampeta den Online-Radiosender Radius. Er promoviert am Visual Cultures Department of Goldsmiths, University of London und wurde 2019 mit dem Kunstpreis Future Of Europe ausgezeichnet.

PROF. CEDRICK NZOLO NGAMBOU, ist Designer und Professor am Institut supérieur des arts et métiers (ISAM), Kinshasa.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

O

PASCALE OBOLO ist eine Pariser Filmemacherin und Chefredakteurin von AFRIKADAA, einem Magazin für Kunst in Design aus Afrika. Ihre Arbeiten waren im Musée du Montparnasse und im Musée du quai Branly in Paris zu sehen sowie bei der Biennale Dakar und verschiedenen internationalen Filmfestivals.

Occupy Schloss von Puttkamer

KIZITO ODHIAMBO ist ein in Deutschland lebender Kenianer, Sozialunternehmer und freier Bildungsreferent von Gemeinsam für Afrika. Er arbeitet mit Kleinbäuer*innen in Kenia um Perspektiven Vorort zu schaffen und beschäftigt sich in seiner Bildungsarbeit mit globalen Handelsstrukturen, Lebensbedingungen von Kindern und Erwachsene sowie mit Rassismus.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika – Tischgespräche mit Expert*Innen zu kollektiven Bildproduktionen

ORDINATEUR (Pohé Cédric Kevin Bah) begann seine Karriere in der Coupé-Décalé-Szene an der Seite der renommierten Musiker*innen Kedjevara, Eric Olomide und DJ Arafat. Seine verblüffende Fußtechnik brachte ihm den Spitznamen Magic Feet ein. Neben internationalen Soloauftritten und Duos mit Alaingo gibt er europaweit Tanzkurse. Seit 2016 tritt Ordinateur in Pariser Nachtclubs auf. Er ist Gründungsmitglied von La Fleur.

Un truc d'ouf

Auch Hybride haben Eltern

Paris-Köln #1 Ordinateur et Alaingo

Paris-Köln Performance-Nacht

URIEL ORLOW kombiniert in seiner recherche-intensiven künstlerischen Praxis Filme, Fotografie, Zeichnungen und Sound. Seine Arbeiten waren international auf verschiedenen Filmfestivals, Kunst-Biennalen und in renommierten Museen zu sehen. Darüber hinaus hat er an der University of Westminster, London, sowie an der Zürcher Hochschule der Künste Lehraufträge inne. Orlow lebt und arbeitet in London und Zürich.

Floraphilia: Plants as Archives

Stealing from the West

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

REX OSA kam 2005 aus Nigeria nach Deutschland und beantragte politisches Asyl. In der darauffolgenden ständigen Auseinandersetzung mit den Flüchtlingsbehörden nahm er diese als „eine Maschinerie aus Kontrolle und Diskriminierung“ wahr. Dies veranlasste ihn dazu, sich bei der Flüchtlingsselbstorganisation The Voice zu engagieren. Hier initiierte er maßgeblich die Break Isolation-Kampagne, die die Zustände in den Unterkünften für Geflüchtete einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte. Rex Osa spricht national und international auf öffentlichen Veranstaltung zu den Themen Flucht, Fluchtursachen und Selbstorganisation von Geflüchteten.

Sprich nicht für mich!

© Natacha Nisic

EUGENE OSTASHEVSKY ist der Autor von Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt (2017; englisches Original 2013), einem Roman in lyrischer Form, der von Verständigungsschwierigkeiten zwischen Piraten und Papageien handelt. Die deutsche Übersetzung von Uljana Wolf und Monika Rinck wurde 2019 mit dem Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie ausgezeichnet. Derzeit ist er Dorothea Schlegel Artist in Residence am EXC 2020 Temporal Communities, Freie Universität Berlin.

MILTIADIS OULIOS arbeitet als Journalist, Moderator und Vortragsredner in Köln und Düsseldorf. Er befasst sich mit Themen der Einwanderungsgesellschaft und des Ringens um Anerkennung und Rechte. Er ist als Autor für den WDR-Hörfunk und für Tageszeitungen tätig und moderiert das deutsch-griechische Magazin Radiopolis im Funkhaus Europa. Außerdem engagierte er sich im Rahmen des antirassistischen Netzwerks Kanak Attak. Seit 2007 untersucht er die Repräsentanz migrantischer Journalisten in deutschen Medien. Er ist Mitglied des Netzwerks Neue Deutsche Medienmacher. Sein Buch Blackbox Abschiebung ist 2015 bei Suhrkamp erschienen.

Wie kolonial ist die Willkommenskultur?

FERHAT ÖZGÜR's künstlerische Arbeiten umfassen Videos, Fotografie und Installationen. Seine Werke waren u. a. zu sehen im MoMA PS1 New York, im Centre Pompidou (Paris), im Haus der Kulturen der Welt (Berlin) und im Museum der Moderne Salzburg. Derzeit ist er an der Gruppenausstellung Scham – 100 Gründe, rot zu werden im Deutschen Hygiene-Museum Dresden beteiligt. Özgür ist Professor an der Yeditepe Universität Istanbul.

Enigmatische Mehrheiten

P

NIKOS PAPASTERGIADIS ist Professor an der School of Culture and Communication der University of Melbourne. Zuletzt erschien sein Buch Cosmopolitanism and Culture (Polity, 2012).

Die Falte: Diasporische Intimitäten in postkolonialen Sphären

JIYUN PARK erforscht sensorische und synästhetische Zustände durch das Experimentieren mit Materialien auf der Suche nach verborgenen und inhärenten Klängen, mit Raumklang und Performances. Ihre Arbeiten sind meist von der Überschreitung der Schwelle von Raum und Zeit in ihrer Umgebung beeinflusst. Sie erarbeitet regelmäßig Kollaborations-Performances, um ihren Bezugsrahmen zu erweitern, z.B. in Kommunikation durch Daten und Mensch-Klang-Interaktionen.

radio in between spaces

ANAND PATWARDHAN ist ein Dokumentarfilmer, dessen Filme von der indischen Regierung häufig unterdrückt worden sind. Seine Dokumentationen thematisieren den Aufstieg des religiösen Fundamentalismus und des Kastenwesens, den nuklearen Nationalismus und nicht nachhaltige Entwicklungen. Viele seiner Filme wurden preisgekrönt, u.a. auf dem Mumbai International Film Festival und dem Hong Kong Film Festival. Patwardhan lebt in Mumbai.

Enigmatische Mehrheiten

Jai Bhim Comrade Anand Patwardhan

MANUEL PELMUȘ lebt und arbeitet in Oslo und Bukarest. Er ist einer der führenden Künstler des "new performance turn", die in den letzten zehn Jahren die Rolle der Performance im Kontext der bildenden Kunst neu erfunden haben.

Berichte an eine Akademie Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

MASSIMO PERINELLI arbeitet als Historiker an der Universität zu Köln. Er war organisiert bei Kanak Attak und ist Gründungsmitglied der Initiative „Keupstraße ist überall“ und des Aktionsbündnisses „NSU-Komplex auflösen“. Mit Dostluk Sineması führte er eine Filmreihe in den Cafés der Kölner Keupstraße vor, in der es um die Berichte von Betroffenen der Pogrome der 1990er-Jahre und des NSU-Anschlags von 2004 ging. Daraus entstand die Publikation Von Mauerfall bis Nagelbombe (Amadeu Antonio Stiftung, 2014). In Kürze wird er als Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin tätig werden.

Das Privileg der (Selbst-)Repräsentation

SYBELLA PERRY ist eine in Deutschland lebende britische Künstlerin, die mit Klang, Text und Performance arbeitet. In ihre Werke fließen oft die Klänge anderer Menschen ein – die Stimmen ihrer Schwester, ihres Partners und ihrer Freunde oder die Musik ihrer Eltern. In Form von Mehrkanal-Installationen, Live-Performances für das Radio, Publikationen und Schallplatten beschäftigen sich ihre Werke mit Klang sowohl als Mittel zur Schaffung gemeinsamer Räume als auch als materielles Beispiel, das benutzt wird, um soziopolitische und philosophische Fragen aufzuwerfen. In den Jahren 2018/19 war sie Mitbegründerin und Organisatorin von otic.radio, einer Webradio-Plattform für Studierende an der Kunsthochschule für Medien Köln. In diesem Jahr wird sie die LP und die Publikation Rustic Airs in Zusammenarbeit mit Hideous Replica und Atlas Projectos veröffentlichen.

radio in between spaces

Die Kunstkritikerin und Kuratorin BRITTA PETERS ist seit Januar 2018 Künstlerische Leiterin der Urbanen Künste Ruhr, einer dezentralen Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet. Zuvor gehörte sie zum Kuratorenteam der Skulptur Projekte Münster. Lehraufträge führten sie an die Hochschule für bildende Künste Hamburg und an die Kunstakademie Münster. Als Leiterin des Kunstvereins Harburger Bahnhof realisierte sie zwischen 2008 und 2011 diverse Ausstellungen im semi-öffentlichen Raum.

