Filmvorführung und Gespräch

• Di 03 10 2017 •
Le retour d’un aventurier Moustapha Alassane

Le retour d’un aventurier, 34', Niger, 1966, Französisch und Hausa mit englischen Untertiteln

19:30

Ort: Filmclub 813 in der BRÜCKE, Hahnenstraße 6, 50667 Köln
7 €
Online-Vorverkauf ab dem 12. September 2017 unter www.filmfestival.cologne

Der Film wird zusammen gezeigt mit Les cowboys sont noirs von Serge Moati, 15', Frankreich, 1966, Französisch und Hausa mit englischen Untertiteln

In Kooperation mit dem Film Festival Cologne

Die Westernparodie Le retour d’un aventurier ist ein Klassiker des afrikanischen Kinos und spielt in den 1960ern in einem Dorf in Niger. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mannes, der aus dem Ausland nach Hause zurückkehrt und einen Koffer voll Cowboy-Kostüme an seine Freunde verschenkt. Als Desperado-Bande verkleidet, spielen sie archetypische Szenen aus amerikanischen Western nach: Vieh hüten, Kneipenschlägereien und Schießereien. Die Amateurdarsteller bieten in diesem Spiel mit den Konventionen reichlich Slapstick-Spaß, doch unter der Oberfläche verbirgt sich eine Geschichte über Rebellionen gegen die Älteren, die bereit sind, Streit zu schüren, nur damit alles so bleibt, wie es ist. Serge Moatis Film Les cowboys sont noirs zeigt das „Making-of“ dieses Films. Er begleitet die Darsteller auf ihren Fahrten mit dem Motorroller oder in ihrem Alltag als Taxifahrer. Moatis Film unterstreicht die Bedeutung der Tatsache, dass diese Cowboys Afrikaner sind und sie sich die Western-Kostüme aneignen, um den Westen auf ihre eigene Art zu erobern. Vor der Veranstaltung erfolgt eine Einführung durch die Filmkuratorin DOROTHEE WENNER und EKATERINA DEGOT.

Der nigrische Filmemacher Moustapha Alassane (1942–2015) gilt als Pionier des afrikanischen Kinos und ist durch seine in den 1960er und 1970er Jahren entstandenen satirischen Filme bekannt geworden. Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde Alassane 2007 als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet.

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