Film Screening

• Fr 27 10 2023 / 19:00 •
Einblick II Der schwarze Körper in auktorialen Erzählungen


kuratiert und vorgestellt von ALEX MELLO
Moderiert von: SARAH FATIMA SCHÜTZ

Mit dem Film UM FILME DE DANÇA (Ein Tanzfilm)

Dokumentarfilm, 90 min
Original mit englischen Untertiteln
Regie: CARMEN LUZ
Mit: EDILEUSA SANTOS, EVANDRO PASSOS, NATAN RODRIGUES, LUCIANE RAMOS, JOÃO CARLOS RAMOS, AUGUSTO OMULU, ANDRÉ BERN, RUBENS BARBOT, JUNIA BORTOLINO, ELISIO PITTA, CLYDE MORGAN und vielen anderen Performern.

Ein Einblick, wie sich die Erfahrung, in Brasilien schwarz zu sein, auf die Kunst afro-brasilianischer Tänzer*innen und Choreographen*innen auswirkt.

"Die Schwarzen? Wo sind die Schwarzen? - Das ist die Frage, die sich die Brasilianer gegenseitig stellen müssen.” Die Frage von Jean-Paul Sartre und die Aussage von Nelson Rodrigues in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts klingt noch immer nach. Ihr Echo führte gab den Anstoß, Um Filme de Dança zu drehen. Wie beeinflussen die Erfahrungen als Schwarzer in Brasilien afro-brasilianische Tänzer und Choreographen? Der Film hat einige der wichtigsten Vertreter des schwarzen brasilianischen Tanzes versammelt und stellt ein einzigartiges Dokument über die Geschichte des afrobrasilianischen Tanzes dar. Es ist eine Hommage an die Geschichte des schwarzen Körpers, der, von europäischen Vorbildern befreit, Autor und Herr seines eigenen Tanzes ist.

Film Screening
Fr 27 10 | 19 Uhr
ADKDW Studio, Herwarthsstraße 3, 50672 Cologne
Eintritt frei

Der Film wird gezeigt in der Reihe EINBLICKE

In Brasilien lebt die größte afrikanische Diaspora der Welt. Mehr als die Hälfte der rund 200 Millionen Brasilianer*innen hat afrikanische Vorfahren. Dank einer Quotenregelung an Universitäten und staatlicher Fördergelder zugunsten von Schwarzen ist seit der Jahrtausendwende eine bemerkenswert kreative und innovative schwarze Film- und Kunstszene in Brasilien entstanden.
Die Idee des Filmscreenings “Einblicke” ist entstanden, um die Pluralität des brasilianischen Schwarzen Kinos zu unterstreichen und mit sichtbar zu machen. Basierend auf der Vielfalt von Körpern, Erzählungen und Ästhetik, greifen die Filme berührende und komplexe Themen wie Einsamkeit, Zuneigung, Überleben und Widerstand im Spannungsfeld von Erinnerung und Ancestralität. Das Programm wirft einen Blick auf aktuelle und innovative Filme von schwarzen Regisseur*innen aus Brasilien.

In Kooperation mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum und dem Zentrum für internationale Kulturelle Bildung des Goethe-Instituts Bonn.

Gefördert durch