Rethinking Locality

NATAŠA PETREŠIN-BACHELEZ ist freie Kuratorin und Autorin. Die ehemalige Ko-Direktorin der Laboratoires d'Aubervilliers ist auch Mitbegründerin von Cluster, einem Netzwerk von Organisationen, die zeitgenössische Bildende Kunst fördern und ausstellen. Derzeit kuratiert sie die Contour Biennale 9, die 2019 in Mechelen, Belgien, stattfinden wird. Nataša Petrešin-Bachelez lebt in Paris.

Rethinking Locality

Langsamkeit

AMANDA PIÑA ist Choreografin und Tänzerin. Ihre Arbeiten thematisieren Mechanismen der Exklusion und führen nicht-westliche kulturelle Perspektiven in die zeitgenössische Performance ein. Seit 2005 verbindet sie unter dem Label nadaproductions eine Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler und Filmemacher Daniel Zimmermann. Ihre gemeinsame Produktion WAR – Ein Kriegstanz (2013) erlangte auch international Aufmerksamkeit. Amanda Piña lebt in Wien.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

ALEXANDRA PIRICI kommt als Künstlerin aus der Choreografie und arbeitet frei mit verschiedenen Medien, von Performance bis zu bildender Kunst und Musik. Pirici lebt in Bukarest.

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

LYUDSKA PODOBA ist eine Avant-Pop-Band, die von den beiden ukrainischen Künstlern Anatoly Belov und Georgy Babanski gegründet wurde. Indem sie Dance Beats mit dem Irrsinn der Avantgarde und postsowjetischer Lebensfreude verschmelzen, erkunden sie Queerness, Gender, Sexualität, Schönheit, Liebe und deren Mangel – all das zum ersten Mal in Köln. Ganz bewusst zelebriert die Band die sentimentalen Posen des Camp und unterstreicht damit die Konstruiertheit von Identität, so wie es schon der Bandname nahelegt, den man mit „Menschliches Ebenbild“ übersetzen könnte. Vor dem Hintergrund der nicht nur in der Ukraine, sondern im gesamten postsowjetischen Raum weit verbreiteten Homophobie klingt das Repertoire nach fröhlicher Renitenz. „Das ist glänzende Musik“, merken die Künstler selbst an. „Wohin man auch schaut, überall finden sich unsere Lieblingsfetische, vermischen sich die Dinge, die uns inspirieren, die Dinge, die uns zum Tanzen, Rotieren, Drehen und Lachen bringen.“

Lyudska Podoba

MICHAEL PORTNOY ist ein New Yorker Künstler. Ursprünglich von der Performance kommend, setzt er in seinen Arbeiten eine große Variation an Medien ein – von partizipativen Installationen, Skulpturen, Theater, Texten und Video. Seine Arbeiten waren international an renommierten Einrichtungen zu sehen, z. B. im Witte de With (Rotterdam), im Stedelijk Museum (Amsterdam) und auf der dOCUMENTA 13 (Kassel).

Character Assasination

ABNER PREIS focuses on public performances and mixed-media with traditional storytelling as the central aspect. Preis received his Master’s degree from the Dutch Art Institute in 2014. He exhibited and performed in numerous institutions, i.a. Van Abbe Museum Eindhoven, Hartware MedienKunstVerein Dordtmund, TAAK Amsterdam, Museum Folkwang Essen, The Player Rotterdam, Kunsthal Rotterdam, Human Cities Festival Istanbul and Tetem Enschede.

Noordkaap Taxi: Industrial Ghost Stories

R

© Anita Pinggera

ANNE RADEMACHER ist studierte Anglistin und Germanistin und arbeitete lange als Verlagslektorin. Heute ist sie Geschäftsführerin einer Stiftung und übersetzt in ihrer Freizeit aus dem Englischen. Sie hat alle in deutscher Sprache erschienenen Bücher von Xiaolu Guo übersetzt, außerdem zuletzt Autorinnen wie Helen Hodgman, Tracy Chevalier und Jo Baker.

Seit 2009 untersucht TOMÁŠ RAFA in seinem fortlaufenden Dokumentarfilmprojekt New Nationalism in the Heart of Europe nationalistische Gedankenwelten in Mitteleuropa. Seine Dokumentarfilme beschreiben detailliert die in der Region aus Vorurteilen, Aberglauben und Ressentiments hervorgehenden Konflikte. Rafas Filme sind europaweit in Museen und Galerien zu sehen. Rafa lebt in Warschau.

Enigmatische Mehrheiten

MILO RAU ist Theaterregisseur und Künstlerischer Leiter des 2007 von ihm gegründeten Instituts für Politischen Mord. Als Autor veröffentlichte er unter anderem Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft (2013) und Althussers Hände (2015). Ab 2018 wird Rau das Nationaltheater Gent leiten.

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

After „The Moscow Trials”

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

ETHIOPIAN RECORDS, geboren als Endeguena Mulu, ist eine Schlüsselfigur der lebendigen experimentellen Elektronik-Szene in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. In seinem ‚Ethiopiyawi Electronic’-Sound verschmelzen elektronische Sounds und Rhythmen mit traditioneller äthiopischer Musik und Jazz.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

Der Journalist GEORG RESTLE leitet und moderiert seit 2012 das Politmagazin Monitor im Ersten Deutschen Fernsehen. Er lebt in Köln.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

REYOD (Youayou Audrey) tourt als Tänzerin mit renommierten Kompanien, gibt Tanzkurse für junge Mädchen und tritt in unterschiedlichen Kontexten auf, unter anderem im Zénith de Paris, Élysée Montmartre und Cigale. In der Coupé Décalé-Szene fasste sie schnell Fuß und tanzte mit Gruppen wie Les Anges D’afrik und African Probo. Mit La Fleur hat sie für das Stück Les Nouveaux Aristocrates zusammengearbeitet.

Un truc d'ouf

Mit einem Interesse an radikalen Geschichten und spekulativen Fiktionen arbeitet die in Mexiko City lebende Künstlerin NAOMI RINCÓN GALLARDO mit Performance und Video, um utopische Möglichkeiten und Glauben zu untersuchen. Ihre oft auf Musik basierenden Erzählungen greifen auf gegenkulturelle Formen wie Punk, DIY-Ästhetik und queere Identitäten zurück, um die Prüfsteine der mexikanischen und mesoamerikanischen Politik neu zu setzen. Als Künstlerin und Pädagogin stellt sie Forschungswerkzeuge aus der feministischen Theorie und dem radikalen Theater in den Vordergrund, um neue Formen des sozialen Engagements, der Begegnung und des Spiels vorzustellen.

Ocotepec Odyssey

Berichte an eine Akademie. Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

AURORA RODONÒ ist freie Kulturarbeiterin in den Bereichen Kunst, Film, Migration und Anti-Rassismus sowie Lehrbeauftragte am Institut für Kunst und Kunsttheorie/Universität zu Köln; 2012 bis 2014 Projektreferentin bei der Akademie der Künste der Welt; 2003 bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungs- und Ausstellungsprojekt Projekt Migration (Köln 2005). Sie ist Teil der Initiative Tribunal 'NSU-Komplex auflösen'.

