Filmvorführung

• Fr 19 02 – So 07 03 2021 / 14:15 – 18:30 •
At your Service


kuratiert von MADHUSREE DUTTA

Die neu entstehenden und sich selbst multiplizierenden Formen der Schattenarbeit in der Welt der Ziffern und Algorithmen.

Vorführungszeiten: Fr–So, 14:15–16:15 + 16:45–18:30
Ort: Academyspace, Herwarthstr. 3, 50672 Köln
Freier Eintritt | Plätze im Kinoraum sind auf 3 begrenzt *

Filmprogramm zum Download

WORKERS LEAVING THE GOOGLEPLEX
2011 | 12’ | Dokumentation, Thriller | USA
Regisseur: Andrew Norman Wilson
Sprache: Englisch

Das Video befasst sich mit skrupellosen Unternehmensgrundsätzen im Bereich der digitalen Arbeit und der Suprastruktur, die dieses rücksichtlose Vorgehen ermöglicht. Beleuchtet wird eine vor der Öffentlichkeit verborgen gehaltene, marginalisierte Klasse von Arbeiter*innen, die im Google-Hauptquartier im Silicon Valley für ScanOps Google Books arbeiten. Als Google die Dreharbeiten bemerkte, musste Regisseur Andrew Norman Wilson das Unternehmen verlassen. Die Referenzen an den Film Wokers Leaving the Factory der Brüder Lumière – im Jahr 1895 eine der ersten Zelluloidproduktionen, die sowohl die industrielle Arbeiterklasse als auch animierte Körper auf Film bannte – verortet das Video mitten in der Filmgeschichte. Aufgezeigt werden Veränderungen und Kontinuitäten in der Gestaltung von Arbeit, Kapital, Medien und Information.

THE CLEANERS
2018 | 95’ | Dokumentation | Deutschland, Phillipinen
Regisseure: Hans Block, Moritz Riesewieck
Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln

Tausende externe Mitarbeiter*innen sichten für Facebook, YouTube, Twitter und weitere Social-Media-Angebote Fotos und Videos. Der Film erzählt von ihrer belastenden Arbeit, bei der sie im Sekundentakt über das Löschen oder Veröffentlichen entscheiden. Die Kriterien und Vorgaben dieser Arbeit sind eines der am besten geschützten Geheimnisse der Internet Giganten. Parallel zu den Geschichten von fünf Mitarbeitern erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Online-Zensur und zeigt wie Fake News und Hass durch die Sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden.
Der Film zeigt junge Arbeiter*innen, die stolz auf ihre Arbeit als Content Moderator*innen sind. Viele sind aufgrund dieser Arbeit schwer traumatisiert. Die Symptome, die viele der Content Moderator*innen zeigen, ähneln denen von Soldaten, die vom Kriegseinsatz zurückkehren. Doch während der militärische Dienst gesellschaftlich angesehen ist, müssen die Content Moderator*innen unsichtbar bleiben.

Skript: Hans Block, Moritz Riesewieck Kamera: Axel Schneppat, Max Preiss Schnitt: Philipp Gromov, Hansjörg Weißbrich, Markus CM Schmidt Auszeichnungen: Best Documentary, Moscow Film Festival | Gilda Vieira De Mello Award | Prix Europa – TV Documentary | Deutscher Wirtschaftsfilmpreis – Nachwuchspreis | Best Director – Documentary, Deutscher Regiepreis Metropolis.

*Wir freuen uns, Sie bald als Besucher*in begrüßen zu dürfen. Bitte beachten Sie, dass zu Ihrem, unserem und dem Schutz anderer Besucher*innen die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und insbesondere das Tragen einer Mund- und Nasenmaske bei einem Besuch verbindlich sind. Bei Fragen können Sie uns unter +49 (0)221 337748 92 kontaktieren.
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