Radiosendung

• Do 13 08 2020 / 19:00 •
radio in between spaces edition #14


Mit BRANDON LABELLE, ANNA BROMLEY

Vor dem Hintergrund eigener langjähriger Radioerfahrung beschäftigt sich Anna Bromley in ihren Arbeiten und ihrer Forschung mit der Entwicklung von DIY-Radiostationen, die im Westdeutschland der späten 1970er Jahre ein „Radio von Unten“ nicht nur forderten, sondern wie „Radio Fledermaus“ auch tatsächlich sendeten. Von staatlicher Seite kriminalisiert, lieferten sich Ulrich K. und Bodo K. im Untergrund ein ständiges Katz- und Mausspiel mit den staatlichen Behörden.

„The Other Citizen“ von Brandon LaBelle erzählt von der Entstehung von Gemeinschaften in Bewegung, von Nachbarschaftsinitiativen in Athen, Solidarökonomien in Jackson und ökologischer Verantwortung. Der andere Bürger wird als ein Netzwerk entworfen, ein poetischer Akt, der die Vorstellungen von Zugehörigkeit und das, was als angemessene Gegenwart zählt, wiederherstellt. Die Lesung aus „The Other Citizen“ entführt uns zusammen mit einer Aufnahme über Gemeinschaft und kollektive Improvisation in ein Szenario gemeinschaftlicher Kreativität. Mit: Ana María Briede, Mónica Bate, Federico Eisner, Gregorio Fontaine, Andrés Grumann, Matías Serrano, Bárbara Molina, Jessica Figueroa, Ignacia Biskupovic, Fernando Pérez Villalón, Brandon LaBelle, Soledad García Saavedra, Mauric Bintrup, Samuel Ibarra, Josefina de la Maza, Agustín González, Mabel Olea, Aurora Eisner, und Sofía Downey.

Zum Livestream

Akustische Perspektiven aus dem globalen Süden. Klingende Gastfreundschaft. Zeit, Sound und emanzipatorische Praxis. Radio als Aktivismus.

In Sonic Lectures, Live Performances, Gesprächen, Kompositionen, Dokumentationen und Hörstücken widmet sich radio in between spaces Wechselbeziehungen von Klang, öffentlichem und privatem Raum, aktivistischer und künstlerischer Praxis. Internationale Klangkünstler*innen und experimentelle Musiker*innen, Philosoph*innen und Theoretiker*innen, Kulturkritiker*innen und Journalist*innen verhandeln Fragen von Fremdheit und Nähe, Solidarität und Dissonanz, Vibration und Materialität, Bedeutung und Geräusch, Durchlässigkeit und Widerstand.

Redaktion: THOMAS GLÄSSER, JAN LANGHAMMER, THERESE SCHULEIT, FRANZISKA WINDISCH

Die Programmreihe In Between Spaces widmet sich neuen ästhetischen Hybriden und kulturellen Möglichkeitsräumen zwischen Pop und Avantgarde, Tradition und Experiment. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste der Welt fanden 2019 zwei Ausgaben der Reihe statt. In Between Spaces: Mediterranean Crossings widmete sich dem Mittelmeer als Verbindung und flüssige Grenze zwischen Afrika und Europa. In Between Spaces: Indie Idiosyncracies nahm experimentelle Musiken aus Nordafrika und dem Nahen Osten in den Fokus.

radio in between spaces ist eine Zusammenarbeit von ZAM Zentrum für aktuelle Musik e.V. mit der Akademie der Künste der Welt, der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) sowie dem Experimentellen Radio der Bauhaus-Universität Weimar und seinen Projekten bauhaus.fm und shift.fm.