Memory Lab#4: Her * stories. Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven
Memory Lab: Labor für kollektive Erinnerungspraktiken

Re:framing Lichtstrasse. Eröffnung

M.S. Kalk: One Day in Kalk

[Studio Friendship #1](https://www.academycologne.org/de/article/1548_1)

The Stuart Hall Project – Revolution, Politics, Culture and the New Left Experience

Kuratieren als antirassistische Praxis

Populism and Critical Education

ANETA ROSTKOWSKA ist Kuratorin, Autorin und Wissenschaftlerin. Sie absolvierte das De Appel Curatorial Programme in Amsterdam und arbeitete für zahlreiche Galerien, vor allem in Krakau sowie im Rahmen der Baltic Triennale. Sie ist Mitbegründerin verschiedener künstlerischer Initiativen, die sich mit der aktuellen sozioökonomischen Situation Krakaus beschäftigen, und entwickelte gemeinsam mit Jakub Woynarowski das Konzept des „Gonzo Curating“. Von 2016 bis 2018 war sie Kuratorin an der Akademie der Künste der Welt. 2019 hat Aneta Rostkowska die Leitung der Temporary Gallery übernommen. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Rethinking Locality

Floraphilia: Revolution of Plants

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

Forschungsprojekt Pervers Decolonization

Pervers Decolonization

GOSHA RUBCHINSKIY ist Modedesigner, Fotograf und Filmemacher. Inspiriert vom postsowjetischen Russland und seiner Skater-Subkultur gründete er 2008 sein eigenes Streetwear-Label, ГОША РУБЧИНСКИЙ, eine zurzeit sehr erfolgreiche Marke. Er lebt in Moskau.

Stealing from the West

S

GHALYA SAADAWI lebt in Beirut. Sie lehrt moderne und zeitgenössische Kunsttheorie und Kunst im Libanon u.a. an der American University of Beirut, der Lebanese Academy of Fine Arts und der University of St. Joseph. Sie promovierte an der Goldsmiths University of London in Soziologie mit der Arbeit "Rethinking the Witness: Art after the Lebanese Wars" (2015). In ihrer Dissertation unterstreicht sie die Taktiken und Überlegungen, die zu einem Umdenken in Bezug auf Zeugenschaft, Repräsentation und Ideologie nach dem erklärten Ende der Bürgerkriege führen. Entgegen der Klassifizierung aller künstlerischen Praktiken unter "Nachkrieg" und/oder "zeitgenössische Kunst" liest die Dissertation stattdessen ausgewählte Praktiken durch die historischen und theoretischen Verstrickungen und Diskurse von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Kalten Krieges und durch die Linse eines erweiterten politischen Modernismus. Einige ihrer Essays und Rezensionen sind in einer Reihe von Publikationen, Anthologien und Künstlermonographien erschienen. Zwischen 2015 und 2017 war Saadawi Resident Professor von Ashkal Alwans Kunststudienprogramm, dem Home Workspace Program. Sie ist Mitherausgeberin des Magazins Makhzin zusammen mit der Gründungsherausgeberin und Schriftstellerin Mirene Arsanios und dem Dichter Iman Mersal und ist mit dem BICAR, Beirut Institute for Critical Analysis and Research, assoziiert.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

BELIT SAĞ ist eine in Amsterdam lebende Videokünstlerin. Sie studierte Mathematik in Ankara. Ihre künstlerische Entwicklung wurde stark von der Zusammenarbeit mit video-aktivistischen Kollektiven in der Türkei geprägt, wo sie den Kunstraum Karahaber und das Archivprojekt bak.ma mitbegründete. 2014 und 2015 war sie Stipendiatin der Rijksakademie in Amsterdam sowie 2016 und 2019 Stipendiatin des International Studio & Curatorial Programme (ISCP) in New York. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei den Internationalen Filmfestivals in Toronto, Rotterdam und New York präsentiert, im EYE Filmmuseum in Amsterdam, im MOCA, Taipeh und beim Tabakalera Film Seminar in San Sebastián gezeigt. 2019 ist belit sağ Fellow der Akademie der Künste der Welt.

In der Abwesenheit der MUTTER DER L.

Memory Lab #7: Performing the Archive

TAMER EL SAID realisierte mehrere Dokumentarfilme und kurze Spielfilme und gründete 2007 die unabhängige Filmproduktionsfirma Zero Production in Kairo. Er gehört zu den Gründern des Cimatheque – Alternative Film Centre in Egypt. Er lebt in Kairo. In the Last Days of the City ist sein erster abendfüllender Spielfilm.

Die Macht der Wahrheit: Strategien des visuellen Archivierens und Konter-Archivierens in Konfliktgebieten

ANJA SALEH ist Gründerin von TAVII, einem Label, das aus dem Interesse am Zusammenspiel von Erinnerungskultur und -politik und deren Einfluss auf Zukunft( svisionen) entstanden ist. TAVII übersetzt die Recherche hierzu in handgemachten Schmuck und Kunst und bringt Geschichten von Menschen in der Diaspora zusammen. Darüber hinaus ist Saleh als Leiterin eines Empowerment-Projekts für Jugendliche und junge Erwachsene, in der politischen Bildungsarbeit und als unabhängige Referentin tätig. Online wurde sie zunächst als written word Poetin aktiv. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit verschiedenen Themen, häufig mit Identität, Sprache, Spiritualität sowie mit Fragen zu intersektionalen Lebensrealitäten.

Exophony: Spelling Identity

Der Performance-Künstler INDER SALIM, in den frühen 1960er Jahren in Tral, Kashmir, geboren, erkundet in seinen multidisziplinären, körperbetonten Arbeiten die aktivistische Funktion von Kunst. 2010 war er maßgeblich an dem Projekt Art Karavan International beteiligt, in dem er gemeinsam mit 30 anderen Künstler*innen mit dem Format zeitlich unbegrenzter Performances experimentierte. Inder Salim lebt und arbeitet in Neu-Delhi.

AKADEMIE X EBERTPLATZ

Die Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin SASKIA SASSEN wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren zur wichtigsten Autorin der Stadtsoziologie und prägte den Begriff der „global city“. Ihre Arbeiten befassen sich mit den Auswirkungen von Globalisierung und ökonomischer Umstrukturierung auf das städtische Leben. Sassen hat zahlreiche Bücher verfasst, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt sind von ihr erschienen Ausgrenzungen: Brutalität und Komplexität in der globalen Wirtschaft (S. Fischer 2015), Cities in a World Economy (Sage 2012) und Das Paradox des Nationalen: Territorium, Autorität und Rechte im globalen Zeitalter (Suhrkamp 2008). Saskia Sassen hat die Robert S. Lynd-Professur für Soziologie an der Columbia University, New York, inne.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

AMELIA SAUL ist eine in New York lebende Künstlerin und Filmemacherin. Ihre Arbeit umfasst Video, Performance und Drehbuchschreiben. Sie hat in New York in der Performing Garage, Momenta Art, BHQFU und The Kitchen ausgestellt und Projekte entwickelt. Ihre letzte Einzelausstellung, Four Women, fand 2016 in der Jacob Lawrence Gallery in Seattle statt. Sie hat ihre Arbeiten auch in Berlin, Dresden, Taipeh und Hiroshima gezeigt. Zurzeit entwickelt sie eine Reihe von Videos, die die Grenzen von Videokunst, Musikvideo und Kunstfilm überschreiten.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

Foto: Werner Lieberknecht

ANNA SCHAPIRO studierte übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der HfKB Dresden bei Prof. Ulrike Grossarth, bei der sie auch Meisterschülerin war. Schapiro studierte außerdem an der Universidade do Porto, Portugal. Danach nahm sie das Studium der Jüdischen Studien am European Institute for Jewish Studies in Stockholm auf. Anna Schapiro lehrte an der Muthesius Hochschule Kiel. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kunsthaus Dresden, im Museum für zeitgenössische Kunst Wroclaw Museum, dem Museum Vilha Velha, Vila Real, Portugal sowie in der GFLK Halle Süd, Tölz gezeigt. Schapiro ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta - Positionen zur Jüdischen Gegenwart und Mitglied im Ministerium für Mitgefühl.

Exophony: How Do You Language

KATRIN SCHAUMBURG ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD e.V.), wo sie sich unter anderem als Ausstellungskuratorin mit Museums-, Sammlungs- und Partizipationskonzepten auseinandersetzt. In ihrer Promotion beschäftigte sie sich mit agency von Frauen in einem südafrikanischen Township.

Memomry Lab #1: Fugitive Futurity – Archive als performative Praxis

MARK VON SCHLEGELL ist Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker. Zu seinen Publikationen zählen u. a. die Romane Venusia (Semiotext(e) / Native Agents 2005; auf Deutsch bei Matthes und Seitz 2016), Mercury Station (2009) und Sundogz (2015, beide bei Semiotext(e) / Native Agents). Darüber hinaus hat er verschiedene theoretische Werke verfasst, so z. B. Realometer: Amerikanische Romantik (Merve 2009) oder Dreaming the Mainstream (Merve 2013). Mark von Schlegell lebt in Köln.

