Radiosendung

• Do 18 06 2020 / 19:00 •
radio in between spaces edition #6


Mit SOPHIA BAUER, RAPHAEL KARIUKI

Die Kölner Klang- und Medienkünstlerin Sophia Bauer präsentiert eine Radio-Adaption ihrer Installation Kereita Forest Block. Diese Arbeit ist Teil des Werkkomplexes Forest Scapes, welches den Einfluss von Kolonialismus auf Waldlandschaften mit Hilfe von Klang untersucht. Im Anschluss spricht sie darüber, wie ein auf dem Hören basierender Wissenserwerb es ermöglichen kann, im postkolonialen Kontext die Beziehungen zwischen Menschen, Orten und Pflanzen zu überdenken und etablierte Hierarchien und Machtstrukturen in Frage zu stellen.

Raphael Kariuki alias DJ Raph, DJ und Produzent aus Nairobi, wird mit einer Komposition und im Gespräch das Online-Open-Access-Archiv Sound Of Nairobi vorstellen, das von den beiden Gästen dieser Sendung mitbegründet wurde. Sound Of Nairobi sammelt, archiviert und erforscht Klangaufnahmen der Stadt Nairobi, als Möglichkeit die Geschichte dieser Stadt jetzt und in Zukunft zu erzählen.

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Akustische Perspektiven aus dem globalen Süden. Klingende Gastfreundschaft. Zeit, Sound und emanzipatorische Praxis. Radio als Aktivismus.

In Sonic Lectures, Live Performances, Gesprächen, Kompositionen, Dokumentationen und Hörstücken widmet sich radio in between spaces Wechselbeziehungen von Klang, öffentlichem und privatem Raum, aktivistischer und künstlerischer Praxis. Internationale Klangkünstler*innen und experimentelle Musiker*innen, Philosoph*innen und Theoretiker*innen, Kulturkritiker*innen und Journalist*innen verhandeln Fragen von Fremdheit und Nähe, Solidarität und Dissonanz, Vibration und Materialität, Bedeutung und Geräusch, Durchlässigkeit und Widerstand.

Redaktion: THOMAS GLÄSSER, JAN LANGHAMMER, THERESE SCHULEIT, FRANZISKA WINDISCH

Die Programmreihe In Between Spaces widmet sich neuen ästhetischen Hybriden und kulturellen Möglichkeitsräumen zwischen Pop und Avantgarde, Tradition und Experiment. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste der Welt fanden 2019 zwei Ausgaben der Reihe statt. In Between Spaces: Mediterranean Crossings widmete sich dem Mittelmeer als Verbindung und flüssige Grenze zwischen Afrika und Europa. In Between Spaces: Indie Idiosyncracies nahm experimentelle Musiken aus Nordafrika und dem Nahen Osten in den Fokus.

radio in between spaces ist eine Zusammenarbeit von ZAM Zentrum für aktuelle Musik e.V. mit der Akademie der Künste der Welt, der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) sowie dem Experimentellen Radio der Bauhaus-Universität Weimar und seinen Projekten bauhaus.fm und shift.fm.

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