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• Do 13 07 2017 •
ISLAMOPHOBIE UND DIE POLITISCHE KRISE DES WESTENS Arun Kundnani

ARUN KUNDNANI im Gespräch mit STEFAN WEIDNER

Arun Kundnanis Vortrag untersucht die Tragweite von Trumps Sieg und des Aufstiegs der extremen Rechten in Europa wie in den USA als Symptom einer epochalen Wende. Die mit der Wahl von Thatcher 1979 eingeleitete Ära des Neoliberalismus ist zu Ende. Die Frage ist, was stattdessen folgt. Bisher hat es die Rechte besser vermocht, die Krise zu verstehen und sie für ihre neue „Rassenpolitik“ zu instrumentalisieren. Anstatt gegen die Globalisierung des Kapitals zu protestieren, rebellieren die Wähler gegen die Globalisierung der Arbeit und finden im Immigranten ein geeignetes Ziel für ihren verdrängten Groll. Liberale halten Rassismus – noch wie zu Zeiten des Kalten Krieges – für eine Gesinnung hasserfüllter, ignoranter Individuen. Die Rechte hingegen macht sich „Rasse“ anders zunutze: als flexibles Mittel zur Mobilisierung von Identität, um die Macht des einen Prozents der Weltbevölkerung zu stärken, das den größten Teil des weltweiten Vermögens besitzt. In seinem Vortrag befasst sich Arun Kundnani mit diesen aktuellen Themen und wirft die Frage auf, wie wir über deren Parameter hinausgehen können. Auf den Vortrag folgt ein Gespräch zwischen Arun Kundnani und dem Akademie-Mitglied Stefan Weidner.