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

ADRIANA SCHNEIDER ALCURE ist als Schauspielerin, Theaterwissenschaftlerin, Anthropologin und freie Theaterregisseurin in Rio de Janeiro tätig. Sie ist Professorin für Schauspielkunst an der Staatlichen Universität Rio de Janeiro UFRJ. Als CAPES-/Alexander von Humboldt-Stipendiatin war sie bis 2019 für ihr aktuelles Forschungsprojekt zu künstlerischen, politischen und pädagogischen Strategien des Puppentheaters am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie in Bonn. Sie ist Mitglied des Bonobando-Kollektivs und der Grupo Pedras de Teatro.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

FÉLIX SCHOELLER ist ein Kreativtechnologe, der an den Schnittstellen von Film, Kognitionswissenschaften und Technik arbeitet. Seit 2017 arbeitet er mit Monika Gintersdorfer und La Fleur zusammen und entwickelt Filme und Technologien, um die Entwicklung neuer Formen des kulturellen Austauschs zwischen Europa und Afrika zu unterstützen.

Un truc d'ouf

„Die Faszination für gegenständliche Strukturen des Realen steht im Mittelpunkt meiner formalen Forschung. Die Anziehungskraft sowohl für die Themen des Innenraums als auch für die Situationen des Außenraums, die variable Grenze zwischen öffentlich und privat, zwischen intim/perzeptiv und sozial/narrativ – all diese Sujets sind grundlegende Themen meiner Arbeit.“
SUSANNA SCHOENBERG ist Film-, Medien- und Performancekünstlerin und lebt in Köln. Ihre künstlerische Produktion umfasst Filme, Fotografie, Videoinstallationen, öffentliche Aktionen und Kameraaufbauten. Im Mittelpunkt ihrer medialen Praxis steht die Idee der Emergenz (von Wirklichkeit und Wirklichkeitsformen); der konsequente Verzicht auf technische und konzeptuelle Kontrolle ist Teil ihrer ‚realistischen‘ (bildgebenden) Strategie.

radio in between spaces

RUTH SCHÖNEGGE studierte Filmmontage an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg. Sie lebt und arbeitet in Berlin als freiberufliche Filmeditorin für Spiel- und Dokumentarfilme sowie für Mehrkanal-Videoinstallationen, Musikmontagen und Kunstprojekte.

CHEAP People Are Other People

THERESE SCHULEIT ist Medienkünstlerin, Informationsarchitektin und freie Kuratorin aus Köln. Ihre Arbeiten untersuchen die Wahrnehmung, Materialien und akustischen Beschreibungen städtischer und sozialer Räume in Installationen, Erzählungen und dialogischen Performances.Sie ist Gründerin des Festivals für Angewandte Akustik, als Elektronentoto Gründungsmitglied von AIC – Art Initiatives Cologne, kollaboriert mit ZAM e.V. seit 2009 und Teil der Kollektive Mühlenkampf und Raumfaltung.

radio in between spaces

ANNE SCHÜLKE lebt und arbeitet als Medienkünstlerin in Düsseldorf. Sie studierte Literatur und Philosophie und promovierte über Autofiktion. Ausgangspunkte ihrer Arbeit sind Beobachtungen ihrer Umgebung, theoretische Fragestellungen und eine autobiografische Perspektive. Sie entwickelt Videos, Künstler*innenhefte und Rauminstallationen. Sie zeigt ihre Arbeiten im Ausstellungskontext und im öffentlichen Raum. Häufig initiiert sie Projekte selbständig und geht dabei Kooperationen ein. Von 2019 bis 2023 co-leitet sie den Ausstellungsraum NKR – Neuer Kunstraum in Düsseldorf.

© Karine Azoubib

STEFANIE SCHULTE STRATHAUS ist Co-Direktorin von Arsenal – Institut für Film und Videokunst und Leiterin des Berlinale-Programms Forum Expanded. Sie kuratierte zahlreiche Filmprogramme, Retrospektiven und Ausstellungen, darunter Wer sagt denn, dass Beton nicht brennt, hast Du's probiert? Film im West-Berlin der 80er Jahre (mit Florian Wüst, 2006) und Live Film! Jack Smith! Five Flaming Days in a Rented World (Susanne Sachsse und Marc Siegel, 2009). 2010 entwickelte sie das fortlaufende Projekt* Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart*. Am silent green Kulturquartier gründete sie gemeinsam mit Bettina Ellerkamp und Jörg Heitmann das Projekt Film Feld Forschung. Derzeit kuratiert sie das kollaborative Projekt Archie außer sich und arbeitet an einer Reihe von Archivprojekten in Nahost und Nordafrika sowie in Nigeria. Stefanie Schulte Strathaus ist Mitglied im Aufsichtsrat des Harun-Farocki-Instituts und des Masterprogramms Film Culture an der Universität Jos / Nigeria.

[Exophony: Translating on Frame] (https://www.adkdw.org/de/article/2026_exophony)

KNUT SCHULTZ (aka Ruth Schultz) ist freie Theatermacherin und arbeitet in unterschiedlichen Zusammenhängen als Mixed Media Artist.
Nach Regieassistenzen in Köln und Bonn (u.a. beim fringe ensemble) und dem
Abschluss eines Literaturwissenschaftstudiums an der Universität Florenz, schloss sie 2011 ihr Studium der Schauspielregie an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab. Mit Freude an allzu menschlicher Medienkunst und magischen Momenten realisiert sie performative und filmische Arbeiten, Hörstücke und Dokumentarprojekte.
Sie ist künstlerische Leiterin (Regie) und Mitgründerin des experimentellen Musiktheaterlabels Paradeiser Productions, das in der Freien Szene und am Stadttheater aktiv ist.

Meine Wunschdomain - Oracle

ŞENOL ŞENTÜRK ist seit 2006 Raum- und Ausstattungskünstler für das in Berlin ansässige Art Kollektiv CHEAP. In dieser Arbeitskonstellation hat er die Raumentwürfe für zahlreiche Installationen, Performances und Club-Events weltweit realisiert. Als freiberuflicher Raumkünstler kollaboriert er mit zahlreichen anderen Künstler*innen wie Benny Claessens, Phil Collins, Vaginal Davis, Bruce LaBruce, Ron Athey, Showcase Beat Le Mot, Susanne Sachsse & Xiu Xiu und Demir/Kılınçel.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

Der Dichter AGHA SHAHID ALI (1949–2001) wuchs in Kaschmir auf und migrierte 1967 in die USA. Ali verfasste mehrere Bände mit Gedichten, einzelne Arbeiten wurden darüber hinaus in der Anthologie American Alphabets: 25 Contemporary Poets (2006) und in vielen anderen Sammelbänden veröffentlicht. Als Dozent für Creative Writing war er an verschiedenen Universitäten und Colleges in Indien und in den USA beschäftigt. Darüber hinaus arbeitete er als Übersetzer und Herausgeber.

Global Positioning System Not Working

BAHAREH SHARIFI arbeitet als freie Kuratorin und Aktivistin zu den Themen Diskriminierungskritik, Intersektionalität und Allianzen, unter anderem für das Maxim Gorki Theater, die Heinrich-Böll-Stiftung, das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden und beim Festiwalla 2014 im Haus der Kulturen der Welt. Im Herbst 2015 organisierte sie an der Universität der Künste Berlin eine Konferenz zu Strategien für eine diskriminierungskritische Kulturpraxis in Berlin. Derzeit arbeitet sie für die Kulturprojekte Berlin als Kuratorin beim Festival Interventionen – Refugees in Arts and Education. Sie ist Mitglied beim Bündnis kritischer Kulturpraktiker_innen.

Sprich nicht für mich!

SHELA SHEIKH ist Dozentin an der Goldsmiths (University of London), wo sie den MA Postcolonial Culture and Global Policy einberuft und den Forschungsschwerpunkt Critical Ecologies mitleitet. Sie doziert und veröffentlicht international. Derzeit arbeitet sie an einem plattformübergreifenden Forschungsprojekt zu Kolonialismus, Botanik und der Politik des Pflanzens. In diesem Rahmen hat sie gemeinsam mit Ros Gray The Wretched Earth: Botanische Konflikte und künstlerische Interventionen (Third text-Sonderausgabe, 2018) herausgegeben; und mit Uriel Orlow das Theatrum Botanicum (Sternberg Press, 2018).

