Lesegruppe

• So 06 10 2019 / 12:00 •
Toward a dirty universalism


Die Lesegruppe wurde als (Selbst-)Bildungsinitiative ins Leben gerufen, um einen intensiven Austausch über die Themen anzuregen, die das Programm der Akademie aufbringt. Auch in dieser Saison führt die Lesegruppe die im vergangenen Jahr angestoßene Diskussion des Projekts Perverse Decolonization fort und beschäftigt sich mit Fragen von Identität und Multikulturalismus im Kontext erstarkender neuer Nationalismen.

In der Auseinandersetzung mit Texten von Slavoj Žižek, Terry Eagleton, Donna Haraway und Gilles Deleuze sollen mögliche Formen eines neuen Universalismus erörtert werden. Die Lesegruppe versteht sich als selbstorganisierte Gruppe, die einmal im Monat in entspannter Atmosphäre zusammenkommt und allen Interessierten offensteht. Eigene Impulse und Lektürevorschläge der Teilnehmer*innen sind willkommen. Je nach Zusammensetzung der Gruppe wird auf Englisch oder Deutsch gelesen und diskutiert.

In dieser Sitzung lesen die Teilnehmer*innen zwei Texte der Aktivist*innen, Kurator*innen und Pädagog*innen Georgy Mamedov und Oksana Shatalova, die sich unter anderem mit sowjetischer Science Fiction und der Theorie eines ‚Queer-Communism‘ beschäftigen. Wer zur zweiten Sitzung einsteigen möchte, ist herzlich willkommen.


Sprachen: Deutsch/Englisch
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung unter readinggroup@academycologne.org
Ort: Alte Feuerwache (Raum 1, Branddirektion), Melchiorstr. 3, 50670 Köln


Perverse Decolonization ist ein internationales Forschungs- und Diskussionsprojekt, das sich mit der aktuellen Krise der Postcolonial Studies befasst und kritisch fragt, wie diese sich möglicherweise durch die neuen Nationalismen, die weltweit auf dem Vormarsch sind, vereinnahmen lassen. Das Projekt untersucht, inwiefern sich die vor allem in progressiven Kreisen unterstützte Agenda der Dekolonisierung in reaktionären Projekten wiederfindet und welche neuen Formen der Solidarität und des gemeinsamen Handelns dieser neuen Gefahr entgegenwirken können.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes