Gespräch

• Sa 21 09 2019 / 19:00 – 20:00 •
MEMORY LAB #7 Performing the Archive


Mit JASMINA ALIŠIĆ, LEJLA PARATUŠIĆ und BELIT SAĞ
Moderiert von AURORA RODONÒ


Anlässlich ihrer neuen Videoinstallation In der Abwesenheit der MUTTER DER L., die Fragen transnationaler Migrationsprozesse aufwirft, spricht die Künstlerin belit sağ über ihre künstlerischen Zugänge. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten Jasmina Ališić und Lejla Paratušić, Mitglieder der Bosnisch Islamischen Kulturgemeinschaft 'Gazi Husrevbeg', werden im Gespräch mit Aurora Rodonò Verantwortlichkeiten und Herausforderungen einer kollektiven und lebendigen Erinnerungsarbeit im Kontext von Familienarchiven befragt.

Am Ort der Installation im Innenhof der Kulturgemeinschaft werden in der letzten Ausgabe des Memory Lab - Labor für kollektive Erinnerungspraktiken die explizit diskursiven und performativen Zugänge der Veranstaltungsreihe zusammengeführt.


Freier Eintritt

Sprachen: Deutsch/Englisch
Mit Flüsterübersetzung ins Bosnische

Ort: Bosnisch Islamische Kulturgemeinschaft 'Gazi Husrevbeg' e.V.,
Vogelsanger Straße 210, 50825 Köln


BELIT SAĞ ist eine in Amsterdam lebende Videokünstlerin. Sie studierte Mathematik in Ankara. Ihre künstlerische Entwicklung wurde stark von der Zusammenarbeit mit video-aktivistischen Kollektiven in der Türkei geprägt, wo sie den Kunstraum Karahaber und das Archivprojekt bak.ma mitbegründete. 2014 und 2015 war sie Stipendiatin der Rijksakademie in Amsterdam sowie 2016 und 2019 Stipendiatin des International Studio & Curatorial Programme (ISCP) in New York. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei den Internationalen Filmfestivals in Toronto, Rotterdam und New York präsentiert, im EYE Filmmuseum in Amsterdam, im MOCA, Taipeh und beim Tabakalera Film Seminar in San Sebastián gezeigt. 2019 ist belit sağ Fellow der Akademie der Künste der Welt.

AURORA RODONÒ ist freie Kulturarbeiterin in den Bereichen Kunst, Film, Migration und Anti-Rassismus sowie Lehrbeauftragte am Institut für Kunst und Kunsttheorie/Universität zu Köln; 2012 bis 2014 Projektreferentin bei der Akademie der Künste der Welt; 2003 bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungs- und Ausstellungsprojekt Projekt Migration (Köln 2005). Sie ist Teil der Initiative Tribunal 'NSU-Komplex auflösen'.


Eine Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste der Welt in Kooperation mit DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration Deutschland e.V.
Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In der Abwesenheit der MUTTER DER L. ist eine Produktion der Akademie der Künste der Welt in Kooperation with CityLeaks Urban Art-Festival