Floraphilia: Botanical Garden as a Colonial Site

MARTIN SIEMANN ist Lichtgestalter, Videokünstler und Ingenieur für Theatertechnik. Seine Arbeit konzentriert sich auf die interdisziplinäre Entwicklung neuer Raumkonzepte für Oper, Theater und Performance. Er lebt und arbeitet in Wien und Berlin.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

POLA SIEVERDING ist eine bildende Künstlerin, die mit Film Video und Fotografie arbeitet. Sie lebt und arbeitet in Berlin und studierte an der Universität der Künste Berlin, dem CMU Pittsburgh und dem Moskauer Kunstinstitut Surikow. Sie war Gastdozentin an der International Academy of Art Palestine in Ramallah und künstlerische Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste München von 2016 bis 2020. Mit Fotografie, Video und Ton untersucht sie den physischen Körper als Träger historischer Erzählungen, die einen zeitgenössischen Diskurs über den sozialen Körper formen. Indem sie den Körper sprachlich, als Alternative zum Wort, definiert, schöpft sie das klassische Ideal des Körpers als Ort von Lust und Macht aus. Sie fühlt sich zu Extremen und sozialen Emotionen hingezogen, Gefühlen, wenn der Körper zwischen ‚Betrachten‘ und ‚Betrachtetwerden‘, zwischen ‚Berühren‘ und ‚Berührtwerden‘ wechselt. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt.

CHEAP People Are Other People

CHEAP A Five-Reeler Performance

BORIS SIEVERTS (*1969) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1997 führt er mit seinem Büro für Städtereisen Einheimische und Tourist*innen durch die Grauzonen unserer Ballungsräume. Dabei stellt er durch ausgefeilte Raumfolgen landschaftliche Zusammenhänge für ansonsten als extrem disparat geltende Umgebungen her. Aus seinen Erkenntnissen entwickelt das Büro für Städtereisen – neben dem touristischen Angebot der Reisen – Visionen und weiterführende Interpretationen der erforschten Umgebungen und speist diese in die Raumplanung und den Kulturbetrieb ein.

M.S. KALK: Get on Board!

Memory Lab #3: Sizilien Express. Die Route(n) der italienischen Migration

M.S. KALK: Arrival City Kalk – Von (Lebens-)Entwürfen und (Wohn-)Biografien

M.S. KALK: M.S. BILANZ – Best of Malte’s Memory Sunday, Präsentation Kalkatlas und digitales Archiv

M.S. KALK: MEMORY STATION

M.S. KALK: Malte’s Memory Sunday & Mapping Kalk

M.S. KALK: M.S. HALLEN KALK

JANEK SIMON ist Multimediakünstler mit Lebensmittelpunkt in Warschau. Simons Arbeiten sind inspiriert durch seine Reisen, darüber hinaus greift er häufig Aspekte der Wissenschaftsgeschichte und der Geschichte politischer Ideen auf. Außerdem befasst er sich mit praktischen und ethischen Aspekten der DIY-Kultur. Janek Simon war in verschiedenen Solo- und Gruppenausstellungen in Polen wie auch international vertreten.

Perverse Decolonization

JOSHUA SIMON ist Leiter und Chefkurator der MoBY-Museen von Bat Yam. Er ist Autor des Buches Neomaterialism (Sternberg Press, 2013), und er schreibt unter anderem für Springerin, Frieze, Afterall, Modern Painters und das e-flux journal. Simon beteiligt sich am Forschungsprojekt der Akademie der Künste der Welt, Perverse Decolonization. Er lebt in Tel Aviv-Jaffa.

Phantompolitik in Palästina-Israel: Von der doppelten Negation zur doppelten Auslöschung

CLAUDIA SIMONS ist derzeit Afrika-Referentin der Heinrich-Böll-Stiftung, zuvor arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie ist außerdem freiberuflich tätig als Beraterin für Außen- und Sicherheitspolitik in der Region der Großen Seen.

Kizobazoba: Projeketionsfläche Afrika – Tischgespräche mit Expert*Innen zu kollektiven Bildproduktionen

HYE YOUNG SIN erforscht mit ihrer Installation, Partitur und Performance den Begriff des Klangs im Hinblick auf seine Materialität.

radio in between spaces

Der Filmemacher und bildende Künstler CHULAYARNNON SIRIPHOL lebt und arbeitet in Bangkok. Seine Werke wurden auf zahlreichen Festivals in Asien und Europa gezeigt, darunter International Film Festival Rotterdam, Internationale KurzFilmFestival Hamburg und die Moscow International Biennale for Young Art. Sein Film Myth of Modernity wurde 2014 auf dem Thai Short Film & Video Festival ausgezeichnet.

Enigmatische Mehrheiten

Der Sozialtheoretiker und Autor JAN SOWA ist promovierter Soziologe und habilitierte sich in Cultural Studies. Seine Forschungsaufträge führten ihn an mehrere Universitäten, darunter zuletzt die Universität Warschau und die University of São Paulo. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, darunter der Essay-Band A Joy Forever: Political Economy of Social Creativity. Er lebt in Warschau.

Wie durch einen dunklen Spiegel Jan Sowa

Perverse Decolonization

ANDREAS SPEIT ist ein Journalist und Autor, der sich auf die Themen Rechtsextremismus und Neonazismus in Deutschland spezialisiert hat. Seit 1991 schreibt er für die taz regelmäßig über rechte Esoterik, intellektuellen Rechtsextremismus und Deutsch-Nationalismus. Er ist Autor und Mitautor zahlreicher Bücher über Neonazi- und rechtspopulistische Bewegungen in Deutschland. Sein neuestes Buch, Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida (Orell Füssli 2016), untersucht die Wurzeln der Neuen Rechten im Zentrum des politischen Establishments. Speit lebt in Hamburg.

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

In seiner Auseinandersetzung mit volkstümlichen, populären und subkulturellen Klang- und Bildwelten verfolgt der in Mailand lebende Künstler und Musiker SIMONE TRABUCCHI (aka STILL) einen nomadischen Ansatz. Nachdem er als Dracula Lewis eine persönliche Sicht auf Volksmusik entwickelt hat, folgt sein neues Projekt Still von seiner italienisch Heimatstadt Vernasca aus Spuren nach Äthiopien und Jamaika.

In Between Spaces: Mediterranean Crossings

PROF. DR. ANNE STORCH, Universität zu Köln, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie. Spezialisiert auf afrikanische Linguistik, erforscht u.a. was Sprache jenseits strukturlinguistischer Konzepte zu sein vermag – Geheimnis, Magie, Zwischenmenschlichkeit. Außerdem Beiträge zur Soziolinguistik, Wissenschaftsgeschichte, Sprachbeschreibung.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika. Tischgespräche mit Expert/innen zu kollektiven Bildproduktionen*

MARIE STRAUSS, Studium der Bildenden Künste an der Universität der Künste Berlin bei Lothar Baumgarten. Zahlreiche Förderungen und Auszeichnungen u.a.: Postgraduierten Stipendium des DAAD für Mexiko City, Forschungsstipendium der Secretaria de Relaciones exteriores( SRE) México, Projektstipendium Edith Maryon Stiftung, Arbeitsaufenthalt Sculpture Space NY. Ausstellungsförderungen Goethe Institut Mexiko, Institut für Auslandsbeziehungen, Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Arbeitsaufenthalte in Larvik/Norwegen, Mexico City, Ciudad Juarez, Tijuana, Utica/NY, Sète. Ausstellungen in Berlin, Köln, Mexiko City, Tijuana, Puebla, Utica NY.

Ocotepec Odyssey

SEFA INCI SUVAK ist Journalistin, Autorin und Kulturredakteurin im Radio. Zwei ihrer Radiobeiträge erhielten einen Civis-Medienpreis. Außerdem initiierte und entwickelte sie, zusammen mit Justus Herrmann, das 2007 für den Grimme Online Award nominierte migration-audio-archiv (maa) Köln, das eine Sammlung von erzählter Migrationsgeschichte in der Tradition der Oral History ist. Daneben ist die Mitbegründerin des Artradios.

