Podiumsdiskussion

• Fr 27 10 2017 •
Perverse Decolonization

19:00

Ort: Alte Feuerwache
Freier Eintritt
In englischer Sprache

Die Veranstaltung ist Teil des Rechercheprojekts Perverse Decolonization. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie hier.

Die Teilnehmer dieser Podiumsdiskussion geben einen Einblick in die wichtigsten Diskussionen und Debatten rund um das neue Langzeit-Forschungsprojekt der Akademie, Perverse Decolonization. Betrachtet man die heute weltweit erstarkenden rechten Bewegungen, fällt auf, dass diese sich in unheimlicher Weise einer Rhetorik aus dem Kontext der Dekolonisierung bedienen, um nationalistische Absichten zu propagieren. Daher ist es an der Zeit, den Hintergrund einer solchen „pervertierten Dekolonisierung“ genauer zu betrachten: Inwiefern reproduzieren postkoloniale Identitäten koloniale Gewalt? Wie verweigern Identitätspolitiken den postkolonialen Subjekten die politische Dimension? Wie erheben sich „schweigende“ Mehrheiten gegen kosmopolitische Eliten, und wie exportieren alternative koloniale Projekte nicht-westliche Versionen von Fortschritt auf ähnlich gewaltsame Weise, wie dies die ursprüngliche europäische Kolonialpolitik tat? Können alternative Konzepte wie Staatenlosigkeit, „subalterner Kosmopolitismus“ oder eine globale sozialistische Moderne dem festgefahrenen Postkolonialismus den Weg weisen?

Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind: Hans D. Christ (Stuttgart), Cosmin Costinas (Hongkong), Ekaterina Degot (Moskau/Köln), Udi Edelmann (Holon), David Riff (Berlin), Jan Sowa (Warschau) und andere.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes Alt text