Memory Lab #5: Zuhören als antirassistische Praxis – Das akustische Gedächtnis der Migration

T

Foto: Havin Al-Sindy

KAROSH TAHA wurde 1987 in Zaxo geboren. Seit 1997 lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet. Sie hat an der Universität Duisburg-Essen sowie in Kansas/USA Anglistik und Geschichte auf Lehramt studiert. Während des Studiums wurde sie mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert. 2018 veröffentlichte sie ihr Debüt Beschreibung einer Krabbenwanderung, war Aufenthaltsstipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin und wurde mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet. Seit 2019 ist sie Inhaberin des Heinrich Heine-Stipendiums in Lüneburg. Des Weiteren erhielt sie das Werkstipendium der Kunststiftung NRW, das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds, den Hohenemser Literaturpreis und das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium in Köln.

Exophony: Spelling Identity

KIDLAT TAHIMIK ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Mit Perfumed Nightmare erlebte er 1977 seinen Durchbruch und gilt als Begründer des unabhängigen philippinischen Kinos. Sein letzter Film, Balikbayan #1, an dem er über 30 Jahre arbeitete, wurde 2015 auf der Berlinale ausgezeichnet. Tahimik lebt in Baguio City, Philippinen.

Perfumed Nightmare

ABI TARIQ ist ein in Paris lebender pakistanischer Konzept- und Performance-Künstler. Er gestaltet orts- und kontextspezifische Erlebnisse, Installationen und Transmissions, die von einem komplexen und oft komplizierten Geflecht aus Sprache, Kultur und Macht inspiriert sind.

Paris-Köln Performance-Nacht

MARK TERKESSIDIS hat sich als Autor über Migration und Popkultur einen Namen gemacht. Seine journalistischen Beiträge sind unter anderem in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und im Freitag erschienen. Sein 2015 erschienenes Buch Kollaboration (Suhrkamp) entwirft eine positive Philosophie der Zusammenarbeit, die getragen wird von Ideen der Partizipation und bürgerlichen Selbstorganisation. In seinem Buch Interkultur (Suhrkamp 2010) fordert Terkessidis dazu auf, gängige Integrationskonzepte zu überdenken und verstärkt das kreative Potential von Migration und Mobilität in den Blick zu nehmen. Der promovierte Pädagoge unterrichtet im Fachbereich Gender and Diversity an der Universität St. Gallen. Er lebt und arbeitet in Berlin und Köln.

AfD, Pegida & Co. – Für welches Volk spricht der Populismus?

Wie kolonial ist die Willkommenskultur?

TERRE THAEMLITZ ist eine mehrfach ausgezeichnete Multimedia-Produzent*in, Autor*in, öffentliche Sprecher*in Aufklärer*in, Audio-Remixer*, DJ und Besitzer*in des Plattenlabels Comatonse Recordings. Als Referent*in zu Fragen nicht-essentialistischer Transgender-Forschung und Queer Theory hat Thaemlitz an Diskussionsforen in ganz Europa und Japan teilgenommen. Thaemlitz lebt und arbeitet in Japan.

Deproduction

THE 2020 DRAWING AND CONTEMPORARY PRACTICE III COHORT an der Wits School of Arts in Johannesburg fungiert als Dach für Kollektive, die sich mit der Praxis des ‚Briefeschreibens’ beschäftigen – darunter Gruppen wie 15172264, Are We Safe, Assume Form, Bayazi, Nagaram, Open Questions, RE: Write und SONA. Im Dialog mit Gesprächspartner*innen in verschiedenen Teilen der Welt schreiben sie Briefe nach Kairo, Delhi, Gwangju und Richmond. Während jede Gruppe ihre eigenen Recherchen anstellt, die für ihre jeweiligen Themen und Fragestellungen von Bedeutung sind, haben alle eins gemeinsam: die Auseinandersetzung mit dem Briefeschreiben als kollektiven Redaktionsprozess – mit dem Ziel, innovative Publikationsformate und Zukunftsvisionen zu entwickeln.

Gwangju Lessons

5·18 ARCHIVES wurde 2015 in Gwangju, Südkorea gegründet, um die Dokumente und Zeugnisse der Demokratiebewegung vom 18. Mai 1980 zu sichern und einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Angefangen als studentische Proteste, führte die Bewegung schnell zu landesweiten Aufständen die nach zehn Tagen vom Militär gewaltsam niedergeschlagen wurden. Die Demonstrant*innen forderten umfassende Reformen zur Demokratisierung des Landes, die Einführung eines Mindestlohns sowie die Aufhebung des Kriegsrechts. Heute befindet sich das 5·18 Archives im ehemaligen Catholic Center in Gwangju, einer der Gedenkstätten des Aufstandes. Seit 2011 ist das Archiv im UNESCO-Weltregister Memory of the World aufgeführt.

Gwangju Lessons

VANESSA E. THOMPSON ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind kritische Rassismus- und Migrationsforschung, Gender- und Queer Studies, Intersektionalität, postkolonial/dekolonial-feministische Theorien und Methodologien, Black Studies (mit besonderem Fokus auf Black Europe), Theorien und Kritik der Versicherheitlichung sowie transformative Gerechtigkeit.

Memory Lab #1: Fugitive Futurity – Archive als performative Praxis

DAVIDE TIDONI ist ein Künstler und Forscher, der sich für die Beziehungsdimension des Zuhörens und die physische Erfahrung von Klang interessiert. Mit einem besonderen Schwerpunkt auf Beobachtung und Aktion schafft er Werke in verschiedenen Formaten, darunter Live-Performance, Intervention, Audio-Aufnahme, Video und geführtes Zuhören. Er veröffentlichte eine Klang-Ethnographie über die Ultragruppe BRESCIA 1911 (The Sound of Normalisation, SARU Oxford Brookes University).

radio in between spaces

ILIJA TROJANOW, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien. Seine bekannten Romane wie Die Welt ist groß und Rettung lauert überall (1996), Der Weltensammler (2006) und Eistau (2011) sowie seine Reisereportagen wie An den inneren Ufern Indiens (2003) sind gefeierte Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Preis der Leipziger Buchmesse 2006. Seine Bücher wurden in 31 Sprachen übersetzt.

MARGARITA TSOMOU ist griechische Kulturwissenschaftlerin und arbeitet von Berlin aus als Publizistin, Autorin, Journalistin, Dramaturgin, Moderatorin und Kuratorin. Sie ist Kuratorin für Theorie und Diskurs am Theater HAU Hebbel am Ufer in Berlin, Herausgeberin der popfeministischen Zeitschrift Missy Magazine und schreibt für Print und Radio (Die Zeit, taz, Spex, Frankfurter Rundschau, WDR, SWR u.a.). Sie arbeitet zu Queer-Feminismus und Sexualität, politischer Kunst, Performance-Theorie, Neuen Medien und Demokratietheorie im Kontext der europäischen Schuldenkrise.

Ich, Ich Nicht, Wir: Zur Verhandlung der objektiven und subjektiven Seiten unserer politischen Hybridität

The Extreme Centre – Über die Zukunft der Politik in populistischen Zeiten

U

EREDOVOE UDOGESTVO ist eine relativ neue Künstlergruppe, deren Namenswahl bereits ihre poetische Haltung demonstriert: Die ersten Konsonanten der russischen Worte peredovoe khudozhestvo (fortgeschrittenes Künstlertum) wegzulassen, ist bewusst infantil, auch wenn darin ein Hauch früher, transrationaler futuristischer Poesie anklingt. Diese Denkweise ist typisch für eines der Gründungsmitglieder der Gruppe, den St. Petersburger Dichter Roman Osminkin, dessen Arbeiten von einem Geist der Subversion und Überaffirmation durchdrungen sind. Mit Small Victorious Anschluss präsentieren eredovoe udogestvo ihre Version einer Nachstellung historischer Schlachten. Diese sind heute ein beliebter Zeitvertreib patriotisch gesinnter Russen und Igor Girkin, eine der treibenden Kräfte des Kriegs im Donbass, gilt als Gallionsfigur dieses Trends. Gemeinsam mit Anastasia Vepreva und dem Klangkünstler Anton Komandirov rekonstruiert Osminkin die Annexion der Krim mit Panzern, sexy Staatsanwältinnen sowie russischen Pässen für jedermann und bietet dem Kölner Publikum in dieser Erstaufführung einen Exkurs in die Geschichte der „Bloodlands“ des russischen Imperialismus.

Small Victorious Anschluss - A Tragifarcical Reenactment

Phone Calls from the Cemetery and Other Stories Eine Ausstellung gegen den verdeckten Krieg in der Ukraine

ANDREI UJICA ist Autor, Regisseur und Drehbuchautor. Während er zunächst Prosa, Gedichte und Essays verfasste, wandte er sich in den 1990er Jahren dem Film zu. Sein filmisches Debüt, Videogramme einer Revolution (1992), über das Verhältnis von politischer Macht und Medien entstand in Zusammenarbeit mit Harun Farocki. Mit The Autobiography of Nicolae Ceaușescu war Ujica 2010 bei den 63. Filmfestspielen in Cannes zu Gast.

The Autobiography of Nicolae Ceaușescu

ULAY war und ist noch immer eine Legende der Gegenwartskunst. Er war einer der Pioniere der Body Art, der Performance Art und der Polaroidkunst. Er ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit der Künstlerin Marina Abramović, seiner ehemaligen Lebenspartnerin. Ulay lebte zuletzt in Amsterdam und Ljubljana.

Stealing from the West

ULTRA-RED ist ein internationales Klangkunstkollektiv, das sich bereits seit 1994 in unterschiedlichen sozialen Bewegungen engagiert und sich mit Themen wie Migration, Antirassismus, partizipativer Gemeindeentwicklung und HIV/AIDS auseinandersetzt.


URXX – Ultra-red 1994–2014: Second encounter

Urxx Nos. 1 - 9. Nine Workbooks, 2010 - 2014

V

VIOLA VAHRSON ist Professorin für Kunstgeschichte und Visuelle Studien an der Fachhochschule Düsseldorf. Zusammen mit dem Philosophen Hannes Böhringer veröffentlichte sie ein Kompendium zur Faulheit (Faulheit, 2008).

Langsamkeit

Die Performance-Künstlerin SARAH VAN LAMSWEERDE bewegt sich mit ihren Arbeiten an der Schnittstelle von Theater und Bildender Kunst und erkundet dabei thematisch die Bandbreite zwischen (unvertrauten) Sprachen und massenmedialen Phänomenen. Ihre Arbeiten waren z. B. im Veem House for Performance in Amsterdam, im Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam oder im Performatik in Brüssel zu sehen. Sie lebt in Brüssel und Amsterdam.

Rethinking Locality

SINTHUJAN VARATHARAJAH hat Soziologie und Politikwissenschaften an der London School of Economics studiert. Zurzeit ist er Doktorand in politischer Geografie am University College London und forscht zum Thema „Räume des Asyls“. Er arbeitet als Projektkoordinator bei Flüchtlinge Willkommen und ist Gründer des Erzählprojekts Roots of Diaspora, das Fluchterfahrungen der Eelam-Tamilen aufarbeitet und dokumentiert. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Asylpolitik, Rassismusforschung, Critical Whiteness, Kastenforschung und Geografie der Macht.

Sprich nicht für mich!

FRANÇOISE VERGÈS ist Autorin und Sozialwissenschaftlerin und Inhaberin des Lehrstuhls „Global South(s)“ am Collège d'études mondiales, Fondation Maison des Sciences de l'Homme, Paris. 2002 war sie Projektberaterin der documenta 11. 2012 wirkte sie bei der Pariser Triennale mit. In zahlreichen Veröffentlichungen befasst sie sich mit regionalen Erinnerungspraktiken, Sklaverei und Raubbauwirtschaft, französischer Postkolonialität und postkolonialer Museologie. Darüber hinaus hat sie zwei Filme über die bekannten karibischen Autoren Aimé Césaire und Maryse Condé gedreht und im Louvre verschiedene Ausstellungen über Sklaverei organisiert.

Wer bestimmt, was Kunst ist? Renzo Martens und der Cercle d’Art des Travailleurs de Plantations Congolaises

DAVID VOGEL studierte Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Derzeit arbeitet er am Schauspiel Köln und leitet dort unter anderem das Senior*innenensemble Old School, den Guckklub für Alle und erweitert den Spielplan um ein vermittelndes und partizipatives Rahmenprogramm. Zuvor war er am Kinder- und Jugendtheater GRIPS in Berlin beschäftigt und inszenierte dort regelmäßig mit allen Altersgruppen im Nicht-Profi-Bereich. Er ist Mitglied des Kunstvermittlungs-Kollektivs Geheime Dramaturgische Gesellschaft.

W

JANINA WARNK ist in der freien Kunst- und Performance-Szene NRW tätig. In begehbaren Installationen und Raumsimulationen widmet sie sich alternativen Realitätsmodellen, im musikalischen Bereich arbeitet sie mit fiktionalen Figuren, die performativ ins öffentliche Leben eingreifen und daran teilnehmen.

Paris-Köln Performance-Nacht

Stefan Weidner in Istanbul, März 2020 | Foto: Viktor Burgi

STEFAN WEIDNER studierte Islamwissenschaft, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Von 2001 bis 2016 er Chefredakteur der Zeitschrift Fikrun wa Fann, die vom Goethe-Institut herausgegeben wird und zum Dialog zwischen westlicher und islamisch geprägter Kultur beitragen soll. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, Herausgeber von Anthologien und Übersetzer insbesondere von arabischer Lyrik. Veröffentlichungen, u.a.: Und sehnen uns nach einem neuen Gott. Religion und Poesie im Werk von Adonis (Berlin 2005), Aufbruch in die Vernunft. Islamdebatten und islamische Welt zwischen 9/11 und den arabischen Revolutionen (Bonn,2011). Er wurde 2006 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg, 2007 mit dem Johann Heinrich Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für das übersetzerische Gesamtwerk und 2014 mit dem Paul Scheerbart-Preis der Ledig-Rowohlt Stiftung ausgezeichnet. 2009/2010 war er August Wilhelm von Schlegel-Gastprofessor für Poetik der Übersetzung an der FU Berlin. Vom Sommersemester 2011 bis zum Wintersemester 2011/12 bekleidete er an der Universität Bonn die erste Thomas Kling-Poetikdozentur. Stefan Weidner ist Mitglied des Deutschen PEN-Clubs und Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.


Islamophobie und die Politische Krise des Westens

Islam in Liberalism

Theater und politische Transformation im postrevolutionären Ägypten

Anti-Pegida. Eine Streitschrift!

Bachtyar Ali

DOROTHEE WENNER arbeitet als Delegierte der Berlinale für das Kino aus Subsahara-Afrika, ist selber Filmemacherin und Kuratorin der Veranstaltung Kizobazoba.

Kizobazoba: Projektionsfläche Afrika – Tischgespräche mit Expert*Innen zu kollektiven Bildproduktionen

Le retour d’un aventurier

NIKO WILLBORN ist ein deutsch-finnischer Art Director, der Grafikdesign mit der Leidenschaft für Lebensmittel verbindet. Seit seinem dreizehnten Lebensjahr organisiert er Gourmetclubs mit einem Schwerpunkt auf essbaren Wildpflanzen und Essen, das Geschichten erzählt. Er lebt mit seiner Familie in einem 200 Quadratmeter großen Garten in Berlin.

Urban Feast: The Edible Map of Migration

FRANZISKA WINDISCH lebt und arbeitet in Brüssel. Ihre Arbeit ist zwischen den Bereichen Performance, Text, Komposition und Installation angesiedelt. Wesentliche Aspekte ihrer künstlerischen Praxis sind Situationen, in denen Transformationsprozesse erfahrbar werden, oder Konfigurationen, die unvorhersehbare oder irreversible Ergebnisse provozieren. Sie entwickelt Partituren für Aktionen, die häufig Zusammenhänge zwischen Hören und Raum, zwischen Spur und Medium adressieren und die sich in anschließenden Reflexionsschritten in sprachlichen, skulpturalen oder installativen Ergebnissen manifestieren.

radio in between spaces

ANNE WIZOREK ist Medienberaterin und Autorin, deren Twitter-Aktion #aufschrei 2013 für Aufsehen sorgte und im selben Jahr mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. 2011 war sie unter den Organisatoren von re:publica. Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 initiierte sie den neuen Hashtag #ausnahmslos gegen Sexismus und Rassismus. In gedruckter Form erschien von ihr Weil ein #aufschrei nicht reicht (Fischer, 2014). 2015 wurde sie von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes als Botschafterin des Themenjahres gegen Geschlechterdiskriminierung berufen. Wizorek lebt in Berlin.

Nordafrikanische Männer, deutsche Frauen. Zweitägiges Symposium zu sexueller Gewalt und Rassismus

NICOLE WOLF ist Dozentin am Department of Visual Cultures am Goldsmiths College, University of London, sowie Kuratorin von Filmveranstaltungen. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich mit internationalen Geschichten des politischen Kinos und interessiert sich insbesondere für die vielgestaltige Betrachtung dokumentarischer Praktiken in Südasien. Derzeit befasst sie sich im Rahmen des Projekts Archive außer sich – einer Kooperation des Arsenal – Institut für Film und Videokunst mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin – mit der Restaurierung und Erforschung der Arbeiten des feministischen Filmkollektivs Yugantar in Indien (1980–83).

Speculative Feminist Cine Geography

JAKUB WOYNAROWSKI ist Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Krakau, wo er derzeit am Narrative Drawing Studio lehrt und ein Seminar über visuelle Kultur leitet. Er verbindet die Tätigkeiten eines Künstlers, Designers und unabhängigen Kurators. Als Autor von Graphic Novels und Kunstbüchern, darunter Dead Season und Corpus Delicti, untersucht er die Machbarkeit der Anwendung verschiedener Formen des visuellen Erzählens als Instrumente der theoretischen Reflexion. Interessiert an der "Archäologie der Avantgarde", weist er auf Ähnlichkeiten zwischen antiken Kunstwerken und moderner Kunst hin. Er greift Themen auf, die mit Post-Säkularismus, Post-Humanismus, Institutionskritik und Gonzo-Kuratieren verbunden sind. Im Jahr 2014 arbeitete er mit dem Institut für Architektur als Autor des künstlerischen Konzepts für den polnischen Pavillon auf der 14. Architekturbiennale in Venedig zusammen. Er lebt und arbeitet in Krakau, Polen.

Mad Tea Party: Gonzo Curating and Beyond – Roaming Assembly #16

X

XIAO KE absolvierte eine traditionelle chinesische Tanzausbildung und studierte anschließend Zeitgenössischen Tanz in Shanghai. Seit 2002 arbeitet sie eng mit zeitgenössischen Künstlern zusammen und gründete verschiedene Künstlerkollektive. ZI HAN ist Audiovisual Artist und Performer. In ihrem 2011 in Shanghai gegründeten Cannot Help Art Collective widmen sich die beiden Künstler*innen der interdisziplinären Erkundung sozialer Fragestellungen.

Enigmatische Mehrheiten

XIU XIU ist eine experimentelle Band aus Kalifornien, deren Begründer und einziges ständiges Mitglied JAMIE STEWART ist. Die Band hat verschiedene eklektizistische Alben veröffentlicht mit Einflüssen von Industrial Post-Punk über Synthie-Pop bis hin zu avangardistischer Musik. Zuletzt veröffentlichte Xiu Xiu die Alben Plays the Music of Twin Peaks (2016) sowie Forget (2017).

Original Sin. A Concert

Y

SEMIH YALCIN wurde in Köln geboren und hat an der Universität Bonn Geschichte und Rechtswissenschaften studiert. Er hat bei unterschiedlichen Arbeitgebern, sowohl in Teil- als auch in Vollzeit gearbeitet. Nach dem Abitur diente er zwei Jahre als Soldat bei der Bundeswehr und artbeitete später als Helfer auf Baustellen, bei der DHL als Verlader, im Archiv, beim WDR und im Kölner Großmarkt. Vor vier Jahren hat er als Fahrradkurier bei Foodora angefangen und war dort Teamleiter. Mittlerweile arbeitet er beim internationalen Onlinenabieter für Lieferdienstleitungen Just Eat Takeaway, zu dem unter anderem Liferando gehört. Seit über drei Jahren vertritt er die Interessen der Beschäftigten als Betriebsrat, zeitweise sogar im Aufsichtsrat, der Delivery Hero SE. Parallel zur Tätigkeit bei Lieferando arbeitet er an verschiedenen Projekten, gibt Workshops und ist freiberuflich als Gruppenbegleiter im Haus der Geschichte in Bonn tätig.

AIWEN YIN arbeitet als Designerin, Forscherin, Autorin und Videokünstlerin. Mit Performances, Installationen, Text, Video und Dokumentation untersucht sie das zukünftige Potential von Design mit Blick auf seine technologisch-politischen Bedingungen und zwischenmenschlichen Zusammenhänge. Sie forschte unter anderem für The New Normal am Strelka-Institut in Moskau und war Fellow des Art Center South Florida in Miami.

Speculative Actions

MIRIAM YOSEF ist im politischen Bildungsbereich als Referentin, Trainerin und Beraterin mit einem Fokus auf Rassismus- und Machtkritik und Empowerment tätig. Unter anderem organisiert sie die BPoC Empowerment Reihe I Am Not Exotic - I Am Exhausted für das Projekt Rebel of Color. Sie hat einen M.A. in Human Rights von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie einen B.Sc.in International Development von der London School of Economics and Political Science. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Postkoloniale Studien, Critical Race Theory und Menschenrecht.

Memory Lab #4: Her*stories. Für eine intersektionale und feministische Perspektivierung von Archiven

MI YOU ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule für Medien, Köln und an der Aalto Universität, Helsinki. Im Rahmen ihres langjährigen Forschungs- und Rechercheprojekts begreift sie die Seidenstraße als Figuration nomadischer Symboliken sowie neuer wie alter Technologien. Als Kuratorin hat sie unter anderem Projekte am Asian Culture Center in Gwangju, Südkorea, und beim Ulaanbaatar International Media Art Festival, Mongolei, realisiert (2016). Gemeinsam mit Binna Choi leitet sie derzeit das Projekt wissenschaftlich-kuratorische Projekt Unmapping Eurasia. Sie ist Vorsitzende des Komitees für Medienkunst und Technologie der transnationalen politischen NGO Common Action Forum. Seit 2017 ist Mi You Mitglied der Akademie der Künste der Welt.

Sci-(no)-Fi

Actionable Speculations

Speculative Actions

Z

Die Künstlerin KATARINA ZDJELAR arbeitet mit Bewegtbildern, Sound und Performances, außerdem hat sie bereits mehrere kunsttheoretische Schriften herausgegeben. Ihre Arbeiten waren zuletzt in Soloausstellungen im Muzeum Sztuki in Łódź, im Kunstverein Bielefeld, im Artium in Vitoria-Gasteiz, im Centre for Contemporary Art Celje und im Fri Art – Centre d’art contemporain in Fribourg zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Rotterdam und Belgrad.

Tanz für Käthe Kollwitz

To Walk A Line

ŽELIMIR ŽILNIK ist Autor und Regisseur zahlreicher Spiel- und Dokumentarfilme, die auf nationalen und internationalen Filmfestivals mehrfach ausgezeichnet wurden. Žilnik ist bekannt als Begründer des Dokudrama-Genres. Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher und Produzent ist er auch lehrend aktiv. Er lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien.

Logbook Serbistan

JÜRGEN ZIMMERER ist Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg. Zuletzt erschienen Von Windhuk nach Auschwitz? Beiträge zum Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust (LIT Verlag, 2011) und Kein Platz an der Sonne. Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte (Campus, 2013).

Zwischen Vergessen und Verdrängen: Kolonialismus, Holocaust und nationale Identität

In den letzten 20 Jahren hat er mit verschiedenen Plattformen gearbeitet und kollaboriert, die sich der Musik, den Künsten, dem Theater, der Bildung (mit sozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderung) und ergänzenden Therapien widmen, immer mit Schwerpunkt auf Produktion, Übertragung und Tonaufzeichnung. Seine Arbeit ist inspiriert von verschiedenen Konzepten und Erfahrungen, wie z.B. Rückkopplung, Übertragung, non-input mixing, schamanische Riten, Drehung, Rotation, Migration, veränderte Zustände, Phänomenologie und Wahrnehmung. Die wichtigsten Ausdrucksformen seiner Arbeit im Bereich der Klangkunst sind: Klanginstallationen, audiovisuelle Performances, Installationskonzerte, Radioprogramme/-sendungen, Workshops und Forschungsprojekte. Er hat seine Arbeit in Chile, Peru, Bolivien, Deutschland und der Schweiz präsentiert.

radio in between spaces